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Auf dem Radar: isolate + Interview mit Bassist Paul Riemer


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Ich gebe es gern zu: Wenn’s um gute Musik aus meiner sächsischen Heimat geht, dann bin ich von vollstem Hörerherzen und nur allzu gern Lokalpatriot. Klar kennt man mittlerweile die Chemnitzer Buben von Kraftklub längst über die Grenzen des Freistaates hinaus (während Indie-Connaisseure auf Playfellow schwören). Natürlich entwickelt sich in Leipzig so langsam aber sicher eine florierende Indie-Szene, die unlängst auch die Flensburger Punkrock-Größen von Turbostaat dazu veranlasste, ihr neustes (und erstes) Live-Album „Nachtbrot“ ausgerechnet im renommiert-speckigen, in jedem Falle grundsympathischen Conne Island aufzunehmen.

Und auch Dresden hat mittlerweile weitaus mehr zu bieten als die am Anfang interessant aus dem Boden geschossenen, gen Ende (bis zur Auflösung vor etwa sechs Jahren) mit einem guten Teil Fremdscham „Allein, allein“ daher trällernden Polarkreis 18. isolate etwa.

Das zwar noch junge, aber bereits seit 2014 gemeinsam in den Proberäumen in der (und rund um die) sächsische(n) Landeshauptstadt gemeinsam an neuen Sounds tüftelnde Trio hat vor Kurzem, im vergangenen Dezember, ihre schlicht „A“ betitelte Debüt-EP via Bandcamp ins weltweite Netz gestellt, deren sechs Songs experimentellen Indiepop ebenso streifen wie ProgRock – Radiohead meets Sigur Rós meets Agent Fresco meets Interpol meets… Oder, wie’s die Band selbst tituliert: „Progressive Pop“. Sehr jung, sehr frisch, sehr interessant – sollte man in Auge und Ohr behalten, diese drei von isolate!

 

Hier kann man die Debüt-EP „A“ in Gänze hören…

 

…und sich gleich noch das – im Übrigen (und gerade für eine „kleine Band“) äußerst professionell gelungene – Musikvideo zum Song „Asleep“ anschauen (zu dessen Entstehungsprozess ihr weiter unten mehr Informationen bekommt):

 

Und da es immer gut ist, mehr über die Hintergrunde einer noch unbekannten, jungen Band zu erfahren, hat ANEWFRIEND dem Bassisten und Tastenmeister von isolate, Paul Riemer, einige Fragen zukommen lassen:

Hallo Paul. Damit die Leser von ANEWFRIEND euch näher kennen lernen: Bitte stelle dich und deine aktuelle Band isolate doch einmal kurz näher vor…

Hallo! Wir sind eine dreiköpfige Band aus Dresden, die es seit Ende 2014 gibt. Wir bezeichnen unser Genre als „Progressive Pop“ aber wir weichen genauso gern auch der Frage nach dem Genre aus. Niklas spielt Drums, Johan spielt Gitarre und singt und ich spiele die Synthies, das Klavier und den Bass.

Lass uns über den Entstehungs- und Aufnahmeprozess eurer im vergangenen Dezember veröffentlichten Debüt-EP „A“ sprechen (oder, in diesem Fall wohl eher: schreiben). Wie, wann und wo entstanden die Songs dazu?

Die Songs von „A“ entstanden innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre. Unser Songwriting ist dadurch geprägt, dass wir zwar gern miteinander spielen, uns aber nur schlecht Songs beim gemeinsamen Jammen ausdenken können. Daher haben wir die Tracks Stück für Stück am Computer vorproduziert und so lange daran rumgebastelt, bis wir zufrieden waren. Das war vor allem bei den „Maintracks“ (Asleep, Adri!, Aglow) so. Das Intro und Outro (Anew, Alight) haben wir uns dann gezielt überlegt, um den anderen Songs einen sinnigen Kontext zu geben. “Afar” ist eine große Ausnahme gegenüber den Anderen: die Wahrheit ist, dass ich mir letztes Jahr einen neuen Synthesizer gegönnt habe und ich dann beim Rumklimpern und Kennenlernen des Instruments diesen Track nebenbei mitgeschnitten habe. Die beiden anderen haben den Mitschnitt dann auf unserem Computer gefunden und fanden ihn so passend, dass er es schlussendlich auch auf die Platte geschafft hat.

Wir haben die EP überwiegend bei uns im Proberaum aufgenommen. Die Gitarre hat Johan bei unserem Audio-Good-Guy Philip (Ex-Copy Of A Golden Sketch) aufgenommen. Mit ihm haben wir auch die Drums eingespielt und er war es auch, der die EP dann gemischt und gemastert hat (übelst geiler Typ). Um jeweils den Sound zu erzielen, den wir uns vorgestellt hatten, haben wir ganze vier verschiedene Klaviere aufgenommen. Einmal unser Stage-Piano im Proberaum, mein akustisches Piano zuhause, sowie einen Flügel und ein DDR-Klavier in einer Musikschule in der Nähe von Dresden. Im Outro “Alight” stellen wir auch mal zwei der Klaviere im Song direkt gegenüber. Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Produktion ist die Verwendung von selbst aufgenommenen Samples. Wir haben mit unseren Handys viele einzelne Geräusche aufgenommen und bearbeitet, zum Beispiel Klänge aus einem Antiquariat. Am Ende von “Adri!” ist ein Juni-Käfer zu hören, dessen Brummen wir am Computer stark verfremdet haben.

Wo wir gerade bei „Entstehungsprozessen“ sind: Wie – und mit wem – ist das (im Übrigen sehr sehenswerte) Musikvideo zum Song „Asleep“ entstanden?

Danke! Das Video entstand in Zusammenarbeit mit Javier Sobremazas, einem spanischen Filmemacher, der in Dresden lebt und hier bereits für einige lokale Bands ein paar fantastische Musikvideos gedreht hat. Wir haben mit ihm Kontakt aufgebaut und gemeinsam das Video geplant. Die Story, Locations und Darstellenden haben wir dann gemeinsam gesucht. Schauspieler haben wir glücklicherweise in unserem Freundeskreis gefunden und so war unser kleines Filmteam schon komplett. Javier hat einen tollen Sinn für Bilder und Atmosphäre. Er hat ohne jedes künstliche Licht gefilmt und dadurch eine starke, natürliche Stimmung erzeugt. Oft hat er an den Orten, an denen wir gefilmt haben, auch einfach kleine „zufällige“ Details gefilmt und mit in das Video geschnitten. Das hat das Ganze zusätzlich abgerundet.

Wo findet ihr eure musikalischen Inspirationen? Habt ihr bestimmte Vorbilder, was das Klangbild eurer Songs sowie die Herangehensweise ans Komponieren betrifft?

Das ist wohl schwer zu definieren. Ich denke, da hat jeder von uns einen anderen Weg. Ich kann nur für mich sprechen und sagen, dass ich am liebsten einfach am Klavier sitze und drauf los spiele – teilweise stundenlang. Immer dann, wenn ich in dieser Situation einen für mich interessanten, am liebsten ungewohnten Schnipsel entwickle, versuche ich mir diesen zu merken und Stück für Stück weiter zu verfolgen.

Unsere Vorbilder im Klangbild sind auch sehr verschieden. Wir mögen die Härte und Präzision von Bands wie Agent Fresco und Arcane Roots. Aber ebenso die zerbrechlichen, ruhigen Momente, die Nils Frahm und Ólafur Arnalds erzeugen. Wir alle haben einen sehr breiten Musikgeschmack. Eben alles, was gut gemacht ist und was interessant und schön zu hören ist. Das reicht dann von Jazz und Funk über experimentelle Musik und Ambientkram bis hin zu Progressive Metal – aber auch cooler Popmusik. Unsere gemeinsamen Wurzeln liegen schlussendlich aber bei Postrockbands wie Sigur Rós und pg.lost, zu welchen wir auch von Zeit zu Zeit zurückkehren – denn unter dieser Flagge haben wir gemeinsam begonnen Musik zu machen.
Der wohl wichtigste Punkt in unserem Songwriting-Prozess ist wohl, dass wir nur sehr schwer zufrieden zu stellen sind. Immer wieder werden Stellen, teilweise ganze Songs, in Frage gestellt. Immer wieder fragen wir uns, ob alle Songs zueinander passen, ob wir die Spannung über die Dauer eines Konzertes halten können und so weiter. Entsprechend sind unsere Vorbilder dahingehend eben Künstler, bei denen einfach alles zueinander passt, wie etwa bei Sigur Rós, Agent Fresco oder The Contortionist. Solche, stellenweise schon konzeptionellen, Herangehensweisen interessieren uns, weil man so noch mehr Tiefe zwischen den Songs erreichen kann und es als Hörer noch mehr zu entdecken gibt.

Wie siehst du selbst als musikschaffender Indie-Künstler die derzeitige Lage der Musikindustrie? Kann man, insofern man Wert auf Integrität legt und nicht nur auf den „schnellen Euro“ anhand von ein, zwei „Hits“ schielt, aktuell überhaupt noch von seiner Musik leben?

Ich denke, man kann schon von seiner Musik leben, ohne seine Seele zu verkaufen. Man muss eben ein bisschen wissen, wie der Markt tickt. Und damit meine ich nicht, welches Genre angesagt ist, sondern dahingehend, dass man sich in gewisser Weise schon verkaufen können muss. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein, im Gegenteil. Networking, sowohl „offline“ als auch online, macht Spaß und wenn man sich Mühe gibt und Feedback von Leuten bekommt, die einen nicht aus dem direkten Freundeskreis kennen, kann das sehr motivierend sein!

Gleichzeitig sollte man immer das machen, auf was man Bock hat. Bock, Ausdauer, Pausen, viel Kaffee und eine Priese Kreativität, dann wird’s auch gut. Wenn man sich verstellt um erfolgreich zu sein, geht das schon irgendwie, aber man verliert seine Identität und es macht garantiert nach einiger Zeit nicht mehr so viel Spaß. Und Spaß ist das Wichtigste.
Man hat heutzutage die Freiheit, alles im Internet zu veröffentlichen. Diese Chance muss man nutzen und sein Glück selbst in die Hand nehmen. Zum Beispiel Labels und Veranstalter auf sich aufmerksam machen. Nur muss man sich auch bewusst darüber sein, dass man darin natürlich nicht der Einzige ist. Entsprechend braucht es ein Alleinstellungsmerkmal, etwas Originelles, das einen zwischen all den anderen Musikern sichtbar macht.

Was sind deine/eure nächsten Pläne mit isolate? Wird es in absehbarer Zeit ein erstes Album geben?

Ein Album ist vorerst nur sehr vage in weiterer Zukunft geplant. Wir wollen jetzt erstmal neue Songs schreiben um dann im Sommer und Herbst viel live zu spielen und unsere Musik präsentieren. Vor allem außerhalb von Dresden und im näheren Ausland. Wenn es dann genug neue Sachen gibt und diese auch live gut funktionieren, dann machen wir bestimmt ein Album.

Zum Abschluss noch ein paar allgemeinere Fragen…

Was sind deine frühesten musikalischen Erinnerungen?

Es gibt VHS-Kassetten, auf denen ich die Titelmelodie zur Trickfilmserie „Heidi“ zum Besten gebe. Ansonsten habe ich schon ab der 1. Klasse Instrumentalunterricht erhalten, Johan bekam seine erste Gitarre mit vier Jahren und hat damit versucht, die ABBA-Platten seiner Eltern zu ergänzen und Niklas hat schon in frühester Kindheit auf Töpfen rum getrommelt und Luftschlagzeug zu den Lieblingsbands seiner Eltern gespielt.

Welches sind deine – insofern es die gibt – größten „musikalischen Helden“?

Ich glaube konkrete, dauerhafte musikalische Helden habe ich gar nicht. Wir hören immer wieder neue Musik und entsprechend kommt auch immer mal wieder jemand dazu, während andere in Vergessenheit geraten (bzw. ihren Heldenstatus aberkannt bekommen :D).

Wenn du (oder ihr) die Möglichkeit hätte(s)t, mit einem bestimmten Musiker auf Tour oder ins Studio gehen zu können – welcher wäre das?

Ich denke ich spreche für uns alle, wenn ich sage, das ‘ne Tour mit Agent Fresco der Hammer wäre.

Was wären deine 5 Platten als Soundtrack für die Großstadt…

Ich glaube nicht, dass wir uns auf 5 einigen könnten, daher meine persönlichen:

Delta Sleep – Ghost City

Interpol – Turn On The Bright Lights

Erik Truffaz – Bending New Corners

Agent Fresco – A Long Time Listening

Golden Kanine – We Were Wrong, Right?

…und deine 5 Platten für die einsame Insel?

Totorro – Home Alone

Kings of Convenience – Riot On An Empty Street

Sigur Rós – Með suð í eyrum við spilum endalaust

Marker Starling – Anchors and Ampersands

Enemies – Embark, Embrace

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview mit ANEWFRIEND genommen hast!

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Hell And High Water – „War“


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Wer auf auf den Alternative Rock der Hausmarke Placebo, laute Indierock-Fuzz-Gitarren à la Dinosaur Jr., seligen Neunziger-Grunge oder den derben Desert-Rock-Groove von Queens Of The Stone Age (meinetwegen auch Kyuss, ist ja von den einen zu den anderen ja nur ein kleiner Josh-Homme-Katzensprung) steht, dem seien die Hamburger Rock-Newcomer von Hell And High Water wärmstens empfohlen.

4251423500189Das aus Matthias Schwettmann (Gesang, Gitarre), Kai Namslau (Bass) und Dennis Reher (Schlagzeug) bestehende, 2014 gegründete Trio aus der norddeutschen Hansestadt hat im vergangenen November sein Debütalbum „Neon Globe“ veröffentlicht. Und auch wenn bei einem Großteil der elf Songs schon offensichtlich wird, dass Matthias Schwettmanns doch recht dünnes Organ, welches etwa VISIONS-Redakteurin Katharina Raskob in ihrer Review als eine „verrauchte und leicht verstimmte Version von Death Cab For Cuties Ben Gibbard“ bezeichnet, keineswegs mit der durchaus amtlich daher rockenden Musik der Band, bei der man oftmals den Wüstenstaub von Joshua Tree im Gesicht zu stehen glaubt, mithalten kann (auch Vergleiche mit den oft ins Feld geführten Brian Molko und selbst Neil Young verbieten sich daher fast), sollte man Hell And High Water durchaus Gehör schenken…

 

Hier gibt es das Hell And High Water-Debüt „Neon Globe“ im Stream…

 

…mit „War“ eines der Album-Highlights im Musikvideo…

 

…sowie den Song in der „Antikörper Session“-Variante:

 

Rock and Roll.

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„Stay positive!“ – The Hold Steady verschenken formidable Live-Mitschnitte


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Das letzte letzte (sechste) Studioalbum „Teeth Dreams“ mag zwar bereits gute vier Jahre alt sein, untätig waren The Hold Steady in der Zwischenzeit allerdings kaum.

Denn wenn die US-Alternative-Heartland-Rocker nicht gerade kreuz und quer durch die heimatlichen Vereinigten Staaten getourt sind, hat das seit jeher hörbar an Bruce Springsteens Kumpelgeste geschulte Sechsergespann aus Brooklyn, New York in den vergangenen Monaten mit der ein oder anderen Single-Veröffentlichung (welche zusammen genommen wohl auch eine EP hergeben würden) oder den Reissues älterer Diskografie-Glanzlichter auf sich aufmerksam gemacht. Und darüber hinaus haben Frontmann Craig Finn und (Wieder-)Keyboarder Franz Nicolay ja noch immer Solo-Karrieren am Laufen (Finn etwa stellte im März 2017 sein drittes Soloalbum „We All Want The Same Things“ in die lokalen wie digitalen Plattenläden)… Ganz klare Sache: faule Tage auf der heimischen Couch sehen anders aus.

Und da Weihnachten naht und auch Craig Finn (Gesang, Gitarre), Tad Kubler (Gitarre), Galen Polivka (Bass), Bobby Drake (Schlagzeug), Franz Nicolay (Keyboard) und Steve Selvidge (Gitarre) wissen, dass Geben immer noch glücklicher macht als Nehmen, verschenken The Hold Steady aktuell via Bandcamp zwei Mitschnitte ihrer Live-Shows aus den vergangenen Jahren: einen Auftritt in der Thalia Hall in Chicago, Illinois im Juni 2017 sowie einen im Union Transfer in Philadelphia, Pennsylvania im Juli 2018. Wer zugreifen mag, sollte wohl allerdings schnell sein, denn die Band erwähnt, dass diese großzügige „Pay what you want“-Geste zunächst lediglich für „a limited time“ gilt… 🤟

 

„We’ve had a blast throughout 2018 doing these long weekends of shows – our first shows in London since 2014, Constructive Summer in Philly/NJ, San Francisco and Toronto; extended Constructive Summer with some beer fests in Chicago and Minneapolis; and, of course, finishing up last weekend at Brooklyn Bowl in New York for Massive Nights III.

Whether you realize it or not, we’re recording these shows so we can share the memories with you. (…) Enjoy reliving it!

This will be available pay-as-you want for only a limited time. We’ll have some more surprises in the coming weeks and months and if you choose to download these recordings, the money will go towards continuing to record and release as many of the live events as possible and any additional funds will go to the K+L Guardian Foundation.

Thanks for listening, thanks for understanding and Stay Positive! Happy Holidays and see you in 2019!“

 

„Whether you realize it or not, we’re recording these shows so we can share the memories with you. This is the first set of live recordings to celebrate — the first night in Philadelphia at Union Transfer.

Philly in July was a true highlight. It’s always been a fun place to play for us, and Union Transfer is really an incredible club. We remember a great atmosphere in the club that night, and we met a bunch of cool people before and after the shows. Enjoy reliving it!“

 

„Chicago has always had a special place in our hearts, it’s been the site of some incredibly memorable THS shows: the live recordings at Metro on the Art Brut Tour, Randolph Street Block Party, Hideout Block Party, our first show ever with Bobby Drake at Schubas, and most recently the Goose Island Fest. So we were excited to be at Thalia Hall June 2017 to kick off a big Chicago weekend. We also had a few tricks up our sleeves: some special Chicago guests for a Chicago encore, and a marriage proposal between two of our long time fans. Chicago (especially in the summer) is a one of my favorite places to play, and this show got a great weekend off on the right foot. – CF“

 

Rock and Roll.

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Same procedure as… – Das UK-Label Big Scary Monsters verschenkt (s)einen Label-Sampler


Big Scary Monsters

Weil Traditionen etwas Schönes sind – und freilich auch irgendwann, irgendwie verpflichten -, verschenkt das britische Indie-Label Big Scary Monsters auch in diesem Jahr – wie auch bereits 2017 und in den Jahren zuvor – (s)einen Label-Sampler mit einer bunten Auswahl querbeet durch sein aktuelles Künstlerangebot und Veröffentlichungs-Oeuvre irgendwo zwischen Indie- und Punkrock, Emo, Post-Hardcore oder Mathrock.

Mit dabei sind 2018 Bands wie The Get Up Kids, Tiny Moving Parts, We Were Promised Jetpacks, Cursive, Beach Slang, Yndi Halda, Pedro The Lion oder mewithoutYou. Wohl bekomm’s!

„Not ones to boast or anything, but we’ve put out some absolutely brilliant records this year. You may have noticed. But if not, worry not… here’s a track off every release, so you can catch up on anything you missed. There’s a little something on here whatever your tastes, so get involved!“

 

…oder wahlweise über den Webstore.

 

Rock and Roll.

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Songs des Tages: Conor Oberst – „No One Changes“ / „The Rockaways“


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Überraschungen ohne größere Ankündigung (*andenkopfklatsch* Sonst wären’s ja keine!) sind meist die besten, oder? Etwa im Falle von Conor Oberst: Nach „LAX„, einem Soundtrackbeitrag zur neusten Nick-Honby-Romanverfilmung „Juliet, Naked“ (mit Ethan Hawke und Rose Byrne in den Hauptrollen), entlässt der in den letzten Jahren zumeist solo agierende Bright-Eyes- und Desaparecidos-Frontmann die neue Doppel-A-Seiten-Single aus den Stücken „No One Changes“ und „The Rockaways“ in die Musikwelt (zunächst digital via Bandcamp und Co., im Februar 2019 sollen beide auf Vinyl erscheinen)…

Natürlich dürften beide Songs geübten Oberstinatos, die in den letzten Jahren das ein oder andere Konzert des 38-jährigen US-Musikers besucht haben, durchaus bekannt vorkommen. Und auch dem Rest sollte das grundlegend singer/songwriterische Soundgerüst nicht ganz fremd sein, lehnen sich doch beide Stücke sowohl stimmungsmäßig als auch klanglich an das ruhige, nicht selten bewegende 2016er Solo-Album „Ruminations“ (seinerzeit – und auch heute noch völlig zurecht – „Album des Jahres“ von ANEWFRIEND) an: zu „No One Changes“ begleitet sich Conor Oberst lediglich solo am Piano, bei „The Rockaways“ bekommt er – am Keyboard – Unterstützung von Bright-Eyes-Bandmate Nathaniel Walcott. Wenn es nach mir ginge, dürften baldestmöglich gern noch so einiger mehr Songs dieser Größenordnung folgen…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Amanda Palmer & Jasmine Power – „Mr. Weinstein Will See You Now“


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Die auf diesem bescheidenen Blog ohnehin oft erwähnte (da großartige) Amanda Palmer und Jasmine Power haben nun auch ein Musikvideo zu ihrem gemeinsamen #metoo-Song „Mr. Weinstein Will See You Now“ veröffentlicht. Die Regie und Choreografie zu der „Visual Novel“, welches sein „NSFW“-Prädikat durchaus verdient, übernahm Noémie Lafrance, die unter anderem die Tanz-Choreografie der „Songs Of David Byrne And Bryan Eno“-Tour entwickelt hatte.

a1725573856_16.jpgDas Video überführt die sensiblen Themen Vergewaltigung und Machtmissbrauch dabei mit blutigen Bettlaken und teils wie tot in einem Hotelzimmer liegenden Frauen in Männerhemden in mal bedrückende, mal beklemmende Bildsprache. Sämtliche Erlöse der Single, die als „Name your price“ auf Bandcamp verfügbar ist, kommen dem Time’s Up Fond für die rechtliche Vertretung von Opfern sexuellen Missbrauchs zugute. Co-Songwriterin Jasmine Power sagte über den Videodreh: „Es gab Momente, wo ich die Monitore beobachtete, in denen ich vor Schmerz erschaudert bin. Der Tag hat sich kraftvoll, düster, furchtlos und dann leicht angefühlt, als ich auf ein dankbares Lächeln einer Frau am Set geantwortet habe, als sie sagte: ‚Danke, dass du das geschrieben hast.‘ Ich hoffe, dass meine Kinder das Video eines Tages sehen und dann erleichtert sein werden, dass sich die Zeiten geändert haben.“

Die jetzige Veröffentlichung des visuellen Pendants zum Song ist übrigens keineswegs zufällig gewählt: Das Musikvideo erschien (am 5. Oktober) gezielt genau ein Jahr nach dem Artikel in der „New York Times“, der dem Filmproduzenten Harvey Weinstein sexuellen Missbrauch in zahlreichen Fällen vorgeworfen hatte und damit die #metoo-Bewegung (und viele weitere Enthüllungen) ins Rollen brachte. Weinstein muss sich wegen dieser Taten zur Zeit vor Gericht verantworten.

Weitere Informationen zum Video, Dreh und dessen Hintergründen findet man auf Amanda Palmers Patreon-Seite.

 

 

Rock and Roll.

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