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Song des Tages: Bear’s Den – „Crow“


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Hinkende Vergleiche mit Mumford & Sons und Konsorten hin oder her – die britischen Folkrocker Bear’s Den sind dafür bekannt, auf den emotionalen Zahn zu fühlen und Gefühlsregungen in ihren Hörern auszulösen, dessen diese sich potentiell gar nicht bewusst waren. Das war bereits beim 2014er Debütalbum „Islands„, welches der Band eine Nominierung für den prestigeträchtigen Ivor Novello Award im heimischen UK und eine ergebene Geheimtipp-Fanbase auf der ganzen Welt bescherte, so, und beim zwei Jahre darauf veröffentlichten Nachfolger „Red Earth & Pouring Rain„, das den Folk-Sound breiter aufstellte und – völlig zurecht – in diversen Ländern in die Top 10 einstieg, kaum anders.

81xv-d7f3dL._SY355_Vor wenigen Tagen hat die 2016 zum Duo aus Andrew Davie und Kevin Jones geschrumpfte Londoner Band – nach „Fuel On Fire„, „Laurel Wreath“ und „Blankets Of Sorrow“ –  einen weiteren Vorboten zum am kommenden Freitag erscheinenden neuen Langspieler „So That You Might Hear Me“ veröffentlicht – und „Crow“ hat mitsamt seiner zu Tränen rührenden, sehr persönlichen Hintergrundgeschichte (während dem Songtitel eine Inspiration durch Max Porters Roman „Grief Is The Thing With Feathers“ zugrunde liegt) sowie dem dazugehörigen Musikvideo durchaus das Potential, einmal mehr ein wildes Potpourri aus Gefühlen zu kreieren.

Sänger Andrew Davie sagt dazu: „The song ‘Crow’ was written in memory of my Mum’s boyfriend who lived with us growing up. He was an awesome guy and somewhere between a father figure and a best friend to me growing up but unfortunately he passed away when I was 15. I wrote this song as I wanted to acknowledge how important and thankful I am to him for helping to raise me and my sister.“

Das dazugehörige, kaum weniger emotionale Musikvideo zeigt Fans weltweit (genauer: in Nashville, London, Brüssel und Sao Paolo), wie sie den Song, welcher stilistisch an ganz ähnlich die Taschentücher bemühende Künstler wie Sufjan Stevens oder Bon Iver erinnert, zum ersten Mal hören – um gemeinsam die Bedeutung von Familie zu zelebrieren. Andrew erklärt: “We thought that a music video that celebrated the idea of family would be the most appropriate thing we could do. Frequently we receive an overwhelming number of messages from people telling us about their relationships with the songs and their stories of how those songs have interacted with their lives. We wanted to honour those stories and provide an opportunity for their stories to be told.

Wundervoll… Vorfreude aufs Album? Ist vorhanden.

 

 

„I think of you much more than
I would like to admit that I do before strangers
But there you are
Whispering through the trees again
Rustling trough the leaves my friend
A feather on my pillow lets me know that you’re near

I remember the night that you arrived
December maybe ’95
Your hair and your breath smelled of John Player Specials
A stranger who I learned to love
A friend when really no one was
My Daedalus, my wings to fly
Why’d you leave me behind?

My beautiful crow
And all those black feathers perched deep in my soul
Won’t let me, let you go

I never really thanked you for all the light
You brought into my mother’s eyes
So many others tried
Her sadness since the day you left
She will not get out of bed
She stares out the window, smokes a black pack of JPS

I was out on St. Paul’s when I heard about your fall
Walking with Caroline, she burns smokes from time to time
I walked home alone that night
I could feel you when I closed my eyes
I looked up into the night and watched black feathers fall from the sky

I think of you much more than I’m allowed to admit
But I do, I still do

My beautiful crow
And all those black feathers perched deep in my soul
Won’t let me, let you go

I have tried to push you down
I have tried to cut you out
You’re rattling your cage
I’m rattling my cage
I have tried to drown you out
Drink till I don’t hear the sound
The song’s still the same
The song’s still the same

My beautiful crow, and all those black feathers
Perched deep in my soul
Won’t let me, let you go“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Jon Fratelli – „Bright Night Flowers“


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Anders als bei seiner für schmissige Indiedissen-Tanzflächenfüller-Hymnen (remember „Chelsea Dagger„?) berühmt-berüchtigte Hauptband The Fratellis geht es Namensgeber Jon Fratelli auf seinem zweiten, im Februar erschienenen Solo-Album „Bright Night Flowers“ etwas gemächlicher an. Die darauf enthaltenen neun Stücke vermengen Elemente aus Folk, Country, Indierock und Blues zu einem (obendrein von Streichern durchfluteten) nachttief-melancholischen Ganzen, sodass der 40-jährige Musiker aus dem schottischen Glasgow rauchigen Barkaschemmen, in denen gerade noch die Grübler von I Am Kloot auf den knarrenden Bühnenbrettern standen, näher scheint, als der wilden Rock-Sause an einem Festival-Nachmittag – bestes Beispiel: der Titelsong. Feine, runde Sache, das.

 

 

„Bright night flowers ask the dust
Make them ours and blame the rust
Stealing every vacant candle when the city’s eyes are so deep
Falling in and out of love just to sing the twilight to sleep

When the false alarms and eyes collide
Walk with liars by their side
A thousand Juliets driving every boy out of his mind
Crying in the rain wishing she was still the first of her kind

And how do they ever forget they got it wrong?
Why do they never regret they took so long?
And I wish that I’d never tried to be on their side

Bright night flowers paint them blue
Sweep the dust for me and you
Stealing every vacant candle when the city’s eyes are so deep
Falling in and out of love just to sing the twilight to sleep

When the false alarms and eyes collide
Walk with liars by their side
A thousand Juliets are driving every boy out of his mind
Crying in the rain wishing she was still the first of her kind

And how do they ever forget they got it wrong?
Why do they never regret they took so long?
And I wish that I never tried to be on their side…“

 

Rock and Roll.

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Die Statistik des Tages: Vinyl boomt.


Glaubt man dieser Statistik (welche ich natürlich nicht selbst gefälscht habe) oder diesem Artikel, so ist Vinyl vor allem in den US of A, aber auch im UK, weiterhin auf dem Vormarsch, und setzt zwar nicht den Streaming-Diensten, jedoch dem Absatz anderer physischer Formate kräftig zu (kennt dort jemand noch diese Compact Discs?). Wieso es in good ol‘ Dschörmenieh mal wieder ein klein wenig anders ausschaut (so man denn wiederum diesem knappen, aktuellen Artikel Glauben schenken darf)? Nix Genaues weiß man nicht…

 

Rock and Roll.

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Same procedure as… – Das UK-Label Big Scary Monsters verschenkt (s)einen Label-Sampler


Big Scary Monsters

Weil Traditionen etwas Schönes sind – und freilich auch irgendwann, irgendwie verpflichten -, verschenkt das britische Indie-Label Big Scary Monsters auch in diesem Jahr – wie auch bereits 2017 und in den Jahren zuvor – (s)einen Label-Sampler mit einer bunten Auswahl querbeet durch sein aktuelles Künstlerangebot und Veröffentlichungs-Oeuvre irgendwo zwischen Indie- und Punkrock, Emo, Post-Hardcore oder Mathrock.

Mit dabei sind 2018 Bands wie The Get Up Kids, Tiny Moving Parts, We Were Promised Jetpacks, Cursive, Beach Slang, Yndi Halda, Pedro The Lion oder mewithoutYou. Wohl bekomm’s!

„Not ones to boast or anything, but we’ve put out some absolutely brilliant records this year. You may have noticed. But if not, worry not… here’s a track off every release, so you can catch up on anything you missed. There’s a little something on here whatever your tastes, so get involved!“

 

…oder wahlweise über den Webstore.

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Gordon Matthew Thomas „Sting“ Sumner, CBE,*1951, britischer Musiker, Sänger, Bassist und Schauspieler – u.a. Mitbegründer von The Police)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Muncie Girls – „Picture Of Health“


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Foto: Robin Christian / Promo

Ernste Songs müssen auch bitteschön ernst klingen? Bullshit, mate!

Das jedenfalls könnten sich die Muncie Girls gedacht haben. Denn scheinbar hat das Punkrock-Trio aus dem englischen Exeter großen Spaß dabei, dem geneigten Zuhörer Finten zu legen, schließlich ist das einzige „Girl“ der Band Frontfrau Lande Hekt (Gitarre/Gesang), während sich Dean McMullen an der zweiten Gitarre und Luke Ellis am Schlagzeug hinter ihr einreihen und den Songs des vor wenigen Tagen erschienenen zweiten Albums „Fixed Ideals“ Rhythmus verleihen.

51uwVrWX7GL._SS500Überhaupt: die Songs. In denen erzählt Lande Hekt gleichsam selbstbewusst wie eloquent höchst persönliche Geschichten, etwa von ihren Erfahrungen mit Alkoholproblemen oder der Behandlung psychischer Erkrankungen, speziell Angstzuständen („Clinic„, „Picture Of Health“), reflektiert ihre Kindheit mit zwei Geschwistern und einer alleinerziehenden Mutter („Family Of Four“) oder rechnet – gleich in der Eröffnungsnummer „Jeremy“ – mit ihrem prügelnd-nationalistischen Arschloch-Vater ab, der die Sängerin als Kind verleugnete und ihre Mutter nie unterstützte. Dazwischen reihen sich, wie schon beim vor zwei Jahren veröffentlichten Debütalbum „From Caplan To Belsize„, kleine feministische Hymnen wie „Fig Tree“ (mit astreinen Springsteen-Riffs im Gepäck) oder „Locked Up“ aneinander. Schwere Kost, eigentlich (wozu übrigens auch die Randnotiz passt, dass der Albumtitel, wie schon der des Debüts, einem Gedicht der eh fürs Schwermütige berüchtigten Autorin Sylvia Plath entstammt) – wären da nicht die großartigen, gen punkigem Indiepop-Firmament stürmenden Melodien. Denen wiederum kommt zugute, dass Lande auf dem neuen Album zum ersten Mal Bass und Gitarre spielt. Sie erklärt: „Songs mit zwei Gitarren klingen gleich um einiges komplexer. Beim Schreiben und während der Aufnahmen habe ich ziemlich viel unterschiedliche Musik gehört, die den Sound des Albums hörbar beeinflusst haben. Bands wie The Replacements, Siouxsie and the Banshees, The Popguns und The Pastels. Wir sind dieses mal definitiv viel abenteuerlustiger und experimentierfreudiger gewesen als je zuvor.“

Alles in allem ist den – hierzulande übrigens noch immer sträflich unbekannten – Muncie Girls,  die sich bereits seit Kindheitstagen kennen und sich auch ihre heimatliche Fanbase durch zig selbst organisierte DIY-Shows (Punkrock Spirit galore!) peu á peu erspielt haben, mit „Fixed Ideals“ eine runde, zwar recht kurzweilige aber umso herzlichere und mit ordentlich Pop und Schmackes verzierte Indie-Punk-Scheibe gelungen, bei der sich – gefühlt – Referenz-Bands wie Siouxsie And The Banshees oder Dover die musikalische Klinke in die Hand geben.

Das Leben ist schließlich bereits ernst genug…

 

 

„Seven days of fucked up dreams but did I ever fall asleep? No-one ever waits for me, I’m the one forgotten sheep. I think I’m mostly sleepwalking, or I’m at least presumed to be. I’m always trying to count to ten but I’m always stuck at three.
Do you read, does it help you to breath when you’re trying to sleep well? But nothing’s going well.
I’ve been having a hard time looking after myself. You’re not looking exactly like a picture of health. I was thinking maybe you could look after me and I could do the same for you. Just for a while ‘till we’re back on our feet.
Seven days can make you think that good friends are an illusion. I think they think I think too much, but good sense is in confusion. I try not to think about what I’ve done to my liver, to my lungs. Lying on my bedroom floor, low mood, highly strung…“

 

Rock and Roll.

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