Sunday Listen: Noah Gundersen – Live at BBC Celtic Connections


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Der regelmäßige Besucher von ANEWFRIEND dürfte mit Noah Gundersen und dessen Songs freilich längst vertraut sein, immerhin hat es der 27-jährige Folk-Singer/Songwriter in den letzten Jahren mit seinen zwei Soloalben stets unter meine liebsten zehn „Alben des Jahres“ geschafft.

Deshalb auch gar nicht mehr Worte, sondern einfach ein 24-minütiger Live-Mitschnitt eines Auftritts von Gundersen, dessen Schwester Abby aktuell mit dem ebenfalls in still-intensiven Gefilden musizierenden William Fitzsimmons on Tour ist, der für „BBC Celtic Connections“ im Centre for Contemporary Arts im schottischen Glasgow aufgezeichnet wurde, wo der aus dem US-amerikanischen Seattle, Washington stammende Musiker Ende Januar diesen Jahres auftrat. Neben fünf Stücken von „Ledges“ und „Carry The Ghost“ gab Noah Gundersen da auch (s)eine Version des Springsteen-Klassikers „Dancing In The Dark“ zum Besten.

 

 

Setlist:
1. Isaiah 0:00
2. Halo (Disappear / Reappear) 3:50
3. Selfish Art 7:13
4. Dancing in the Dark (Bruce Springsteen Cover) 11:49
5. Empty From The Start 15:22
6. Jealous Love 20:37

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Klez.e – „Mauern“


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Ja sicher, Tobias Siebert ist mir – vor allem durch sein jüngstes Solo-Projekt And The Golden Choir, dessen Debüt „Another Half Life“ 2015 erschien, aber auch als Produzent für so viele deutsche Bands und Künstler wie Slut, Marcus Wiebusch, Enno Bunger, Mikroboy, Herrenmagazin, Phillip Boa and the Voodooclub, Kettcar oder Sport – freilich ein Begriff. Auch, dass der Mann mal in einer Band namens Klez.e aktiv war, wusste ich natürlich. Mit deren drei Alben – das letzte, „Vom Feuer der Gaben„, erschien 2009 – habe ich mich allerdings nie beschäftigt.

Nun, sollte ich wohl mal tun, denn der Song „Mauern“, mit dem sich Siebert und seine Mannen nach siebenjähriger Auszeit zurückmelden, verspricht Großes. Und rennt bei mir mit seinen Referenzen zum 1989 veröffentlichten The-Cure-Meilenstein „Disintegration“ offene Türen ein. Monolithische Rhythmen, Schwermut, Melancholie – all das klingt wohl nicht von ungefähr wie eine tiefe Verneigung vor Robert Smith und Co., denn auch das dazugehörige, im Januar 2017 erscheinende neue Klez.e-Album „Desintegration“ trägt seine Inspiration ebenso offen zur Schau wie Tobias Sieberts neuerdings zum Goth-Wuschel toupierte Haarpracht… Als wenn es auf ewig ein grauer Wintertag im letzten Jahr der seligen Achtziger wäre. Bonjour Tristesse.

 
„Früher, da im Osten
Wollte ich im Wedding sein
Und heute soll das enden
Ich ließ mich von euch blenden…“

 

 

 

Rock and Roll.

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16 Songs aus 2016 – Das UK-Label Big Scary Monsters verschenkt (s)einen Label-Sampler


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Der Dezember ist ja, neben der Rückbesinnung auf das, was da in den vergangenen elf Monaten des noch aktuellen Jahres passiert ist, auch der Monat des Gebens.

l-43155-1428489264-1813In diesem Sinne hat das britische Label Big Scary Monsters nun pünktlich zum Dezemberanfang wie in jedem Jahr seit 2012 – so viel schöne Tradition sei schließlich erlaubt – wieder (s)einen Gratis-Jahresabschluss-Sampler veröffentlicht. Darauf befinden sich insgesamt 16 Songs von 16 Bands, die in diesem Jahr über das Label neue Alben herausgebracht haben. Unter den vertretenen Künstlern sind beispielsweise Kevin Devine mit einem Song von seinem neuen Album „Instigator„, You Blew It! mit einem Auszug aus ihrer erst Anfang November veröffentlichten Platte „Abendrot„, Beach Slang mit dem Track „Punks In A Disco Bar“ oder La Dispute, welche eine Live-Aufnahme des Songs „Woman (in mirror)“ beisteuern. Der Sampler ist stilistisch ebenso breit aufgefächert wie der Labelkatalog und sollte vor allem Fans von Indie- oder Punkrock, Emo, Posthardcore und Mathrock gefallen. Wie bereits erwähnt hat dieses musikalische „Name your price“-Geschenk zum Jahresende bei Big Scary Monsters schon seit einigen Jahren Tradition und ist auch im Nachhinein noch für kleines Geld auf der Bandcamp– und Webseite des Labels erhältlich. Zugreifen? Logisch.

 

 

Rock and Roll.

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„Sorry, Sie haben leider eine Scheide“ – Der „Neo Magazin Royale“-Beitrag zur Gleichberechtigungsdebatte


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Jan Böhmermann und sein „Neo Magazin Royale“-Team haben’s wieder getan: Nach dem #varoufake, #verafake, „Be deutsch!“ oder dem Erdogan-„Schmähgedicht“-Skandal, welcher lächerlicherweise haarscharf an einer bilateralen Staatskrise vorbei geschrammt ist, wurde in der neusten, gestern in der ZDF-Online-Mediathek veröffentlichten Sendung des „Neo Magazin Royale“ wieder ein wichtiges Stück kontroverse Unterhaltungsware, über welche sich nachzudenken lohnt, präsentiert…

Dabei hatte diesmal nicht Böhmermann selbst, sondern Giulia Becker, ihres Zeichens eine von zwei Gag-Schreiberinnen im Team des „Neo Magazin Royale„, ihren großen Auftritt: Mit ihrem Song „Verdammte Scheide“ spricht sie viele aktuell wichtigen Themen auf einmal an.

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„Geh‘ zum Fernsehen, haben sie gesagt, denn für eine Frau bist du irgendwie komisch“, steigt Becker zu sachtem Pianogeklimper in ihren Song übers Frausein ein. Lange rätselte sie, warum sie nur so anders behandelt werde im Böhmermann-Team. Wieso sie von ihren männlichen Kollegen gemieden wird und beim Mittag alleine essen muss. Wieso ihr nicht richtig zugehört wird, obwohl sie die besten Witze schreibt. Wieso sie nicht Boxen darf, oder sich an der Uni einschreiben.

Obwohl doch so viel mehr in ihr stecke als Gebäck, denkt sie, es liege an ihrem Bauch. Doch dann fällt es ihr wie Schuppen von den Augen: Sie hat eine Scheide! Und genau an der muss es liegen, schlussfolgert sie.

In dem Song und dem dazugehörigen Video kommt vieles von dem zu Wort, was gerade Thema ist: Bodyshaming, Gleichberechtigung, Emanzipation, veraltete Frauenbilder, sogar der fahrlässige Umgang mit Wörtern, ist „Scheide“ doch ein zutiefst mittelalterlicher Begriff. Gemeint ist – im Wortsinn – damit, neben einer Aufbewahrung für Hieb- und Stichwaffen, nämlich auch „Trennen, Scheiden“ (siehe Wasserscheide). Mit diesem Wissen klingt es plötzlich doch sehr respektlos, ernsthaft so ein Wort für ein Geschlechtsteil zu verwenden. Dennoch ist der Begriff teilweise noch in den Köpfen der Menschen verankert.

Klar übertreibt Giulia, wenn sie uns laufend mit ihrer Scheide penetriert (sic!). Aber das ist auch der Plan – und in dem Fall unverzichtbar und eine gute Entscheidung:

„Was ist so schlecht an mir? Eine Scheide. Was mach ich falsch? Eine Scheide. Warum werde ich so schlecht bezahlt? Eine Scheide. Worüber wurde noch nie ein Witz gemacht? Eine Scheide. Woher haben die alten, weißen Männer im Fernsehen Angst? Eine Scheide. Wer hat den dritten Teil von Bridget Jones geschrieben? Eine Scheide. Wer hat John F. Kennedy erschossen? Eine Scheide. Wer hat an der Uhr gedreht? Eine Scheide. Was reimt sich auf eine Weide? Eine Scheide. Wer hat das Gras weggerraucht? Eine Scheide. Unsere Erde ist? Eine Scheide.“

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Darin liegt – wie so oft bei den Aktionen des „Neo Magazin Royale“ – die Stärke des Songs, in dessen dazugehörigem Video Giulia Becker Unterstützung von – natürlich – weiblichen TV-Größen wie Ina Müller oder Nora Tschirner erhält. Denn hinter der humorigen, satirischen Behandlung dieses ernsten Themas steckt eine wichtige Botschaft: Körperliche Reduzierungen sind eben tatsächlich nicht mehr als zwar weit verbreiteter, im Endeffekt jedoch willkürlicher, fortlaufender Blödsinn. Vielleicht lernen wir ja was draus…

 

Rock and Roll.

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Ein Zug, ein Schneesturm und Adrien Brody – Wes Andersons neuer Weihnachtswerbespot


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Jetzt konnte also auch Wes Anderson nicht widerstehen.

Der 47-jährige US-amerikanische Starregisseur („Grand Budapest Hotel“, „Darjeeling Limited“, „Die Tiefseetaucher“) hat für ein großes schwedisches Modehaus einen Werbespot gedreht. Genauer: Einen Weihnachtswerbespot.

Dass Anderson dabei nicht einfach schnöd-simpel Klamotte für Klamotte abfilmen würde, dürfte von Vornherein klar gewesen sein. Stattdessen hat er sich seinen Buddy, Oscar-Preisträger Adrien Brody („Der Pianist“), der ja auch schon bei „Grand Budapest Hotel“ und „Darjeeling Limited“ mit von der Partie war, geschnappt und einen knapp vierminütigen, ebenso dezent besinnlichen wie dezent speeligen Kurzfilm in bester Wes-Anderson-Retro-Manier gedreht, welcher einmal mehr zwei von Andersons scheinbaren Vorlieben verbindet: das Zugfahren und für US-Amerikaner seltsam anmutende Regionen im Ausland (diesmal scheint der Spot irgendwo in Deutschland zu spielen).

Was wohl nur den Wenigsten bekannt sein dürfte: Es ist bei Weitem nicht der erste Werbefilm, bei dem Anderson Regie führt. In den vergangenen Jahren drehte der 47-Jährige bereits Commercials für Marken wie American Express, Ikea, Hyundai, Stella Artois und Sony Mobile – freilich stets zu seinen Regeln und mit den typischen Trademarks, welche seit jeher auch seine wie in Weichzeichner-Traumwelten spielenden Filme auszeichnen…

 

 

Rock and Roll.

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Typisch Großstadt-Mode-Hipster…


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(gefunden bei Facebook)

 

Typisch Großstadt-Mode-Hipster – erkennen das populärste Covermotiv von den Smiths nicht. Was wohl deren Frontmann Bono dazu sagen würde? Süße Tattoo-Sleeves auch…

 

Rock and Roll.

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