Archiv der Kategorie: Aus gegebenem Anlass…

Vom ewigen Rattenrennen – Steve Cutts‘ Kurzfilm „Happiness“


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Seien wir mal ehrlich: bei gefühlt neunundneunzig Prozent aller künstlerischen Versuche der Konsumkritik kommt am Ende nichts weiter als abgedroschen-gestrige Sozialromantik heraus. Der Animationskurzfilm „Happiness“ des nach wie vor großartigen Steve Cutts (ANEWFRIEND stellte vor einigen Monaten bereits das Werk des Londoner Künstlers vor) macht alles richtig und sagt uns ohne einen Funken kitschiger Kapitalismuskritiker, wie’s im Wesentlichen ist mit der Wechselbeziehung zwischen Glück und Geld – ein Rattenrennen, das wohl nie gut ausgehen kann. Sollte man gerade in der (Vor)Weihnachtszeit gesehen haben…

 

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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Foto: Aria Watson

 

Zwar sind die Bilder, die der junge College-Studentin Aria Watson im vergangenen Dezember unter dem Motto „#SignedByTrump“ weltweite Aufmerksamkeit bescherten, schon gut ein Jahr im Internet zu finden, doch auch Ende 2017 – und gerade nach dem kulturellen Erdrutsch-Beben, das #metoo und Co. ausgelöst haben – hat sich leider herzlich wenig an Watsons Botschaft geändert: Frauen sind keine Objekte. Und chauvinistische, gestrige Vollidioten wie – es liest sich noch immer unglaublich – US-Präsident Donald Trump sollten für ihre ebenso verachtenswerten wie fürs völkische ADHS-Twitter-Verständnis knapp gehaltenen Gaga-Kommentare weder eine Lobby noch Aufmerksamkeit erhalten.

Mehr über Aria Watsons Bilder und die Geschichte dazu findet man hier.

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Ralph McTell – „Streets Of London“ (2017 Version)


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Keine Frage, „Streets Of London“ kennt so ziemlich jeder, der jemals mit Folk Music in Berührung gekommen ist. Und auch mit beinahe einem halben Jahrhundert auf dem musikalischen Buckel ist Ralph Mc Tells zur Akustischen vorgetragenes Rührstück, das die Problemchen von Otto Normal und Erika Mustermann denen der Obdachlosen, der einsamen Alten und all der ignorierten und vergessenen Mitglieder der Gesellschaft gegenüber stellt, noch immer einer der schönsten Songs, der je den Namen der englischen Hauptstadt im Titel tragen durfte (und das, obwohl die Konkurrenz nie schläft!).

R-465286-1342590352-4238Und „Streets Of London“ ist nicht nur eines der bekanntesten, sondern auch – mit Coverversionen von Cat Stevens bis zu den Sex Pistols – eines der am meisten aufgenommen Stücke der Musikgeschichte.

Zwar hätte es den weihnachtlichen Anlass nicht gebraucht, um sich der Botschaft von McTells Klassiker zu besinnen, trotzdem sollte man gerade vor und nach den Feiertagen, die manch eine(r) gern mal besinnlich, mal ausgelassen feiernd im Kreise von Freunden und/oder Familie verbringt, auch mal an jene denken, denen es – und das eben auch an den anderen Tagen des Jahres – nicht so gut geht wie einem selbst. Ob man nun – und sei es nur gegen das schlechte Gewissen – eine kleinere Summe an eine Organisation nach Wahl spendet, einem Straßenmusikanten ein, zwei Euro in den Hut schmeißt oder einem Obdachlosen etwas zu essen kauft? Scheißegal – der Gedanke zählt.

Unter diesem Motto dürfte wohl auch die just neu aufgenommene Version von „Streets Of London“ stehen. Mit an Bord ist freilich das mittlerweile 73-jährige Folk-Urgestein Ralph McTell. Aber auch: ein 88-köpfiger Chor, Richard Thompson an der Gitarre und Eurythmics-Sirene Annie Lennox als Gastsängerin. Die Einnahmen der Neuaufnahme kommen der britischen Charity-Organisation Crisis zugute.

Ralph McTell hat zum Song und der 2017er Version Folgendes zu sagen:

“It’s 50 years since I wrote Streets of London and it saddens me that the issues raised in the song are still so relevant today. When the idea of a single to support Crisis was mooted, I was very pleased that it might help raise awareness of the charity’s work and the wider issue of homelessness. I have been performing a Christmas concert in aid of Crisis for a few years now; inspired by its commitment to improving the circumstances of so many.

“I was also thrilled that the wonderful Annie Lennox was prepared to lend her voice to a new recording, and when I discovered that Crisis had its own choir, it offered the perfect opportunity to create a new and exciting version of a song so many people know.”

Mehr Infos findet man hier.

 

 

„Have you seen the old man
In the closed-down market
Kicking up the paper
With his worn out shoes?
In his eyes you see no pride
Hand held loosely at his side
Yesterday’s paper telling yesterday’s news

So how can you tell me you’re lonely
And say for you that the sun don’t shine?
Let me take you by the hand and
Lead you through the streets of London
Show you something to make you change your mind

Have you seen the old girl
Who walks the streets of London
Dirt in her hair and her clothes in rags?
She’s no time for talking
She just keeps right on walking
Carrying her home in two carrier bags

So how can you tell me you’re lonely
And say for you that the sun don’t shine?
Let me take you by the hand and
Lead you through the streets of London
Show you something to make you change your mind

In the all night cafe
At a quarter past eleven
Same old man sitting there on his own
Looking at the world
Over the rim of his teacup
Each tea lasts an hour
And he wanders home alone

So how can you tell me you’re lonely
Don’t say for you that the sun don’t shine
Let me take you by the hand and
Lead you through the streets of London
Show you something to make you change your mind

Have you seen the old man
Outside the Seaman’s Mission
Memory fading with the medal ribbons that he wears
In our winter city
The rain cries a little pity
For one more forgotten hero
And a world that doesn’t care

So how can you tell me you’re lonely
And say for you that the sun don’t shine?
Let me take you by the hand and
Lead you through the streets of London
Show you something to make you change your mind“

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook / Spiegel Online)

 

„You know, I really thought that love would save us all. But now I’m wearing a Chairman Mao badge…“ (John Lennon in einem Interview mit dem US-„Rolling Stone“, Feb. 4, 1971 – Links zu selbigem findet man hier und hier)

 

Rock and Roll.

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Tradition verpflichtet – das UK-Label Big Scary Monsters verschenkt (s)einen Label-Sampler


BSM

Weil Traditionen etwas Schönes sind – und freilich auch irgendwann, irgendwie verpflichten -, verschenkt das britische Indie-Label Big Scary Monsters auch in diesem Jahr – wie auch 2016 und in den Jahren zuvor – (s)einen Label-Sampler mit einer bunten Auswahl querbeet durch sein Künstlerangebot zwischen Indie- und Punkrock, Emo, Posthardcore oder Mathrock.

Mit dabei sind 2017 Bands wie Sorority Noise, Kamikaze Girls, Reuben, Modern Baseball oder Beach Slang. Wohl bekomm’s!

„That’s nearly it for 2017, so we put together a sampler for you, featuring a track from each of our releases over the past 12 months. We’ve released a ton of new music for you in 2017, with something for everyone to get their teeth into. Did you miss anything?

Thank you for sticking with us and buying into our bands. We (and they!) greatly appreciate it! If you like what you hear, be sure to check out the latest physical and digital releases from all the bands.“

 

 

Rock and Roll.

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Hedonismus unter Gartenzwergen – Der etwas andere Weihnachtswerbespot


MM spot

Dem Elektro-Discounter mit den zwei roten M’s wird die Ehre zuteil, als erstes Unternehmen mit saufenden und kopulierenden Gartenzwergen zu werben. Aber das ist noch nicht alles. Der neue Weihnachtsspot von Media Markt, welcher parallel zu Internet und TV auch aktuell in etwa 5.000 bundesdeutschen Kinosälen läuft, positioniert sich als Antischmonzette in einem Werbeumfeld, in dem die Konkurrenz alljährlich versucht, dem willig konsumierenden Zuschauer die Tränendrüsen windelweich zu prügeln. Was passt also besser zum Kampagnen-Slogan “Hauptsache ihr habt Spaß” als pimpernde Gartenzwerge auf einer eskalierenden Haus-Party, an deren Ende auch noch die Muschi rasiert wird? Rock and Roll, Baby! Extrapunkte gibt’s für die Abwesenheit leuchtender Kinderaugen…

 

 

Schön, dass offenbar auch an Outtakes gedacht wurde:

 

Rock and Roll.

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