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Auf dem Radar: Onslow


Zumindest in der australischen Musikszene sind sowohl Sean Harmanis als auch Scott Kay keine gänzlich unbeschriebenen Blätter. Der eine (Harmanis) als Stimme und Frontmann der Symphonic Deathcore-Band Make Them Suffer, während sich der andere (Kay) normalerweise für die sechs Saiten der Progressive Metal-Kapelle Voyager verantwortlich zeichnet. Und da die Banddichte im heimatlichen Perth wohl auch Grenzen haben dürfte, liefen sich die beiden in der Vergangenheit das ein oder andere Mal über den Weg und freundeten sich an – bis zu Onslow, ihrem gemeinsamen musikalischen Projekt, war es von da aus quasi nur noch ein Kängurusprung, aus welchem nun eine erste EP resultiert.

Und diese gerät durchaus bemerkenswert, weist sich doch eine erstaunliche musikalische Bandbreite auf, mit Songs, die innerhalb von Sekunden und meist inmitten eines einzigen Stückes von Jingle-jangle-Melodien zu vollkehligem Metal-Geschrei reichen. Das Ergebnis ist etwas ganz Außergewöhnliches – ein schwer zu definierender Genreritt, der sowohl hymnische Infrastrukturen als auch donnerndes Beiwerk aufweist.

Sean Harmanis, der sich auch bei Onslow vor allem für den Gesang verantwortlich zeichnet, erzählt Folgendes über den Entstehungsprozess der EP: „Nach den Gesangsaufnahmen zum letzten Make Them Suffer-Album spürte ich mehr Kreativität in mir sowie den Wunsch, diese zu kanalisieren und zu verfeinern. Nachdem ich zu Beginn von Covid ein paar Monate lang versucht hatte, Songs zu schreiben, beschloss ich, sie Scott zu zeigen, einem langjährigen Freund und Gitarristen, den ich immer bewundert und respektiert habe. Ich wollte ein ehrliches Feedback zu den Songs, Riffs und Ideen hören. Scott war von den Songs begeistert und hatte einige eigene Ideen, die er einbringen konnte. Von da an beschlossen wir, zu schauen, wohin uns das führen würde. Die Songs handeln größtenteils vom Leben im Allgemeinen, obwohl ich mir insgesamt sehr wenig Gedanken über die Texte selbst gemacht habe. Beim Schreiben der Texte ging es mehr darum, welche Worte sich natürlich ergeben oder gut klingen, als um die Bedeutung der Songs. Für mich ging es bei der Veröffentlichung eher darum, mir selbst zu beweisen, dass ich Songs schreiben kann, als zu versuchen, die Songs zu persönlich zu gestalten. Scott war mir während des gesamten Prozesses eine große Hilfe, da er nicht nur tolle Ideen einbrachte, sondern mir auch viel Selbstvertrauen in meine Gitarrenarbeit mitgab.“

Schon „Saving Face“, die Eröffnungsnummer der selbstbetitelten EP, kontrastiert Heavy-Metal-Riffs mit engelsgleichem Gesang und Melodien, die geradezu opernhaft, dramatisch und theatralisch tönen, bevor aus voller Kehle schreiender Gesang einsetzt – im besten Fall ja eine äußerst befriedigende Dichotomie. „Let Me Rust“ wiederum beginnt mit fast schon gen Firmament stürmenden Gitarrenwänden, bevor Harmanis‘ süßlicher Gesang über die gedämpfte, zurückhaltende Instrumentierung gleitet – beinahe im Falsett, fast schon engelsgleich. Umso explosiver und kathartisch geraten die attackierenden Gitarren und angefuzzten Basslinien. Deftones, anyone? Ähnlich geht auch „Gauze“ vor: mal atmosphärisch und treibend, mit zuckriger Melodie und Gesang, dann wieder kontrastiert von Passagen mit schwermetallischem Gebrüll – ein Kontrast, der wirklich gut funktioniert und mit seiner Art janusköpfiger Persönlichkeit die zwei Seiten eines Gefühls zum Ausdruck bringt. Zudem versetzt einen der Song mit seinen gewaltigen Riffs und seiner kolossalen Instrumentierung in die frühen 2000er zurück und lässt eine tiefe Verehrung für damals recht einflussreiche Bands wie Alkaline Trio oder Jimmy Eat World erkennen. Das gleichsam komplexe wie gefühlsbetonte „Limbs“ unterstreicht mit seiner sich ständig ändernden Taktart und einer erstaunlichen Synkopierung zwischen rhythmischen Instrumenten und aufsteigenden Gitarren die enormen Songwriting-Fähigkeiten des Duos Harmanis/Kay. Das abschließende „Freddie Mercury“ dürfte vor allem für alle Freunde von Bands wie Brand New ein besonderes Highlight darstellen, gemahnt es doch an Großtaten wie etwa deren Meisterwerk „The Devil And God Are Raging Inside Me“ – Vergleiche zu Stücken wie „Jesus Christ“ sind quasi unabdingbar. Das Stück beginnt zunächst balladesk-nachdenklich und entwickelt sich gen Ende zu einem geradezu stratosphärischen Shoegaze-Orkan, der Elemente aus Post Rock ebenso in sich vereint wie aus Alternative Rock und Post Hardcore. Sean Harmanis über den Song, der zwar nach dem legendären Queen-Frontmann benannt sein mag, am Ende aber wohl wenig mit selbigem zu tun hat: „‚Freddie Mercury‘ handelt davon, dass man an etwas festhält, von dem man tief im Inneren weiß, dass es nicht mehr da ist. Unsere Herangehensweise an das Songwriting rührt wahrscheinlich von unserer Wertschätzung für Post Rock her. Wir haben es beide schon immer geliebt, dass vor allem Bands aus diesem Genre in der Lage sind, aus dem Nichts heraus diese gigantischen Klangwände aufzubauen, und instrumental wollten wir wirklich etwas von diesem Einfluss in den Song einfließen lassen.“

Letztendlich bieten die fünf Stücke der „Onslow EP“ (zu welcher man hier Track-By-Track-Erläuterungen des Duos findet) eine erfrischende, gelungene Mischung mit tönenden Zutaten aus einigen sehr unterschiedlichen Genres: Progressive Metal, Post Hardcore, Alternative Rock, Post Rock, Post Grunge und Emo Rock, gar sachte Prisen aus Indie Pop lassen sich hier wiederfinden. Mächtig gewaltig geratene Songs aus Down Under, die sich in den Dienst von Dramatik und Katharsis stellen.

Rock and Roll.

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Song des Tages: We Bless This Mess – „Still Water“


Punkrock, der das Leben feiert: Das 2014 ins Leben gerufene Ein-Mann-Folk-Punk-Projekt des Portugiesen Nelson Graf Reis entwickelt sich auf dem dritten Album von We Bless This Mess zu vollem Bandsound. Karohemd und gereckte Faust inklusive.

Wer sich direkt im ersten Track (welcher passenderweise „Before You Play This Record, Listen To This“ tituliert ist) so aufrichtig für die Aufmerksamkeit bedankt und proklamiert, dass das Album als „an ode to life“ begriffen werden soll, der meint das wohl auch so. Der Tattookünstler Nelson Graf Reis hat seine Wurzeln in der DIY-Punkszene Portos und hat dort neben seinem eigenen Projekt auch noch das Label „Oh Lee Music“ gegründet. Man muss keine hellseherische Begabung besitzen um zu merken, dass der Mann offenbar ein außerordentlich hohes Level an Leidenschaft und Kreativität besitzt, woran auch ein zwischenzeitiger Umzug nach Großbritannien nichts geändert hat. Denn „Enlightened Fool“ ist der musikalische Sprung in die vorderen Reihen des melodischen Punk Rock.

Folgten die zwei Vorgängeralben „Volume 1“ und „Awareness Songs And Side Stories“ noch dem Anspruch, Punk in alter Frank-Turner-Manier möglichst reduziert und folkig zu halten, ist der Sound von We Bless This Mess nun voll elektrifiziert. Der zumeist stampfende Rhythmus und die sich immer wieder einschleichende Akustikgitarre halten die Verbindung zum troubadourenden Folk aber noch genügend aufrecht, um – neben dem Turner-Frank, freilich – an Kaliber wie (frühe) The Gaslight Anthem oder Cold Years zu erinnern. Beachtlich ist dabei der Umstand, dass Reis bis auf das Schlagzeug sämtliche Instrumente selbst eingespielt hat (kreativ, ich schrob’s ja).

Mit ihrem Anliegen halten Nelson Graf Reis und seine Band-Buddies keineswegs hinterm portugiesischen Berg: Bewusstsein schaffen sowie Licht und Liebe an die Mitmenschen verteilen. Was im ersten Moment hippiesk anmutet, ist tatsächlich das Konzept hinter „Enlightened Fool“. Menschen müssen viele Phasen durchleben, bis sie zu einem höheren Bewusstsein gelangen und verstehen, was es bedeutet, ein erleuchteter Dummkopf zu sein. Sokrates lässt grüßen. „Niemand hat die richtigen Antworten oder einen Zaubertrank, um dabei erfolgreich zu sein“, kommentiert die Band. „Aber glücklicherweise könnten diese Songs jemandem helfen, das Leben anders zu betrachten – sich friedlich zu fühlen und wahrzunehmen, dass wir am Leben sind.“

Zwei Dinge fallen außerdem direkt auf: Zum einen zeigt schon der Beginn von „Good That You’re Letting It Go“, dass Reis eine nicht nur für Genreverhältnisse grandiose Stimme sein Eigen nennt. Zum anderen strahlt einem die schon angesprochene Positivität so sehr aus sämtlichen Texten – und der eingangs erwähnten akustischen Dankesnote – entgegen, dass man entwaffnet allen Widerstand fallen lässt und mitgerissen wird. In Verbindung mit den hochmelodischen Gitarrenleads mögen gewieften Genre-Kennern hier etwa die Get Up Kids, Promise Ring oder die US-Punkrocker von Latterman in den Sinn kommen – Vergleiche, die durchaus funktionieren, wenn man beispielsweise das (fast) rein instrumentale „Humanity.Wake.Up“ hört. Apropos sehr gut funktionieren: das lässt sich ebenfalls über das fröhliche „Messy Hair: Red Lipstick”, welches wie Robert Smith mit selten-schöner Frühlingseuphorie tönt, oder den gnadenlosen Ohrwurm „Happy Monsters In My Closet“ behaupten. Der Großteil der mit acht „echten“ Songs recht kurzen Platte bewegt sich im beschwingten Midtempo, nur das augenzwinkernd betitelte „Almost Straight Edge“ drückt ziemlich aufs Gas und geht dank der Stop&Go-Parts und der Crewshouts gar als ziemlich gelungener Melodic Hardcore durch. „Still Water“ ist introspektiver 2000er-Emo par excellence, wie ihn etwa die Münsteraner Pop-Punks Idle Class früher zelebrierten. Weitere Highlights stellen der Mini-Hit „Solitude“ und „Find.Unfold.Accept“ dar, dessen Gänsehautklimax auch ein Chris Carrabba zu Dashboard Confessional-Hochzeiten nicht umwerfender hätte schreiben können. Mit dem stimmungsvollen Klavieroutro „Now And Today“ läuft „Enlightened Fool” nach einer guten halben Stunde im Ziel ein, ohne sich dabei einen wirklich schwachen Moment geleistet zu haben. Das Album nahm die in Norwich und Porto beheimate Band bereits 2019 im sonnigen Kalifornien auf, nur um im Anschluss, wie so viele aufstrebende Bands, von der Pandemie ausgebremst zu werden. Ohne Frage – We Bless This Mess sind spätestens jetzt Pflicht für alle Freunde von melodischem Karohemden-Punk Rock sowie mehrspurigem Heartland Rock mit dem unbeugsamen Willen zum himmelsstürmenden Refrainmelodie-Bogen und einer ausreichenden Menge an Melancholie im Tank. 

Klar mag man das ein oder andere schon tausendundein Mal gehört haben, aber wer diese abgrundtiefe Liebe zum Leben so gebündelt, so herzlich nicht ertragen mag, der muss hier – wie durch das Leben selbst – trotzdem durch. Das hier ist einfach zu gut, zu sympathisch, um es an die Zyniker und miesepetrigen Stinkstiefel zu verlieren. Danach überlegt man sich wohlmöglich Wörter mit vier Buchstaben, die man sich die Fingerknöchel tätowieren lassen könnte – eventuell ja von Nelson Graf Reis höchstselbst.

Rock and Roll.

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Song des Tages: Thomas D & The KBCS – „Show“


Auch Thomas D machte aus der zwangsläufigen Corona-Konzertpause seiner Stammband, Die Fantastischen Vier, eine Tugend und erfüllte sich auf dem M.A.R.S. einen schon etwas länger gehegten Wunsch…

Und all jene, denen jetzt vorschnell die Wut zu Kopfe steigen mag ob eines weiteren Milliardärs mit zu prallem Bankkonto und zu viel Langeweile, der seine Kohle für einen Flug ins Weltall verprasst, dürfen beruhigt ausatmen – zum einen mag Thomas „D“ Dürr zwar gemeinsam mit seinen Bandkumpels Smudo, Michi Beck und And.Ypsilon seit der Gründung des Stuttgarter HipHop-Viergespanns Ende der Achtziger durchaus amtliche Erfolgswellen verursacht haben, sein Kontostand dürfte jedoch mit dem eines Jeff Bezos, Richard Branson oder Elon Musk trotzdem keineswegs mithalten können. Zum anderen handelt es sich beim M.A.R.S. um das Domizil des überzeugten Veganers und Tierschützers in der Eifel, dessen Lage am Fuße eines erloschenen Vulkans sich fast schon als „magisch“ umschreiben ließe (wer’s noch prosaischer mag, der könnte nun aufführen, dass dort anstatt von Lava nun eben die Kreativität fließt). Fast schon logisch, dass einer wie Thomas D sich an solch einem Rückzugsort auch ein eigenes Musikstudio einrichtet… einen musikalischen Mars, sozusagen. Und ebendort reifte in ihm der Wunsch, seinen Rap – abseits der großen Bühnen – mal wieder intim auf Platte zu bringen und in einer musikalisch veränderten Form – abseits der Fanta 4 – zu performen. Eine Rückbesinnung auf die Wurzeln seiner eigenen Musik, die zwischen 1997 und 2013 auf immerhin fünf Solo-Alben erschien, aufgrund des normalerweise recht gut gefüllten Fanta 4-Terminkalenders in den letzten Jahren jedoch immer öfter in den Hintergrund geriet. Weitere Inspiration erhielt er, als ihm 2019 eines Nachmittags eine Platte der Hamburger Band The KBCS in die Hände fiel. Völlig geflasht von ihrem fast schon hypnotischen Instrumental-Sound, von ihrer Energie und dem Willen, der eigenen Kunst einen frischen Anstrich zu verpassen, macht der 52-jährige Musiker die Band ausfindig und lädt das Quartett zu gemeinsamen Sessions auf seinem M.A.R.S. ein, bei denen schnell klar wird: das bundesdeutsche Hippe-di-Hopp-Urgestein und die hanseatische Soul-, Funk- und Jazzband funktionieren einwandfrei zusammen. Und da alles Schöne ja umso schöner wird, wenn man’s teilt, kann man das Ergebnis nun auf den „M.A.R.S Sessions“ nachhören.

Und tatsächlich entpuppt sich der Schulterschluss von Thomas D mit The KBCS als durchaus mitreißende Elefantenhochzeit, obwohl der wortgewaltige Rapper und die virtuos groovenden Instrumentalisten hier überwiegend leisere Töne anschlagen. Dies bedingen bereits die elf für „M.A.R.S Sessions“ ausgewählten Songs aus dem Repertoire des Frontmanns, der abseits seiner musikalische Pfade seit Juli 2013 etwa auch die Kurzinformationssendung „Wissen vor acht – Natur“ im Ersten moderiert. Und kleiner Schnitt ist bei dem gelernten Frisör (true story, that) nicht – textlich fährt Thomas D hier einige der eindringlichsten Messages seines Œuvres auf, andererseits geraten die lauten Momente, die es definitiv auch gibt, ebendeshalb umso intensiver.

Das Quintett schreitet mit meditativ-warmem Vintage-Sound lässig zwischen Resignation und Kampfgeist (man höre das melancholische „Show“, dessen Original anno 2013 Teil des bisher jüngsten D-Soloalbums „Aufstieg und Fall des Tommy Blank“ war), gedankenschwer philosphischen („Neophyta“ vom 2008er „Kennzeichen D“ mit leiser Reggae-Note) und schlicht gut gelaunten Momenten einher (der unbeschwerte D-Klassiker „Rückenwind“ vom 1997er Debüt „Solo“ steht den Fanta 4 dabei wohl am nächsten), die bestenfalls mal für Gänsehaut, mal für sanfte Nostalgie sorgen.

Schließlich ist es die direkte Live-Atmosphäre, die dieser famosen Combo einen unterhaltsamen Sieg auf nahezu allen Ebenen beschert – nachvollziehbar vor allem anhand des mit Hammondorgel rockenden „Uns trennt das Leben“ (vom 2001er Konzeptwerk „Lektionen in Demut„), im ähnlich gestalteten „Weitermachen“ (vom letzten Fanta-Dreher „Captain Fantastic„, 2018) mit smoother Leadgitarre und Percussion im Refrain sowie während „Flüchtig“, das mit fetten Bläsern auf die Tanzfläche bittet. „Millionen Legionen“, anno 1999 einer der Klassiker Fanta4-Hitalbums „4:99„, vermittelt nicht eben wenige jener Vibes, die man auch während der „MTV Unplugged“-Performance der Fantastischen Vier in der Balver Höhle erleben durfte. Die minimalistische Musik „Gebet an den Planet“ (von „Lektionen in Demut“) – kaum mehr als ein Obertönen gespicktes Bassmotiv zu sachtem Drumming und einzelnen Gitarren-Tupfern – wirkt wie ein Kontrast zum aufbauenden Text der Nummer und rückt damit einen der größten Vorzüge der Scheibe in den Vordergrund: ihr ergreifendes Spiel mit Licht und Schatten, wenn etwa auch das schummrige „An alle Hinterbliebenen“ (von „Kennzeichen D“) in seiner ökonomischen Form beinahe post-rockig anmutet.

Unter Strich ist Thomas D und The KBCS mit „M.A.R.S Sessions“ ein kongenialer Crossover aus unter die Haut gehendem Herz-und-Hirn-Sprechgesang und einer einfallsreichen Fusion aus Rock, Soul und etwas Jazz gelungen, der vor allem all jenen, denen die Solo-Aktivitäten des Fanta4-Haudegens mit ihrem durchaus vorhandenen Pathos sowie nicht wenigen gesellschaftskritischen Anklängen in der Vergangenheit ohnehin zugesagt haben, wärmstens empfohlen sei.

„Show, alles nur Show, wir tun alle nur so
Lehnt euch zurück, genießt die Show

Wie geht’s dir? Bescheiden? Mehr schlecht als recht?
Ich weiß, das Leben ist Leiden, doch langsam glaube ich echt
Es gibt hier keinen, der in diesen Zeiten noch vor Kraft strotzt
Nicht meckert nicht kotzt, nicht kleckert nur klotzt
Nicht lästert und lügt, der sich selbst genügt
Einer, der in sich ruht und sich selbst nicht betrügt
Seinem Schicksal gefügt, doch seines eigenen Glückes Schmied
Der aus Rückschlägen noch die richtigen Schlüsse zieht
Einer, der liebt nur um der Liebe willen, nicht um sein Verlangen zu stillen
Einer, der alles verzeiht, dessen Verstand nicht die ganze Zeit schreit
Der still ist und schweigt und sich im Innern so vom Leiden befreit
Einer, der mehr ist als nur ein Teil seiner Welt
Bei dem die Zeit steh’n bleibt, wenn er den Atem hält
Ja, wer das Zeug dazu hat, trete an, trete vor
Denn alles andere hier ist nur Show

Show, alles nur Show, wir tun alle nur so
Lehnt euch zurück, genießt die Show

Noch denkst du du wärst wer, doch machst du dich erst leer
Dann erkennst du mal, wie sehr all das Denken dich ablenkt
Nun erfährst du du bist wer, auch ohne Gedanken
Und bald fällt es dir nicht schwer, dich darin zu verankern
Erst beruhigt sich dein Atem, du folgst ihm nach innen
Lässt die Augenlider fallen und bist mit all deinen Sinnen
Im Innern und es reicht dir, einfach nur zu atmen
Was du dann entdeckst, ja soviel darf ich verraten
Ist mehr wert als irgendjemand jemals verlor
Ist nicht sehr schwer, nur 21 Gramm oder so
Keiner weiß mehr, wie kommt man durch das innere Tor
Doch die Bestimmung, sie dringt durch alle Schichten empor
Ja, die Befreiung von allem steht wohl uns allen bevor
Wenn nicht im Leben, dann auf jeden, wenn der Tod einen holt
Wenn auch von keinem gewollt, am Ende geht es jedem so
Und eben deshalb ist es besser ihr genießt die Show

Show, alles nur Show, wir tun alle nur so
Lehnt euch zurück, genießt die Show…“

Rock and Roll.

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Das Album der Woche


Chaoze One – Venti (2021)

-erschienen bei Grand Hotel van Cleef/Indigo-

Rapper, Autor und Theaterschauspieler, so umreißt man den Künstler Jan „Chaoze One“ Hertel wohl auf die Schnelle – und über sein aktuelles Album “Venti” sagt das nicht annähernd etwas aus. Würde es sich nicht so abgeschmackt lesen, dann könnte man ihn einen Liedermacher nennen, oder noch besser: einen Geschichtenerzähler. Allerdings geht der Mannheimer Musiker, Baujahr 1981, nicht rein fiktiv vor, sondern viel eher schonungslos realistisch. Jeder Song ein Leben. “Venti”, welches satte zwölf Jahre nach seinem letzten Album erscheint und, übersetzt aus dem Italienischen, für die Zahl „Zwanzig“ steht (denn genau zwei Dekaden ist es her, dass Chaoze Ones Rapkarriere begonnen hat), ist schon allein aufgrund seiner Länge von gut 70 Minuten sicher kein leicht zugängliches Standardwerk. Dazu ist es viel zu prall gefüllt mit musikalischen, gedanklichen und gesellschaftskritischen Ideen von einem, dessen Herz und Geist nicht still stehen können. Von einem, der getrieben scheint von dem Anspruch, alles zumindest ein bisschen mehr zu verstehen, die Welt etwas besser – oder zumindest nicht wesentlich schlechter – zu machen. Alles hehre Ziele, die wohl auch die geschätzten Menschen vom Grand Hotel Van Cleef dazu bewegten, „Venti“ als erstes Hippe-di-Hopp-Album überhaupt auf ihrem Label zu veröffentlichen…

Foto: Promo / Giulia Vitali

Mit dem bereits vorab veröffentlichten Opener “Memento Moria / Die Welt brennt” eröffnet Chaoze One sein Album. Schonungslos und mit einem sehr feinen Blick auf geschichtliche Zusammenhänge, legt er uns die ganze Bosheit der Welt vor die Füße. Ein formvollendeter Roundhousekick, ein schmerzlicher Schlag in die Magengegend all unserer Erste-Welt-Problemchen, behandelt das Stück doch die europäische „Flüchtlingspolitik“, die „Systemrelevanz“ und die Banalität des Bösen mit Referenzen aus Jahrzehnten der (Politik)Geschichte, Popkultur und Gesellschaft. Es ist eine unmissverständliche Standortbestimmung, ein salziges Fingerlegen in offene Wunden, aber auch ein dringlicher Appell an die Empathie. Jetzt wisst ihr es – was macht ihr nun mit dieser Erkenntnis? Klares Ding, Digger: “Venti” fordert seine Hörer*innen, beißt sich fest und lässt – wenn man sich denn drauf einlässt – so schnell nicht los. Dass Chaoze One mit den Jahren gewachsen ist, zeigt sich an der Vielschichtigkeit, wie er Themen behandelt und mit künstlerischen Querverweisen beziehungsweise Referenzen umgeht. Bob Dylan („Memento Moria“), Neil Young („Patronen aus Schuld“), Die Goldenen Zitronen („Get The Fuck Up / Das bisschen Totschlag“), die Antilopen Gang und viele weitere lassen sich zwischen den Zeilen und Tönen des Albums aufspüren. Kein Wunder also, dass das musikalische Ergebnis deutlich über die Rap-Grenzen hinaus reicht und auch aufgrund der vielen Featuregäste – Shana Supreme, Torsun, Matze Rossi, Mal Élevé oder Überdosis Grau haben Beiträge geliefert – sowie der unterschiedlichen Stile von Hip Hop über Indie Rock und Reggae bis Crossover schon fast wie eine kleine Weltreise wirkt – man höre etwa “Daloy Politsey”, “Ich hab das Meer gesehen” oder “Santa Maria”. Wer etwas sieht und erlebt, ist danach schlauer – so (oder so ähnlich) heißt es im Volksmund. Die Erkenntnis von “Venti” ist, dass es sie überall gibt: Die Schattenboxer, die Schwarzmaler, die unverbesserlich Liebenden, die Enttäuschten und die Idealisten.

Wenn Chaoze One ein schönes Gefühl erspürt hat, dann kann er schwer loslassen. Deshalb stechen wir mit dem maritimen “Ausguck” auf lange Fahrt, lassen uns treiben von dem kurzen Moment der Hoffnung, mit einem Akkordeon im Rücken. “So weit von Zuhaus” fühlt sich an wie eine von Euphorie beseelte Halbtagswanderung und sorgt tatsächlich für Fernwehschübe. Auch das Skit “Kapitalimus” hätten die meisten wohlmöglich gestrichen – außer man ist eben detailverliebt und hat eine Vision für ein Album im Kopf. In Songs wie dem kleinteiligen “Vive l’utopie” wird klar, dass man es bei Hertel mit jemandem zu tun haben, der nicht anders kann. Einem, der eine Fackel in seinem Herzen trägt und nicht damit aufhören wird, andere mit seinem Idealismus anzuzünden. Wer an “Venti” jetzt tatsächlich Maßstäbe wie Reimform oder Delivery anlegt, der hat leider recht wenig verstanden. Das mehrfach besungene Meer ist als Metapher zu verstehen, als ein Wunsch abzuhauen und am Ende der Tage von den vielen Tropfen, die ein friedlich agierendes Ganzes bilden, in die Ewigkeit getragen zu werden. Oder als Sinnbild für die unterschiedlichen Blickwinkel auf das Meer: Sehnsuchts-, Rückzugs- und Erholungsort für die einen, nahezu unüberwindbare Todesfalle für die anderen. Zwischen Privileg und letzter Ausweg, Urlaubsmomente sammeln am Massengrab.

Mit “Get The Fuck Up / Das bisschen Totschlag” legt Chaoze One seine deftige Variante des Fanta4-Gassenhauers “MfG” vor. Eine Aneinanderreihung von Tatsachen und offensichtlichen Zusammenhängen, dass es auch der Person zwischen den Kopfhörern Angst und Bange werden dürfte. Und man merkt deutlich die musikalische von Chaoze One Sozialisierung in den Neunzigerjahren. Eine Verbeugung in Richtung Advanced Chemistry und Torche, bisschen Nosliw und etwas von den ersten Platten von Gentleman. Aufgrund der angebotenen Breite kann wahrscheinlich nicht alles auf “Venti” alle gleichsam begeistern. Wobei das immer nur für die Musik oder den Text gilt, denn eines von beiden kickt nahezu immer. Der Deutschrock-Charme von “Häuser vs. Träume” etwa mag im ersten Moment irritieren, passt letztendlich aber doch zu dem betäubenden Spießertum, das hier benannt wird.

Weitere Highlights an Bord? Sicher doch! “Wüste des Vergessens” zum Bespiel, ein wunderschöner Song, der mutig nach vorn stapft oder sich mit der Faust auf die Brust schlägt, bis alle Angst verschwunden ist. Klavier, Akustikgitarre und Streicher unterlegen den Text, in dem Chaoze One einmal quer durch die Momente mit seiner Mutter fliegt. Es ist so tragisch, dass man sich am Ende nur an verhältnismäßig wenige, konkrete Momente erinnert. Aber das Gefühl dazwischen, auf das es wirklich ankommt, das wurde hier in Töne gegossen. Hip Hop ist das mit Sicherheit nicht, stattdessen viel mehr.

Auffällig ist, dass auf „Venti“ kaum ein Lied dem nächsten gleicht, der Verlauf jedoch stringent ist. Chaoze One hat mit seinem Comeback-Album ein Werk erschaffen, das mit all seinen Ecken und Kanten wohl nicht jedermanns musikalische Tasse Tee sein dürfte, welches sich im deutschsprachigen Sprechgesangskanon dennoch hoch ansiedeln dürfte und sowohl Rap- als auch Popkünstler*innen mit einem Auge und Ohr fürs Gesellschaftskritische ein Vorbild sein kann. Die 17 Stücke lassen tief in die Seele eines Menschen blicken und sorgen für nicht wenige Gänsehautmomente. Mehr braucht’s kaum.

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Andrew Bryant – „A Meaningful Connection“


„What is this feeling that I have / ​​Like I’m caught between the here and the now? / Just some shitty midlife crisis / That would bore even the steadiest crowd?“ – bereits die ersten Zeilen des Songs „Reality Winner“ fangen sehr gut ein, worum es in Andrew Bryants neuem Album „A Meaningful Connection“ geht. Um einen Mann, der in einer unsteten Zeit nach Wahrheit sucht, seine Bedürfnisse und Ängste ergründet. Was ist wirklich sinnvoll? Was ist real? Welche Geschichte habe ich noch nicht erzählt, welche sollte noch erzählt werden? Was, wenn sich die vermeintliche Wahrheit am Ende als plumpe Lüge entpuppt? Wie werde ich gehen, wenn meine Zeit gekommen ist?

Das Coverfoto erinnert an John Lennons und Yoko Onos „Bed-ins for Peace„, doch anstatt einer Blume hält der Musiker aus Oxford, Mississippi ein Smartphone in der Hand – hello, peace, love and digitale Zerstreuung. Dementsprechend anspielungsreich und dezent sarkastisch fällt auch die Eröffnungsnummer „Private Window“ aus: „Folk singers on Twitter / You know they’ve got all the answers / They’re all at the tips of your fingers / In that pale blue light / You can lay down in your bed / Hang your hat on every line that you’ve read / While your lover is dreaming / You are waking to that blue bird song.“ Eitel Sonntagssonnenschein ist hier wenig, vielmehr verarbeitet der US-amerikanische Musiker in den neuen Songs unter anderem seine Grabenkämpfe mit dem bösen Teufel aus der Flasche und schafft es, seine Suche nach Sinn und Halt in poetische Texte zu fassen. Zudem zeichnete sich Bryant für alle kreativen Prozesse vom Songwriting über die Aufnahmen, die Performance und den Mix selbst verantwortlich – eine durchaus beeindruckende Leistung. „I sing all my songs and feel them / Staring at the back of my eyelids / And we call this a meaningful connection“, wie er in „Birmingham“ singt, mit einer Stimme, die verletzlich und kraftvoll zugleich erscheint.

Kleine Erzählbrötchen dürfen gern andere backen. Auf „A Meaningful Connection“ sucht Andrew Bryant nach der nur schwer zu fassenden Verbindung, nach der wir uns alle sehnen, und reckt all jenen, die so tun, als sei alles in bester Ordnung, seinen süffisanten Mittelfinger entgegen – denn das, Ladies and Gentlemen, ist es – Scheiße noch eins – offensichtlich nicht. Die songdienliche Instrumentierung unterstreicht Bryants Bariton, der dem eines Timothy Showalter (Strand Of Oaks) nicht eben unähnlich ist, und erinnert mal an den lässigen Country von Chris Isaac („Fight“), mal an den Neo-Lounge von Faye Webster („Private Window“). Überhaupt bilden Musik und Text auf dem neuen Album eine beeindruckende Schere. „I want to be like Christ but I don’t want to die“, singt Bryant etwa in „Fight“ als eine Art geläutertes Mantra und legt damit die Tiefe des emotionalen Schmerzes offen, die einem hier immer wieder begegnet. Dem gegenüber stehen scheinbar skurrile Einsichten, hinter denen sich jedoch kaum weniger tiefe Trauer verbergen mag: „There’s no turning back and there’s no wasting time / When you don’t come from anywhere and you leave nothing behind“ heißt es etwa in „Lying On The Road“, während anderswo, im bereits genannten „Private Window“, eher der moderne Sarkasmus blüht.

In „Birmingham“ findet sich Bryant auf der Heimfahrt am Ende einer Tour wieder, auf welcher sich wohl jeder Musikschaffende am Ende eines langen Tages nach (s)einer inneren Heimat, nach dem besonderen Herzensmenschen am Ende des Weges sehnt. Und während er sich nach Hause wünscht, umarmt Bryant sein technologisches Surrogat: „I’m looking for your name in my phone / I’m looking at my phone, want to see your face in my palm“. Eine wirkliche, bedeutungsvolle Verbindung? Vielleicht nicht, aber dennoch eine Verbindung, die in unserer technologisch isolierenden Welt jeden Tag schwieriger wird. Und besser ein Flackern auf einem gottverdammten Bildschirm als absolute Düsternis.

„Drink The Pain Away“ wendet sich schließlich der traditionellen Country-Ballade zu, mit wenig mehr als einer Akustikgitarre, Gesang, drei Akkorden und der nackten, häßlichen Wahrheit. Als direkte Antwort auf selbige entsorgt Andrew Bryant in „Truth Ain’t Hard To Find“ in den ersten Zeilen des Stückes seine letzte Flasche, auf der Suche nach einem ehrlicheren, nüchternen Weg, mit sich selbst zu leben. Harter Tobak? Wohl wahr. Umso verwunderlicher gerät „Liminal“, der Abschluss des Albums, der mit seinem synkopischen Schlagzeug, einer funkt Basslinie und den atmosphärischen Disco-Synthesizern wie aus einer ganz anderen Welt – und von einer ganz anderen Platte! – klingt. Gleichzeitig ist der Abschluss das einzige Instrumental auf einem lyrisch durchaus schwer wiegenden Album, das Bryants traditionelle Folk-Songwriter-Tendenzen ein ums andere Mal für eine Reise in unsere von Technologie, Zerstreuung und viel zu oft kalte Wirtschaftszahlen geprägte Gegenwart über Bord wirft. Gleichzeitig deplatziert und doch irgendwie das nahezu perfekte Ende für „A Meaningful Connection“, erinnert „Liminal“ den Hörer doch an die graue Hohlheit des Synthetischen, wenn dem Leben alles Natürliche entzogen wird. Und alle, die selbst nach Sinn und Wahrheit zwischen den Zeilen suchen, können Andrew Bryant auf seiner Reise durch seine eigenen Kämpfe, Erfolge und Misserfolge auf dem Weg hin zu „A Meaningful Connection“ begleiten…

Rock and Roll.

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Song des Tages: Aubrey Logan – California Dreamin‘ (feat. Casey Abrams)


Aubrey Logan wurde von Kritikern oft genug als „The Queen of Sass“ bezeichnet, und es fällt nicht eben schwer zu erkennen, warum. Ihre Konzerte sind eine Mischung aus exzellenter Musikalität, umwerfendem Gesang, gekonntem Posaunenspiel, einer feinen Auswahl an Originalen und originellen Coverversionen und, nun ja … Spaß! Ihre herzzerreißenden musikalischen Geschichten rühren das Publikum nicht selten zu Tränen, bevor ihre komödiantischen Einlagen es wiederum zum Lachen bringen. Was mehr mag man von einer Live-Show erwarten?

Die in Seattle geborene und am Berklee College of Music ausgebildete Posaunistin zog es, wie so viele, schon am Anfang ihrer Karriere mit dem Traum vom Durchbruch im Koffer nach Los Angeles. Dort angekommen, schlug die talentierte Sängerin und Posaunistin alsbald ihren eigenen Weg ein, der sie bereits mit so unterschiedlichen Künstlern wie den Boston Pops, Quincy Jones, Smokey Robinson, Pharrell Williams, Josh Groban, Seth McFarlane oder Meghan Trainor zusammenarbeiten ließ, während sie sich gleichzeitig dank ihrer Auftritte mit dem YouTube-Phänomen gewordenen Musiker-Kollektiv Postmodern Jukebox, das allseits Pophits von Lady Gaga und Co. in die Genres Jazz, Ragtime und Swing transportiert, eine große, weltweite Online-Fangemeinde aufbaute. Und der Erfolg gab der 33-järhigen Pop’n’Jazz-Künstlerin recht, denn bereits ihr zweites Soloalbum „Where The Sunshine Is Expensive„, welches in Live Sessions in den legendären EastWest Studios in Los Angeles entstand, erreichte 2019 Platz 1 der Billboard-Charts für zeitgenössische Jazz-Alben. Jede Wette, dass ihr neustes Werk „Standard“ daran anknüpfen wird…

Dass Aubrey Logan nicht nur solo, sondern auch als Duettpartnerin zu überzeugen weiß, beweist die wunderbare, gemeinsam mit Casey Abrams aufgenommene Version des The Mamas & The Papas-Evergreens „California Dreamin‘„, welche wiederum auf Logans 2017er Debüt „Impossible“ zu finden ist:

Rock and Roll.

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