Archiv der Kategorie: Design

„Abstand, bitte!“ – Ikonische Albumcover in Zeiten der Corona-Pandemie


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Nun muss auch der orangefarbene „Fake News!“-Toupet-Clown so langsam aber sicher einsehen, dass die Corona-Pandemie die „one nation under God“ (aka. die US of A) aktuell so sicher im Würgegriff hat wie kaum ein anderes Land der Welt…

Wohl auch deshalb haben die aus Los Angeles stammenden Künstler Paco Conde und Beto Fernandez eine Reihe recht bekannter Albumcover neu gestaltet, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie wichtig es derzeit im gemeinsamen Miteinander ist, mindestens einen Sicherheitsabstand von zwei Metern voneinander zu halten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen (oder zumindest einzudämmen – #flattenthecurve und so). Soziale Distanz (oder eben „Social Distancing“) ist für viele von uns fast schon Normalität, und das wird wohl auch noch für eine Weile so bleiben…

Das Projekt mit dem Namen „6 Feet Covers„, bei dem die beiden Gründer der Kreativagentur Activista sowohl eine ernsthafte Botschaft als auch ein wenig Humoriges für alle #StayTheFuckHome-Geplagten im Sinn hatten, umfasst ikonische Kunstwerke wie das „Abbey Road“-Cover der Beatles, Blondies 1976er Debütalbum oder „The Man-Machine“ der Düsseldorfer Electro-Krautrock-Pioniere Kraftwerk. Paco Conde erzählte BuzzFeed, dass die Idee vor wenigen Tagen entstand, als er bemerkte, dass die Leute in der Schlange im Supermarkt die sechs Fuß (also etwa 1,8 Meter) umfassende Sicherheitsabstandsregel nicht respektierten. Also wählten er und sein Kreativ-Buddy Beto Fernandez einige berühmte Albumcover aus und änderten diese so ab, dass alle Bandmitglieder mindestens 6 Feet Abstand zueinander hatten. Näher kommen Musikkultur und Zeitgeist – allen Stream-Wohnzimmerkonzerten zum Trotz – in diesen Tagen kaum zusammen…

 

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(gibt’s auch hier oder hier in Groß zu sehen…)

 

Rock and Roll.

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„Bad Year“ & Co. – Dieser slowenische Kreative gestaltet berühmte Markenlogos in Zeiten der Corona-Krise um


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Spontaner erster Gedanke: Jure Tovrljan hatte wohl etwas mehr ungewohnte Freizeit im Home Office und sich daher bekannte Logos zur kreativen Brust genommen, um sie in einen aktuellen Kontext zu packen….

Der Grafikdesigner aus dem slowenischen Ljubljana hat bekannte Logos genommen, sie im Bezug der Corona-Pandemie transformiert und ihnen somit den passenden „neuen“ Look verliehen. Ein wenig schwarzhumorig-sarkastisch mag das – zumindest im ersten Moment und bevor man die durchaus ernst gemeinten Botschaften dahinter verstanden hat – schon sein, aber es passt einfach.

I tried to find something in every brand that communicates perfectly in normal circumstances, but is wrong in these difficult times – mermaid without a mask, Nike telling us to simply do it, Mastercard circles overlapping… If you turn it completely around, it becomes even more powerful.

Türen und Tore sind zu. Fußball, Konzerte und gesellschaftlichen Miteinander finden dieser Tage nicht mehr statt. Bezahlen am besten nur noch mit Karte – und schon gar nicht mehr im Restaurant oder beim Friseur (da – ja klar – auch geschlossen). Kontaktsperren hier, in einigen (Bundes)Ländern sogar Ausgangssperren. Die Welt wie wir sie kennen (oder kannten) verändert sich aktuell massiv – und warum sollen nicht auch Marken und deren Logos dieser Situation folgen?

Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden schwerwiegend sein, obwohl es noch zu früh ist, um zu sagen, wie die weltweite Krise globale Marken verändern wird. Auf eines werden wir alle uns jedoch einigen können: dass so einige weltbekannte Unternehmen in naher Zukunft wohl komplett umdenken müssen…

Die Idee zu den neu interpretierten Markenlogos kam Tovrljan laut AdAge übrigens nicht etwa, wie weiter oben vermutet, in der Home-Office-Selbstisolation zwischen Kind, Hund, MacBook und Herd, sondern beim Warten auf einen Kaffee bei Starbucks. Das modifizierte Mundschutz-Logo der US-Kaffeehauskette war demnach das erste, das der Slowene entwickelte. Von der Idee gebissen gestaltete der Grafikdesigner elf weitere Logos von Marken wie Mastercard, der NBA, Nike und den Olympischen Spielen neu. Einige Aktualisierungen verwenden dabei einfache Werbe-Wortspiel: United Airlines wird „geteilt“, Nike’s gleichnamiges „Just do it“ wird zu „Just don’t do it“ und aus den U.S. Open wird „U.S. closed“, aus LinkedIn wird „LockedIn“. Ja, auch in diesen Zeiten sollte man den Humor nicht in der Abstellkammer zwischen Desinfektionsmittel und Klopapier vergessen, denn schlechte Nachrichten hören wir alle ja leider schon zur Genüge. Da darf man ruhig mal über ein paar galgenhumorige Werbedesigns  – zumal mit der ein oder anderen Botschaft – schmunzeln!

Just an idea of how logos should look like in these difficult times. Hang in there, guys. Stay home.

Übrigens scheinen sich mittlerweile sogar noch weitere große Marken bei Jure Tovrljan gemeldet zu haben, die sich von ihm ebenfalls eine grafische Neugestaltung für die aktuelle Situation wünschen. So kann’s manchmal laufen…

 

 

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(alle Grafiken: Jure Tovrljan)

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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42 Jahre nach seinem Kumpel René Goscinny ist nun auch der französische Zeichner und Miterfinder der Comic-Reihe „Asterix“, Albert Uderzo, im Alter von 92 Jahren verstorben, wie seine Familie mitteilte.

Auch aus heutiger, weitaus digitalerer Sicht ist „Asterix“ noch immer eine Comic-Reihe par excellence – zeitlos, unterhaltsam, lehrreich und auch deshalb (und allein schon wegen geflügelten „Passierschein“-Gags!) aus der Popkultur kaum mehr wegzudenken. Wie so viele der Generation Ü30 habe auch ich in jungen Jahren so einige der mittlerweile 38 Bände mit den Abenteuer-Geschichten über den „unbeugsamen kleinen Gallier“, seinen gut beleibten, vom Zaubertrank gestärkten Kumpel Obelix und den Hund Idefix immer wieder durchgelesen, unendlich viel gelernt und immer Spaß gehabt. Deshalb, und mit einer nostalgischen Träne auf die eigene Kindheit im Augenwinkel: Merci et au revoir, Albert Uderzo!

(Auch an anderer Stelle verabschieden sich zahlreiche Fans…)

 

Rock and Roll.

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„Shredding For Satan“? – Ein Cover direkt aus der Artwork-Vorhölle…


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Zumindest früher lief’s ja so: Viele Bands und Künstler investierten eine Stange an Penunzen in die Konzeption eines einzigen Albumcovers, hielten sich gar einen eigenen Art Director oder buchten namenhafte Künstler oder Fotografen fürs Layout ihres neusten Langspielers – man denke etwa an Pink Floyd und Storm Thorgerson oder The Velvet Underground und Andy Warhol (ihr wisst schon – das Cover mit der Banane). Was wäre die Beatles-Platte „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ ohne ihr ikonographisches, mit tausenden Fährten und Finten bestücktes Artwork? Wären Led Zeppelin ohne die sich im Absturz befindliche „Hindenburg“ auf der Plattenfront ihres 1969 erschienenen Debüts je zur damals größten Rockband der Welt aufgestiegen? Yup, those were the days…

Aber auch anno dazumal ließ sich – wer heutzutage in den Grabbelkisten düsterer Second-Hand-Plattenläden schon mal seine Fingerchen im Spiel hatte, der wird mir da durchaus beipflichten – das ein oder andere Gegenbeispiel finden, so nach dem Motto: Einfach mal machen. Los, nehmen wir ein ungestelltes Polaroidfoto oder lassen uns, ohne großen Aufwand zu betreiben, als Band ablichten – das Metal-Genre etwa hat da die dollsten Chosen zu bieten und auch sonst lassen sich im weltweiten Netz Dutzende von Cover direkt aus der Artwork-Vorhölle finden.

Jedoch lohnt es sich in der Tat, ab und an genauer hinzuschauen (und gegebenenfalls ein wenig Recherche zu betreiben). Bestes Beispiel: das obige Coverartwork. Man könnte denken: Okay, Yvette Oldemeyer mit „Shredding For Satan“ – eine derbe skurril betitelte Vinyl-Single, die die US-Musikindustrie in den Fifties oder Sixties hervorgebracht hat. Dabei existieren weder die einnehmend sympathisch grinsende Künstlerin noch der Song (welcher sich heutzutage recht gut in der Tracklist eines Mogwai-Albums machen würde). Vielmehr hat sich irgendein begeisterter Photoshop-Witzbold einen Spaß erlaubt und aus der Frontseite des „1957 Popular Electronics magazine“ ebenjenes angeblich dem Beelzebub huldigende Plattencover gebastelt (so zumindest die hier gefundene Info)… Lustig ist’s trotzdem.

 

Rock and Roll.

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Ein weltbekannter Zebrastreifen im März 2020…


Wenn schon frische Luft schnappen, dann doch bitte mit ausreichend Sicherheitsabstand:

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Vielmehr dürfte es beim (sowie um den) bekanntesten Zebrastreifen der Welt, der auch auf ANEWFRIEND bereits an der ein oder anderen Stelle zu sehen war, aktuell jedoch so aussehen (im Zweifel kann man’s auch mit Live-Bildern checken):

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(beide Bilder: gefunden bei Facebook)

 

In diesem Sinne: Mal wieder „Abbey Road“ hören – und das in jedermanns Sinne am besten zuhause!

#StayTheFuckHome

 

 

Rock and Roll.

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