Schlagwort-Archive: Kunst

Zitat des Tages


(aus „Thirst: Poems„, 2006)

(Mary Jane Oliver, 1935 -2019, US-amerikanische Dichterin und Pulitzer-Preisträgerin)

Rock and Roll.

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„Springfieldalbums“ – Berühmte Plattencover im Simpsons-Look


Rock goes Springfield – Die Seite „Springfieldalbums“ kombiniert gleich verdammt zwei großartige Dinge: Die Simpsons und Musik! So kreieren die Macher berühmte Albumcover – vor allem aus dem breiten Spektrum der Rockhistorie – mit der gelbsten Familie der TV-Geschichte sowie weiteren Bewohnern von Springfield – und zaubern aus diesem Culture Clash das eine oder andere amüsante Meisterwerk. ANEWFRIEND hat euch hier ein paar Highlights zusammengetragen – deutlich mehr findet man auf Instagram oder Facebook🤘

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


(gefunden bei Facebook / Zeichnung von Shamsia Hassani)

Ein Bild, das mehr sagt als so viele Worte… Und trotzdem möchte ich ein, zwei Gedanken verlieren.

Was kennzeichnet heutzutage nahezu jede Nachrichtensendung? Nun, im Grunde vor allem eines: dass einem der Sprecher oder die Sprecherin einen „Guten Abend“ wünscht und in den nächsten Minuten sein (oder ihr) Bestes tut, um ausreichend Argumente dafür zu liefern, dass ebenjener Abend – zumindest vor der eigenen Türschwelle – alles andere als ein guter ist…

Wenn ein Land im Stich gelassen wird, dann stirbt oft auch ein kleines Stück von der Hoffnung auf das Gute im Menschen. Anhand dessen, was sich da im Staub zwischen Ghanzi, Kundus oder Kabul gerade ereignet, kommen einige der schlechtesten Eigenschaften der menschlichen Spezies zum Vorschein, kommt so vieles zusammen, das uns unser Tellerrand oft genug nicht zu sehen erlaubt – was wiederum vor allem davon kommt, dass man als vornehmlich satter, weich gepolsterter, recht privilegierter Westler (nicht im nationalen, sondern im internationalen Sinne gemeint, freilich) prinzipiell in die andere Richtung zu schauen gelernt hat oder sich gar nicht erst bemüht, einen anderen, offeneren Blickwinkel einzunehmen. Und anstatt sich auf ihre menschlichen Werte, auf das wirklich Wichtige in diesem Moment zu besinnen, zittern bundesdeutsche Politiker wie Laschet, Lindner oder Söder vor allem davor, dass sich „2015 wiederholen“ könnte. Gedankengänge, die in manch einem (mir etwa) vor allem ein gewisses Maß an Ekel hervorrufen… Vor allem, wenn man daran denkt, was für nette, bescheidene und ebenso freundliche wie gut ausgebildete Menschen wir mittlerweile kennenlernen durften (so man denn dem lohnenswerten Dialog mit Geflüchteten offen gegenübersteht), die eben damals, 2015, – aus welchen Gründen auch immer – fliehen mussten – und was ebenjene Menschen zu berichten hatten. Angst, Schrecken und Mühsal wie sie – wir in den Industrienationen kennen all das in diesem Ausmaß nicht im Ansatz, regen uns dafür umso lieber über all die kleinen Erste-Welt-Wehwehchen auf. Klar: die Gnade der Geburt am sichereren Fleck dieser Erde. Keine Schuld, dafür ein gerüttelt Maß an Antipathie und Ekel steigt mir in diesen Tagen im Halse hoch, während Trilliardäre wie Jeff Bezos, Elon Musk oder Richard Branson vor lauter prall gefüllten Geldspeichern nichts Besseres wissen, als ihre Dollars gen Kosmos zu blasen. Zynismus beherrscht manch gut betuchter quasi aus dem Effeff…

Ja, manchmal ist der Mensch nicht fair zum Menschen. Manchmal ist der Mensch dem anderen Menschen gegenüber nicht er selbst. Lupus est homo homini. Ein Akt im großen Trauerspiel, welches einen in mancher fatalistisch-schwarzen Minute wünschen lässt, die ganze verdammte Menschheit möge doch lieber heute als morgen Zugrunde gehen – Gründe dafür liefert sie tagtäglich genug.

Rock and Roll.

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Wenn sich der Rassismus Bahnen bricht – Der schockierende Kurzfilm „The Long Goodbye“ von Riz Ahmed


Es sind nur etwa zehn Minuten Spielzeit – mehr jedoch brauchen Riz Ahmed und sein Team (zu dem unter anderem auch Regisseur Aneil Karia zählt) auch nicht, um dem Publikum einen mittelschweren Schock zu versetzen. Beim wie in jedem Jahr sehr gut kuratierten Berliner Kurzfilmfestival „British Shorts“ war es vor allem sein Film „The Long Goodbye„, der wohl noch lange nachhallte. Ahmed, der 2010 durch den Film „Four Lions“ bekannt wurde und zuletzt im Oscar-nominierten (und übrigens unbedingt sehenswerten!) Drama „Sound of Metal“ die Hauptrolle übernahm, ist Brite mit pakistanischen Wurzeln und erzählt hier eine im Grunde grimmige Dystopie, die jedoch erschreckend jetztzeitig wirkt. Man sieht dabei zunächst eine harmonische, lebhafte pakistanisch-britische Familie an einem ganz normalen Nachmittag. Bis plötzlich lautes Brüllen ertönt. Und jemand ruft: „They’re rounding people up! It’s happening!“.

Was dann kommt, ist eine schonungslose Darstellung von ausgelebtem und ungezügeltem Rassismus. Eine nationalistische, britische Skinhead-Gang stürmt das Haus, verfrachtet Frauen und Kinder in einen Lieferwagen und lässt die Männer auf der Straße knien, wo sie am Ende liquidiert werden. Die Nachbarn? Gaffen nur starr – und bleiben stillschweigend in ihren Häusern. Die Polizei? Steht untätig daneben und plaudert derweil entspannt mit den nur teilweise vermummten Rassisten. Am Ende teilt Riz Ahmed seine Gedanken in einer Art gerapptem Monolog, der um die Frage kreist: „Where are you really from?“. Darin gibt es grimmige, starke Zeilen wie diese: „My people built the west, we even gave the skinheads swastikas“

Natürlich zeigt der elfminütige Kurzfilm hier eine Dystopie – die allerdings weder allzu fern, noch – leider – allzu undenkbar erscheint (wie es die meisten Dystopien eben so an sich haben). Weil sie zum einen all den Schicksalen ähnelt, an die auch wir in Deutschland durch die zahlreichen Stolpersteine und die nahezu täglich durch die Nachrichten geisternden Fälle von Rassismus erinnert werden. Und weil sie zum anderen die oft rassistische Polemik der britischen Tabloids und auch die der britischen Regierung weiterdenkt. Traurigerweise berichten Menschen mit Migrationshintergrund häufig davon, dass die rassistischen Übergriffe in Post-Brexit-England häufiger geworden sind in den letzten Jahren, während auch außerhalb der britischen Inseln der Hass auf alles Fremde und Unbekannte – und das nicht nur anhand von Wahlergebnissen – kaum weniger wird. All das mögen lediglich Symptome für weitaus tiefergreifende Probleme sein, aber sie sollten uns allen zu denken geben…

Begleitend zum Kurzfilm erschien im vergangenen Jahr Ahmeds ebenfalls „The Long Goodbye“ betiteltes Album, das ähnliche Themen aufgreift.

(via Vimeo)

Rock and Roll.

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