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Song des Tages: Maxim – „Alter Freund“


Wohl nur wenige Songschreiber, die sich da in der bundesdeutschen Indie-Pop-Hemisphäre herumtreiben, verbinden Tiefgang und Komplexität mit einem derart feinen Gespür für Eingängigkeit wie Maxim Richarz. In seinen Songs behandelt der 38-jährige Musiker aus Nordrhein-Westfalen, der der Einfachheit halber seinen schnöden Nachnamen gleich weglässt, zwar oft große Themen wie Schmerz, Druck und Verlust, bleibt dabei jedoch stets zugänglich – man höre nur das auch heute noch tolle „Meine Soldaten“ vom 2013er Album „Staub“ oder meinetwegen gleich das komplette bislang jüngste, im reduzierten Session-Rahmen entstandene Werk „Reprise„.

4260031580568Nun, seit ebenjenem sind nun auch schon wieder drei Jahre vergangen. Und deshalb kündigte der Sänger kürzlich sein neues Studioalbum „Grüne Papageien“ an, welches am 14. August erscheinen wird. Mehr sogar: Der Musiker mit der wundervollen, stets melancholisch verhangenen Stimme, der seine ersten musikalischen Gehversuche vor etwa 15 Jahren tatsächlich im Roots-Reggae unternahm, hat bereits drei Songs aus dem neuen Werk hören lassen – „Wie man loslässt„, „Marseille“ und „Alter Freund“.

Und vor allem bei letzterem Stück überrascht der Sohn einer Französin nun mit einem ähnlich reduzierteren Sound wie schon bei den mit einer Live-Band aufgenommenen Songs von „Reprise“. Seine sonst so großen Pop-Produktionen, welche man zuletzt auf dem 2016 veröffentlichten Studioalbum „Das Bisschen was wir sind“ hören konnte, weichen nun teils akustischen Arrangements. So benötigt das Stück kaum mehr als eine akustische Gitarre, um vollends zu wirken, was den einen oder die andere vielleicht an andere große deutsche Befindlichkeitslyriker wie etwa Gisbert zu Knyphausen denken lässt (wäre es ein Piano, so läge wohl auch Enno Bunger recht nahe). Maxim erinnert sich in „Alter Freund“ an eine Zeit in seinem Leben, die von Krankheit und innerer Unruhe durchzogen war, was ja leider nur allzu gut ins aktuelle Zeitgeschehen passt.

„Was auch immer ich gesagt hab‘ als ich im Fieber lag – es tut mir leid“, singt er. Und weiter: „Ich hab gedacht, ich wär‘ allein, mein alter Freund. Ich hab‘ gedacht, ich wär‘ allein und wenn ich blind um mich geschlagen habe, wollte ich doch nicht, dass es dich trifft“. Jedoch schwingt in diesen Zeilen eben auch eine Menge Hoffnung mit – und die Einsicht, dass man vielleicht doch nicht so allein ist, wie man sich manchmal fühlt. „Ich habe versucht, auch mal wegzukommen von dieser Tiefe, diesem Schweren, das mich immer begleitet. Auch meiner kleinen Tochter zuliebe“, so Maxim.

Geholfen hat ihm dabei die Arbeit als Produzent: „Nach der letzten Platte ‚Das Bisschen was wir sind‘ war ich richtig durch und hatte kaum noch Bock zu schreiben. Das war alles so krampfig, weil vieles nicht so geklappt hatte, wie ich mir das wünschte. Das hat mir die Freude an der Musik eine Weile zerstört. Durch das Produzieren habe ich sie wiedergefunden.“ Das hört man „Alter Freund“ in jedem Ton an. Eine so schöne, persönliche und auf den Punkt getextete Seelentröster-Ballade kann man in dieser seltsamen Zeit auch wirklich nur zu gut gebrauchen…

 

 

"Keine Rettungsversuche mehr
Ich nehm' es einfach hin
Das ist kein Baywatch-Moment
Nur ein paar Blätter, die in einer Pfütze schwimmen
Nur ein paar Blätter, die in einer Pfütze schwimmen

Und fort sind die Wolken
Die so schwer über dem Stadtwald hingen
Als du mir sagtest, dass...
Ich nicht mehr derselbe für dich bin
Ich nicht mehr derselbe fur dich bin

Was auch immer ich gesagt hab' als ich im Fieber lag
Es tut mir leid
Ich hab' gedacht, ich wär' allein, mein alter Freund
Ich hab' gedacht, ich wär' allein
Und wenn ich blind um mich geschlagen habe
Wollte ich doch nicht, dass es dich trifft
Ich hab' gedacht, ich wär' allein, mein alter Freund
Jetzt ist mir klar, das war ich nicht

Und irgendwann wurdest du still
Und ich hab's nicht einmal bemerkt, als du gingst
Die Pfütze tief genug
Dass ich dachte, dass ich darin ertrink'
Tief genug, dass ich dachte ich ertrink'

Was auch immer ich gesagt hab' als ich im Fieber lag
Es tut mir leid
Ich hab' gedacht, ich wär' allein, mein alter Freund
Ich hab' gedacht, ich wär' allein
Und wenn ich blind um mich geschlagen habe
Wollte ich doch nicht, dass es dich trifft
Ich hab' gedacht, ich wär' allein, mein alter Freund
Jetzt ist mir klar, das war ich nicht

Keine Rettungsversuche mehr
Ich nehm' es einfach hin
Das ist kein Baywatch-Moment
Du kannst eh viel besser als ich schwimmen
Du kannst eh viel besser als ich schwimmen"

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Matt Berninger – „Serpentine Prison“


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Als Sänger von The National ist Matt Berninger schon länger ein Name, den man auf dem Schirm hat (oder, falls bislang unerklärlicherweise noch nicht, dringend haben sollte). Nun hat der 49-Jährige US-Musiker sein erstes Soloalbum angekündigt, das am 2. Oktober erscheinen wird. Vorab veröffentlicht der dauermelancholische Brummler bereits heute den Titelsong „Serpentine Prison“ als Single.

29135Der Song entstand im Dezember 2018, kurz nachdem Berninger die Aufnahmen zum jüngsten The National-Album „I Am Easy To Find“ beendet hatte.  „Ich habe lange Musik für Film, Musials und andere Projekte geschrieben, bei denen ich in den Kopf einer anderen Person eindringen und ihre Gefühle vermitteln musste“, erzählt der umtriebige Musiker, der im vergangenen Jahr außerdem einen gemeinsamen Song mit Indie-Singer/Songwriterin Phoebe Bridgers veröffentlichte, über das Stück. „Das hat mir gefallen, aber ich war bereit, vor meiner eigenen Tür zu kehren, und das war die erste Sache, die dabei herausgekommen ist.“

Den Titel der Platte sowie des Titelstücks erklärt er denn wie folgt: Er „stammt von einem gewundenen Abwasserrohr, das in der Nähe des LAX (Los Angeles International Airport) in den Ozean abfließt. Am Rohr befindet sich ein Käfig, der verhindert, dass Menschen aufs Meer hinausklettern. Ich habe mit Sean O’Brien und Harrison Whitford an dem Song gearbeitet und ihn ungefähr sechs Monate später mit Booker T. Jones aufgenommen. Es fühlt sich an wie ein Epilog, also habe ich die Platte danach benannt […].“

Beim Musikvideo zum Song, in welchem Berninger mit andern Musikern bei der Arbeit im Studio zu sehen ist und dessen Aufnahmen im Earthstar Creation Center in Venice entstanden, war konsequenterweise sein Bruder Tom Berninger für die Regie zuständig. Über die recht komplizierte Beziehung der beiden in recht unterschiedlicher Art und Weise Kreativen gibt es sogar bereits einen abendfüllenden, 2014 erschienenen Doku-Film titels „Mistaken For Strangers„. Auch hier der Tipp: Wer es noch nicht getan hat, sollte sich selbigen unbedingt zu Gemüte führen…

Für das neue Album arbeitete Berninger neben seinen Bandkollegen von The National unter anderem mit Drummer Matt Barrick (The Walkmen, Jonathan Fire*Eater), Bassistin Gail Ann Dorsey (David Bowie, Lenny Kravitz), Multiinstrumental-Singer/Songwriter Andrew Bird sowie Brent Knopf zusammen, mit dem er bereits 2015 als EL VY ein Album veröffentlicht hatte. Produziert wurde „Serpentine Prison“ von Produzent und Multiinstrumentalist Booker T. Jones.

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Trixsi – „Wannabe“


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Foto: Lucja Romanowska

Anfang 2019 brodelt es im Hamburger Punkrockindie-Untergrund: Unter dem Namen Trixsi stehen erst in der Astra Stube, dann wenige Wochen später im Molotow fünf Gestalten auf der Bühne, die an anderer Stelle bereits für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Als „Zusammenrottung Hamburger Gewohnheitstrinker“ beschreibt sich das Kollektiv, das man mit etwas mehr Superlativ im Sinn schlicht und ergreifend auch „Indie-Supergroup“ nennen könnte. Am Mikrofon steht nämlich Jörkk Mechenbier, bekannt für seine Aktivität als Sänger von Love A sowie Schreng Schreng & La La, hinter ihm bauen sich Paul Konopacka und Torben Leske von der Indie-Band Herrenmagazin an Schlagzeug und Gitarre auf. Außerdem sind Kristian Kühl von Findus an der Gitarre und Klaus Hoffmann von Jupiter Jones am Bass dabei. Dass diese Namen spannende Musik verheißen könnten, dachte sich wohl auch das renommierte Label Glitterhouse Records und nahm die Gruppe deshalb im vergangenen Jahr noch auf der Bühne des Orange Blossom Special Festivals unter Vertrag.

139664Ebenfalls 2019 standen dann bereits die ersten beiden Songs von Trixsi zum Streamen bereit: „Ab Morgen“ und „Trauma“ geben einen wunderbaren Einblick in eine Welt, die von eingängigem Indie-Punk, melancholisch-treibenden Gitarrenriffs und kritisch-humoristischen Texten geprägt ist. Sänger Jörkk Mechenbier, seines Zeichens ohnehin seit Jahren einer der Lieblingskrakeler vieler Deutsch-Punks, scheut sich keineswegs, das Ganze einfach „Deutschrock“ zu taufen und erklärt: „Torben besteht darauf, dass wir eine Rockband sind. Warum nicht? Deutschrock ist ja besser als sein Ruf. Deutschrock scheitert nur daran, dass die Leute keine Subkultur und keinen gesellschaftskritischen Auftrag haben, wohingegen wir ja wegen unserer Weltanschauung und politischen Haltung überhaupt erst angefangen haben Musik zu machen.“

Umso schöner, dass der hanseatische Gelegenheitstrinker-Fünfer auch in den letzten Monaten auch in den letzten Monaten nicht ganz untätig war, wie wir nun hören dürfen: „Alles für’n Arsch in der Wannabe-Demokratie / Die Jungen sterben online, die Alten sterben nie“ stellt Jörkk Mechenbier mit gewohnt meckernd-keifender Stimme in der neuen Single „Wannabe“ fest. Zusammen mit dem begleitenden Musikvideo, das von Regisseurin Lucja Romanowska umgesetzt wurde (die Dame ist nebenbei auch verantwortlich für alle Band-Fotos), bildet der Song die erste Auskopplung aus dem Trixsi-Debütalbum „Frau Gott„, das am 26. Juni – freilich bei Glitterhouse Records – erscheinen soll. Gespannt? Wie ein Flitzebogen!

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: The National – „Never Tear Us Apart“


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The National haben ihre Interpretation des INXS-Klassikers „Never Tear Us Apart“ veröffentlicht, welche als Teil von „Songs For Australia“ entstand, einer Zusammenstellung von Coverversionen australischer Künstler (zumindest die Originale), deren Erlöse den Rehabilitationsbemühungen des jüngst übel von Feuer heimgesuchten Landes down under zugute kommen werden. Die von der australischen Folk-Pop-Sängerin Julia Stone (deren Variante des Midnight Oil-Songs “Beds Are Burning” bereits online zu finden ist) kuratierte, 13 Songs starke Charity-Zusammenstellung erscheint am 12. März sowohl in digitaler als auch physischer Form.

Die „Never Team Us Apart“-Version der fünfköpfigen Indie-Band aus Cincinnati, Ohi ersetzt das für INXS typische Stakkato-Spiel der Streicher-Synthies durch ein digital programmiertes Schlagzeug, wobei die Band um Frontmann Matt Berninger durchaus versucht, dem Originalsong treu zu bleiben. Die Gitarrenparts der Desssner-Twins setzen gleich nach dem ersten Refrain ein, und während die Band – wie so oft in ihren Songs – Bläser in das bittersüße Liebeslied mit einbringt, nehmen die Gitarren schnell prominentere Frontpositionen ein, um einen adäquaten Ersatz zum ursprünglichen Saxophon-Solo von Kirk Pengilly zu bilden.

Die Klavieranteile klingen zarter, was der Coverversion einen durchaus passend melancholischen Grundton verleiht, bei dem es weniger um Effekthascherei und Flair geht als beim 1987 erschienenen Original. Abgesehen davon sind The National freilich eine Band, die Songs über die Feier des somnambulen Gefühls des Verlorenseins seit eh und je kleine große Klangkathedralen gebaut hat, und im Ansatz dieser Maßstäbe ist ihre Aufnahme von „Never Tear Us Apart“ tatsächlich sogar erbaulicher als einige der beliebtesten (wenn auch älteren) Lieder aus der Feder von Berninger und Co…

 

— Die Tracklist von „Songs For Australia“ —

Songs_For_Australia_Cover_BMG1.  The National, “Never Tear Us Apart” (INXS)
2.  Petit Biscuit, “Chateau” (Angus & Julia Stone)
3.  Dermot Kennedy, “Resolution” (Matt Corby)
4.  Dope Lemon, “Streets Of Your Town” (The Go-Betweens)
5.  Kurt Vile, “Stranger Than Kindness” (Nick Cave)
6.  Joan As Police Woman, “Hearts A Mess” (Gotye)
7.  Damien Rice, “Chandelier” (SIA)
8.  Martha Wainwright, “The Ship Song” (Nick Cave)
9.  Paul Kelly, “Native Born” (Archie Roach)
10. Dan Sultan, “Into My Arms” (Nick Cave)
11. Pomme, “Big Jet Plane” (Angus & Julia Stone)
12. Julia Stone, “Beds Are Burning” (Midnight Oil)
13. Sam Amidon, “Let Me Down Easy” (Gang of Youths)

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Brian Fallon – „You Have Stolen My Heart“


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Auch wenn in den letzten Jahren nicht mehr alles aus seiner Feder den juvenilen Instant-Herz-Hit-Charme von „The ’59 Sound“ und Co. verströmte, kommt man doch kaum umhin, Brian Fallons nach wie vor einzigartig rau-rockiger Stimme zu lauschen…

Der The Gaslight Anthem-Frontmann gab sein Solodebüt 2016 mit „Painkillers„, ein Jahr nachdem seine (Haupt-)Band eine Pause auf unbestimmte Zeit angekündigt hatte. 2018 erschien dann sein zweites Album „Sleepwalkers„.

Wie der mittlerweile 40-jährige New Jersey-Musiker im Dezember vermeldete, wird in Kürze Langspieler Nummer drei kommen: „Local Honey“ heißt es, am 27. März erscheint es und wird das erste sein, das der Künstler über sein eigenes Label Lesser Known veröffentlicht. Die insgesamt acht Stücke wurden von Grammy-Gewinner Peter Katis produziert, der unter anderem bereits mit The National, Frightened Rabbit, Interpol oder Death Cab For Cutie zusammengearbeitet hat.

In einer Pressemitteilung lässt Fallon wissen, dass die neuen Songs vom Hier und Jetzt handeln würden: „Es gibt nichts auf dieser Platte, was mit der Vergangenheit oder sogar der Zukunft zu tun hat, es hat nur mit den Momenten und den Dingen, die ich gelernt habe und die ich in meinem täglichen Leben erlebe [zu tun]. Dieses Album ist zu 100 Prozent über den heutigen Tag. Es geht nicht um diese glorreichen Träume oder elenden Misserfolge, es geht nur um das Leben und wie ich es sehe.“

Der erste, ebenfalls bereits im Dezember veröffentlichte Song-Vorgeschmack daraus trägt den (freilich nicht ganz klischeefreien) Titel „You Have Stolen My Heart“ (ihm folgte im Januar der nächste Vorbote „21 Days“ nach). Der Song sei sein „direkter Versuch eines Liebesliedes“, so Fallon. „Ich wollte ein Lied, das sich nicht bewusst ist, was es ist oder nicht ist, es soll einfach ehrlich sein. Der Rhythmus hat ein fast Calypso-artiges Gefühl in einem Americana-Song.“

Nichtsdestotrotz schwingt eine gewisse, definitiv Fallon-typische Nostalgie in Zeilen wie „I could swear that I knew you before / And maybe on another night, we were lovers in another life / Or maybe we are only strangers on mystery trains“ mit. Und natürlich auch etwas Melancholie in Worten wie „You were only a ghost that has stolen my heart away“ und „So I have this fear / One day I wake up, you’ll be a dream“.

Im Musikvideo ist im Schwarz-Weiß-Stil ein Pärchen zu sehen, das lachend am Rande eines Waldes entlangläuft, um dann eine Kuschelpause auf dem Deck ihres Autos einzulegen. Darüber hört man Fallons rauhe Stimme und die in den Hintergrund rückende Instrumentierung aus akustischer Rhythmusgitarre, Klavier und vereinzelten Perkussion-Elementen. Der Soundkulisse von The Gaslight Anthem bleibt Brian Fallon im Alleingang also weiterhin fern, schön tönt’s jedoch trotzdem…

 

6680@400— Die Tracklist von „Local Honey“ —

01. „When You’re Ready“
02. „21 Days“
03. „Vincent“
04. „I Don’t Mind (If I’m With You)“
05. „Lonely for You Only“
06. „Horses“
07. „Hard Feelings“
08. „You Have Stolen My Heart“

 

 

 

 

„I don’t know if you know
But I feel you in me
Inside of my years
Inside of my bones

I remember the colors
In your mysterious eyes
Part of me stays
In the room where we met

And everything slows with my breath
As I watch you float cross the floor
And the night came as it went
I could swear that I knew you before
And maybe on another night, we were lovers in another life
Or maybe we were only strangers on mystery trains
And you were only a ghost that has stolen my heart away

I always wondered, if I knew you before
I feel like I had enough time on my hands

I know that you’re with me, still I have this fear
One day I’ll wake up and you’ll be a dream

Cause everything slows with my breath
And I watch you float cross the floor
And the night came as it went
I could swear that I knew you before
And maybe on another night, we were lovers in the moonlight
Or maybe we were only strangers on mystery trains
And you were only a ghost that has stolen my heart away

And now if you need me, you know where to find me
I’ll be always falling under your spell

And everything slows with my breath
As I watch you float cross the floor
And the night came as it went
I could swear that I knew you before
Like maybe on another night, we were lovers in another life
Or maybe we were always strangers on mystery trains
And you were only a ghost that has stolen my heart away“

 

 

— Brian Fallon & The Howling Weather live —

27.04. Berlin – Huxley’s Neue Welt
28.04. Hamburg – Docks
29.04. Frankfurt/Main – Batschkapp
30.04. Nürnberg – Löwensaal
01.05. Köln – Carlswerk Victoria
02.05. München – Muffathalle
03.05. Wien – Arena
12.05. Stuttgart – LKA Longhorn

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Eve Owen – „So Still For You“


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Foto: Promo / Jen Long

Mit dem neuen Song „So Still For You“ kündigt Singer/Songwriterin Eve Owen ihr Debütalbum „Don’t Let The Ink Dry“ an, das am 8. Mai veröffentlicht wird. Das Stück ist eine zurückgenommene Songwriter-Nummer mit dezenten Streichern, welche man gut und gern irgendwo zwischen den Qualitäten einer Phoebe Bridgers und den melancholischen Anwandlungen von Conor Obersts Bright Eyes verorten darf. Die zweite Nummer nach dem im vergangenen November erschienenen „She Says“ lässt die durchaus eindrucksvolle Stimme der britischen Newcomerin derart strahlen, dass man schon ein klein wenig froh sein darf, dass Owen (bislang) nicht denselben Weg ins kreative Fach wie ihr Vater eingeschlagen hat – schließlich ist der niemand Geringeres als Hollywood-Schauspieler Clive Owen („Children Of Men“, „Shoot ‚Em Up“). Und das Kreative scheint den Owens in die Wiege gelegt, denn die Regie zum Musikvideo von „So Still For You“ führte wiederum ihre Schwester Hannah.

artwork-440x440„‚So Still For You’ is about how fleeting love can be, but how permanent words are“, erklärt Eve Owen. „By sharing my love in a song, it lasts forever.“ Über das Video sagt Ihre Schwester Hannah Owen: „We had a clear idea of what the song meant to us but we were equally really in love with the idea of seeing what came naturally once a camera was put in front of Eve. It’s so lovely to work as a two-person team. Every idea is valid and a strong contender – we can just play and follow whatever feels fun. The song is led by a delicate balance of vulnerability and wild power. I think for the video we just wanted to explore both themes honestly and see where it led us visually.“

So ganz grün und neu im Musikgeschäft ist Eve Owen übrigens – trotz aktuell gerade einmal knapp 200 Facebook-Likes – gar nicht, schließlich trat die 20-jährige Londonerin in jüngster Zeit bereits mehrfach mit The National auf (unter anderem bei ‚Jimmy Kimmel Live‘) und ist als Gastsängerin im Stück „Where Is Her Head“ auch auf dem jüngsten The National-Album „I Am Easy To Find“ zu hören.

Ihr Debüt-Langspieler „Don’t Let The Ink Dry“ ist laut eigener Aussage ein Werk von großer Sensibilität und Fantasie, für das sich Owen ganze drei Jahre Zeit nahm. Während dieser Periode verbrachte die aufstrebende Singer/Songwriterin ihre Sommerferien mit The National-Gitarrist und Produzent Aaron Dessner in New York, wo sie mit ihm fleißig schrieb und Songs aufnahm. Dieser kreative Prozess stellte für Owen eine willkommene Zuflucht vor ihrem stressigen Schulalltag dar. Die Sängerin entdeckte ein neues Gefühl von Freiheit und Zugehörigkeit und entwickelte einen ganz eigenen Sound: wild aber doch zart, unruhig aber differenziert genug, um auch die flüchtigsten Gefühle einzufangen.

Produziert wurde „Don‘t Let The Ink Dry“ von Dessner schließlich im Long Pond Studio, einer umgebauten Scheune und altem Bauernhaus tief im Hudson Valley. Passend zum Ambiente gibt Owen sich stellenweise der Folk-Musik hin, die sie allerdings mit elektronischen Experimenten anreichert. Mit Hilfe von Musikern wie dem Multi-Instrumentalisten Rob Moose (Bon Iver, Perfume Genius, John Legend) und dem Pianisten Thomas Bartlett (alias Doveman, der unter anderem bereits mit David Byrne, St. Vincent und Father John Misty) gespielt hat) gelang es ihr und Dessner, einen detailverliebten, experimentellen und eigenwilligen Sound zu entwickeln.

„What I enjoyed most was that there were no rules“, erklärt Owen. „I could say or do whatever I wanted without feeling judged, which is the most wonderful feeling when you’re working creatively with someone.“ Aaron Dessner fügt hinzu: „We ultimately recorded more than 40 songs over three years, and this first album feels like a collection of them. I enjoyed the process immensely. We felt free to imagine and chase whatever sounds or arrangements inspired us. In the middle of that time, she helped me make a National song called ‚Where Is Her Head,’ which she fearlessly sang lead on. There’s so much Eve is capable of and I’m grateful to know her.“

Auf den Albumtitel kam Eve Owen übrigens während eines Siebdruckkurses: „It’s got to do with impermanence versus permanence”, erklärt sie. „I really like the idea that you can go through all these different changes in your life, but the root of who you are will always stay the same.”

„Don’t Let The Ink Dry“ behandelt intensiv Owens juvenilen Kampf mit Angst, Entfremdung, Verletzlichkeit und Selbsterhaltung. „I’ve always trusted people immediately with no question, but when you do come across the bullies, it reminds you that not everyone should have all that knowledge and insight into your insecurities”, stellt die junge Frau fest. „The odd thing about Hudson was that it was the first place I felt I could be honest and protected. I would love it if people listened to this album and ended up feeling the same sort of comfort in their own vulnerability.”

 

— Die Tracklist von „Don’t Let The Ink Dry“ —

01. „Tudor“29545
02. „Lover Not Today“
03. „Mother“
04. „After The Love“
05. „For Redemption“
06. „Bluebird“
07. „She Says“
08. „I Used To Dream In Color“
09. „So Still For You“
10. „Blue Moon“
11. „29 Daisy Sweetheart“
12. „A Lone Swan“

 

 

 

Rock and Roll.

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