Archiv der Kategorie: Kunst

„Save Ralph“ – Ein Kurzfilm gegen Tierversuche


Der sehenswerte Stop-Motion-Kurzfilm „Save Ralph“ von Regisseur Spencer Susser ist Teil einer Kampagne der Humane Society International, welche sich für ein weltweites Verbot von Tierversuchen einsetzt. Die Nonprofit-Organisation ist auch für die Produktion des Films verantwortlich, zu dessen Team, neben einigen anderen Stars wie Taika Waititi, Olivia Munn, Pom Klementieff, Rodrigo Santoro oder Tricia Helfer, auch die beiden vegan lebenden Schauspieler Ricky Gervais und Zac Efron zählen.

Die Story des Films im Dokustil, welche ebenfalls von Susser stammt, handelt von einem Kaninchen namens Ralph, das durch Tierversuche auf einem Auge blind und fast taub ist und von Ricky Gervais zunächst in seinem Zuhause interviewt wird. Dabei erzählt es aus seinem Leben – davon, wie es, wie der Rest seiner Familie auch, zum Testobjekt in einem Versuchslabor wurde.

Auf seinem Twitter-Account schreibt Ricky Gervais:

„Ich bin so stolz, Teil dieses Films zu sein und damit den Kampf gegen die Tierversuche zu unterstützen.“

Der britische Comedian, Radiomoderator, Schauspieler, Autor und Regisseur machte in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen mit seinem Einsatz in Sachen Tierrechte. Zuletzt setzte er sich in seiner englischen Heimat etwa für das Pelzverbot und gegen Massentierhaltung ein.

Das Kaninchen Ralph wird im Film von Oscar-Gewinner Taika Waititi („Jojo Rabbit“) gesprochen. Das neuseeländische Multitalent schreibt in gewohnt doppeldeutiger Manier auf Twitter:

„Wenn ihr euch den Film nicht anschaut oder ihn nicht mögt, hasst ihr Tiere und seid nicht mehr meine Freund*innen.“

Leider leiden noch heute nach wie vor Millionen von Tieren weltweit absolut unnötigerweise und bar jeden Mitgefühls in Versuchslaboren – auch hierzulande. Und auch wenn bereits hier und da Fortschritte zu verzeichnen sind, ist es noch ein langer Weg bis zu einem kompletten Verbot. Einen weiteren beachtlichen Schritt machte in diesem Monat China. Das Land kündigte das Ende der obligatorischen Tierversuche für Kosmetika an, was es Unternehmen in Zukunft möglich macht, ihre Produkte zu verkaufen, ohne dafür qualvolle Tests an Tieren durchzuführen.

Fakt ist, dass alles, was die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Grausamkeit und Sinnlosigkeit von Tierversuchen lenkt, zur Lösung des Problems beiträgt. Damit ist der knapp vierminütige Kurzfilm „Save Ralph“, zu dem man hier die passende Petition findet, abseits seiner absolut gelungenen Machart ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung. Gute Sache, so oder so. 👍

Rock and Roll.

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Eros


Foto: Saul Leiter

Eros
by Louise Glück

I had drawn my chair to the hotel window, to watch the rain.

I was in a kind of dream, or trance —
in love, and yet
I wanted nothing.

It seemed unnecessary to touch you, to see you again.
I wanted only this:
the room, the chair, the sound of the rain falling,
hour after hour, in the warmth of the spring night.

I needed nothing more; I was utterly sated.
My heart had become very small; it took very little to fill it.
I watched the rain falling in heavy sheets over the darkened city —

You were not concerned. I did the things
one does in daylight, I acquitted myself,
but I moved like a sleepwalker.

It was enough and it no longer involved you.
A few days in a strange city.
A conversation, the touch of a hand.
And afterward, I took off my wedding ring.

That was what I wanted: to be naked.

(Louise Elisabeth Glück, *1943, US-amerikanische Lyrikerin, Essayistin und Nobelpreisträgerin für Literatur, das Gedicht stammt aus der Sammlung „Poems 1962-2012„)

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


(Oscar Wilde, 1854-1900, irischer Schriftsteller)

Rock and Roll.

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Rage Against The Machine veröffentlichen Mini-Dokumentation „Killing In Thy Name“


Jeder, der sich jemals nicht nur mit der zweifellos wegweisenden Musik von Rage Against The Machine, sondern auch mit den Texten des Rap-Rock-Quartetts beschäftigt hat, weiß: Diese Band wollte die Welt zu einem besseren, gerechteren Ort machen, indem sie beständig soziale Missstände anprangerte (und im Anschluss selbst die ein oder andere Kontroverse entfachte). Und obwohl die Los-Angeles-Kombo seit mehr als zwei Jahrzehnten mehr oder minder auf Eis liegt, versuchen Frontmann Zack de la Rocha, Gitarrist Tom Morello, Bassist Tim Commerford und Schlagzeuger Brad Wilk genau das – das kleine Stückchen idealistische Weltverbesserung – auch in der neuen, 15-minütigen Feature-Dokumentation „Killing In Thy Name“, welche – das dürften selbst Gelegenheitsfreunde von RATM wissen – in Anlehnung an ihren wohl berühmtesten Song „Killing In The Name“ (von selbstbetitelten 1992er Debüt) benannt wurde und die thematischen Hintergründe ebenjenes Gassenhauers beleuchtet: „Unser Ziel mit diesem Stück ist, eine Fluchtmöglichkeit aus der als ‚Weißsein‘ bekannten Fiktion sowie eine Triebfeder für Entdeckung zu bilden„, so die Band.

Die Doku haben RATM unlängst in Kooperation mit dem internationalen Künstlerkollektiv The Ummah Chroma produziert und veröffentlicht. Kern des Kurzfilms scheint der auch heutzutage tief in den Köpfen vieler US-Amerikaner verwurzelte Rassismus zu sein, der Afroamerikanern immer noch im Land der (scheinbar) unbegrenzten Möglichkeit entgegenschlägt. So schicken Rage Against The Machine den Bildern folgende Info voran: „Das Folgende ist ein Dokument wahrer Ereignisse. Wir wollen, dass dieses Stück ein Notausgang von der als Weißheit bekannten Fiktion sowie eine Triebfeder für Entdeckung ist. Bedenkt: Die Kinder schauen immer zu.“

Des Weiteren kommentiert Band-Stimme Zack de la Rocha: „Wenn du in den Vereinigten Staaten lebst, lebst du in einer der brutalsten Gesellschaften der Weltgeschichte. In dem Land, das den Völkermord der amerikanischen Ureinwohner geerbt hat. In einem Land, das bei der Sklaverei mitgemacht hat. Jede Gesellschaft oder Regierung oder jedes System, das nur dafür errichtet wurde, um einer reichen Klasse zu nützen, während die Mehrheit der Leute schuftet und leidet und ihre Arbeitskraft verkauft, sollte nicht bestehen bleiben. Zumindest solange, wie das einzig wahre Motiv dieses Systems Profitinteresse ist und nicht die Pflege und Besserstellung der Bevölkerung, um menschliche Bedürfnisse zu erfüllen. Es sollte herausgefordert und in Frage gestellt und umgestoßen werden.“

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


(gefunden bei Facebook)

(Kurt Tucholsky, 1890-1935, deutscher Journalist und Schriftsteller)

Rock and Roll.

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