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Song des Tages: Thees Uhlmann – „Fünf Jahre nicht gesungen“


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Uhlo ist back! Satte sechs Jahre nach dem zweiten Solowerk „#2“ hat Thees Uhlmann (s)einen neuen Song „Fünf Jahre nicht gesungen“ veröffentlicht und gibt damit einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf sein vor kurzem angekündigtes drittes Album „Junkies und Scientologen“, welches am 20. September – natürlich beim heimischen Grand Hotel Van Cleef – erscheinen wird (und in der Box-Set-Variante – nebst Vinyl sowie etlichen Gimmicks – wahlweise auch eine Bonus-Platte mit „8 unveröffentlichten deutschsprachigen Coverversionen“ enthält).

funf-jahre-nicht-gesungen.jpg„Fünf Jahre nicht gesungen“ nun beginnt mit einem hart angeschlagenen Keyboard, dessen Rhythmus verdammt an Foreigners „Cold As Ice“ erinnert – schon der Pressetext warnt davor, dass das aber auf die falsche Fährte führt. Wenn Uhlmanns unverkennbarer Gesang, der seit jeher die Lager spaltet, einsetzt, wird das viereinhalbminütige Stück in der Tat zum vertraut umarmenden Liedermacher-Indierock Uhlmann’scher Bauart. Im Text reflektiert der ehemalige Tomte-Frontmann und Jetzt-auch-Romanautor (das tatsächlich tolle „Sophia, der Tod und ich“ erschien 2015) die vergangenen paar (turbulenten) Jahre seines Lebens und stellt in Passagen wie „Und dann kam Silvester und mir wurde klar / Wenn der Sommer beginnt stirbt ein weiteres Jahr“ fest, wie vergänglich und schnell wandelbar alles ist.

Die Idee dazu kam dem Vertreter der Hamburger Schule nach eigener Aussage, als ihm im vergangenen Jahr klar wurde, dass er seit fünf Jahre keine neuen Songs geschrieben hatte und lange nicht mehr vor Publikum musizierte: „Wobei aus fünf Jahren ja schon fast sechs geworden sind, aber vor einem Jahr habe ich eben darüber nachgedacht, warum mir seit fünf Jahren nichts mehr eingefallen ist. Von daher mögen mir die Mathelehrer verzeihen, wie sie mir schon so viel verziehen haben.“ Der 45-jährige Wahl-Berliner empfiehlt augenzwinkernd: „Wenn Sie schlechte Laune haben, dann wird das genau Ihr Song sein. Und wenn Sie gute Laune haben, dann werden Sie sich freuen, wie schön es ist, keine schlechte Laune zu haben, aber auch gut, wenn bei den anderen so ein Song dabei raus kommt. So ist das eben. Das Leben ist kein Highway, es ist die B73!“

Und schon wird einem klar, wie sehr der ebenso trockene wie fein austarierte norddeutsche Humor des bekennenden St.-Pauli-Fans in den letzten Jahren gefehlt hat – dem tut die einmal mehr seeeehr spezielle Tracklist von „Junkies und Scientologen“ freilich keinen Abbruch:

01. Fünf Jahre nicht gesungen
02. Danke für die Angst
03. Avicii
04. Was wird aus Hannover
05. 100.000 Songs
06. Ich bin der Fahrer, der die Frauen nach Hip Hop Videodrehs nach Hause fährt
07. Junkies und Scientologen
08. Katy Grayson Perry
09. Menschen ohne Angst wissen nicht, wie man singt
10. Ein Satellit sendet leise
11. Die Welt ist unser Feld
12. Immer wenn ich an dich denke, stirbt etwas in mir

 

 

Im August, September und Dezember sind Thees Uhlmann und Band denn auch auf ausgedehnter Tour:

03.08. Hamburg, Theaterschiff (solo, ausverkauft)
13.08. Reutlingen, Franz.K
14.08. Worpswede, Music Hall
15.08. DK – Rømø, Cruise van Cleef (ausverkauft)
16.08. Kassel, Kulturzelt
17.08. Grosspösna, Highfield Festival
23.08. Essen, Zeche Carl Open Air

25.09. Rostock, Mau Club
26.09. Cottbus, Glad-House
27.09. Hamburg, Große Freiheit 36 (ausverkauft)
28.09. Berlin, Lido (ausverkauft)
29.09. München, Ampere (ausverkauft)
30.09. Köln, Stadtgarten (ausverkauft)

06.12. A – Wien, Gasometer
07.12. München, Tonhalle
08.12. Saarbrücken, Garage
10.12. Erlangen, Heinrich Lades Halle
11.12. Dortmund, FZW
12.12. Wiesbaden, Schlachthof
13.12. Stuttgart, LKA Longhorn
14.12. Berlin, Columbiahalle
16.12. Hannover, Capitol
17.12. Hamburg, Große Freiheit 36
18.12. Hamburg, Große Freiheit 36
19.12. Bielefeld, Lokschuppen
20.12. Bremen, Pier 2
21.12. Köln, Palladium

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Counting Crows – „August And Everything After“


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Aus gegebenem Anlass, schließlich weist der Kalender ab heute den Ährenmonat aka. den achten Monat im gregorianischen Jahreskalender aus: der Quasi-Titelsong von „August And Everything After„, dem ersten, 1993 erschienen (und freilich auf ewig besten) Album der Counting Crows.

81bTx+NdsRL._SS500_Quasi? Japp, allein schon deshalb, weil die Mannen um Sänger Adam Duritz sich schlapp-knappe 26 (!) Jahre Zeit gelassen haben, um den titelgebenden Song zu ebenjenem Werk zu vollenden beziehungsweise nachzureichen. Aber: Auch ein Vierteljahrhundert später klingt das mit beinahe zehn Minuten gewohnt elegische Stück, das die Rockband aus San Francisco mitsamt eines Orchesters in den Londoner AIR Studios fertig stellte, so melancholisch-verträumt, so bildmalerisch, dass man unweigerlich an ganz ähnliche Großtaten wie „Round Here„, „Raining In Baltimore“ oder „Another Horsedreamer’s Blues“ denken muss. Und natürlich singt Adam Duritz einmal mehr von „Elvis“ und „Maria“

 

“I never really thought much about this song back in the day because it wasn’t finished,” Duritz said in a statement. “But when we got the chance to work with [composer] Vince Mendoza, I thought it was a good time to rewrite it and get it right. He came up with really interesting arrangement — not the whole band or the whole orchestra but parts of each — drums, bass, and pedal steel from us plus the string section and one cor anglais (kinda like a big oboe) from the [London Studio Orchestra]. It was magic recording it at AIR Studios in London. You can just feel the cool when you listen.”

(Adam Duritz)

 

 

„They’re wakin‘ up Maria, ‚cause everybody else has got some place to go
She makes a little motion with her head
Rolls over, and says she’s gonna sleep for a couple minutes more
Said, I’m sorry to Maria for a the cold-hearted thing that I have done
I’ve said, I’m sorry by now at least once
To just about everyone
She says: ‚I’ve forgotten what I’m supposed to do today‘
And it slips my mind what I’m supposed to say
We’re getting older and older and older and older
And always a little further out of the way

You look into her eyes, it’s more than your heart will allow
And August and everything after
You get a little less than you expected, somehow

Well, I stumbled into Washington Square, just as the sun began to rise
And I walked across on the lawn to the cathedral
And I lay down and the shadow of St. Mary’s in the sky
I’m just one of these late model children waiting for the king
There ain’t no sign of Elvis in San Francisco
It’s just me, and I’m playin‘ this rock and roll thing
She wants to be just like me and I want every damn thing that I can see
You know, one day you’re Daddy’s little angel
The next day, you’re everything he wanted you to be

They dress you up in white satin
And they give you your very own pair of wings
In August and everything after, I’m after everything

Well, I got my reservations
And I got my seven-million dollar home
I got, I got the number of some girl in North Dakota
Who’s always wide awake so I never have to spend the night alone
I got a nasty little habit
Of peekin‘ down the shirts of all the little girls as they pass me by
And I know you wonder when it all catches up to me
And they finally bring me down, do you think I’m gonna cry?
Well listen, I already got my disease
So get your fuckin‘ filthy hands off of me
I hope you weren’t expecting to be crucified
The best that they can do, is just to hang me from the nearest tree

Yeah, it’s midnight in San Francisco
And I am waiting here for Jesus on my knees
And August and everything after
I need somebody else to bleed for me
Yeah, and August and everything after
I need somebody else to bleed for me

Well, I came down from San Francisco
‚cause I had confidence and a military mind
And now everyone I know is turning showgirl
And dancing with their shirt off in some Las Vegas hotel line
So I’m going‘ to Now York city ‚cause it got a little sleazy here for me
And when I find myself a lawyer and no I’m never going home
You make the changes, the changes that you need
But I no longer know how to pray
I live in a dog town and it’s a Dalmatian parade
I change my spots over and over but they never seem to fade away

I am the last remaining Indian
Looking for the place where the buffalo roam
In August and everything after
Man, them buffalo ain’t never coming home, no
In August and everything after
Man, them buffalo ain’t, they ain’t never coming home, no
In August and everything after
Man, them buffalo ain’t never coming home“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Foreignfox – „Birthday Flowers“


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We Were Promised Jetpacks, Idlewild, Fatherson, The Twilight Sad, Mogwai, There Will Be Fireworks, Campfires In Winter, natürlich auch die drei Stadionrocker von Biffy Clyro oder die notorischen Tanzbeine von Franz Ferdinand – der schottischen Alternative- und Indierock-Szene in Glasgow, Edinburgh und all den kleinen Käffern abseits der wuselig-mausgrauen Metropolen fehlt es auch nach dem traurigen Aus von Frightened Rabbit keineswegs an tollen Bands.

Wem ein Gros dieser gelisteten Kapellen zusagen sollte, der darf ruhigen Gewissens auch bei Foreignfox ein, zwei Öhrchen riskieren. Zwar kann das Quintett aus Dunfermline, Fife bislang noch nicht ganz mit dem Bekanntheitsgrad ebenjener Scottish Lads mithalten, die Songs selbst, die Frontmann Jonny Watt und seine Band-Kumpels auf bisher zwei EPs („We Float Like Sinking Ships“ von 2014 sowie „I Used To Be A Bellydancer“ von 2017) und einige Singles gepackt haben, können mit ihrem „Post-apocalyptic alternative with a side of folk“ (so zumindest die augenzwinkernde Selbstbeschreibung) durchaus überzeugen – und für Interessierte hat die Band mit Musikvideos zu tollen Songs wie „Bonfire„, „Monsoon„, „Lights Off, Carry Me Home„, „Frostbite„, „Quiet At Home“ oder „Yoghurt“ schonmal ein halbes Dutzend Bewegtmaterial in petto.

a4258252409_16.jpgAls neustes qualitatives Argument von Foreignfox darf gern der Song „Birthday Present“ herhalten. In dem bereits im März veröffentlichten Stück (dem die Band wenig später nach das etwas ruhiger gehaltene „Birthday Present II“ nachschob) widmet sich Sänger Jonny Watt im – selbstredend leidenschaftlich mit viel Emphase und im feinsten schottischen Akzent vorgetragenen – Text dem sensiblen Thema Spielsucht (da ist mal nicht der Böse Teufel Alkohol das Sujet), während der Viereinhalbminüter mit all seinen fuzzrockenden Gitarren, dem kraftvoll bollernden Schlagzeug und prägnanten Keyboard-Linien auch The Twilight Sad, We Were Promsied Jetpacks und Co. keineswegs schlecht zu Gesicht gestanden hätte. Da hofft man glatt, dass Foreignfox hoffentlich baldigst mit einem Debüt-Langspieler in die erste Liga der Schotten-Indierocker aufsteigen…

 

“I have close friends who’ve struggled with gambling addiction and seen the destruction it has caused.  When I was first asked to write this song I had no idea how to approach it.  The worst thing I think I could have done was to water it down to the point where it’s no longer what it was originally intended to be.  At it’s heart, this is a dedication from one brother to another – I had to be respectful of that.  I have to always be respectful of that.”

(Jonny Watt)

 

 

„You are hanging by a thread that’s wrapped around your neck / until you’re hanging dead / we were criminals of circumstance / you act as if we had a chance / stop the car I’m going to be sick again

You were a danger to yourself / and everybody else / debts multiply themselves / it never was a cry for help / put in print and on the news / it’s just what people thought they knew

I brought you flowers on your birthday / I know it’s not quite what you’d expect / see when you left / our mother was in the worst way / so here’s to you a happy birthday

Black holes will collapse upon themselves before I’d ever love again / brother, you had to know I’ll never love again

I’m so happy.“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Elbow – „The Blanket Of Night“


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Der Song „The Blanket Of Night“, seinerzeit erschienen auf dem sechsten Elbow-Album „The Take Off And Landing Of Everything„, mag zwar bereits ein paar Jährchen zurück liegen, ist aber mit seiner Thematik, mit seiner Botschaft leider noch immer so aktuell wie vor fünf Jahren: In dem das Album beschließenden Stück, welches wenig später auch von Led Zeppelin-Stimme Robert Plant gecovert wurde, erzählt Guy Garvey, Sänger und Frontmann der Rockband aus dem englischen Manchester, von der (sowohl physischen wie spirituellen) Reise zweier Flüchtlinge, die ihre alte Heimat verlassen haben, um in der Fremde Frieden und Zuflucht zu suchen. Dabei mag „The Blanket Of Night“ zwar in seinem Text eine Momentaufnahme darstellen, in der das Paar mitten in der Dunkelheit der Nacht in einem kleinen Boot auf dem offenen Meer treibt, und nicht weiß, ob es den nächsten Morgen erleben, geschweige denn irgendwann das sprichwörtlich rettende Ufer erreichen wird. Zwischen den Zeilen ist der Song Guy Garveys (und wohl auch Elbows) Kommentar zur Haltung der großen britischen Parteien gegenüber Immigranten und Zuwanderung – und an dieser hat sich in den vergangenen Jahren (und das keineswegs lediglich in Großbritannien!) wenig geändert. Im Gegenteil, wie ein aktuelles Beispiel einmal mehr zeigt. Logischerweise bin ich keinesfalls diejenige Koryphäe, die jetzt die argumentative Büchse der pandorinischen Grundsatzdebatte öffnen möchte. Aber, um es noch einmal mit nicht ganz eigenen, aber dennoch absolut richtigen Worten zu sagen: Seenotrettung darf nicht, nie und zu keinem Zweck kriminalisiert werden. Punkt. Schließlich leisten die guten Menschen bei „Sea-Watch“ und Co., die tagtäglich nicht nur ihre eigenen, sondern (leider, und da hört die Perversion keineswegs auf) auch etliche rechtliche Grenzen ausloten, um Menschen in Not vor dem Ertrinken, vor dem Tod zu bewahren, ohnehin bereits genug Großes, Großartiges (auch, wenn es ihnen wohl kaum genug erscheint). Gut auf den Punkt gebracht wurde es dieser Tage von der „Süddeutschen Zeitung“:

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Andererseits – auch das sollte keineswegs unerwähnt bleiben – ist es jedes Mal verdammt schön zu sehen, dass nicht alle Menschen miese Arschlöcher sind, die die Ärmsten der Armen als Schachfiguren für waswasichauchimmer für perfide Zwecke benutzen. Viele Menschen helfen, nehmen Anteil, sind offen. Und wenn auch nur im Kleinen. Nicht jede(r) muss eine Carola Rackete sein. Aber ein wenig ziviler Ungehorsam im Sinne der Nächstenliebe hat wohl noch keiner Gesellschaft geschadet… ✊

 

0602537547678.jpg„It’s about a couple at sea, refugees escaping a bad situation. When even Labour is campaigning on immigration trying to make the country’s ills the fault of such people… well, nothing’s ever made me so angry. I wrote it in 20 minutes, which tells me it came from the gut.“ (Guy Garvey gegenüber dem „Mojo Magazine“)

 

„That was to illustrate that, while both political parties are blaming the country’s problems on immigrants, there are people who are dying to get into the country,“ Garvey told Uncut magazine. „It’s so irresponsible to blame immigrants for our problems, those politicians should be ashamed of themselves.“ (Guy Garvey im Interview mit „Uncut“)

 

„It was written in between enormous humanitarian disasters. It was a general sort of… I think it’s crazy that depending on a person’s income or social status they can or cannot be ignored. As if we’re not all immigrants at some point or another. Look at New York: the centre of Western capitalism on the one hand, but a city built by immigrants and lived in by immigrants on the other hand. That’s what can happen when you open your arms to the world and get your ideas together. I just think, we made a deal. I met a girl who worked for Kofi Annan, many years ago, and I asked her, what was the point of everyone agreeing to find refugees a home after the Second World War? She told me those laws were eroded and bypassed little by little. Countries were looking for excuses not to accept refugees. And the arguing and politicking from both sides [in the UK] – there’s no empathy, no humanity. It was bugging me. So I wrote that song.“ (Guy Garvey in einem weiteren Interview über „The Blanket Of Night“)

 

 

„Paper cup of a boat
Heaving chest of the sea
Carry both of us
Carry her, carry me

From the place we were born
To the land of the free
Carry both of us
Carry her, carry me

The ocean
That bears us from our home
Could save us
Or take us for its own
The danger
That life should lead us here
My angel
Could I have steered us clear?

Gone, the light from her eyes
With the lives that we made
Just the two of us
In the night on the waves

Moving silent her lips
By the moon’s only light
Sewing silver prayers
In the blanket of night

The ocean
That bears us from our home
Could sail us
Or take us for its own
The danger
That life should lead us here
My angel
Could I have steered us clear?

Paper cup of a boat
Heaving chest of the sea
Carry both of us
Or, swallow her, swallow me“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Melodicka Bros – „Chop Suey!“


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Man mag’s auf die definitiv sommerliche Affenhitze draußen schieben, aber diese recht einfache, jedoch durchaus ungewöhnliche Coverversion des System Of A Down-Klassikers „Chop Suey!“ hat was.

Die Melodica Bros, die laut Facebook „weird covers for weird people“ produzieren, schnappen sich den gerade einmal knappe, schlappe 18 Jahre jungen Song von „Toxicity„, dem wohl besten Album der kalifornischen Alternative-Metal-Band um Serj Tankian, Daron Malakian und Co., und basteln ein humoriges „Way Too Happy Acoustic Cover“, welches mit Natur-Setting und Spökes näher beim poppig-fröhlichen Chill-Out-Modus eines Jason Mraz wegdöst als dass es zum durchgeschwitzten Aggro-Pogo ansetzen würde…

 

 

„Wake up (wake up)
Grab a brush and put a little makeup
Hide the scars to fade away the shake up
(Hide the scars to fade away the shake )
Why’d you leave the keys up on the table?
Here you go create another fable

(You wanted to)
Grab a brush and put on a little makeup
(You wanted to)
Hide the scars to fade away the shake up
(You wanted to)
Why’d you leave the keys up on the table?
(You wanted to)

I don’t think you trust, in, my,
Self-righteous suicide,
I, cry, when angels deserve to die

Wake up (wake up)
Grab a brush and put a little makeup
Hide the scars to fade away the shake up
Why’d you leave the keys up on the table?
Here you go create another fable

(You wanted to)
Grab a brush and put on a little makeup
(You wanted to)
Hide the scars to fade away the shake up
(You wanted to)
Why’d you leave the keys up on the table?
(You wanted to)

I don’t think you trust in my
Self-righteous suicide,
I cry, when angels deserve to die
In my self-righteous suicide,
I cry, when angels deserve to die

Father (brother)
Father (mother)
Father (fucker)
Father (aaah!)
Father into your hands, I commend my spirit
Father into your hands, why have you forsaken me?
In your eyes, forsaken me
In your thoughts, forsaken me
In your heart, forsaken me

Oh, trust in my, self-righteous suicide
I cry when angels deserve to die
In my self-righteous suicide
I cry when angels deserve to die“

 

Rock and Roll.

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Vor zwanzig Jahren…


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Gemälde: Chad Patterson

Californication„, das siebente Studiowerk der Red Hot Chili Peppers, erschien – auf den Tag genau – gestern vor zwanzig Jahren (also am 7. Juni 1999). Mir kommt’s wie eine gefühlte Ewigkeit vor, und trotzdem verbinde ich viel Inniges, massig Prägendes mit diesem Meisterwerk von Langspieler. Hier die Worte, welche mir spontan – und in einem fixen Facebook-Post – in die Tastatur flossen:

Alter, 20 Jahre… Zwanzig. ZWANZIG! Eine ganze Adoleszenz ist das her!
Damals an Tag 1 nach dem Schulbesuch im lokalen Expert-Elektrofachmarkt – sächsische Provinz zwar, aber den hatten wir zumindest! – käuflich erstanden, berauscht durch die Comeback-Vorabsingle „Scar Tissue“ – und seitdem ohne Umschweife immer wieder neu in John Frusciantes Gitarrenspiel verliebt. „Califonication“ bleibt auch zwei Dekaden nach Erscheinen ein formvollendetes, mit etlichen feinen Details versehenes – und doch recht pures, mit wenig Effekten versehenes – Meisterwerk mit Melodien für gleich etliche Trips ins  Nirwana. Von „Around The World“ bis „Road Trippin‘“ – all killer, (almost) no filler. Wie schade ist’s daher, dass Frusciante von Bord der MS Chili Pepper gegangen ist, die Gitarre, deren Saiten er wie kein anderer mit Seele zu füttern vermag, beiseite gestellt hat – und sich nun verqueren elektronischen Experimenten stellt. (Eine Schande! Ein Frevel! Als hätte Leonardo Da Vinci sich irgendwann als Stuhl-Designer für IKEA beworben!) Ohne ihn – und mit seinem früheren Adlatus John Klinghoffer an der Gitarre – mögen die Chili-Schoten um Anthony Kiedis, Flea und Chad Smith zwar noch ähnliche Musik zustande bringen – aber irgendwie ist’s nix Halbes, nix Ganzes mehr, denn ein Unikum wie Frusciante ersetzt nicht mal der talentierteste Saitenberserker (oder -schamane)…
*hach* Zwanzig Jahre, zwei Dekaden! Kaum zu glauben. Mit einer nostalgischen Träne im AUX-Eingang, und noch immer voll der Bewunderung, wieviel Zauber doch einer knappen Stunde Rockmusik innezuwohnen vermag (sowie wohl noch zig weiteren Anekdoten, die ich hierzu erzählen könnte) verbleibe ich…

 

 

Rock and Roll.

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