Archiv der Kategorie: Musik

„Liebe Musikindustrie“ – ein „Poetry Slam“-Kommentar gegen Sommerhits


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„Das ist Björn. Björn ist sehr wütend. Denn es gibt Sommerhits. Und Musikindustrie. Und sein Bart schreit beides zusammen.“

Wem die ewig gleiche, beinahe zwanghaft sinnentleerte Suche nach dem „Sommerhit des Jahres“ – also nach all den „Despacitos“, „Ketchup Songs“, „Macarenas“ und Konsorten – ebenso auf die Nerven geht, für den ist dieser gesprochene Kommentar des gebürtigen Aachener Autoren, Musikers und Moderators Björn Gögge pures „Poetry Slam“-Gold. Denn mit seinen verbalen Schüssen gegen die Musikindustrie und „Radio-Hörer“ hat der Mann vor allem eines: recht.

 

 

Auch toll: dieser Einwurf, welcher ein thematisch ganz ähnlich gelagertes Terrain ins spöttische Visum nimmt…

 

Rock and Roll.

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Liebe Musik…


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(gefunden bei Facebook)

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Obwohl, wenn man’s genau nimmt: den iPod – das Universum hab‘ ihn selig – hat Apple doch unlängst auch klammheimlich beerdigt, oder?

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: William Fitzsimmons – Learning To Fly“


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Unser aller ehemalige Lieblingsrauschebarttroubadour William Fitzsimmons (Spoiler Alert: Der Mann hat’s tatsächlich getan – ein guter Teil des Bartes ist aktuell ab!) zollt – aus traurigen Gründen – einem seiner musikalischen Helden Tribut und covert auf unnachahmliche Weise den Tom-Petty-Klassiker „Learning To Fly“. Muss man mehr sagen (oder eben: schreiben)? Nope.

Und wenn’s schon mehr Worte sein sollen, dann hat Mr. Fitzsimmons Folgendes zu seiner Coverversionen mitzuteilen:

“Tom Petty was a hero of mine. I don’t remember the first time I heard his voice or the unmistakable melodies he’s been making for decades and decades. But I do know that there has never been an artist like him before and probably won’t ever be again. He’s not the best singer I’ve ever heard, far from it. He has a relatively simple delivery: there’s no affectation or pretense. He sings the words and you believe what he says. His songs are not exercises in size or production or glamour. They are concise, potent, and inviting. And yet in those short, sweet, sometimes hard songs, I’ve found so much of myself, my own thoughts and insecurities, my own disappointments and desires. I think that’s what great art is supposed to be: a window through which you can see more of yourself and other people as you and they really are. I think it might be a stretch to some people to compare what Tom did to what George Seurat, Van Gogh, or Claude Monet did, but to me, it’s the same. I will miss knowing that he’s out there writing songs that will help me and others find a little bit of truth.

I’ve been covering Tom Petty songs ever since I learned how to play guitar. There’s not much greater joy than hearing the opening chords to “Free Falling” played on an acoustic guitar. I chose to cover ‚Learning To Fly‘ after hearing the awful news of Tom’s death because I wanted a way to say ‚thank you‘ to him, some small way, for all that he’s given to me.”

 

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Sean Christopher – „Paper Plane Pilot“


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Dass das Thema „Flüchtlingskrise“ nicht immer so ernst wie etwa im Song und Video zu M.I.A.s „Borders“ oder so auf Teufel-komm-raus referenziell ironisch wie bei der Fatoni & Dexter-Kollabo „32 Grad“ angepackt werden muss, beweist der aus der kleinen italienischen 2.600-Seelen-Gemeinde Villanova D’Albenga stammende Singer/Songwriter Sean Christopher mit dem Song „Paper Plane Pilot“ sowie dem dazugehörigen Musikvideo.

Der mittlerweile im englischen Bristol lebende Newcomer schrieb das Stück, nachdem er einen Freund in Südfrankreich besuchte. Laut Christopher geht es in „Paper Plane Pilot” – der Song ist nach den bereits 2013 erschienenen „Everything“ und „Wasteland„, welche im positivsten Sinne an Coldplay zu „Parachutes“-Zeiten erinnern, eines der ersten musikalischen Lebenszeichen des Musikers – darum, sich frei zu fühlen, ohne sich jederzeit der rasanten Umgebung bewusst zu sein, in der wir gerade leben, sowie um eine gewisse Nostalgie hinsichtlich der Weltanschauung eines Kindes.

Und genau darum geht es auch im dazugehörigen Musikvideo, welches das wohl aktuell „schönste” Musikvideo über die Flüchtlingskrise ist (wenn man das so ausdrücken darf). Liebevoll gestaltet, befasst sich der dreieinhalbminütige Clip mit der Flüchtlingsthematik und dem Freiheitsgedanken aus der Sicht eines Kindes, ohne jedoch kitschig zu werden.

Das Musikvideo zeigt einen Jungen aus Pappmaché, der in einem Flüchtlingscamp lebt (welches freilich durch ein von Erwachsenen erdachtes Konzept begrenzt ist). Freiheit findet er, zwischen all diesen Zäunen, nur in seiner Fantasie und Offenheit für die Welt. Also versucht der Junge, mit seinem Papierflugzeug dem Alltag zu entfliehen – bis er schließlich mit einem anderen Kind am Meer spielen kann. Sean Christopher„I see ‚Paper Plane Pilot‘ as an ode to youth. What connects us as human beings, is our imagination. Children seem to understand that better than we do. Let’s tell the story of a child who lives in a refugee camp, limited by a concept of grown ups, finding freedom in his imagination and openness to the world”.

 

Hier gibt es das Musikvideo zu „Paper Plane Pilot“ zu sehen…

 

…sowie den Song noch einmal in einer Live-Session-Variante:

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Kye Alfred Hillig – „Fossil“


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Bereits seit 2014, als der aus dem US-amerikanischen Tacoma, Washington stammende Singer/Songwriter Kye Alfred Hillig gerade sein viertes Album „The Buddhist“ veröffentlicht hatte, befindet sich ebenjener Musiker „Auf dem Radar“ von ANEWFRIEND. Mindestens genauso lang interessiert sich – bis heute lediglich 705 Facebook-Likes sprechen Bände – leider scheinbar kein Schwein für Hilligs nicht selten richtig tolle Songs…

Dabei bieten die Solo-Alben, die der Singer/Songwriter seit 2012 mit schöner Regelmäßigkeit in die (digitale) Musikwelt entlässt, Einiges und sollten mit ihrer Americana-lastigen Schwermut, der auch Größen wie Damien Jurado, Josh Ritter, Mark Kozelek (Ex-Red House Painters, Sun Kil Moon, solo) oder der intime „Ghost Of Tom Joad“-Springsteen nicht eben fern stehen, durchaus ein größeres Publikum finden.

Nach dem im Februar 2016 erschienen „Great Falls Memorial Interchange“ hat Kye Alfred Hillig heute Album Nummer sechs, „Fossil“, via Bandcamp als erneut kostenfreien (!)  Download veröffentlicht. In den darauf enthaltenen zehn neuen Stücken wirft Hillig erneut Blicke tief in die Risse des Lebens, und bringt Geschichten aus ihnen mit. Ganz klar: Ein Singer/Songwriter wie Kye Alfred Hillig hätte – gerade bei Alben, in die der Musiker eine Menge Herzblut steckt, nur um sie dann für lau ins weltweite Netz zu stellen – ein größeres Publikum verdient.

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Kye Alfred Hillig über das neue Album „Fossil“:

„This record was the most challenging album I’ve made so far, and there were moments that I thought it might not see the light of day. The process was completely backwards from any way I’ve worked previously, and the result feels something like a dream to me. There’s a lot of pain in the world right now and with this album I’ve tried to speak to that in my own way. The record is free to stream and download. I just want to say thanks to all of you for your love and support. Xo“

 

 

 

Rock and Roll.

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