„Blyats“ – Die russische Variante des „Friends“-Intros


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Etwas sinnfreier Klamauk für Zwischendurch gefällig? Wie wäre es dann mit der russischen Variante des „Friends“-Intros?

Obwohl die US-Comedy-Serie bereits 2004 – nach immerhin knapp zehn Jahren und 236 Folgen – zu Ende gegangen ist, erfreut sich die Sitcom auch 2017 noch großer Beliebtheit. Und wer auch immer auf die Idee gekommen sein mag, ein paar Aufnahmen von einer Truppe russischer Vorstadtsäufer, welche ihrerseits wiederum wirken wie die Wladiwostoker Plattenbau-Version der „New Kids“, mit der Optik und dem Song des US-Originals auszustatten – Chapeau für diese kurzzeitige humoristische Einlage!

Obwohl man sich bei all der befremdlich-homoerotischen Energie, die Oleg, Dimitrij, Artjem, Kostja, Kolja, Wadik und Konsorten ausstrahlen, schon fragt, wer hier die Rolle von Ross, und wer die Rolle der Rachel übernehmen sollte…

 

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

…was jedoch keinesfalls als klare Empfehlung für die 2006 erschienene Al-Gore-Dokumentation dienen soll. Selbst informieren und sich mit offenen Augen, wachem Verstand und offenem Herzen eine eigene Meinung bilden – das ist die Devise!

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Kye Alfred Hillig – „Fossil“


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Bereits seit 2014, als der aus dem US-amerikanischen Tacoma, Washington stammende Singer/Songwriter Kye Alfred Hillig gerade sein viertes Album „The Buddhist“ veröffentlicht hatte, befindet sich ebenjener Musiker „Auf dem Radar“ von ANEWFRIEND. Mindestens genauso lang interessiert sich – bis heute lediglich 705 Facebook-Likes sprechen Bände – leider scheinbar kein Schwein für Hilligs nicht selten richtig tolle Songs…

Dabei bieten die Solo-Alben, die der Singer/Songwriter seit 2012 mit schöner Regelmäßigkeit in die (digitale) Musikwelt entlässt, Einiges und sollten mit ihrer Americana-lastigen Schwermut, der auch Größen wie Damien Jurado, Josh Ritter, Mark Kozelek (Ex-Red House Painters, Sun Kil Moon, solo) oder der intime „Ghost Of Tom Joad“-Springsteen nicht eben fern stehen, durchaus ein größeres Publikum finden.

Nach dem im Februar 2016 erschienen „Great Falls Memorial Interchange“ hat Kye Alfred Hillig heute Album Nummer sechs, „Fossil“, via Bandcamp als erneut kostenfreien (!)  Download veröffentlicht. In den darauf enthaltenen zehn neuen Stücken wirft Hillig erneut Blicke tief in die Risse des Lebens, und bringt Geschichten aus ihnen mit. Ganz klar: Ein Singer/Songwriter wie Kye Alfred Hillig hätte – gerade bei Alben, in die der Musiker eine Menge Herzblut steckt, nur um sie dann für lau ins weltweite Netz zu stellen – ein größeres Publikum verdient.

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Kye Alfred Hillig über das neue Album „Fossil“:

„This record was the most challenging album I’ve made so far, and there were moments that I thought it might not see the light of day. The process was completely backwards from any way I’ve worked previously, and the result feels something like a dream to me. There’s a lot of pain in the world right now and with this album I’ve tried to speak to that in my own way. The record is free to stream and download. I just want to say thanks to all of you for your love and support. Xo“

 

 

 

Rock and Roll.

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Die „Lady Gaga des Poetry Slam“ – Julia Engelmanns „Grapefruit“


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Die bundesdeutsche „Poetry Slam„-Szene wirkt mittlerweile – YouTube, Facebook und Co. sei Dank – derart unüberschaubar, dass man wohl Wochen bräuchte, um jedem „Slammer“ respektive jeder „Slammerin“ die gewünschte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Und: Klar, manch einen Vortrag hätte man sich – Geschmacksache, Geschmacksache! – im Nachhinein sparen können…

Dennoch stechen manche Wortakrobaten/-innen auch aus dieser Masse ohne Zahl heraus. Julia Engelmann etwa. Die 25-jährige Norddeutsche wurde Anfang 2014 durch das virale Teilen einer Aufzeichnung ihres Auftritts beim „5. Bielefelder Hörsaalslam“ vom 7. Mai 2013 bekannt, in welchem sie inhaltlich zu einem bewussten Nutzen der Zeit aufruft (Sie wissen schon – „Carpe Diem“ etc. pp.) und hat sich seitdem durch weitere fleißige Auftritte auf Poetry-Slam-Bühnen, aber auch in etlichen Talkshows, zu so etwas wie der „Lady Gaga der Poetry-Slam-Szene“ entwickelt.

Will heißen, dass die multitalentierte Bremerin, die zwischen 2010 und 2012 auch in der RTL-Soap „Alles was zählt“ mitspielte, mittlerweile drei Buchveröffentlichungen (der letzte Textband „Jetzt, Baby“ erschien 2016) sowie neuerdings auch einen Plattenvertrag vorzuweisen hat (da wiederum erscheint das Debütalbum „Poesiealbum-sic!- im November).

Und natürlich mag man – und hier wird deutlich, dass der Vergleich mit Stefani Joanne Angelina „Gaga“ Germanotta durchaus nicht unpassend gewählt ist – Julia Engelmann auch nervig, altklug oder in gestelzten Metren daher poesierend finden. Darf denken, dass man etwas, was bereits 10 Millionen Klicks zum „Slam-Hit“ befördert haben (der oben erwähnte Auftritt beim „Bielefelder Hörsaalslam“, welcher gedanklich auf dem One-Hit-Wonder „One Day / Reckoning“ fußt), nicht auch noch selbst gut finden muss. Nope, muss man nicht.

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Dennoch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass Julia Engelmanns Textgedanken in einigen Momenten das Herz berühren können. „Grapefruit“ etwa, welches die selbstberufene „Vollzeitpoetin“ selbst wie folgt beschreibt:

„Letztes Jahr habe ich auf einer WG-Party einem traurigen Menschen gegenüber gesessen und wusste nicht, was ich sagen sollte – obwohl ich so gerne geholfen hätte. Für diesen Menschen hab ich am nächsten Tag ‚Grapefruit‘ geschrieben. Ich hab beim Schreiben vor mich hingesungen und so ist ein ‚Lied-Gedicht‘ daraus geworden.“

Und obwohl ich auch hier nicht eben jeden Gedanken zu einhundert Prozent unterschreiben würde (nicht jeder traurige oder depressive Mensch ist zwangsläufig ein Fall für den Psychologen, Herzchen!), steckt sehr viel Wahrhaftiges und Gutes in diesen fünf „Lied-Gedicht“-Minuten von „Grapefruit“, welche man so schnell nicht wieder aus dem Kopf bekommt…

 

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Wer mehr wissen mag, dem sei Julia Engelmanns Aufritt in der „NDR Talkshow“ vom August 2017 empfohlen, bei dem sie auch „Grapefruit“ zum Besten gibt (und für sichtbare Rührung bei den anderen Gästen sorgt):

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: The War On Drugs – „Holding On“


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Eines vorweg: Wer immer und stets auf der Suche nach Musik ist, die die Welt aus den Angeln heben möchte, der ist bei Adam Granduciel und seinem zu Bandgröße angewachsenen Projekt The War On Drugs grundlegend fehl am Platz.

fileUnd das im Grunde schon seit den Anfangstagen, als Granduciel sich noch an verschrobenem Fuzz-Folk probierte – man stelle sich einfach den Dylan-Bob mit Dinosaurier Jr. als Backing Band vor (nachzuhören auf dem 2008 erschienenen Debüt „Wagonwheel Blues„). Und auch, wenn die aus Philadelphia stammende, mittlerweile sechsköpfige Band den US-amerikanischen Rock-Traditionalismen treu bleibt, haben Granduciel und Co. den Bandsound – spätestens seit dem tollen, vor drei Jahren veröffentlichten und überall gefeierten dritten Album „Lost In The Dream“ – deutlich in Richtung AOR verschoben – in der Indie-Version. Bedeutet, im Klartext: Raumgreifende Songs, die sich selten unterhalb der Sechs-Minuten-Marke einpegeln, sich Zeit nehmen, und daher perfekt geeignet scheinen für lange Road Trips auf einsamen Straßen. Als Referenz mag da scheinbar alles herhalten, was in der US-amerikanischen Musikgeschichte je eine Elektrische in Händen gehalten hat: Bruce Springsteen, Sonic Youth, Kurt Vile, Tom Petty, Yo La Tengo, Bob Dylan, Wilco, Strand Of Oaks, Neil Young (obwohl: der ist Kanadier)… Bloße „Classic Rock meets Americana“-Kopisten sind The War On Drugs dabei kaum, sie vermengen all diese Einflüsse nur zu einer eigenen, höchst angenehmen, da meditativen Klangmelange.

Diesem Ansatz bleibt auch das aktuelle, im August erschienene vierte Werk „A Deeper Understanding“ treu: zehn melancholisch drauf los stampfende Songs in 66 Minuten, die, wäre sie Twitter-Nachrchten, Sätze schreiben würde wie: „Das beste Mittel gegen Heimweh bleibt immer noch das Fernweh“. Songs, wie gemacht für lange Autofahrten und Tagträumereien, die keine Jahreszeit kennen und auch keinen Wochentag.

Die Welt an einem Sonntag aus den Angeln heben? Das überlassen The War On Drugs getrost anderen…

 

Man höre etwa das tolle „Holding On“, das, ganz nebenbei, noch mit einem feinen Musikvideo daher kommt. Das ebenjenes nicht direkt hier eingebunden werden kann, darf gern die innoffizielle, jedoch kaum weniger gute Variante herhalten:

 

Außerdem kann man „Holding On“ hier auch in einer Live-Session-Variante sehen (und hören):

 

„Once I was alive and I could feel
I was holding on to you
And I redefined the way I looked at dawn inside of youI went down a crooked highway
I went all outside the line
I’ve been rejected, now the light has turned and I’m out of time

Ain’t no way I’m gonna last
Hiding in the seams, I can’t move the past
Feel like I’m about to crash
Riding on my line, keep keeping on

Once we were apart and I could see red
Never trying to turn back time
Never meant to bring my pain to the front and into your life

Now I’m headed down a different road
Can we walk it side by side?
Is an old memory just another way of saying goodbye?

Ain’t no way I’m gonna last
Hiding in the seams, I can’t move the past
Feel like I’m about to crash
Riding the same line, I keep keeping on

I ain’t never going to change
He’ll never get in line
I keep moving on the path, yeah
Holding on to mine

When you talk about the past
What are we talking of?
Did I let go too fast?
Was I holding on too long?

Ain’t no truths from the past
As silent as the sea
Am I holding on too long?
But you’re right in front of me

And I’m moving on a cast
Shadows on my seam
I keep moving to changes, yeah
Ooh

Heart or hope…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: listener – „A Love Letter to Detroit“


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Foto: Kevin Scullion

Nach „There’s Money In The Walls“ und „Add Blue“ veröffentlichen die Kansas-City-Rocker von listener nun bereits den dritten – und erneut richtig guten – neuen Song, ohne jedoch einen Nachfolger zum immerhin vier Jahre zurückliegenden Album „Time Is A Machine“ offiziell in Aussicht zu stellen (zumindest ist kein Veröffentlichungsdatum bekannt).

Das neue Stück „A Love Letter to Detroit“, welches die Band erneut im satten Indie-Rock-Outfit präsentiert, dreht sich – sowohl was den Text, als auch was das dazugehörige, von Regisseur Jakob Printzlau abgedrehte Musikvideo betrifft – um das Thema Kryonik (ergo also auch um den Wunsch nach „ewigem Leben“) und dessen Erfinder Robert Ettinger.

Spoken-Word-Salven-Bandvorsteher Dan Smith hat Folgendes zum Musikvideo und Song zu sagen:

“We were contacted by Jakob Printzlau, the director for ‘A Love Letter to Detroit’, about making a film for us a few months before we left on our 2017 summer world tour. I don’t think he knew that we even were working on a new record, but it was perfect timing because we were going to be in Denmark on tour in August.

We let him listen to the song, which is about cryonics and life from the perspective of Robert Ettinger, and he ran with the idea. It was such a good experience. We were all a bit road weary on that tour, as it was almost four months long, but Jakob and his crew had a great vision and took such good care of us and the filming. He even had a doctor on the set to make sure I wasn’t burnt by the dry ice in the bathtub scenes. We hope you enjoy watching the video as much as we enjoyed making it.”

 

 

Rock and Roll.

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