Archiv der Kategorie: Musikvideo

Song des Tages: The Racer – „The Funeral“


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The Racer sind eine fünfköpfige Indierock-Band aus Monroe im New Yorker Hudson Valley. Wieso Pete Marotta (Gesang, Piano), Mike Esserman (Gitarre), Steve Kondracki (Gitarre), Eric Sosler (Bass) und Mike Perri (Schlagzeug, Percussion) mit ihren mittlerweile drei Langspielern (der letzte, „Giant„, erschien 2016) sowie zwei guter Handvoll Singles weder in den heimischen US of A noch in good ol‘ Europe bislang groß Aufmerksamkeit geschenkt wurde, obwohl doch die Songs, die mal indierockend gen Firmament bis hin zu den kanadischen Buddies im Geiste von Wintersleep schielen, mal einen ganz ähnlichen Willen zum Experiment wagen wie etwa Manchester Orchestra (passend dazu wurde „Giant“ von Dan Hannon, der bereits mehrfach mit Andy Hull und Co. zusammen gearbeitet hat, produziert, außerdem haben The Racer eine Coverversion des Machester Orchestra-Songs „The Maze“ im Repertoire)? Keine Antwort darauf, nirgends. Verdient hätte es das Quintett in jedem Fall.

Dass Pete Marotta und Co. sich hervorragend aufs Covern von ohnehin schon tollen Evergreens verstehen, bewies die Band bereits 2013, als The Racer sich den Band Of Horse’schen Himmelsstürmer „The Funeral“ vornahmen, und der Nummer in ihrer Neuinterpretation etwas mehr Indierock unter den Allerwertesten gepackt haben…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: R.E.M. – „Let Me In“ (Remix)


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Neues Musiknerd-Wissen aus der Hintergrundinfo-Hölle: Auf „Monster“, dem neunten, 1994 erschienenen Studiowerk von R.E.M., befindet sich mit „Let Me In“ ein Song, den Frontmann Michael Stipe kurz nach dem Tod von Grunge-Gallionsfigur Kurt Cobain schrieb, und diesem folglich auch widmete.

Der Vorwurf, dass die Alternativerocker aus Athens, Georgia damit ins Unisono-Tribut-Horn bliesen, lässt sich allerdings allein schon durch den Fakt entkräften, dass sowohl R.E.M. als auch den Nirvana-Frontmann zeitlebens eine gegenseitige Bewunderung verband. So brachte Cobain in einem Interview mit dem US-„Rolling Stone“ im Januar 1994, kurz vor seinem Tod, seine Verehrung für R.E.M. zum Ausdruck:

„I know we’re gonna put out one more record, at least, and I have a pretty good idea what it’s going to sound like: pretty ethereal, acoustic, like R.E.M.’s last album [„Automatic For The People“]. If I could write just a couple of songs as good as what they’ve written… I don’t know how that band does what they do. God, they’re the greatest. They’ve dealt with their success like saints, and they keep delivering great music.“

500x500Da Cobains Witwe Courtney Love von der gegenseitigen Verehrung wusste, schenkte sie Michael Stipe, Peter Buck, Mike Mills und Bill Berry kurz nach dem Tod ihres Rockstar-Gatten eine seiner Gitarren, eine Linkshänder-Fender, die R.E.M.-Gitarrist Mills neu besaitete (schließlich war er, anders als Cobain, Rechtshänder) und unter anderem für und auf „Let Me In“ verwendete.

Übrigens war Kurt Cobains Tod nicht der einzige, der die Arbeiten an „Monster“ beeinflusste. So war Michael Stipe auch gut mit Schauspieler River Phoenix („Stand By Me“, „My Private Idaho“) befreundet, der im Oktober 1993 im Alter von nur 23 Jahren an einer Drogenüberdosis starb. Angesprochen auf die Todesfälle seiner Freunde meinte R.E.M.-Frontmann Stipe in einem Interview in der „Radio 1’s Evening Session Show“ 1994:

„We feel like we reached a zenith with that record. River’s death prevented me from being able to write for almost five months. When I did start writing I came up with ‚Crush With Eyeliner,‘ ‚What’s the Frequency, Kenneth?,‘ ‚Circus Envy‘ and then when Kurt died halfway through making the record and I just threw my arms up and I had to express the frustration that I had, trying to pull him out of the state of mind he was in and not succeeding you know, I wrote that song [‚Let Me In‘] and we put it on the record.“

Im November bringen R.E.M., die seit 2011 – wohl aufgelöst – auf Eis liegen, „Monster“ zu dessen Vierteljahrhundert-Jubiläum in einer „25th Anniversary Edition“ zu neuen Ehren. Diese wird neben etlichen Live-Aufnahmen und weiteren, bislang unveröffentlichten Demo-Versionen auch einen neuen Remix der Demo-Version von „Let Me In“ enthalten, welche noch einmal um Einiges rauer als das Original tönt. Man benötigt wohl nicht allzu viel Fantasie, um sich auszumalen, dass Kurt Cobain auch diese gemocht hätte…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Serena Ryder – „Racing In The Street“


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Gut, nach „summer’s here“ sieht das definitiv herbstliche Wetter draußen vor bundesdeutschen Haustüren aktuell zugegebenermaßen keineswegs aus, und trotzdem gibt es – zumindest, was meine Playlisten betrifft – nie einen unpassenden Moment für die ein oder andere feine Boss-Coverversion.

640x640Man nehme etwa „Racing In The Street„, anno 1978 auf dem eh fantastischen Album „Darkness On The Edge Of Town“ erschienen und 2009, über drei Jahrzehnte später, von Serena Ryder im Rahmen der Bruce Springsteen-Tribute-Reihe „Hangin‘ Out On E Street„, zu der auch andere recht namenhafte Künstler wie Brian Fallon (The Gaslight Anthem), Josh Ritter, Against Me!, The Bouncing Souls, Pete Yorn, Tegan and Sara oder Ted Leo Coverversionen beisteuerten, neu interpretiert. Und obwohl die kanadische Folkrock-Musikerin dem Springsteen’schen Wehmuts-Klassiker lediglich ein, zwei zusätzliche Americana-Akzente verleiht, wird sich auch im Herbst ein Plätzchen finden lassen, um diese ähnlich zeitlose Version gebührend zu genießen…

 

 

„I got a sixty-nine Chevy with a 396
Fuelie heads and a Hurst on the floor
She’s waiting tonight down in the parking lot
Outside the Seven-Eleven store
Me and my partner Sonny built her straight out of scratch
And he rides with me from town to town
We only run for the money got no strings attached
We shut ‘em up and then we shut ‘em down

Tonight, tonight the strip’s just right
I wanna blow ‘em off in my first heat
Summer’s here and the time is right
For goin’ racin’ in the street

We take all the action we can meet
And we cover all the northeast state
When the strip shuts down we run ‘em in the street
From the fire roads to the interstate
Some guys they just give up living
And start dying little by little, piece by piece
Some guys come home from work and wash up
And go racin’ in the street

Tonight, tonight the strip’s just right
I wanna blow ‘em all out of their seats
Calling out around the world, we’re going racin’ in the street

I met her on the strip three years ago
In a Camaro with this dude from L.A.
I blew that Camaro off my back and drove that little girl away
But now there’s wrinkles around my baby’s eyes
And she cries herself to sleep at night
When I come home the house is dark
She sighs ‚Baby, did you make it all right‘
She sits on the porch of her daddy’s house
But all her pretty dreams are torn
She stares off alone into the night
With the eyes of one who hates for just being born
For all the shut down strangers and hot rod angels
Rumbling through this promised land
Tonight my baby and me we’re gonna ride to the sea
And wash these sins off our hands

Tonight tonight the highway’s bright
Out of our way mister you best keep
‘Cause summer’s here and the time is right
For goin’ racin’ in the street“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Sarah Lesch – „Die Freiheit“


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Schon rein optisch ist Sarah Lesch eine ungewöhnliche Frau, die auffällt – zierlich, blonde, lange Dreadlocks (zumindest trug sie diese noch bis vor Kurzem), Tattoos und Lippen-Piercing. So ein Outfit fällt auch 2019 – zumindest außerhalb der hippen Szene-Viertel urbaner Großstädte mit all ihren Bio-Märkten, Montessori-Einrichtungen, Jutebeutel-mit-Sinnspruch-Trägern und Mate-Tee-Trinkern – schnell ins Auge. Bekannt wurde Lesch jedoch vor vier Jahren mit etwas anderem…

2015 veröffentlichte die heute 33-jährige Liedermacherin das Stück „Testament„, welches die gelernte Erzieherin ihrem damals elfjährigen Sohn widmete und mit dem sie unter anderem 2016 den in Wien ausgetragenen „Protestsongcontest“ und beim Hermann-Hesse-Festival in Calw den zweiten Platz des „Panikpreises“ gewann. In den sozialen Netzwerken wurde der Song, der sich gegen tumbes Angepasstsein und unbedachten Konsum richtet sowie gegen einen Staat, der seine Freigeister frisst, schnell zu einem viralen Klick-Hit. Und: er wurde leider – Protestlertum olé! – auch von und auf Seiten geteilt, die rechtspopulistisch oder offen rechtsextrem sind.

Sie selbst musste natürlich erst lernen, mit dieser ungewohnten Situation umzugehen: „Ich war wütend und sehr traurig auch und habe halt gedacht, das ist schade, weil ich ja keinen Menschen ausschließen möchte aus dem, was ich da erzähle. Natürlich finde ich die Gemeinsamkeit schön, dass sich da Leute angesprochen fühlen. Aber wenn es natürlich für so etwas benutzt wird, ist es für mich schlimm und nicht das, was ich wollte. Das ist ganz klar. Interessant finde ich, was ich daraus gelernt habe. Ich habe ganz viel in so einer Blase gelebt, wie ich habe natürlich auch auf meiner Internetplattform immer nur das gesehen, was ich like und habe daher gar nicht gewusst, dass es Bewegungen da draußen gibt, die mittlerweile gar nicht so leicht zu erkennen sind als rechts oder rassistisch, sondern dass sich das so fein gesponnen in der Gesellschaft mittlerweile bewegt, dass man gar nicht mehr richtig sagen kann: ‚Ah, okay schwarz und weiß.‘ Und das fand ich sehr, sehr spannend und habe mich viel damit beschäftigt.“

Schlussendlich entschied sich die gebürtige Thüringerin, die im schwäbischen Tübingen aufwuchs und mittlerweile in Leipzig lebt (wie auch ihr Vater, der Musiker Ralf Kruse), wohl dazu, die positiven Seiten der ungeahnten Aufmerksamkeit für sich zu nutzen – und veröffentlichte 2017 ihr drittes Album „Da draußen„.

Und auch wenn nicht jedes der Stücke darauf so schwer und bedeutungsschwanger gerät wie „Testament“, schreibt Lesch zu Akustikgitarre, Ukulele und Mundharmonika kluge Texte, die nahe bei Kolleginnen wie etwa Dota Kerr, Alin Coen oder Judith Holofernes  stehen und die viel Empathie, aber manchmal auch eine gehörige Portion augenzwinkernden Sarkasmus in sich tragen. Von Liebe und Verlust, von den kleinen und großen Helden des Alltags, von Ausbeutung und Ignoranz handeln die ihre Lieder. Feministisch-hippie’eske Protest-Lyrik mit Herz und Hirn, wenn man so mag.

4250537702755Ganz ähnlich tönt auch Sarah Leschs neustes musikalisches Lebenseichen: die fünf Songs starke EP „Den Einsamen zum Troste„, ein hommagener Knicks vor einigen mal mehr, mal weniger bekannten Ikonen der deutschsprachigen Liedermacherszene wie Konstantin Wecker, Gerhard Schöne, Bastian Bandt, Dota Kehr oder Georg Danzer.

Von letzterem, Georg Danzer, ein österreichischer Liedermacher, der 2007 im Alter von 60 Jahren verstarb, stammt das Stück „Die Freiheit“, dessen Original zwar bereits satte vierzig Jahre jung sein mag, dessen Botschaft jedoch umso zeitloser und universeller ist: die „Freiheit“ mag zwar selbst in der am besten geölten Demokratie gewissen Einschränkungen unterliegen (ob das nun Mauern, Verbote oder schlicht Gesetze sein mögen), sie zählt jedoch zu den höchsten ideellen Gütern menschlichen Lebens. Und gerade deshalb lohnt es, diesen verwundbaren Begriff vor Ideologen und Populisten zu schützen. Komme, was wolle.

 

„Die Freiheit ist flüchtig. Wer sie einsperrt, blickt am Ende auf einen leeren Käfig, denn sie ist nicht mehr da. Georg Danzers kluge Bemerkung ist auf traurige Art zeitlos, man denke an die schwierige Balance zwischen Sicherheit und Freiheit in diesen Zeiten. Ist die Freiheit den Einsamen ein Trost, oder ist es nicht gerade die Verlorenheit in der unermesslichen Weite, die den Einsamen ein viel perfiderer Käfig ist?

Und welche Rolle spielt die Angst? Es ist die Angst vor der Freiheit, die den Käfig will, egal woraus dieser am Ende gemacht ist. Schlimmstenfalls bleibt hinter’m Gitter gerade nur noch die Einsamkeit übrig, ganz besonders, wenn die Käfige bequemer Art sind. Im besten Fall aber gewinnen wir ​– ​die Vereinsamten ​– ​wenn wir die Angst überwinden und auf Entdeckungsreise gehen, gerade die Freiheit, die es zum gelingenden, einander zugewandten Miteinander braucht.

In deinen Liedern lebst du weiter. Danke Georg, für dieses wunderschöne Stückchen Kunst.“

(Sarah Lesch)

 

 

„Vor ein paar Tagen ging ich in den Zoo
Die Sonne schien, mir war ums Herz so froh
Vor einem Käfig sah ich Leute stehn
da ging ich hin, um mir das näher anzusehen
Da ging ich hin, um mir das näher anzusehenNicht füttern stand auf einem großen Schild
Und bitte auch nicht reizen, da sehr wild!
Erwachsene und Kinder schauten dumm
Und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm
Und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm

Ich fragte ihn, wie heißt denn dieses Tier?
Das ist die Freiheit, sagte er zu mir
Die gibt es jetzt so selten auf der Welt
Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt
Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt

Ich schaute, und ich sagte, lieber Herr
Ich seh ja nichts, der Käfig ist doch leer
Das ist ja grade – sagte er – der Gag!
Man sperrt sie ein, und augenblicklich ist sie weg
Man sperrt sie ein, und augenblicklich ist sie weg

Die Freiheit ist ein wundersames Tier
Und manche Menschen haben Angst vor ihr
Doch hinter Gitterstäben geht sie ein
Denn nur in Freiheit
Kann die Freiheit
Freiheit sein
Denn nur in Freiheit
Kann die Freiheit
Freiheit sein“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Freddie Dickson -„Hideout“ (Mahogany Session)


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Sollte man vor die Wahl gestellt werden, in diesen verregneten Herbsttagen lediglich einem einzigen neuen Musiker-Talent sein Ohr zu leihen, so würde ich euch Freddie Dickson ans Hörerherz legen…

Der britische Singer/Songwriter aus London wuchs, wie viele seiner Kollegen auch, mit der Musik von Songwriter-Ikonen wie Bob Dylan, Neil Young und weiteren Legenden auf – und auch bei ihm hatten diese spürbaren Einfluss auf seine musikalische Ausrichtung.

61zbb0vO3EL._SS500_Mit seiner 2013 erschienen Debüt-EP „Shut Us Down, bestehend aus einer Sammlung von trip-hop-igem, sinnlich-sinistrem Synth-Pop, erschien Dickson zum ersten Mal auf dem Radar und wurde bald darauf – und aufgrund vieler positiver Resonanzen – von Columbia Records unter Vertrag genommen. Nach zwei Jahren beendete Freddie Dickson 2016 diese Zusammenarbeit, da er sich in der schnelllebigen Major-Industrie zunehmend verloren fühlte und seine bisherigen Veröffentlichungen (und wohl auch der ein oder andere Major-Label-„Berater“) einen kommerziellen Pop-Sound verlangten, wodurch sich der Newcomer von seinem ursprünglich dunklen und stimmungsvollen Klang immer mehr entfernte. Die Konsequenz: der Wechsel zum kleinen Indie-Label Shakey Records.

Im Jahre 2017 erschien ebenda sein introspektiv-stimmungsvoller Debüt-Langspieler „Panic Town, welcher ihm ikonische Klang-Referenzen von Sharon Van Etten über The National bis hin zu Nick Cave einbrachte. Mit diesem Album fand Freddie Dickson auch zurück zu seinem musikalischen Ursprung, den man als eine Kombination aus klassischem Singer/Songwriter-Stil mit einem dunklen, mystischen Sound beschreiben kann.

Als langjähriger Teil der Londoner Musikszene begann Freddie Dickson sich jedoch von der Neun-Millionen-Einwohner-Stadt erschöpft zu fühlen und hegte den Wunsch nach Veränderung und Anonymität (letzteres in einer Metropole zu vermissen, mag schon ein wenig ironisch erscheinen). Seine oberste Priorität war einen Ort zu finden, wo er sich vollends seiner Musik widmen kann, um seine noch junge Karriere weiter voran zu treiben. Für jenen Schritt entschied sich Freddie Dickson nach Berlin zu ziehen, um weiter an seinem neuen Album, das schließlich „Blood Street“ heißen sollte,  zu arbeiten. Produziert und aufgenommen wurden die Songs in seinem Apartment in Nord-London, wobei seine Freunde von Oh Sister und der Musiker Amber Lane-Mcivor aus Manchester mitwirkten. Inspiriert von seiner Liebe zu Portishead und den Klängen von Neil Young, war Dickson endlich bei “seinem eigenen Sound” angekommen: “Ich wollte, dass die Songs in ihrem Gerüst aus E-Gitarre und weiblichen Gesängen herausstechen. Dann fügte ich einen für mich am natürlichsten wirkenden Produktionssound hinzu und entwickelte die Songs zu einem fertigen Album.”

91dyNHlIPhL._SS500_Nachdem der Drummer Alex Reeves (Elbow, Bat for Lashes) an den finalen Versionen der Aufnahmen arbeitete, zog Dickson im September 2018 nach Berlin. Im Folgejahr wurde sein Album mit der Hilfe seines Produzenten John Davies, mit dem er schon seit einiger Zeit zusammenarbeitet, vollständig gemixt und gemastert.

Blood Street„, diese neue Sammlung von zehn tiefgründigen, persönlichen Titeln, die von Liebe und Herzschmerz erzählen und in denen Nick Caves schwarzromantische Dystopien ebenso ihren Platz finden wie Jeff Buckleys Melancholie und beinahe unnachahmliches Gespür für Gospel ’n‘ Blues, spiegelt Dicksons Beziehung mit seiner Heimatstadt wider. Aber auch das Verlangen, seiner Musik stets dahin zu folgen, wo sie ihn hinführt. Und die Unsicherheiten, die während dieser Reise aufkommen. „Blood Street“ ist der perfekte Begleiter durch einen trüben Herbsttag von einem, den man definitiv auf dem Schirm haben sollte.

 

 

Ebenfalls Teil von Freddie Dicksons 2015 aufgenommener Mahogany Session: diese feine Version von „Shut Is Down“ (im Original von seiner 2013er Debüt-EP selben Titels)…

 

Rock and Roll.

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Song des Tages #2: JC Stewart – „Girls Just Want To Have Fun“


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Für allzu viel Aufsehen hat JC Stewart, ein junger Newcomer aus dem nordirischen County Derry,  bislang noch nicht gesorgt: zwei gute Handvoll Singles, dazu einen Songwriter-Credit am Debütalbum „Divinely Uninspired To A Hellish Extent“ seines (aktuell weitaus erfolgreicheren) Schotten-Buddies Lewis Capaldi. Freunde gefühligen Singer/Songwriter-Pops dürften an Songs wie „Have You Had Enough Wine?“ oder „Bones“ ihre Freude haben, für mich hebt sich der „Professional Sadboy“ (woher dieser Spitzname kommt, entnehmt ihr der Label-Biografie) im Gros zu wenig vom oft sehr ähnlich schmachtenden und barmenden Formatradio-Einheitsbrei ab.

Fein geraten jedoch ist JC Stewarts im vergangenen Jahr veröffentlichte Variante des 1983er Cyndi-Lauper-Dauerbrenners „Girls Just Want To Have Fun„, der er mithilfe seiner weißen und schwarzen Tasten eine Extraportion sublimes Afterhour-Feeling verpasst…

 

 

Rock and Roll.

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