Archiv der Kategorie: Free Stuff

Song des Tages: Gabby’s World – „I Admit I’m Scared“


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Gabrielle Smith mag noch jung sein, macht jedoch bereits seit vielen Jahren Musik – und hat in dieser Zeit etliche Male den Pseudonym-Deckmantel gewechselt. Erschien das erste Album „iglu songs“ 2008 noch als Eskimeaux, machte die Indie-Musikerin aus New York bald darauf recht nebulös als Ó weiter, und ist mittlerweile als Gabby’s World unterwegs…

a0498162461_16Musikalisch ließe sich die umtriebige Künstlerin, die auch ansonsten recht unstet in der US-Ostküsten-Musikszene oder dem in und um Brooklyn ansässigen Kollektiv The Epoch aktiv ist, wohl am ehesten im weiten Klangfeld zwischen poetischem Indie Folk und angenehm ungeschliffenen Indie Rock verorten. Neulingen sei vor allem das 2015er Werk „O.K.“ (das es via Bandcamp als „name your price“ gibt) ans Hörerherz gelegt, welches mit Songs wie „Broken Necks„, „Alone At The Party“ oder „I Admit I’m Scared“ einige von Smiths bisher stilistisch vielfältigsten und berührendsten Kompositionen enthält. Letztere etwa zieht seine Kreise um grüblerische Gedanken darüber, welche Effekte das eigene Denken und Tun auf einem nahestehende Menschen hat, während der Song sich von einer sachten Folk-Ballade hin zum Indierock-Furor steigert. Bands und Künstlerinnen wie Hop Along, Big Thief, Torres, Mitski oder Lucy Dacus lassen aus der Referenzliste lieb grüßen…

 

„You can tell that Gabrielle Smith’s one-woman band Eskimeaux belongs somewhere in the DIY matrix because there’s an instinctive intimacy to it. The lyrics read like the sort of poetry an incredibly smart and insightful high-school kid might write and then keep to herself forever even though it’s really good and the school literary magazine would’ve been happy to publish it.“ (Stereogum)

 

Hier gibt’s die Nummer abseits von Bandcamp im Stream…

 

…sowie in einer 2016 aufgenommenen Audiotree-Live-Session:

 

„I admit I’m scared
Of a warm side of our bed
I tremble in the face
Of your loneliness

And everything I think
Should be buried in the ground
Should be kept inside my head
But it’s knit into your brow

I live inside your room
And if I reach out with my hand
The disturbance sends our things
Crashing down upon my head

And everything I think
Should be buried in the ground
Should be kept inside my head
But it’s knit into your brow

And everything I said
Spewed like sparklers from my mouth

And everything I said
Spewed like sparklers from my mouth
They looked pretty as they flew
But now they’re useless and burnt out

And if I had a dime for
Every time I’m freaking out
We could fly around the world
Or just get out of your parents‘ house“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Any Other – „Lost Cause“


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Auf Bühnenbrettern mag das mit Gitarre, Wurlitzer, Bratsche, Cello, Flügelhorn und Saxophon ausgestattete „Any Other Sextet“ – obgleich immer noch über alle Maßen in melancholischen Traumgefilden unterwegs – wohl stellenweise eindrucksvoll tönen. Wer’s nicht in die italienische Heimat des Mailänder Kollektivs schaffen sollte, um einer Show von Frontfrau Adele Nigro sowie Laura Agnusdei, Federica Furlani, Eleuteria Arena, Paola Fecarotta und Marco Giudici beizuwohnen, dem sei etwa das zweite, 2018 erschienene Album „Two, Geography“ wärmstens ans Hörerherz gelegt – gerade, wenn man sonntags ein wenig den sinngrüblerischen Gedanken nachhängen mag.

Im Grunde steckt hinter Any Other jedoch nur Adele Nigro. Dass die junge Indie-Musikerin denn auch im Alleingang zu überzeugen weiß, beweist die Italienerin mit ihrer Coverversion des ohnehin ewig tollen Beck’schen Drüsendrückers „Lost Cause“ (vom wunderschönen, mittlerweile fast 18 Lenze jungen Herzschmerz-Werk „Sea Change„), welche sie, wie seinerzeit auch Mr. Hansen, in reduziert-rohem Singer/Songwriter-Gewand präsentiert… *hach*

 

 

„Your sorry eyes cut through the bone
They make it hard to leave you alone
Leave you here wearing your wounds
Waving your guns at somebody new

Baby you’re lost
Baby you’re lost
Baby you’re a lost cause

There’s too many people you used to know
They see you coming they see you go
They know your secrets and you know theirs
This town is crazy; nobody cares

Baby you’re lost
Baby you’re lost
Baby you’re a lost cause

I’m tired of fighting
I’m tired of fighting
Fighting for a lost cause

There’s a place where you are going
You ain’t never been before
No one left to watch your back now
No one standing at your door
That’s what you thought love was for

Baby you’re lost
Baby you’re lost
Baby you’re a lost cause

I’m tired of fighting
I’m tired of fighting
Fighting for a lost cause…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: TWINS – „Bathroom“


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Foto: Facebook

Es ist noch keine zehn Lenze her, da galt eine Band aus der sächsischen Provinz als Newcomer-Speerspitze wenn es darum ging, juvenile Emo-Gefühligkeit mit ausreichend verqueren Elementen aus Punk, Indie Rock, Screamo und Post Hardcore zu einen: MIKROKOSMOS23. Im Jahr 2005 in der recht beschaulichen Porzellan-und-Hahnemann-Stadt Meißen gegründet, entwickelt sich das aus Peter Löwe (Gesang, Gitarre), Tom Pätschke (Schlagzeug), Mathias Starke (Gitarre) und Steffen Oks (Bass) bestehende Quartett schnell zum potenten Geheimtipp der bundesdeutschen Alternative Rock’n’HC-Szene, produziert bereits den 2010 erschienenen zweiten Langspieler „Memorandum“ mit niemand Geringerem als Blackmails Sechs-Saiten-Schwinger Kurt Ebelhäuser, tourt fleißig durch die Indie-Clubs und AJZs der Republik, schiebt alsbald, 2013, mit „Alles lebt. Alles bleibt.“ Album Nummer drei nach (beide Werke gibt’s übrigens via Bandcamp im Stream sowie als „name your price“-Download). Gerade jenes wusste mit seiner Mischung aus frühen Kettcar und Captain Planet, mit seiner klanglichen Melange aus Blackmail, Muff Potter oder Adolar und den mal persönlich anmutenden, mal intellektuell müffelnden Texten, bei denen sich damals nicht nur die VISIONS fragte, „was so schief gelaufen ist, dass man sich sein Leben von einem anti-altklugen Campuspoeten wie Löwe erklären lassen muss“ (obgleich die anderswo gezogenen Vergleiche zu Kettcar-Vorsteher Marcus Wiebusch wohl nicht allzu weit an den Emotional-Harcore-Härchen herbei gezogen waren), zu überzeugen. Ja, da war man sich allerorten unisono einig: MIKROKOSMOS23 dürfte eine vielversprechende Zukunft bevorstehen. Nur kam Löwe, Pätschke und Co., die ihre musikalische Homebase mittlerweile ins deutlich größere, deutlich bekanntere, indie-szenisch deutlich besser vernetzte Dresden verlagert hatten, wohl der schnöd-unrockenrollige Alltag dazwischen, was dazu führte, dass der Vierer zwar mal hier, mal da versprach, an Album Nummero vier zu werkeln, schließlich allerdings – eine One-Time-Show bei der Hochzeit ihres Schlagzeugers mal außen vor – ihre gemeinsamen Aktivitäten bis heute aufs kreative Abstellgleis schob. „Life is what happens to you while you’re busy making other plans.“ – das wusste schon der olle Lennon-John…

a1551146331_16Umso überraschender, dass MIKROKOSMOS23 nun irgendwie und ebenso unerwartet ihr Comeback feiern. Obwohl: mit Tom Pätschke und Steffen Oks sind lediglich zwei Viertel der einstigen Anfangszwanziger-Indie-Radau-Hoffnungsträger bei den Quasi-Newcomern TWINS mit am Start. Und ebenjenes Vierergespann mit Zentrale in der sächsischen Landeshauptstadt und weiteren kreativen Zelten in Leipzig und Berlin knüpft mit (s)einer Mischung aus Indie-, Noise- und Mathrock sowie Hardcore gleich auch bestens an die gesteckten Pfade der Vorgänger-Band an. Hinter jeder Ecke lauert eine weitere Ecke und dann noch eine und dann brüllt einer heiser und dann twinkeln die Gitarren ein bisschen und dann ist man bereits nach den ersten Vorboten „Library“ und „Bathroom“ schnell überzeugt: Mit dem für den 14. Februar angekündigten Debüt „Soon“  kommt eine der vielversprechendsten Platten des noch jungen Musikjahres auf die versammelte Post-Hardcore-Gemeinde zu. Bekannteste Verwandte: Blood Brothers, At The Drive-In, die alten Pianos Become The Teeth. Ja klar, meinetwegen könnte der Gesang ein bisschen cleaner sein, ansonsten gefällt’s: sehr.

 

Schlagzeuger Tom meint zur Entstehung des frisch veröffentlichten Musikvideos zu „Bathroom“: “Für unser erstes Musikvideo, welches wir komplett selbst geschrieben und produziert haben, sind wir 3 Tage voll beladen, mit Greenscreens unter den Armen zwischen unzähligen Locations hin und her gesprungen. Und dank all der Szenen, die dabei entstanden – irgendwo zwischen Supermärkten, Basketballfeldern, Clubs, Bibliotheken, Wäldern usw. – ist das ganze Video nun eine Art Kaninchenbau geworden, der letztlich wunderbar zu uns passt: alles ist wild und durcheinander – wie ein komischer, mitreißender Strudel. Und tatsächlich ist das sogar eine ganz gute Analogie für die gesamte Art wie wir als Band denken und schreiben: durchdenken, ausprobieren, verwerfen, von vorn anfangen, neu denken, wiederholen. Wie kreisende Gedanken – Viel. Zu. Kompliziert.”

 

 

Rock and Roll.

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Retro-Swag auf Anschlag – Die Arte-Doku „VHS – Eine Kassette revolutioniert die Welt“


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Arte dreht den Retro-Swag – freilich künstlerisch distinguiert – auf Anschlag und kramt aus einem verstaubten Karton auf dem Dachboden die guten alten VHS-Kassetten wieder hervor, um den schwarzen Plastikbildundtonträgern eine eigene Doku zu widmen.

Wie vermutlich so ziemlich jede(r) in meinem Alter habe auch ich einen nicht gerade unbeträchtlichen Teil meiner Kindheit und Jugend mit Videokassetten verbracht, die man sich in den heute auch langsam aber sicher ausgestorbenen Videotheken besorgt hat (oder eben Sendungen und Filme mal mehr, mal weniger mühsam auf Leer-Videokassetten aus dem Fernsehprogramm heraus mitgeschnitten hat) – das analoge Netflix von damals, wenn man so mag. Ein Ausflug mit nostalgischen Einblicken. Ein knapp einstündiger Film über eine Zeit, in der man YouTube-Videos noch auf MTV, Viva und – vor allem und *hach*! – Viva2 fand, und jedes verdammte Mal vor- und zurückspulen musste…

 

Eine ganze Generation, die mit Videokassetten groß geworden ist, schwelgt heute in VHS-Nostalgie. Doch nur wenigen ist bewusst, welche enormen gesellschaftlichen und politischen Folgen die Einführung dieser Technologie hatte. Von den 1970er bis zu den 1990er Jahren erzählt die Dokumentation die Geschichte des ersten wahrhaft demokratischen audiovisuellen Mediums.

 

 

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Rock and Roll.

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Song des Tages: Amanda Palmer & Friends – „Star Of Wonder“


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Amanda Palmer hat gemeinsam mit den befreundeten Musikern Corey Chun, Storey Littleton und Cally Mansfield aus gegebenem Anlass einen A-Cappella-Weihnachtssong veröffentlicht. Fürs dazugehörige Musikvideo zum gerade einmal knapp zweiminütigen „Star Of Wonder“, eine Coverversion von The Roches, welche sich einmal mehr auch via Bandcamp als „name your price“ downloaden lässt, haben Fans und Patreon-Unterstützer aus aller Welt fantasievolle Foto-Beiträge beigesteuert – nicht wenige davon kommen auch aus Deutschland. Definitiv eine schöne, besinnliche Alternative zur tausendsten Wiederholung von „Last Christmas“ und Co.!

 

„happy holidays 2019!! you can see the video for the song here: youtu.be/uYKe99lGWFs … it shows a small selection of over 300 photos sent in from patrons around the world! read more about the project, and how it came about (and a link to hundreds more photos!) here: www.patreon.com/posts/32332712

this song & video came out as an official „thing“ on patreon in december 2019, and $10k from the project was donated to the charity Family of Woodstock.

WE. ARE. THE. MEDIA.“

 

 

„Star of wonder in the heavens
Wonder what you want of me
Should I follow you tonight

Star of wonder
Star of wonder

I am just a lonely Sheppard
Watching from a distant hill
Why do you appear to me
Star of wonder
If you will

In the morning they’ll come looking for the
Sheppard on the hill
What would make her leave her flock
For surely she must love them still
Star of wonder in the heavens
Are you just a shinning star
Or should I follow you tonight

Star of wonder
Star of wonder

Shinning bright“

 

Rock and Roll.

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Tradition, Tradition! – Das UK-Label Big Scary Monsters verschenkt (s)einen Label-Sampler


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Weil Traditionen etwas Schönes sind – und freilich auch irgendwann, irgendwie verpflichten -, verschenkt das britische Indie-Label Big Scary Monsters auch in diesem Jahr – wie bereits 2018 und in den Jahren zuvor – (s)einen satte 23 Auszüge aus dem diesjährigen Veröffentlichungskatalog starken Label-Sampler mit einer bunten Auswahl querbeet durch sein aktuelles Künstlerangebot und Release-Oeuvre irgendwo zwischen Indie- und Punkrock, Emo, Post-Hardcore oder Mathrock.

Mit dabei sind 2019 Bands und Künstler wie The Get Up Kids, Orchards, American Football, Proper., Cultdreams, Great Grandpa, And So I Watch You From Afar, Nervus, Pedro The Lion oder Jamie Lenman (also auch der ein oder andere Name, von dem in diesem Jahr auf ANEWFRIEND zu lesen war). Wohl bekomm’s!

 

 

Rock and Roll.

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