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Same procedure as… – Das UK-Label Big Scary Monsters verschenkt (s)einen Label-Sampler


Big Scary Monsters

Weil Traditionen etwas Schönes sind – und freilich auch irgendwann, irgendwie verpflichten -, verschenkt das britische Indie-Label Big Scary Monsters auch in diesem Jahr – wie auch bereits 2017 und in den Jahren zuvor – (s)einen Label-Sampler mit einer bunten Auswahl querbeet durch sein aktuelles Künstlerangebot und Veröffentlichungs-Oeuvre irgendwo zwischen Indie- und Punkrock, Emo, Post-Hardcore oder Mathrock.

Mit dabei sind 2018 Bands wie The Get Up Kids, Tiny Moving Parts, We Were Promised Jetpacks, Cursive, Beach Slang, Yndi Halda, Pedro The Lion oder mewithoutYou. Wohl bekomm’s!

„Not ones to boast or anything, but we’ve put out some absolutely brilliant records this year. You may have noticed. But if not, worry not… here’s a track off every release, so you can catch up on anything you missed. There’s a little something on here whatever your tastes, so get involved!“

 

…oder wahlweise über den Webstore.

 

Rock and Roll.

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Gegen das Tabu – „the end – Der Podcast auf Leben und Tod“


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Es gibt so ein paar Themen, die stets hart an der Tabugrenze kratzen, über die niemand wirklich gern, viel, oft und ausführlich reden mag. Stickwort: das Ende.

Denn mal ehrlich: Wer mag schon gern an die Abschlussszene seines Lieblingsfilms denken, wenn man noch mittendrin in und völlig mitgerissen von der Handlung ist? Wer wird den Teufel tun, und beim zweiten Song eines Konzerts seiner Lieblingsband auf die Rausschmeißernummer hoffen? Wer sehnt in der 60. Minute eines wirklich geilen Fussballspiels den Schlusspfiff entgegen? (Okay, das wiederum käme darauf an, ob die eigene Mannschaft gerade in Führung liegt…) Merkt ihr was? Eben.

Oder auch: Wer spricht schon wirklich gern über den Tod?

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Foto: von der Podcast-Seite

Und genau mit diesem Tabuthema will Eric Wrede brechen. Natürlich hat Wrede durch seinen Beruf – er arbeitet als Bestatter in Berlin – eine Art „Heimvorteil“ und ist so quasi tagtäglich mit diesem Thema, das sich das Gros seiner Mitmenschen wortwörtlich „bis zum Ende“ aufspart, konfrontiert. Trotzdem ist das, was er da mit ein paar Freunden ins Leben gerufen hat, aller Ehren wert.

Zum einen wäre das die „Bewegung“ namens „Hallo Tod!„, auf deren Website man sich „für den Tod interessieren, darüber informieren und sprechen“ kann – denn irgendwann müssen wir das alle einmal, oder? Zum anderen wäre da „the end – Der Podcast auf Leben und Tod„. Bei diesem wiederum lädt sich Eric Wrede seit Juni (mehr oder minder) bekannte Persönlichkeiten vors Mikro, um mit ihnen über Gott, die Welt, ihr Leben und vor allem den Tod zu sprechen. Bisher waren die Musikerin Balbina, H-Blockx-Frontmann und Casting-Show-Juror Henning Wehland, Pop-Folker Pohlmann, der Jennifer-Rostock-Bassist Christoph Deckert, Schauspieler Clemens Schick, der Radiomoderator, Autor und Journalist Torsten Groß sowie Moderatorin Jeannine Michaelsen (Traumfrau, by the way!) mit von der Partie. Eine spannende Mischung, die entspannte Unterhaltungen garantieren dürfte.

Oder wie es Eric Wrede selbst ausdrückt:

„Wieso wird eigentlich so selten über den Tod gesprochen? Weil jeder irgendeine traurige Geschichte zu erzählen hat? Weil es immer sofort bedeutungsschwer wird?

Wir ändern das einfach und unterhalten uns entspannt. Im Hier und Jetzt.“

 

Rock and Roll.

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„Breaking Bad“ neu zusammengefügt – Das Serienepos um Walter White und Co. als Zwei-Stunden-Thriller


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Breaking Bad„? Kennt man. Die US-Serie um den an Lungenkrebs erkrankten biederen Highschool-Chemielehrer Walter White, der quasi über Nacht (und mithilfe seines ehemaligen Schülers Jesse Pinkman) zum skrupellosen Drogenbaron „Heisenberg“ mutiert, wurde im Zeitraum zwischen 2008 und 2013 zu einer der besten, beliebtesten und erfolgreichsten Serien aller Zeiten. Dass dies vor allem der hohen Schauspielkunst von Bryan Cranston zu verdanken ist, dürfte wohl ebenso außer Frage stehen. Und trotz dem ein oder anderen Durchhänger während der Jahre (die bleiben wohl bei keiner Serie aus) hat „Breaking Bad“ so einige Serien-Maßstäbe gesetzt und ist bis heute, was Spannung und hervorragende Figuren betrifft, kaum zu überbieten. Und wie wir jetzt wissen, funktioniert der Plot sogar als Film.

Ein fleißiger Fan hat die gesamten fünf Staffeln der Serie – also etwa 51 Stunden – zu einem einzigen Spielfilm zusammengeschnitten. Dieser dauert circa zwei Stunden und steht auf Vimeo zur freien Verfügung. Falls ihr Walter White und Co. also bis heute die kalte Schulter gezeigt habt oder die Serie noch einmal im Schnelldurchlauf erleben wollt, legt ANEWFRIEND Euch den Film hiermit ans Herz. Außerdem sei „Breaking Bad – The Movie“ auch all jenen ans Netflixer-Herz gelegt, denen Namen wie Saul Goodman, Gustavo „Gus“ Fring oder Hank Schrader längst so geläufig sind wie Tante Trutchen aus der eigenen Verwandtschaft, denn die Macher des Neuzusammenschnitts der AMC-Erfolgsserie, die ganze zwei Jahre voller schlafloser Nächte fürs Neu-Editieren und Teil um Teil zusammenfügen benötigten, versprechen keineswegs einen schnöden „Fan-Film“, sondern „an alternative Breaking Bad, to be viewed with fresh eyes“. Na denn…

 

„What if Breaking Bad was a movie ?

After two years of sleepless nights of endless editing, we bring you the answer to that very question. A study project that became an all-consuming passion.

It’s not a fan-film, hitting the highlights of show in a home-made homage, but rather a re-imagining of the underlying concept itself, lending itself to full feature-length treatment.

An alternative Breaking Bad, to be viewed with fresh eyes.“

 

 

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: Case Mayfield


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Manchmal muss es einfach sein, dass ich als Wahl-Holländer dem ein oder anderen Künstler, die sich hier zwischen all dem Käse, den Tulpen, Holzschuhen und Coffeeshops den Allerwertesten für ein bisschen mehr Aufmerksamkeit über die Landesgrenzen hinaus den Allerwertesten abspielen, die nötige Aufmerksamkeit zukommen lasse. Case Mayfield zum Beispiel…

Case_Mayfield_OOR_03Case wer? Stimmt schon, besonders holländisch klingt dieser Name nicht, versteckt sich doch ein gewisser Cornelis Johannes Lucas „Kees“ Veerman hinter diesem Pseudonym. Und würde der 29-jährige Musiker unter seinem richtigen Namen Songs und Alben in Plattenläden und ins weltweite Netz stellen, man würde ihn wohl (vor)schnell ins niederländische Schwulstschlagereck verfrachten, und die Credibility in der *hust* Indie-Szene wäre wohl auch alsbald flöten… Dann doch lieber Case Mayfield.

Ein Newcomer ist Kees Veerman (aka. Case Mayfield) übrigens kaum, denn der Mann, der mittlerweile im bunten Treiben von Amsterdam seine Zelte aufgeschlagen hat, um sich zwischen all den von Touristen aus aller Herren Länder überlaufenen Grachten Inspirationen zu holen, hat seit 2010 bereits ganze sechs Alben veröffentlicht, auf denen er oft solo, mittlerweile aber auch immer öfter in Bandbegleitung seine Songs vom Leben und Lieben, deren Stil er selbst als „minimalfolkrockish“ beschreibt, versammelt hat. Zwischendrin reist Veerman umher, um mit Gitarre und Stimme (welche mich entfernt an Mark Greaney, Frontmann der mittlerweile aufgelösten Iren JJ72, erinnert) kleines bis kleinstes Publikum zu verzaubern (und dabei auch schonmal die wohl obligatorische Damien-Rice-Coverversion zum Besten zu geben). Und obwohl man freilich zugeben muss, dass Case Mayfield eben nicht Coldplay ist/sind und die Songs eben eher zu Wohnzimmer-Konzerten denn ins Stadion passen, wünscht man dem Mann doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Gerade auch, weil Veerman und seine Mitstreiter alle Alben via Bandcamp im demokratischen „Name your price“-Prinzip unters interessierte Hörervolk verteilen. Da sollte man doch mal das ein oder andere Ohr riskieren auf dass Case Mayfield bald auch über die Grenzen von Benelux hinaus ihre Runden drehen dürfen…

 

Zum Reinhören sei die kürzlich veröffentlichte Songsammlung „I Wish This Was About You“, welche Stücke von drei zwischen Januar und März diesen Jahres veröffentlichten EPs bündelt, empfohlen…

 

…während Youtube das ein oder andere Video zu Songs der fünf Vorgängerwerke bereit hält:

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Radiohead live beim Bonnaroo Festival 2006


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Das Konzert selbst wurde hier auf ANEWFRIEND vor ein paar Jahren – Ende Dezember 2012 – bereits vorgestellt, dürfte dem langjährigen Leser dieses bescheidenen Blogs also bekannt vorkommen.

Ich selbst habe die Radiohead-Show vom Bonnaroo ’06 erst vor wenigen Tagen wieder für mich entdeckt, als ich nach qualitativ hochwertigen Soundboard-Shows der fünfköpfigen, 1985 im englischen Oxford gegründeten Alternative-Rockband gesucht habe. Obwohl: Rockband? So richtig einordnen kann man ja Thom Yorke und Co. spätestens seit dem 2000 beziehungsweise ein Jahr darauf erschienenen Albumdoppel aus „Kid A“ und „Amnesiac“ nicht mehr. Mal rocklastig, des öfteren elektronisch, fast immer höchst experimentell – auch, was die Veröffentlichungstaktiken betrifft: So erschien etwa das siebente Studiowerk „In Rainbows“ 2007 für einen frei wählbaren Betrag zuerst digital auf der Homepage der Band. Und auch das bislang letzte akustische Lebenszeichen von Radiohead, der geschasste Titelsong zum neusten James-Bond-Film „Spectre“, stellte der Fünfer Ende letzten Jahres kostenlos zum Download ins Netz. Da wird freilich schon überall (mehr oder minder ersthaft) darüber spekuliert, wie und wann denn das neuste Album von Thom Yorkes Mannen erscheinen wird…

Bis dahin kann man sich die Wartezeit vorzüglich mit dem mehr als zweistündigen Konzertmitschnitt vom Bonnaroo-Festival 2006 , den es anderswo sogar immer noch legal zum freien Download gibt, vertreiben, enthält dieser doch 28 Stücke in bester Audioqualität (und das sage selbst ich, der ich schon viele Konzerte der Band gehört habe!) sowie einige bekannte Songs von Radiohead – etwa „Videotape“ oder „Climbing Up The Walls“ – in grandiosen Livevarianten. Und selbst der nicht eben unkritische Radiohead-Frontmann meinte rückblickend, einen seiner besten Aufritte seit vielen, vielen Jahren“ abgeliefert zu haben. Recht hat er.

 

 

Rock and Roll.

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Fight Off Your Demons – Brand New veröffentlichen ihre „Leaked Demos 2006“


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Wer diesen Blog regelmäßig verfolgen sollte dem dürfte hinlänglich bekannt sein, dass die vier Herren von Brand New seit ihrem 2003 erschienenen zweiten Werk „Déjà Entendu“ zu meinen persönlichen Playlist-Dauerbrennern zählen, und sich spätestens mit dem grandiosen Nachfolger „The Devil And God Are Raging Inside Me“ sowohl tief in mein Hörerherz als auch in meine All-Time-Top-5 gespielt haben.

Umso härter kommt einem die Wartezeit auf neue Songs der Band aus Long Island, New York vor, liegt doch auch die Veröffentlichung von Album Nummer vier, „Daisy„, beinahe sieben Jahre zurück. Seitdem haben sich Brand New recht rar gemacht. Ein Konzert hier, eine Show da – das musste bislang reichen für all jene, denen die unzähligen Hymnen wie „The Quiet Things That No One Ever Knows“, “Sowing Season (Yeah)“ oder „At The Bottom“ einmal tief gerockt in die Gehörgänge gekrochen sind, um dort viele Winter zu campieren. Und selbst das einzige (neue) Lebenszeichen in der letzten Zeit – der Song „Mene„, den die Band im vergangenen April aufs weltweite Netz losließ – erwies sich als einsamer Hoffnungsschimmer für all jene, die auf ein baldiges Erscheinen des neuen Albums, an dem die Vier nachweislich mal mehr, mal weniger intensiv seit 2014 werkeln, gesetzt hatten. Immerhin planen Brand New, Langspieler Nummer fünf in diesem Jahr in die Regale zu stellen (und eventuell soll es leider sogar das vorerst letzte Werk der Band werden)…

v600_brand_new_leaked_demo_digital_cover_rgbUm ihre Hörer bei Laune zu halten, haben Frontmann Jesse Lacey und Co. wenigstens ein bisschen die Archive geplündert und veröffentlichen nun in remasterter Form ebenjene neun Demo-Aufnahmen, die noch vor zehn Jahren das Grundgerüst zu „The Devil And God…“ bilden sollten, jedoch vorzeitig leakten (also: unautorisiert ins Netz gelangten) und die Band dazu zwangen, in großen Teilen neu anzufangen. Dass genau diese Panne, die Brand New, wie sie im Nachhinein immer wieder äußerten, über alle Maßen ärgerte, dem Album und seiner Intensität zugute kam, dürfte jedem, der „The Devil And God…“ schon einmal intensiv(er) gehört hat, hinlänglich bekannt sein. Nichtsdestotrotz sind die neun Demo-Songs bereits erstaunlich ausgereift, und können im Grunde auch auf sich selbst gestellt überzeugen. Wer’s (noch) nicht glauben mag, der darf sich nun selbst davon überzeugen, denn die Band bietet die 2006er Demos hier wahlweise für lau zum Download an – oder man kann sich das Ganze stilecht als Demo-Kassette ordern (im wahrsten Sinne)…

 

 

Rock and Roll.

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