Schlagwort-Archive: DIY

„Girls to the front!“ – Die Dokumentation „The Punk Singer“ über „Riot Grrrl“-Sprachrohr Kathleen Hanna


e9d992a8851fa794f4400265c8d354bf5d4c462c

Sie gilt als „Rebel Girl“ und „Punk Feminist“. Als die Symbolfigur der Riot Grrrl-Bewegung Anfang der Neunzigerjahre und vereint feministische „Pro Choice!“-Revolution mit lautstarkem Punk Rock: Kathleen Hanna. Die 2013 erschienene Dokumentation „The Punk Singer“ zeichnet ein gleichsam persönliches wie einzigartiges Bild der Frontfrau von Bikini Kill, Le Tigre und The Julie Ruin.

 

„I’ve always thought that ‚punk‘ wasn’t really a genre. My band started in Olympia where K Records was and K Records put out music that didn’t sound super loud and aggressive. And yet they were punk because they were creating culture in their own community instead of taking their cue from MTV about what was real music and what was cool. It wasn’t about a certain fashion. It was about your ideology, it was about creating a community and doing it on your own and not having to rely on, kinda, ‚The Man‘ to brand you and say that you were okay.“

(Kathleen Hanna)

 

5558a8d3351bc

Zwanzig Jahre Filmmaterial visualisieren mit collagenhaften Rückblenden sowie zahlreichen Interviews und Konzertausschnitten den Kampf für Frauenrechte und weibliche Selbstbestimmung sowie gegen Gewalt, Sexismus und männlichen Machismus. Die via Kickerstarter finanzierte Dokumentation von Regisseurin Sini Anderson taucht noch einmal ein in den DIY-Zeitgeist der frühen Neunziger und in eine ebenso wilde wie kreative Keimzelle, welche während dieser Zeit im US-amerikanischen Nordwesten um Portland, Olympia und Seattle herum entstand, und aus der eben nicht nur Bands wie Pearl Jam, Soundgarden oder Nirvana hervorgingen, sondern eben auch Bikini Kill. (Übrigens: Der Legende nach hätte es Nirvanas Grunge-Evergreen „Smells Like Teen Spirit“ ohne Kathleen Hannas Zutun so nie gegeben, schließlich entstand der Songtitel, als Hanna, die damals gut mit Frontmann Kurt Cobain befreundet war, den Satz „Kurt Smells Like Teen Spirit“ – auf deutsch: „Kurt riecht nach Teen Spirit“ – an eine Wand in dessen Wohnung schrieb, da Cobain nach dem Deodorant namens „Teen Spirit“ roch, welches seine damalige Freundin Tobi Vail benutzte. Cobain gefiel die Implikation des Satzes, also verwendete er ihn schließlich als Songtitel. Der Rest? Ist allseits bekannte Musikgeschichte.) Und obwohl gerade Bikini Kill zwar einflussreich, bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1997 jedoch lediglich leidlich kommerziell erfolgreich waren, machte gerade ihr Wirken Bands wie Pussy Riot (gerade bei den radikalen russischen Aktivistinnen ist der Einfluss unverkennbar), Gossip, Petrol Girls, War On Women oder Screaming Females erst möglich, während auch bei mit Lust die Grenzen der Konventionen sprengenden Künstlerinnen wie Amanda Palmer, Kate Nash und Miley Cyrus Hanna’sche Einflüsse deutlich erkennbar sind…

MV5BMjEzNzQxNzUxNF5BMl5BanBnXkFtZTgwMDY5MTY1MDE@._V1_UY1200_CR90,0,630,1200_AL_.jpgNeben Hanna selbst lässt Regisseurin Sini Anderson in ihrer 80-minütigen Dokumentation auch Freunde und Wegbegleiter wie Kim Gordon (Sonic Youth), Joan Jett (The Runways, Joan Jett & the Blackhearts), Carrie Brownstein und Corin Tucker (Sleater-Kinney), Johanna Fateman (Le Tigre) oder Ehemann Adam Horovitz (Beastie Boys) zu Wort kommen. Kathleen Hanna selbst nutzte vor einigen Jahren den Film, um ihr langjähriges Schweigen zu beenden und den tatsächlichen Grund ihres Rückzugs aus dem Rampenlicht im Jahr 2005, als sich ihre neue Electropunk-Band Le Tigre anschickte, größere Erfolge zu feiern und als neues Sprachrohr der LGBTQ-Bewegung zu etablieren, zu erklären. Denn obwohl es um das einstige Gesicht der Riot Grrrls still geworden sein mag (ihr letztes kreatives Lebenszeichen war 2016 das The Julie Ruin-Album „Hit Reset„), macht „The Punk Singer“ eines deutlich: heute wie damals nimmt die mittlerweile 50-jährige Ex-Bikini Kill-Frontfrau (politisch) kein Blatt vor den Mund. All girls to the front!

(Übrigens: Für all diejenigen, denen der Name Kathleen Hanna bislang rein gar nichts sagte, haben die Kollegen des ByteFM Blog eine musikalische Übersicht von „Kathleen Hanna in fünf Songs“ zusammengestellt. Feine Sache, das. Allen anderen sei so oder so der Soundtrack zu „The Punk Singer“ empfohlen.)

 

Hier gibt’s den Trailer…

 

…und hier „The Punk Singer“ komplett im Stream:

 

 

3aea7e27-65df-4ed9-96c3-9302446aa747

Foto: Allison Michael Orenstein

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

„True Love Will Find You In The End“ – Daniel Johnston ist tot.


djfeature

„In tiefer Trauer“ bestätigte Daniel Johnstons Familie am 11. September den Tod des Ausnahmekünstlers, der tags zuvor in seinem Zuhause in Houston, Texas gestorben sei.

„Daniel war Sänger, Songschreiber, Künstler und unser aller Freund“, heißt es in einem Statement, in dem auch Johnstons älterer Bruder Dick und sein langjähriger Manager den Verstorbenen würdigen. „Obwohl er den Großteil seines Erwachsenenlebens mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen hatte, triumphierte Daniel mit seinen fruchtbaren Kunstwerken und Songs über seine Krankheiten. Er hat zahllose Fans, Künstler und Songwriter mit seiner Message inspiriert, dass egal wie dunkel der Tag auch sein mag ‚die Sonne auf mich scheint‘ und ‚du am Ende wahre Liebe finden wirst.‘ Daniels Leben und Musik haben das Hi, How Are You-Projekt angestoßen, das zur offenen Diskussion über psychische Probleme anregen will. Sein Geburtstag, der 22. Januar, wird als „Hi, How Are You“-Tag gefeiert.“ 

Nirvana-T-Shirts-Kurt-Cobain-Daniel-Johnston-Rock-Roll-band-t-hemd-Hallo-Wie-Sind-Sie.jpg_640x640q70Auch unzählige Musiker machten ihre Wertschätzung für Johnston öffentlich und schrieben teils sehr persönliche Erinnerungen. Courtney Love teilte ein Bild ihres verstorbenen Mannes Kurt Cobain, auf dem dieser ein T-Shirt von Johnston trägt. „Ruhe in Frieden, Daniel Johnston. Du warst so ein liebenswerter Mensch“, schrieb sie in einem Beitrag. Cobain hatte dem Songwriter Anfang der Neunziger durch das öfter getragene T-Shirt und die Erwähnung Johnstons unter seinen 50 Lieblingsplatten vor allem in Indie-Kreisen einen enormen Popularitätsschub verschafft. Lee Ranaldo von Sonic Youth sprach in einem Twitter-Post von der „fragilen Brillanz“ von Johnstons Songs, die ihn seinerzeit beim ersten Hören „vollkommen umgehauen“ habe. Sonic Youth hatten vergeblich versucht, Johnston zu protegieren und ihm zum großen Durchbruch zu verhelfen, was unter anderem wegen Johnstons psychischen Problemen jedoch scheiterte. „Sein Genie musste beschützt werden…“, so Ranaldo.

Daniel Johnston wurde 1961 in Kalifornien geboren und wuchs in West Virginia auf. Schon als Jugendlicher nahm er allein in einer Garage seine eigenen Songs auf Kassetten auf, meist sang er dabei einfach zu Klavier oder elektronischer Orgel. Seine Stücke waren geprägt durch ihren LoFi-Charakter und ihre intuitive, fast kindlich-naive melodische Schönheit, durch deren manchmal schiefe Töne und handwerkliche Mängel pures Songwriter-Genie sowie mitreißende Herzlichkeit strahlten. Auch seine Zeichnungen, die oft seine DIY-Kassettencover zierten, zeugten von unbändiger Kreativität und scheinbar uferloser Fantasie.

Ab Anfang der Achtziger verteilte Johnston in seiner neuen Wahlheimat Austin, Texas seine selbst produzierten Kassetten und spielte Konzerte. Mitte des Jahrzehnts war er dank brillanten Alben wie „Songs Of Pain“ (1981), „Yip/Jump Music“ (1983) und „Hi, How Are You“ (1983), allesamt Werke voll brüchig-schöner LoFi-Songwriter-Kunst, auf dem Sprung in eine größere Öffentlichkeit – seine Schizophrenie und bipolare Störung verhinderten jedoch größere Erfolge. So warf Johnston etwa 1990 während einer manischen Episode den Zündschlüssel (!) aus einBeam Me Up!em Flugzeug, die folgende Bruchlandung überlebten er und sein Vater nur mit Glück. Johnston wurde daraufhin zeitweise in die Psychiatrie eingewiesen.

Nach dem von Kurt Cobain ausgelösten Hype um Johnston veröffentlichte er 1994 beim Majorlabel Atlantic das Album „Fun“, das jedoch floppte, woraufhin der scheue Songwriter erneut größtenteils aus der Öffentlichkeit verschwand. Dank Projekten wie der 2004 erschienenen Compilation „The Late Great Daniel Johnston: Discovered Covered„, auf welcher prominente Fans wie Tom Waits, Bright Eyes, TV On The Radio, Death Cab For Cutie oder Beck Johnstons Songs neu interpretierten, oder der beeindruckenden, 2006 veröffentlichten Dokumentation „The Devil And Daniel Johnston“ (gibt es hier im Stream), die das Ringen des Künstlers mit seinen Dämonen und seine Kunst ebenso schmerzlich wie eindrucksvoll in Szene setzt (und 2005 beim Sundance Film Festival den „Documentary Directing Award“ erhielt), wuchs Johnstons Popularität schnell wieder an. In den Nuller-Jahren veröffentlichte er sogar wieder Alben – zuletzt 2010 „Beam Me Up!“ – und spielte, wenn auch mit immer brüchigerer Stimme, etwas häufiger Konzerte (er trat zum Beispiel 2008 an der Seite von Glen Hansard und Markéta Irglová auf, um gemeinsam seinen Song „Life In Vain“ zu performen). Zuletzt hatte Johnston vermehrt unter nicht näher genannten gesundheitlichen Problemen gelitten und war mehrfach ins Krankenhaus eingeliefert worden; 2017 hatte er deshalb schließlich das Ende seiner Tour-Karriere verkündet.

Medienberichten zufolge erlag Johnston am 10. September einem Herzinfarkt. Er wurde 58 Jahre alt. Mach’s gut, Daniel Johnston!

daniel-johnston

 

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Der Jahresrückblick – Teil 2


Wie zum Ende bisher jeden Jahres seit… – Ja, wann eigentlich? Gefühlt bereits seit etwa 20 Lenzen! – gingen auch in den letzten Tagen von 2018 meine mittlerweile “traditionellen” Jahresmixtapes an die ersten Empfänger raus. Einziges Konzept, wie immer: die Songs mussten nicht zwingend von 2018 stammen, mich jedoch in diesem Jahr begeistert, erfreut, bewegt etc. haben. Und das ist bei diesen 59 Stücken beziehungsweise mehr als drei Stunden Musik zweifellos der Fall. Außerdem dürften auch hier die regelmäßigen Blogwärte – sorry für den kleinen infantilen Wortwitz, der musste mal eben wieder an die frische Luft – aufmerken, denn der ein oder andere Song könnte ihnen natürlich durchaus bekannt vorkommen…

Drei Mal querbeet durch meinen Kosmos der gehobeneren musikalischen Unterhaltung 2018, á la ANEWFRIEND – hier die Tracklists zum Nachjagen, Aufstöbern und Nachbasteln…

 

2018 – Vol. 1

vol. 11.  Intro

2.  Selig – Unterwegs

3.  Gloria – Der Sturm

4.  The Baboon Show – Radio Rebelde

5.  Worriers – The Possibility

6.  Mastersystem – The Enlightenment

7.  Eels – Bone Dry

8.  Levi The Poet – The Dark Night Of The Soul

9.  HAEVN & The Belgian Session Orchestra – Fortitude

10. The Boxer Rebellion – Here I Am

11. Philip Selway – Let Me Go

12. Mandy Harvey – Try

13. Sigrid – Everybody Knows

14. Antje Schomaker – Ganoven

15. Twin Oaks – Eighteen Minutes

16. Pianos Become The Teeth – Charisma

17. Campfires In Winter – Free Me From The Howl

18. Amy Shark – Adore (live session)

19. Enno Bunger – Wo bleiben die Beschwerden? (live am Klavier)

20. lexi – Ocean Eyes

21. Lykke Li – I Know Places

22. Outro

 

2018 – Vol. 2

vol. 21.  Intro

2.  Heather Maloney – A Hard Rain’s A-Gonna Fall

3.  Großstadtgeflüster – Die Kaputtilation

4.  Kafvka – 2018

5.  City Light Thief – Trickster

6.  Paramore – Misery Business

7.  Petrol Girls – Sister

8.  Toy Cars – Erie (feat. Jenna Murphy)

9.  Lucy Dacus – Night Shift

10. Restorations – Nonbeliever

11. Quiet Slang – Future Mixtape For The Art Kids

12. Tomberlin – I’m Not Scared

13. Snow Patrol – What If This Is All The Love You Ever Get

14. Ocie Elliott – I Got You, Honey

15. The Mountain Goats – Love Love Love

16. Tom Lowman – We Can’t All Be Damien Rice

17. Alli Neumann – Merlot, Macht & Muse

18. Orchards – Peggy

19. A Perfect Circle – Feathers

20. We Are Modular – Broken Wings

21. What Winter Feels Like (by SoSonia)

22. Outro

 

2018 – Vol. 3

vol. 31.  Intro

2.  Blackberry Smoke – You Got Lucky (feat. Amanda Shires)

3.  William Fitzsimmons – 17 + Forever

4.  a-ha – Take On Me (MTV Unplugged – Summer Solstice)

5.  Theodor Shitstorm – Schuld

6.  Ex:Re – New York

7.  Mia Diekow – Das Lied

8.  Sofia Bolt – Get Out Of My Head

9.  The Beths – Not Running

10. Moaning Lisa – Carrie (I Want A Girl)

11. Yellowknife – In Basements

12. Spanish Love Songs – Otis / Carl

13. Cursive – It’s Gonna Hurt

14. Monica Martin – Cruel

15. Copeland – Pope

16. By The Wind Sailor – We Will Find A Way

17. boygenius – Souvenir

18. Clueso – Wenn ein Mensch lebt

19. Fynn Kliemann – Zuhause

20. Hannes Wittmer – Volkslied

21. Outro

 

(Coverartwork entnommen aus der Reihe „Annie Montgomerie’s Surreal Anthropomorphic Figures“ von Annie Montgomerie)

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Muncie Girls – „Picture Of Health“


Muncie-Girls-by-Robin-Christian-e1529920552407

Foto: Robin Christian / Promo

Ernste Songs müssen auch bitteschön ernst klingen? Bullshit, mate!

Das jedenfalls könnten sich die Muncie Girls gedacht haben. Denn scheinbar hat das Punkrock-Trio aus dem englischen Exeter großen Spaß dabei, dem geneigten Zuhörer Finten zu legen, schließlich ist das einzige „Girl“ der Band Frontfrau Lande Hekt (Gitarre/Gesang), während sich Dean McMullen an der zweiten Gitarre und Luke Ellis am Schlagzeug hinter ihr einreihen und den Songs des vor wenigen Tagen erschienenen zweiten Albums „Fixed Ideals“ Rhythmus verleihen.

51uwVrWX7GL._SS500Überhaupt: die Songs. In denen erzählt Lande Hekt gleichsam selbstbewusst wie eloquent höchst persönliche Geschichten, etwa von ihren Erfahrungen mit Alkoholproblemen oder der Behandlung psychischer Erkrankungen, speziell Angstzuständen („Clinic„, „Picture Of Health“), reflektiert ihre Kindheit mit zwei Geschwistern und einer alleinerziehenden Mutter („Family Of Four“) oder rechnet – gleich in der Eröffnungsnummer „Jeremy“ – mit ihrem prügelnd-nationalistischen Arschloch-Vater ab, der die Sängerin als Kind verleugnete und ihre Mutter nie unterstützte. Dazwischen reihen sich, wie schon beim vor zwei Jahren veröffentlichten Debütalbum „From Caplan To Belsize„, kleine feministische Hymnen wie „Fig Tree“ (mit astreinen Springsteen-Riffs im Gepäck) oder „Locked Up“ aneinander. Schwere Kost, eigentlich (wozu übrigens auch die Randnotiz passt, dass der Albumtitel, wie schon der des Debüts, einem Gedicht der eh fürs Schwermütige berüchtigten Autorin Sylvia Plath entstammt) – wären da nicht die großartigen, gen punkigem Indiepop-Firmament stürmenden Melodien. Denen wiederum kommt zugute, dass Lande auf dem neuen Album zum ersten Mal Bass und Gitarre spielt. Sie erklärt: „Songs mit zwei Gitarren klingen gleich um einiges komplexer. Beim Schreiben und während der Aufnahmen habe ich ziemlich viel unterschiedliche Musik gehört, die den Sound des Albums hörbar beeinflusst haben. Bands wie The Replacements, Siouxsie and the Banshees, The Popguns und The Pastels. Wir sind dieses mal definitiv viel abenteuerlustiger und experimentierfreudiger gewesen als je zuvor.“

Alles in allem ist den – hierzulande übrigens noch immer sträflich unbekannten – Muncie Girls,  die sich bereits seit Kindheitstagen kennen und sich auch ihre heimatliche Fanbase durch zig selbst organisierte DIY-Shows (Punkrock Spirit galore!) peu á peu erspielt haben, mit „Fixed Ideals“ eine runde, zwar recht kurzweilige aber umso herzlichere und mit ordentlich Pop und Schmackes verzierte Indie-Punk-Scheibe gelungen, bei der sich – gefühlt – Referenz-Bands wie Siouxsie And The Banshees oder Dover die musikalische Klinke in die Hand geben.

Das Leben ist schließlich bereits ernst genug…

 

 

„Seven days of fucked up dreams but did I ever fall asleep? No-one ever waits for me, I’m the one forgotten sheep. I think I’m mostly sleepwalking, or I’m at least presumed to be. I’m always trying to count to ten but I’m always stuck at three.
Do you read, does it help you to breath when you’re trying to sleep well? But nothing’s going well.
I’ve been having a hard time looking after myself. You’re not looking exactly like a picture of health. I was thinking maybe you could look after me and I could do the same for you. Just for a while ‘till we’re back on our feet.
Seven days can make you think that good friends are an illusion. I think they think I think too much, but good sense is in confusion. I try not to think about what I’ve done to my liver, to my lungs. Lying on my bedroom floor, low mood, highly strung…“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Der Jahresrückblick – Teil 2


Wie zum Ende bisher jeden Jahres seit… – Ja, wann eigentlich? Gefühlt bereits seit etwa 15 Jahren! – gingen auch in den letzten Tagen von 2017 meine mittlerweile “traditionellen” Jahresmixtapes an die ersten Empfänger raus. Einziges Konzept, wie immer: die Songs mussten nicht zwingend von 2017 stammen, mich jedoch in diesem Jahr begeistert, erfreut, bewegt etc. haben. Und das ist bei diesen 57 Stücken beziehungsweise mehr als drei Stunden Musik zweifellos der Fall. Außerdem dürften auch hier die regelmäßigen Blogwärte – sorry für den kleinen infantilen Wortwitz, der musste eben raus – aufmerken, denn der ein oder andere Song könnte ihnen natürlich durchaus bekannt vorkommen…

Drei Mal querbeet durch meinen Kosmos der gehobeneren musikalischen Unterhaltung 2017, á la ANEWFRIEND – hier die Tracklists zum Nachjagen, Aufstöbern und Nachbasteln…

 

2017 – Vol. 1

Vol. 11.  Intro

2.  Gisbert zu Knyphausen – Das Licht dieser Welt (Band Version)

3.  Mac McCaughan – Happy New Year (Prince Can’t Die Again)

4.  Spoon – I Ain’t The One

5.  Evan Dando – Shots Is Fired (feat. Liv Tyler) [alt. version]

6.  Basement – My Favourite Game

7.  Cloud Nothings – Sight Unseen

8.  BRUTUS – Drive

9.  Petrol Girls – Touch Me Again

10. Western Daughter – Pillars Of Salt

11. Strand Of Oaks – Radio Kids

12. Pale Honey – Youth

13. Alice Merton – No Roots

14. Playfellow – Stripped

15. Einar Stray Orchestra – As Far As I’m Concerned

16. Mosa Wild – Smoke

17. Fiesta Morose – The Race

18. Tom Schilling & The Jazz Kids – Kein Liebeslied

19. Judith Holofernes – Der Krieg ist vorbei

20. Gisbert zu Knyphausen – Das Licht dieser Welt

21. Outro

 

2017 – Vol. 2

Vol. 21.  Intro

2.  HAIM – Right Now (live at Valentine Recording Studios)

3.  Roky Erickson – Two Headed Dog (red temple Prayer) [live on KSJO Radio]

4.  Foo Fighters – Run

5.  Brand New – 137

6.  Brand New – Out Of Mana

7.  Albert Hammond, Jr. – Caught By My Shadow

8.  Sorority Noise – No Halo

9.  Fiskur – Too Slow, Too Far

10. The xx – Brave For You (Marfa Demo)

11. Jarle Skavhellen – The Ghost In Your Smile

12. Jason Isbell and the 400 Unit – If We Were Vampires

13. Gurr – Moby Dick

14. St. Vincent – New York

15. The Weepies – World Spins Madly On

16. Teitur – Home

17. Moses Pelham mit Stefanie Kloß – Meine Heimat

18. Fortuna Ehrenfeld – Der Puff von Barcelona

19. Gary Jules – Falling Awake

20. listener – There’s Money In The Walls

21. Norah Jones – Black Hole Sun (live in Detroit, May 23, 2017)

 

2017 – Vol. 3

Vol. 31.  Intro

2.  Gang Of Youths – Achilles Come Down

3.  Faber – So soll es sein

4.  Tiny Moving Parts – Caution

5.  Free Throw – Hope Spot

6.  Julien Baker – Shadowboxing

7.  Blis. – Lost Boy

8.  Father John Misty – Pure Comedy

9.  Stereophonics – What’s All The Fuss About?

10. Selig – Unterwegs

11. Das Paradies – Du, die anderen und ich

12. Communist Daughter – Keep Moving

13. The Neverly Boys – Burn Hollywood Burn

14. William Patrick Corgan – Aeronaut

15. Dhani Harrison – All About Waiting (feat. Camila Grey)

16. Billy Bragg – Why We Build The Wall

17. Faber – Wer nicht schwimmen kann der taucht

18. Gang Of Youths – Say Yes To Life

19. Taylor Swift – New Year’s Day

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,

Der Jahresrückblick – Teil 2


Wie zum Ende bisher jeden Jahres seit… – Ja, wann eigentlich? Gefühlt bereits seit annähernd 15 Jahren! – gingen auch in den letzten Tagen von 2016 meine mittlerweile “traditionellen” Jahresmixtapes an die ersten Empfänger raus. Einziges Konzept, wie immer: die Songs mussten nicht zwingend von 2016 stammen, mich jedoch in diesem Jahr begeistert, erfreut, bewegt etc. haben. Und das ist bei diesen 75 Stücken beziehungsweise mehr als fünf Stunden Musik zweifellos der Fall. Außerdem dürften auch hier die regelmäßigen Blogwärte – sorry für den kleinen infantilen Wortwitz, der musste eben raus – aufmerken, denn der ein oder andere Song könnte ihnen natürlich durchaus bekannt vorkommen…

Vier Mal querbeet durch meinen Kosmos der gehobeneren musikalischen Unterhaltung 2016, á la ANEWFRIEND – hier die Tracklists zum Nachjagen, Aufstöbern und Nachbasteln…

 

Vol. 1

1.  Introvol-1

2.  Lotte Kestner – Space Oddity

3.  Charity Children – Whispering Still

4.  Chloe Charles – My Child (acoustic)

5.  7fields – Heart In A Cage

6.  Daughter – Doing The Right Thing

7.  Savages – Adore

8.  Turbostaat – Abalonia

9.  Jupiter Jones – Jede Viertel Sekunde

10. Songs:Ohia – Coxcomb Red

11. The Jury and the Saints – Monday Morning

12. A. Sinclair – Suit Up (Audiotree Live Session)

13. ZuZu – Where’d You Go? (live demo)

14. Muncie Girls – Pet Sematary

15. Summering – Summering

16. Wintersleep – Amerika

17. Rise Against – People Live Here

18. DOTA – Grenzen

19. The Rural Alberta Advantage – Starman

20. Julien Baker – Go Home

21. Outro

 

Vol. 2

1.  Introvol-2

2.  Pale Blue – Thirteen

3.  ABAY – A Boat

4.  Jamie T – Sign Of The Times

5.  Kevin Devine – No History

6.  Brett Newski – Garage

7.  PUP – If This Tour Doesn’t Kill You, I Will

8.  Coppersky – André

9.  Beatsteaks & Dirk von Lowtzow – French Disko

10. The Strumbellas – Spirit

11. Elephant Revival – Quill Pen Feather

12. Moddi – Punk Prayer

13. HER – Revolution

14. Mojib – Home Is Where The Heart Is

15. FEWS – Zlatan

16. My Morning Jacket – One Big Holiday

17. Mother’s Cake – Invisible (live at Propolis)

18. Moop Mama – Meermenschen (live im Proberaum)

19. Jack & Amanda Palmer – Black Boys On Mopeds

20. The Lion & The Wolf – The Pinching Point

 

Vol. 3

1.  Introvol-3

2.  Marble Sounds – Tout et partout

3.  SHEL – Enter Sandman

4.  Woodpigeon – Lullaby

5.  Sunset Rubdown – Shut Up I Am Dreaming Of Places Where Lovers Have Wings

6.  Will Varley – The Man Who Fell To Earth

7.  Bear’s Den – New Jerusalem

8.  mewithoutYou – Nine Stories

9.  Animal Flag – Borrowed Bones

10. Microwave – Vomit

11. Thrice – Black Honey

12. You Blew It! – Autotheology

13. ABAY – Different Beds

14. Tiger Lou – California Hauling

15. Red Hot Chili Peppers – Encore

16. Frightened Rabbit – I Wish I Was Sober (feat. Mike McCready)

17. Mitski – Your Best American Girl

18. Tigeryouth – Magdeburg

19. Schreng Schreng & La La – Dschungelkoffer

20. I Have A Tribe – After We Meet

21. Outro

 

Vol. 4

1.  Introvol-4

2.  The Jim Carroll Band – People Who Died

3.  Queen – Spread Your Wings (BBC Session)

4.  Lady Gaga – Til It Happens To You

5.  Kraków Loves Adana – OMG I Missed You

6.  Josin – Midnight Sun

7.  Margaret Glaspy – You And I

8.  Ben Abraham – You And Me

9.  Vance Joy – Fire And The Flood (acoustic)

10. Die Höchste Eisenbahn – Gierig (detektor.fm-Session)

11. Conor Oberst – Mamah Borthwick (A Sketch)

12. The Hotelier – Goodness Pt. 1

13. Julien Baker – Something

14. Daphne Willis – Something

15. Lacey Sturm – Roxanne (live)

16. Bruce Springsteen & The E Street Band – Purple Rain (live)

17. Queen – White Queen (As It Began) [BBC Session]

18. The Last Town Chorus – Modern Love

19. ZAZ – Je veux (live)

20. Outro

 

Rock and Roll.

 

Getaggt mit , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: