Archiv der Kategorie: Film

Song des Tages: Philip Selway – „Let Me Go“


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Klar, wird man über die Nebenprojekte der einzelnen Radiohead-Mitglieder gefragt, dann lassen sich die meisten freilich zunächst einmal über Frontmann Thom Yorke sowie dessen knietief in elektronischen Spielereien verortete Soloalben „The Eraser“ oder „Tomorrow’s Modern Boxes“ aus (eventuell gar Yorkes „Supergroup“ Atoms For Peace, welche er gemeinsam mit Red Hot Chili Peppers-Bassist Flea, Produzent Nigel Goodrich und Schlagzeuger Joey Waronker bespielt). Wohlmöglich weiß der ein oder andere Radiohead-Aficionado auch noch um die Umtriebigkeit von Gitarrist Jonny Greenwood, der seit der Jahrtausendwende mal den ein oder anderen Hollywood-Film mit seinen Soundtrack-Ideen veredelt (etwa Paul Thomas Andersons „There Will Be Blood“ oder „The Master“), mal sein Equipment um das ein oder andere – vornehmlich elektronische – Tasten- oder Saiteninstrument erweitert – beide Betätigungsfelder Greenwoods haben die letzten Radiohead-Alben – mit all ihren elektronischen Experimenten („The King Of Limbs“) und der erhöhten Schlagzahl an Streichern („A Moon Shaped Pool“) – hörbar stark geprägt. Was Jonnys Bass spielender Bruder Colin Greenwood, der zweite Gitarrist Ed O’Brien oder Schlagzeuger Philip Selway in ihrer Freizeit so machen? Nichts genaues weiß man nicht…

Nicht ganz. Vor allem letzterer – also Philip Selway – tritt seit einigen Jahren ebenfalls solo in Erscheinung und hat seit 2010 mit „Familial“ und „Weatherhouse“ zwei durchaus hörenswerte Soloalben in die Plattenläden gestellt, die zwar mit den Klangeskapaden seiner wuseligen Bandkumpane Yorke und Greenwood zu keiner Zeit mithalten können (geschweige denn wohl wollen), sich jedoch anhören, als hätte Brian Eno verschollen geglaubte Tonaufnahmen von Nick Drake, auf denen er Songs von Simon & Garfunkel neu interpretiert, durchs heimische Mischpult gejagt. Sophistikatierte Leisetreterei, die sich einer wohl nur dann leisten mag, wenn er im Hauptjob das Schlagwerk bei der ambitioniertesten Rockband des Planeten bedient…

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Nun jedoch scheint es Philip Selway seinem Radiohead-Kollegen Jonny Greenwood gleichtun zu wollen und ist ebenfalls unter die Score-Bastler gegangen: Der 50-jährige Engländer zeichnet sich für den im September anlaufenden Film „Let Me Go“ verantwortlich, welcher die wahre Geschichte der Helga Schneider erzählt, einer Frau, welche 1941 von ihrer Mutter im Stich gelassen wurde, damit diese zur Waffen-SS gehen und alsbald als Aufseherin in einem der Konzentrationslager „Karriere machen“ konnte. Der Film spielt im Jahr 2000, als Helga, ihre Tochter und Enkeltochter der eigenen, mit Makeln behafteten Vergangenheit nachspüren.

Bereits jetzt lässt Philip Selway den Titelsong des Soundtracks, welcher digital am 15. September und physisch am 27. Oktober via Bella Union erschienen und vornehmlich Instrumentalstücke enthalten wird, hören. Und bereits dieser ist – wie wohl auch auch der Film – ein emotionaler Haken in die Magengegend: Zu Pianobegleitung singt Selway Zeilen wie „I waited for you to come back, you never came / I called out for you, you pushed me away“, bevor (sein) Schlagzeug und eine Trauerweide aus Streichern das Stück von Dannen tragen…

 

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(George Andrew Romero, 4. Februar 1940 – 16. Juli 2017, US-amerikanischer Filmregisseur, Autor, Filmeditor und Schauspieler)

 

 

Mach’s gut, „Mr. Zombie“.

 

Rock and Roll.

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„Rakka“ – Neill Blomkamp stellt kompletten Kurzfilm mit Sigourney Weaver online


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Der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp („District 9“, „Elysium“, „Chappie“) und die kürzlich gegründeten amerikanisch-kanadischen Oats Studios haben ihren ersten gemeinsamen Kurzfilm „Rakka“ veröffentlicht. Zu sehen ist der wilde Mix aus Science-Fiction und Horror kostenfrei auf YouTube und Steam.

Rakka“ spielt im Jahr 2020. Die Menschheit wurde von außerirdischen Echsenwesen versklavt. Diese haben begonnen, die Welt und die Atmosphäre zu verändern. Überall ragen schwarze, organisch aussehende Türme in den Himmel. Die Menschen werden entweder getötet oder für grausame Experimente missbraucht. Nur eine kleine Gruppe von freien Überlebenden, geführt von Sigourney Weaver (die ja spätestens seit „Alien“ als ausgewiesene Expertin im Kampf gegen außerirdische Dreckviecher gilt), stellt sich im post-apokalyptischen Texas gegen die Invasoren.

„In ‚Rakka‘ seht ihr, was auf unserer Welt passiert. Nur verlagert in eine Science-Fiction-Kulisse“, sagt Blomkamp. „Die ursprüngliche Idee war es, zu zeigen, wie eine lokale Gemeinschaft auf eine Besatzungsmacht reagiert.“ Viele Momente erinnern daher an Szenen, die wir (leider) aus den Nachrichten kennen, wenn etwa wieder einmal über Kämpfe zwischen Syrern und dem sogenannten Islamischen Staat berichtet wird. Wie die Islamisten zerstören auch die Klum (wie die außerirdischen Echsenwesen im Kurzfilm heißen) Denkmäler und Symbole von Kunst- und Kultur. Auch Momente aus Dokumentationen rund um den Zweiten Weltkrieg, den Vietnam- und Irakkrieg spiegeln sich in den Bildern von „Rakka“ (das seinen Namen wiederum von einer Stadt im Norden Syriens hat, welche lange Zeit als Hochburg des IS im Land galt).

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Neill Blomkamp, der seine Karriere mit Kurzfilmen begonnen hatte (und welche zum Teil, wie „Alive in Joburg“ zu „District 9“ und mit „Tetra Vaal“ zu „Chappie„, zu abendfüllenden Spielfilmen wurden), sieht das Kurzfilm-Projekt sowie Oats Studios vor allen als Testfeld für neue, experimentelle Ideen, die man anderswo – und vor allem außerhalb des weltweiten Netzes – schwer verwirklichen könne. „Rakka“ gehört zu Volume 1 der geplanten Kurzfilmreihe, die aus insgesamt drei jeweils zwanzigminütigen Episoden bestehen soll.

Die ersten drei Kapitel sollen kostenlos zu sehen sein. Ein weiteres Ziel des Projekts sei es, zu sehen, wie gut das Publikum die Reihe annimmt. So will man feststellen, ob sich mit Volume 2 Geld verdienen lässt, indem die Zuschauer für die einzelnen Episoden zahlen. Der Vertrieb soll über die Gaming-Plattform Steam erfolgen.

 

 

Weitere Infos findet ihr hier

 

Rock and Roll.

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„Star Wars“-Figuren schreiben die Musikgeschichte um: legendäre Albumcover in neuem Look


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Illustrator Steven Lear aka. „WhyTheLongPlayFace“ mag Musik. Und Photoshop. Und Star Wars. (Oder wie er schreibt: “an unhealthy obsession for movies, music and Photoshop”.) Was lag also näher, als diese drei „Obsessionen“ zusammenzubringen?

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Genau das hat der in London beheimatete freischaffende Designer auch getan, und Cover von Pop- und Rock-Album-Klassikern mitunter großartig in Star Wars-Form gebracht: Yoda als Nirvanas „Nevermind“-Baby, die Cantina-Band als „The Band“, Darth Vader als Johnny Cash… – ein Heidenspaß sowohl für nerdige Cineasten als auch für Popkultur-Geeks! Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass irgendwann mal jemand bekannte Songs mit Star Wars-Texten versieht und neu aufnimmt. (Oder hat das auch schon irgendwer getan?)

Weitere Cover finden sich auf Seven Lears Website sowie auf dessen Facebook-Seite oder via Instagram.

 

Eine Auswahl aus Lears fortlaufender Albumcover-Mash-Up-Reihe findet ihr hier:

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Rock and Roll.

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„Alle sind so…“ – Der Kurzfilm „Alike“


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„Jedem seine Schönheit
Und jedem genug Kraft
Jedem soviel Hoffnung
Daß er’s bis zum Ende schafft
Jedem seine Nerven
Und seine Leidensfähigkeit
Die wirst du brauchen
Wirst du merken
So was lernst du mit der Zeit

Keiner will so sein, doch alle sind so
Im Zweifel gut gemeint, doch alle sind so…“

…so sang Frontmann Deniz Jaspersen 2010 im Herrenmagazin-Song „Alle sind so„.

Und oft ist es ja wirklich so: Bereits in der Schule soll man gefälligst zu den Besten gehören, bald schon einen anerkannten Studiengang wählen, um danach einen prestigeträchtigen, einträglichen Job zu bekommen und das Leben zu führen, das gemeinhin als „erfolgreich“ gilt. Die moderne Gesellschaft trichtert uns von klein auf ein, dass wir das vollkommene Glück (was auch immer das sein, was auch immer das heißen, was auch immer das bedeuten mag) nur durch stetige Leistung und eiserne Disziplin erlangen können. Gefangen im ewigen Kreislauf von Arbeit und Gleichförmigkeit bleibt da nur wenig Raum für Kreativität, für Neues. Konformität über alles!

Schon lange hat diese traurige Erkenntnis niemand mehr so gut auf den Punkt gebracht wie die beiden Spanier Daniel Martínez Lara und Rafael Cano Méndez in ihrem erstmals 2015 gezeigten und Ende 2016 online gestellten Kurzfilm “Alike”.

In nur sieben Minuten erzählt das Filmemacherduo aus Madrid eine Geschichte, in der es um den Mut geht, Dinge anders zu sehen, aus der Reihe zu tanzen, nicht alles so hinzunehmen, wie die Gesellschaft es vorzuschreiben scheint.

“Alike” handelt von einem Vater und seinem kleinen Sohn und davon, was passiert, wenn Kreativität aus dem Leben verschwindet und alle Farben verblassen, bis alles ganz grau und trostlos ist.

“Kinder stellen deine Welt komplett auf den Kopf”, sagt Lara in einem Making-Of-Video. “Wenn du Vater bist, fragst du dich oft, was das Beste für deine Kinder ist. Dieser Kurzfilm soll das ausdrücken.”

Der Animationsfilm, der in seiner fantasievollen Machart stark an die Pixar-Werke erinnert, wurde komplett mit dem frei zugänglichen 3D-Programm Blender erstellt. Gewidmet haben ihn die beiden Spanier, die gemeinsam mit ihrem 18-köpfigen Team ganze fünf Jahre an dem Kurzfilm gearbeitet haben, ihren Familien – “dafür, dass sie uns helfen, nicht unsere Farbe zu verlieren”.

“Alike” hat bereits mehr als 100 Preise gewonnen und wurde seit Dezember 2016 auf Youtube und Co. etliche Millionen Mal geklickt.

 

 

Rock and Roll.

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„Bohemian Rhapsody“ – Der Queen-Evergreen als Filmzitate-Mashup


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Nicht ganz brandneu, aber einfach zu gut, um es hier nicht zu posten: Ein durchaus originell zusammengestückeltes Youtube-Video zeigt den Zusammenschnitt von sage und schreibe 260 Filmen, die zusammen „Bohemian Rhapsody“ von Queen singen. Enthalten ist dabei eine unglaubliche Bandbreite von Leinwandwerken wie „Toy Story“, „American Psycho“ bis hin zu „50 Shades Of Grey“. Das daraus resultierende Ergebnis ist so faszinierend wie komisch. Beeindruckend ist auch, wie akkurat jedes einzelne Wort das Timing des Songs trifft. Freddie Mercury wäre wohl stolz…

 

 

Rock and Roll.

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