Archiv der Kategorie: Design

Moment! Aufnahme.


©Antoine-Repesse-365-Unpacked-1

Foto: ©Antoine Repesse / „#365 Unpacked“

 

Irgendwann im Jahr 2011 entschied sich der Fotograf Antoine Repessé dazu, fortan all seinen recyclebaren Hausmüll aufzuheben, um ein Statement zu setzen. Vier Jahre später entwickelte er aus diesem „Statement“ eine bildgemalte Fotoserie namens „#365 Unpacked“, die uns unsere Rolle als Konsumenten neu überdenken lässt…

Während dieser vier höchst (an)sammelwütigen Jahre stauten sich bei dem aus dem französischen Lille stammenden Künstler über 70 Kubikmeter Müll an: 1.600 Milchflaschen, 4.800 Toilettenpapierrollen, 800 Kilogramm alter Zeitschriften… – all das bewahrte er schließlich getrennt voneinander auf, um die Müllberge visuell noch gewaltiger wirken zu lassen: „Ich wollte meiner Arbeit eine ästhetische Dimension hinzufügen“, erklärt Repessé. „Die Entscheidung, den Müll zu sortieren, hat schon einen grafischen Effekt. Ich habe versucht, ein perfektes Bild hinzubekommen, das auch Beunruhigung hervorruft.“

Mit seiner Bildreihe möchte Antoine Repessé auf Probleme bei der Abfallbeseitigung und der globalen Erwärmung hinweisen – und wie unsichtbar sich diese Probleme in unser aller tägliches Leben eingeschlichen haben: „Uns wird oft von den Massen an Müll, den wir alle produzieren, erzählt. Ich denke jedoch, dass Bild mehr sagt als tausend Worte“, wie Repessé anmerkt. „Ich hoffe, dass mein Projekt dazu anregt, etwas zu ändern.“ Dem gibt es wenig hinzuzufügen.

 

Mehr Bilder aus Repessés Fotoserie „#365 Unpacked“ gibt es hier.

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , ,

Hugleikur Dagsson – schwarzer Humor auf Isländisch


icelandic-humor-comics-hugleikur-dagsson-20-583bfb8864019__700

Alle Cartoons: © Hugleikur Dagsson / Tumblr

 

Keine Frage – der isländische Zeichner Hugleikur Dagsson mag es böse. Sehr böse. Seine Cartoons zeigen eine ganz eigene Sicht auf die Welt: hintersinnig, witzig und manchmal sehr traurig.

Das Foto auf der Wikipedia-Seite von Hugleikur Dagsson zeigt den 39-Jährigen, der früher auch als Radiomoderator bei der isländischen Radiostation „Radíó X“ arbeite, als einen freundlichen Mann, der entspannt in die Kamera lächelt. In seinem Inneren aber muss etwas sehr Dunkles sein. Und genau das bringt er seit 2002 in Comics ans Licht. Seine Cartoons sind einfach gezeichnet – und voll von schwarzem Humor.

tumblr_ohs9pfFS401uela32o1_500icelandic-humor-comics-hugleikur-dagsson-73-583bfbfae7e6b__700vibratoricelandic-humor-comics-hugleikur-dagsson-36-583bfba8e162b__700

Eines seiner Bücher heißt „Solltest du darüber lachen?„, ein anderes „Finden Sie DAS etwa komisch?“ – und genau dieses Gefühl erwecken viele seiner Zeichnungen. Sie greifen ernste Themen wie das Leid Geflüchteter, häusliche Gewalt oder die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung auf – und überspitzen sie gnadenlos. Das mag nicht jede(r) witzig finden, und manche, die mit weit weniger Sinn fürs Ironische oder Sarkastische gesegnet sind, sogar abstoßend. In jedem Fall jedoch regt Hugleikur Dagsson so – auf seine Weise – zum Nachdenken an…

Mehr von Dagssons Cartoons findet ihr hier oder hier.

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , ,

„Rakka“ – Neill Blomkamp stellt kompletten Kurzfilm mit Sigourney Weaver online


oats-studios-rakka-image-6

Der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp („District 9“, „Elysium“, „Chappie“) und die kürzlich gegründeten amerikanisch-kanadischen Oats Studios haben ihren ersten gemeinsamen Kurzfilm „Rakka“ veröffentlicht. Zu sehen ist der wilde Mix aus Science-Fiction und Horror kostenfrei auf YouTube und Steam.

Rakka“ spielt im Jahr 2020. Die Menschheit wurde von außerirdischen Echsenwesen versklavt. Diese haben begonnen, die Welt und die Atmosphäre zu verändern. Überall ragen schwarze, organisch aussehende Türme in den Himmel. Die Menschen werden entweder getötet oder für grausame Experimente missbraucht. Nur eine kleine Gruppe von freien Überlebenden, geführt von Sigourney Weaver (die ja spätestens seit „Alien“ als ausgewiesene Expertin im Kampf gegen außerirdische Dreckviecher gilt), stellt sich im post-apokalyptischen Texas gegen die Invasoren.

„In ‚Rakka‘ seht ihr, was auf unserer Welt passiert. Nur verlagert in eine Science-Fiction-Kulisse“, sagt Blomkamp. „Die ursprüngliche Idee war es, zu zeigen, wie eine lokale Gemeinschaft auf eine Besatzungsmacht reagiert.“ Viele Momente erinnern daher an Szenen, die wir (leider) aus den Nachrichten kennen, wenn etwa wieder einmal über Kämpfe zwischen Syrern und dem sogenannten Islamischen Staat berichtet wird. Wie die Islamisten zerstören auch die Klum (wie die außerirdischen Echsenwesen im Kurzfilm heißen) Denkmäler und Symbole von Kunst- und Kultur. Auch Momente aus Dokumentationen rund um den Zweiten Weltkrieg, den Vietnam- und Irakkrieg spiegeln sich in den Bildern von „Rakka“ (das seinen Namen wiederum von einer Stadt im Norden Syriens hat, welche lange Zeit als Hochburg des IS im Land galt).

oats-1

Neill Blomkamp, der seine Karriere mit Kurzfilmen begonnen hatte (und welche zum Teil, wie „Alive in Joburg“ zu „District 9“ und mit „Tetra Vaal“ zu „Chappie„, zu abendfüllenden Spielfilmen wurden), sieht das Kurzfilm-Projekt sowie Oats Studios vor allen als Testfeld für neue, experimentelle Ideen, die man anderswo – und vor allem außerhalb des weltweiten Netzes – schwer verwirklichen könne. „Rakka“ gehört zu Volume 1 der geplanten Kurzfilmreihe, die aus insgesamt drei jeweils zwanzigminütigen Episoden bestehen soll.

Die ersten drei Kapitel sollen kostenlos zu sehen sein. Ein weiteres Ziel des Projekts sei es, zu sehen, wie gut das Publikum die Reihe annimmt. So will man feststellen, ob sich mit Volume 2 Geld verdienen lässt, indem die Zuschauer für die einzelnen Episoden zahlen. Der Vertrieb soll über die Gaming-Plattform Steam erfolgen.

 

 

Weitere Infos findet ihr hier

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

„Jake Likes Onions“ – Sarkasmus in Comicform


14292516_1786823738264487_8783623964344688739_n

Wer einen absurden Sinn für Humor hat, sollte sich unbedingt die Comics von „Jake Likes Onions“ ansehen. Der Künstler behandelt darin Themen wie Arbeit, Liebe, Tod und Existenzialismus und fügt bekannten Sprichwörtern und populären Filmen seine eigenen, schrulligen Wendungen hinzu. Der Zeichner, dem bereits 165.000 Nutzer via Instagram und knapp 99.000 Nutzer via Facebook folgen, hat ein Gespür dafür, seine Geschichten mit einem irreführenden Gefühl der Unschuld zu beginnen, bevor er etwas ins Spiel bringt, was man so wohl kaum erwartet hätte… Einige seiner wöchentlich erscheinenden Comic-Strips sind hellauf lustig, andere sind schwarzhumorig-dunkel, aber alle sind komisch (so man denn selbst eine gesunde Prise Ironie und Sarkasmus mitbringt).

 

funny-comics-unexpected-ending-jake-likes-onions-44-584920f9a43d9__700funny-comics-unexpected-ending-jake-likes-onions-37-584920ead0dd6__700funny-comics-unexpected-ending-jake-likes-onions-36-584920e8e4695__700

Mehr Comics findet ihr auf der Website von „Jake Likes Onions“, via Facebook oder hier

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , ,

Moment! Aufnahme.


Deli16x24-750x500

Foto: Erica Simone, „Nue York“

Kleidung ist viel mehr als nur eine Hülle. Das, was man am Körper trägt und die Modetrends, denen man – ob nun bewusst oder unbewusst – folgt, nehmen Einfluss auf die Kommunikation und das soziale Miteinander von Menschen. Mode beeinflusst die Stimmung und unsere Gefühle. Nicht zuletzt bestimmt Kleidung den vermeintlichen sozialen Status des Gegenüber. Ohne Kleidung durch die Stadt zu gehen ist für die meisten undenkbar und in vielen Ländern sogar verboten.

Zudem prägt Mode das Erscheinungsbild und die Wahrnehmung von Städten. Ganze Großstädte wie New York, London oder Paris definieren sich über Mode und ernennen sich selbst zur jeweiligen „Fashion-Metropole“.

Die französisch-amerikanische Fotografin und Künstlerin Erica Simone hat sich mit den Fragen nach der Bedeutung von Kleidung und Mode in der Gesellschaft auseinandergesetzt. Dafür ist sie, ganz in Anlehnung an ihr ähnlich gesinnte Kolleginnen wie Milo Moiré oder Deborah de Robertis, nackt durch New York gelaufen und hat an allen Ecken und Enden des Big Apple Selbstportraits gemacht. Simone stellte ihr Stativ an Orten wie der U-Bahn, beim Einkaufen oder auf dem Times Square auf und lichtete sich nackt in der urbanen Umgebung und bei ganz alltäglichen Tätigkeiten ab. Nach sechs langen – und teils sehr nackten – Jahren entstand die beeindruckende Fotoserie „Nue York„.

Die Fotografin selbst, die im Alter von 17 Jahren mit dem Fotoschießen anfing, beschreibt ihr Projekt so: „’Nue York: Self-Portraits of a Bare Urban Citizen‘ was born out of an initial questioning about clothing and the importance of fashion in modern society. Clothes do so much more than just meet our physical needs. What we wear acts as a silent language, allowing us to convey who we are and want to be to the outside world. Fashion reveals our moods, our social standing and establishes dynamics between people. Nowhere is this more evident than on the streets of this fashion capital we call New York City.

As I watched an image-obsessed society care more about the sales at Barneys than the homeless people they ignore as they parade by, I began to wonder what the world would feel like naked, without the empowering or disempowering effect of clothing.  What if all we had was our natural state to express who we are? Could we overcome our self consciousness and become fully confident in our own skin? How would we assimilate or dissimilate? Could being naked in the world transcend sexual connotations and why is nudity so taboo that it is against the law?“

Veröffentlicht hat Erica Simone die gesammelten Fotos 2015 in dem Bildband-Buch „Nue York: Self-Portraits of a Bare Urban Citizen„. Ein Teil der Erlöse auf dem Verkauf und den dazu erhältlichen limitierten Druckeditionen spendet die Künstlerin an die die Organisation Beauty for Freedom, die sich gegen Menschenhandel stark macht und Opfer unterstützt.

 

 

Mehr Fotos aus Simones „Nue York“-Reihe findet ihr hier

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , ,

„Star Wars“-Figuren schreiben die Musikgeschichte um: legendäre Albumcover in neuem Look


0c61617a6c89c0e873adf788454b94f7

Illustrator Steven Lear aka. „WhyTheLongPlayFace“ mag Musik. Und Photoshop. Und Star Wars. (Oder wie er schreibt: “an unhealthy obsession for movies, music and Photoshop”.) Was lag also näher, als diese drei „Obsessionen“ zusammenzubringen?

1388895_1683005461915478_653380076_n

Genau das hat der in London beheimatete freischaffende Designer auch getan, und Cover von Pop- und Rock-Album-Klassikern mitunter großartig in Star Wars-Form gebracht: Yoda als Nirvanas „Nevermind“-Baby, die Cantina-Band als „The Band“, Darth Vader als Johnny Cash… – ein Heidenspaß sowohl für nerdige Cineasten als auch für Popkultur-Geeks! Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass irgendwann mal jemand bekannte Songs mit Star Wars-Texten versieht und neu aufnimmt. (Oder hat das auch schon irgendwer getan?)

Weitere Cover finden sich auf Seven Lears Website sowie auf dessen Facebook-Seite oder via Instagram.

 

Eine Auswahl aus Lears fortlaufender Albumcover-Mash-Up-Reihe findet ihr hier:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: