Archiv der Kategorie: News

Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Heißer Tag. Da mögen’s manche wohl auch mal etwas besser gekühlt…

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Baroness – „Tourniquet“


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Riffen nach Farben, Teil fünf – auch mit dem neusten Baroness-Langspieler ist einmal mehr auf das virtuose Schwermetaller-Vierergespann aus dem US-amerikanischen Savannah, Georgia Verlass. Nach dem „Red Album„, dem „Blue Record„, „Yellow & Green“ und zuletzt vor drei Jahren „Purple“ fügen John Baizley (Gesang, Gitarre), der 2017er Neuzugang Gina Gleason (Gitarre, Backgroundgesang), Nick Jost (Bass) und Sebastian Thomson (Schlagzeug) mit „Gold & Grey“ ihrer ebenso stringenten und – gerade für einen Zeitraum von nicht einmal 15 Jahren – doch recht beachtlichen Albumreihe einen weiteren Farbtupfer hinzu, welche laut Bandleader Baizley, der sich stets auch für die tollen Coverartworks verantwortlich zeichnet, der „letzte Teil unseres nach Farben geordneten Albenzyklus“ sein soll.

barones5.jpgDass sich Baroness längst vom gleichsam derb wie laut drauflos riffenden Sludge Metal der Anfangstage entfernt und ihren Bandsound um mannigfaltige Progressive-Metal-Elemente bis hin zu elegischen Chören, Piano-Zwischenspielen und luftig-lagerfeuerhaften Akustiknummern erweitert haben, ist wohl nur für alle jene verwunderlich, die sich im eigenen Leben sonst auch vor dem Wechsel von Unterhose oder Socken sträuben. Der Rest begrüßt, dass John Baizley und seine Band ihre Hörer mit 17 mal mehr, mal weniger epischen Rocksongs, die stilistisch irgendwo zwischen Mastodon (deren musikalische Reise der von Baroness ja nicht ganz unähnlich ist) und Kylesa tönen, einmal mehr fordern. Wer sich einen ersten Eindruck vom mit einer Stunde Spielzeit nicht eben an Länge geizenden Albumbrocken „Gold & Grey“ machen möchte, dem sei – neben den vorab veröffentlichten „Borderlines„, „Seasons“ und „Throw Me An Anchor“ (welches trotz aller Metal-Schwere und dank Baizleys und Gleasons Gesang in luftige Höhen vordringt) – etwa das feine „Tourniquet“ empfohlen. Das knapp sechsminütige Stück, dessen Musikvideo die Bandmitglieder im Gegenlicht bei der Performance des Songs zeigt, eröffnet mit einer sanften Akustischen, und schwingt sich doch alsbald zu einem typisch melodischen, psychotisch verschachtelt-intensiven Rocker Baroness’scher Couleur auf. Bei aller Finesse bleibt doch – wie schon beim Vorgänger „Purple“ – etwas Kritik nicht aus: Was hat Baizley und Co. dazu getrieben, sich einmal mehr in die Hände von Produzent Dave Fridmann (The Flaming Lips, Interpol, Thursday, Mogwai) zu begeben, der nun auch „Gold & Grey“ mit (s)einer typisch übersteuerten, zu Kompression neigenden Produktion etwas (viel) Größe, Wucht und satten Sound genommen hat? Wer jedoch darüber hinweg hören mag (und kann), dem bieten Baroness auch 2019 viel Anlass zur mentalen Pommesgabel…

 

„Unser Ziel ist, war und wird es immer sein, zunehmend bessere, ehrlichere und fesselnde Songs zu schreiben und einen einzigartigeren und herausfordernden Sound zu entwickeln. Ich bin überzeugt davon, dass wir gerade unser bisher bestes und abenteuerlichstes Album abgeschlossen haben. Wir gruben unfassbar tief, forderten uns selbst heraus und nahmen ein Album auf, von dem ich mir sicher bin, dass wir es niemals wiederholen könnten.“ (John Baizley)

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Norbert Buchmacher – „Laut geträumt“


Norbert-Buchmacher Foto- Robin Disselkamp

Foto: Robin Disselkamp

Einen interessanten Werdegang haben gerade und grundsätzlich und sowieso recht viele mit der Indie- und Punkszene assoziierte Menschen aufzuweisen. Stöcke in den Speichen, Steine auf dem Weg. Hürden viel höher als jede Stelle der chinesischen Mauer. So ziemlich jeder Kopf in dieser Szene dürfte schon mal mit erschwerten Bedingungen zu tun gehabt haben, die das liebste Hobby, die Musik, zu einem recht teuren werden lassen… Auch bei Norbert Buchmacher ist dieser oft so kurven- wie wendungsreiche Weg recht interessant: So verdingt sich der Sänger lange Zeit als Roadie und Mercher – quasi als Mädchen für alles – auf Punk- und Hardcore-Shows, schleppt Bands zwanzig Jahre lang ihre Gig-Bags kreuz und quer durch alle möglichen kleinen Clubs und mittelgroßen Hallen der Republik. Auf den Fahrten im engen Bandbus, den gähnend leeren Tagen zwischen zwei Touren und der nächsten Plackerei fängt Buchmacher an, eigene Texte zu schreiben: Die Basis für seine Hardcore-Band One In One, die sich jedoch recht flott wieder auflöst und ihn zurück zum Broterwerb hinter der Bühne und als Roadie katapultiert.

Aber: Buchmacher bleibt dadurch der Musik verbunden und schreibt weiter Songs – nur nun halt solo. Als er dann Alan Kassab (The Heartbreak Motel) kennenlernt und Jahre später erneut Kontakt zu ihm aufnimmt, entwickelt sich eine Freundschaft. Buchmacher ist Schreiber und Sänger. Das ist seine Berufung. Alan Kassab, seines Zeichens Multiinstrumentalist, findet absoluten Zugang zu Buchmachers Geschriebenem und so entstand das Projekt, welches sich hinter Buchmachers Namen verbirgt und dessen Resultat man nun anhand des frisch erschienenen Debütalbums „Habitat einer Freiheit“ bewundern kann: vielschichtige Popmusik mit rauer Kratzstimme.

norbert-buchmacher-habitat-einer-freiheit-201828Und ebenjene bringt auch die ersten Assoziationen, welche sich um die elf erdigen Rocksongs (nebst dem titelgebendem Intro) winden: der aufgrund des Gesangs unvermeidliche Herbert Grönemeyer (besonders auffällig bei „O.M.F.„), eventuell noch popmusikalisch erfolgreiche Dauer-Raspler wie Casper oder Henning „AnnenMayKantereit“ May. In den meisten Songs greifen Buchmacher und seine Band zur Elektrischen oder Akustikgitarre, zu Schlagzeug, Bass und Piano – das könnte so auch in der Kneipe um die Ecke passieren. Große Ausbrüche oder Experimente bleiben rar, musikalisch herrscht Wohlfühl-Atmosphäre vor. Wenn’s denn der Empase dient, kommen ab und an noch Streicher („Sorgen und den Nikolaus“) oder Blechbläser („Man sagt nicht man sagt nicht“) hinzu.

Der ungewöhnlichste Song des Debütwerks ist wohl „Seid was ihr wollt“, der nicht nur in Sachen Instrumentierung aus dem Rahmen fällt. Beklemmende Ambient-Sounds, Knattern und Marimba zitieren Tom Waits, auch Buchmachers Vortrag erinnert stark an den vielseitigen US-Grantler. „Qualmt so lange, bis aus den zerfressenen Lungen die Schwindsucht grinst„, höhnt er und wird für ein Stück lang vom liebenswerten Ex-Roadie-Raubein zum sinistren Mephisto höchstpersönlich.

Ein bisschen schade jedoch: Immer wieder kippen die Texte ins Serviettenspruchhafte ab, wenn alte Weisheiten zitiert werden: „Geh‘ deinen Weg, bleib‘ wie du bist, steh‘ auf und mach‘ weiter„. Well, das kennt man – nicht erst seit Campino und Konsorten – zur Genüge… Allerdings gibt es auch große Momente, etwa bei „Laut geträumt“, welches vermeintlich harmlos beginnt und sich als Song mit doppeltem Boden entpuppt: „Sonntag immer schön brav in die Kirche rennen, aber dann laut klatschen, wenn die Heime brennen“ – tolle, wichtige Gesellschaftskritik mit Biss und Substanz. Auch „Die Ballade von Willi und Walther“ sticht hervor, wenn Buchmacher im Stil von Brechts Dreigroschen-Oper auf rassistische Tendenzen innerhalb der deutschen Polizei aufmerksam macht, und das Schießeisen zur Person wird: „Und dann hat die Walther den Willi geschnappt„.

Am Ende ist „Habitat einer Freiheit“, Buchmachers Solo-Debüt, welches sicherlich einige Jahre Zeit hatte, im Kopf und im Herzen des Künstlers zu reifen, ein durchwachsenes Album mit einigen Höhepunkten geworden – keinesfalls schlecht, angenehm unaufdringlich, und definitiv besser als 90 Prozent aller Mark-Forster-Wiedergänger im favorisierten Formatradioprogramm. Bleibt zu hoffen, dass Norbert Buchmacher auf der (hoffentlich) nächsten Platte die eigenwilligeren, ungewöhnlicheren Passagen weiter ausbauen und dem inneren Mephisto noch mehr Raum geben wird, schließlich sind auch in der Musik die zwiebelschichtigen Bösewichter, die unbequemen Mahner und weitsichtigen Grantler eh oft interessanter als alle schnöden Mutmacher, oder?

 

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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Ein Zitat, welches – nebst vielen Weiteren – wahlweise Reggae-Pabst Bob Marley, dem US-amerikanischen Basketballspieler Blake Griffin oder dem Motivationstrainer John Spence zugeschrieben wird. Schlussendlich ist’s auch egal, denn weise Worte benötigen selten ein Gesicht…

 

Rock and Roll.

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Heute schon Radio gehört?


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(gefunden bei Facebook)

 

Rock and Roll.

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Entgegen jeder Wahrscheinlichkeit…


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Ein musikalischer Klassiker, transportiert ins echte, schnöde Leben. Der Thin White Duke wäre stolz…

 

Rock and Roll.

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