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Song des Tages: July Talk – „To Hell With Good Intentions“


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Na da hör her – July Talk melden sich lautstark zurück!

Obwohl die fünfköpfige Band um das sowieso und überhaupt wunderbar ungleiche Gesangsduo Peter Dreimanis und Leah Fey auch in den letzten Monaten nicht einsah, Rost anzusetzen, und viel lieber emsig tourte, ließen erste neue Töne seit dem zweiten, 2016 erschienenen Album „Touch“ doch auf sich warten…

Umso schöner, dass der Fünfer aus dem kanadischen Toronto, Ontario, von dem vor etwa zwei Jahren auf ANEWFRIEND bereits die Schreibe war, in der Zwischenzeit kein bisschen leise geworden ist (was ja angesichts einer launigen Piano-Coverversion des FKA TWIGS-Songs „Mirrored Heart“ vom vergangenen Dezember bereits „befürchtet“ werden durfte), denn die Variante von „To Hell With Good Intentions“ (im Original von den anno 2005 auf Eis gelegten walisischen Raudaubrüdern von Mclusky beziehungsweise deren 2002er Album „Mclusky Do Dallas„), die Dreimanis, Fey und Co. da mal eben aus dem Lärm-Ärmel schütteln, tönt wie die Musik gewordene Übersetzung von „Die Schöne und das Biest“ – in lederkuttenem Punk! Da würde wohl selbst der altehrwürdige Iggy Pop zum übermütigen Stagedive ansetzen… Und nun alle: „My love is bigger than your love! Sing it!“

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Any Other – „Lost Cause“


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Auf Bühnenbrettern mag das mit Gitarre, Wurlitzer, Bratsche, Cello, Flügelhorn und Saxophon ausgestattete „Any Other Sextet“ – obgleich immer noch über alle Maßen in melancholischen Traumgefilden unterwegs – wohl stellenweise eindrucksvoll tönen. Wer’s nicht in die italienische Heimat des Mailänder Kollektivs schaffen sollte, um einer Show von Frontfrau Adele Nigro sowie Laura Agnusdei, Federica Furlani, Eleuteria Arena, Paola Fecarotta und Marco Giudici beizuwohnen, dem sei etwa das zweite, 2018 erschienene Album „Two, Geography“ wärmstens ans Hörerherz gelegt – gerade, wenn man sonntags ein wenig den sinngrüblerischen Gedanken nachhängen mag.

Im Grunde steckt hinter Any Other jedoch nur Adele Nigro. Dass die junge Indie-Musikerin denn auch im Alleingang zu überzeugen weiß, beweist die Italienerin mit ihrer Coverversion des ohnehin ewig tollen Beck’schen Drüsendrückers „Lost Cause“ (vom wunderschönen, mittlerweile fast 18 Lenze jungen Herzschmerz-Werk „Sea Change„), welche sie, wie seinerzeit auch Mr. Hansen, in reduziert-rohem Singer/Songwriter-Gewand präsentiert… *hach*

 

 

„Your sorry eyes cut through the bone
They make it hard to leave you alone
Leave you here wearing your wounds
Waving your guns at somebody new

Baby you’re lost
Baby you’re lost
Baby you’re a lost cause

There’s too many people you used to know
They see you coming they see you go
They know your secrets and you know theirs
This town is crazy; nobody cares

Baby you’re lost
Baby you’re lost
Baby you’re a lost cause

I’m tired of fighting
I’m tired of fighting
Fighting for a lost cause

There’s a place where you are going
You ain’t never been before
No one left to watch your back now
No one standing at your door
That’s what you thought love was for

Baby you’re lost
Baby you’re lost
Baby you’re a lost cause

I’m tired of fighting
I’m tired of fighting
Fighting for a lost cause…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Matze Rossi – „Milliarden“


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Feines Ding geworden, und mit ’ner Extraportion ♥ ausgestattet: Der Singer/Songwriter (oder eben, auf Gutdeutsch und in bester Reinhard-Mey-Tradition: Liedermacher) Matze Rossi präsentiert mit „Milliarden“ seine brandneue Single und wird nach 22 Jahren darin (endlich) wieder politisch. Der Künstler aus dem unterfränkischen Schweinfurt dazu:

„VIEL ZU LANG HABE ICH MICH DARAUF AUSGERUHT, DARAUF VERTRAUT, DASS ANDERE GUTE POLITISCHE LIEDER SCHREIBEN. VIEL ZU LANG WAR ICH DER ANSICHT, DASS JEDER DER MEINE MUSIK HÖRT, EIN GEWISSES GRUNDVERSTÄNDNIS VON HUMANISMUS, ACHTSAMKEIT DEM PLANETEN ERDE & ALLEN LEBEWESEN GEGENÜBER HAT UND STELLUNG BEZIEHT. DOCH DAS REICHT NICHT MEHR!“

Ganze zwei Jahre habe der ehemalige Frontmann der Schweinfurter Punk-Band Tagtraum, welcher seit gut 15 Jahren vor allem solo unterwegs ist (und so bereits das ein oder andere Mal hier auf ANEWFRIEND Erwähnung fand), laut eigener Aussagen an „Milliarden“ geschrieben, „unzählige Text- und Arrangementversionen verfasst, alle verworfen und es auch schon fast aufgegeben“. Doch dann hat er den Song ganz spontan und wunderschön unfertig auf der 2019er TVNoir-Tour live gespielt. Als Feedback haben ihn zahlreiche Menschen darauf angesprochen,  wo sie denn das Lied bekommen könnten. Well… Nun ist es soweit und Matthias „Matze Rossi“ Nürnberger präsentiert das von Herzen kommende, zu selbigem gehende Stück in diesem faszinierend vielfältigem Ding namens Internet. Im Grunde ist „Milliarden“ einfach ein sehr schönes Lied über Themen, die einen allein (ver)zweifeln lassen könnten – käme da nicht der Schwenk dahin, warum das mit dem Verzweifeln halt doch nicht geht. Vielleicht nah am Kitsch gebaut, aber noch in genau der richtigen Nachbarschaft der Menschlichkeit untergekommen…

Was sich der 42-jährige Akustikklampfer mit dem Punk im Herzen nun wünscht? Verrät er via Facebook:

 

„Hallo Ihr Lieben,

‚Milliarden‘ ist endlich draußen, ich habe im Vorfeld schon viel erzählt zu dem Lied und ich könnte noch so unendlich viel dazu sagen…doch lassen wir es erstmal wirken.

Teilt es, packt es in eure Streaming-Playlisten, nervt Radiosender es zu spielen, lasst mir einen Kommentar da, und bitte singt es ab 14.02. so laut ihr könnt auf der End Hits Records Tour mit mir.

Zum Video geht es hier:
https://youtu.be/SEcSoFe8BjU

Und zum Lied direkt hier:
https://orcd.co/milliarden

Ganz großen Dank möchte ich an meine lieben Freunde raushauen, die sich beim ersten Hören des Liedes gefilmt haben, und so das wunderbare Video möglich gemacht haben♥. Und natürlich an mein Label End Hits Records und die ganze Uncle M Bande, die so hinter mir stehen und mit viel Einsatz diesen Blitzrelease möglich gemacht haben.

Wir sind Milliarden
Punk & Liebe
Matze Rossi“

 

 

 

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Rock and Roll. ✌️

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Song des Tages: All Souls – „You Just Can’t Win“


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Foto: Memo Villasenor

Die LA-Rocker All Souls haben ein nagelneues Musikvideo zu ihrer ebenfalls recht frischen Single „You Just Can’t Win“ veröffentlicht, das man sich durchaus ansehen sollte. Der Song (den man über verschiedene Plattformen streamen/kaufen kann) schlägt so einige kritische Töne an, die sich explizit gegen ebenjenen populistisch unterfütterten Rassismus und jene latent brodelnde Gewalt richten, die die ach so moderne westliche Gesellschaft von Jahr zu Jahr, von Wahl zu Wahl immer fester in ihren entmenschlichten Würgegriff nehmen. Für das Musikvideo hat sich die Band um Antonio Aguilar (Gesang, Gitarre), Meg Castellanos (Bass, Gesang), Tony Tornay (Schlagzeug) und Erik Trammell (Gitarre) mit Regisseur Marcos Sanchez zusammengetan, der aus handgezeichneten Animationen, gemischt mit altem Archivmaterial, einen auch visuell sehr originellen Clip gezaubert hat, um die Aussagen des Songs noch deutlicher zu machen.

71MQgMDQtPL._SY355_„You Just Can’t Win“ fungiert dabei als Vorbote zum neuen Album „Songs For The End Of The World“, welches im Laufe des Jahres erscheinen soll. Ob der Nachfolger zum 2018 veröffentlichten selbstbetitelten Debüt, das das Quartett mit Produzent Toshi Kasai (Tool, The Melvins, Foo Fighters) aufnahm und schon damals mit prominenten Gastmusikern wie etwa Tool-Drumming-Derwisch Danny Carey (beim Song “Sadist/Servant‰“) locken konnte, mit ganz ähnlicher Musik, die geprägt von der Weite des Spaghetti Westerns, dem Surf Rock und dem rauen Stoner-Riffing ist und stolz die wilden Trademarks der Palm Desert-Szene der Neunzigerjahre mit einem Hauch von psychedelischem Voodoo und metallischer Schärfe trägt, ums Eck kommen mag?

Nun, bereits bei „You Just Can’t Win“ meint man anhand von Aguilars wütendem Gesang über einigen recht bedrohlichen Gitarren allerlei Wut und Verachtung zu spüren. Der Song selbst fügt sich hiermit sehr gut in die übrige Diskographie von All Souls ein, die sich auch in Szene-Kreise außerhalb von Los Angeles – und durch Tourneen an der Seite von Tool, Red Fang, The Sword oder Kvelertak – als eine Band etabliert hat, die immer etwas zu sagen hat. Ihre Stücke sind lyrisch dunkel und durchdrungen von ihrem eigenen, einzigartigen Alternative-ROCK-Stil, während das Quartett auf einer zweiten, tieferen Ebene eigene Perspektiven hinsichtlich globaler Themen liefert. Triebfeder der lyrischen Sichtweisen sind die Erfahrungen von Sänger und Gitarrist Antonio Aguilar, der aus seiner eigenen Perspektive eines farbigen Mannes in den „modernen“ Vereinigten Staaten schreibt. Da auch er seit seiner Jugend nahezu ständiger Diskriminierung ausgesetzt ist, weiß Aguilar leider nur allzu gut, wie hart das Leben für Minderheiten, die versuchen, ihren eigenen Weg zum Erfolg zu finden, wirklich sein kann. „You Just Can’t Win“ strotzt dabei gleichzeitig vor Emotionen, Wut, Trauer und Mitgefühl – und, natürlich: ROCK.

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Rock and Roll.

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Song des Tages: Kristian Harting – „Falling“


Photo by Asbjørn Skovkjær Sand

Foto: Facebook / Asbjørn Skovkjær Sand

„Im Musikbusiness herrschen raue Sitten. Viele Leute kämpfen um das wenige Geld, das es zu holen gibt, und das ist für mich einfach nicht besonders ansprechend.“ Dass Kristian Harting desillusioniert von der Musikindustrie ist, kommt wenig überraschend: Der Däne spielt seit den frühen Neunzigern in Bands von Trash Metal bis Noise Pop, bis er 2014 sein Solodebüt „Float“ veröffentlicht. Inzwischen beim dritten Album „The Fumes“ angelangt, glaubt Harting nicht mehr daran, in Zukunft nur und ausschließlich mit seiner Musik um die Runden zu kommen. „Ich erwarte inzwischen nicht mehr, als Vollzeitmusiker arbeiten zu können. Ich liebe es, Musik zu machen und Shows zu spielen. Ich liebe die Musik, aber eben nicht den ganzen Kapitalismus drumherum.“ Zwar mag auch Kristian Harting den inklusiven Charakter von Streaming-Diensten und nutzt diese auch selbst. Zusammen mit dem fast monopolisierten Konzertmarkt machen sie es unabhängigen Musikern jedoch immer schwerer, ihre Miete und Brötchen zu bezahlen. „Die Musikindustrie ist ein archetypisches Beispiel dafür, was in der Welt gerade schiefläuft“, meint der Däne.

0811521019934In den vier Jahren seit dem Vorgängerwerk „Summer Of Crush“ war Harting zunächst – Greta Thunberg approves! – mit dem Zug durch Europa getourt, bevor er wegen finanzieller Schwierigkeiten einen Job als Lehrer für Kinder mit Autismus annahm. „Der Job war toll und ich mochte die Kinder wirklich, dafür konnte ich aber nur jedes zweite Wochenende an ‚The Fumes‘ arbeiten und kam sehr langsam voran. Was sonst zwei Monate gedauert hätte, hat mich diesmal zwei Jahre gekostet.“

Nach zwei vollkommen im Alleingang eingespielten Werken suchte sich der dänische Musiker dieses Mal gleich eine Handvoll Mitstreiter, um im Geiste großer Vorbilder den Gesang und seine mal kämpferische, mal grüblerische Außenseiter-Lyrik mehr in den Mittelpunkt zu rücken und der Musik einen organischeren Charakter zu verleihen. Während Lars Lundholm in den Kopenhagener Black Tornado Studios hinter den Reglern saß, sind so unter anderem Jakob Falgren (Trentemøller) am Bass, Jesper Bo Hansen (Glenn Hughes) an Hammond-Orgel und Keyboards, Mads Beldring Hansen am Schlagzeug sowie Singer/Songwriterin Nana Schwartzlose beim Backgroundgesang als musikalische Gäste zu hören. Zum Ausgleich dienen die verspielt eingesetzten elektronischen Elemente diesmal eher der Atmosphäre. Das Resultat ist Hartings bisher traditionellstes Singer/Songwriter-Album in der Tradition von Künstlern wie Christian Kjellvander, Elliott Smith oder Sufjan Stevens, auf dem der Däne den Fokus vor allem auf Gesang und Texte legt. „Ich habe versucht, ein einfaches, düsteres, melancholisches aber auch schönes Indie-Pop-Rock-Album zu machen mit leicht zugänglichen Songs, die sehr fokussiert sein sollen. Die ‚Rubber Soul‘-Ära der Beatles diente als Vorbild“, beschreibt Kristian Harting seinen nunmehr dritten Longplayer.

Im Titelstück „The Fumes“ singt Harting: „The smoke screens, the cover-ups and the easy thrills / These are the fumes that we breathe“. Die „Dämpfe“ stehen dabei laut Harting für die kurzen freudigen Momente, die uns einerseits durch den Tag bringen, uns aber dafür vom großen Ganzen ablenken. „Sowohl im Alltag als auch in der Politik beschäftigen sich zu viele Leute mit belanglosen Dingen, anstatt die großen Probleme anzugehen.“ Dabei schließt Harting sich selbst mit ein: „Jeder Mensch hat schlechte Angewohnheiten. Der Eine raucht, trinkt oder kifft zu viel, der Andere geht zu oft auf Partys. Ich erwische mich selbst oft dabei, wie ich Netflix schaue, obwohl ich an neuer Musik arbeiten sollte. Aber solche kleinen Überlebensstrategien sind einfach notwendig, um mit den Alltag klarzukommen.“

Den atmosphärisch zwar dichten, bisweilen etwas erdrückenden Breitwand-Sound des bereits sechs Jahre jungen Erstlings „Float“ tauscht der Musiker aus der dänischen Hauptstadt in seinen elf neuen Songs gegen auf den Punkt gebrachte Zugänglichkeit und lässt im Spannungsfeld von singer/songwriterischem Indiepop und Rock noch genug Raum für dunkel schimmernde, fragil zu Werke gehende Melancholie, um ein Band zur Vergangenheit zu knüpfen.

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„Die Songs selbst sind in einer Zeit entstanden, als ich sehr viel auf Tour war. Ich bin meist allein unterwegs, wenn ich nicht zuhause nervende 9-to-5-Jobs machen muss um meine Rechnungen zu bezahlen. Die Songs reflektieren also die Dichotomie von Einsamkeit und Konzerten vor Publikum ‘on the road’. Hinzu kommt die Desillusionierung in der Musikindustrie und im Arbeitsmarkt in modernen kapitalistischen Gesellschaften. Diese Songs zu schreiben war Ausdruck eines permanenten Kampfes gegen das Gefühl ein Außenseiter zu sein, nicht willkommen in der Welt und von der Gesellschaft entmenschlicht, benutzt und ausgestoßen zu sein.

‚The Fumes‘ beschreiben die kurzen Schauer des Glücks, die uns helfen, den Tag zu überstehen im konsumorientierten Zirkus aus Geld, Status, Getriebenheit und Befriedigung. Der Begriff beschreibt für mich schnelle, nicht nachhaltige Shots aus Endorphin, die überdecken, wie dieser Zirkus die Menschlichkeit verschlingt und uns immer weiter voneinander isoliert, obwohl uns das Gegenteil vorgegaukelt wird. Es ist das Gefühl, dass wir in ein Desaster steuern und alles was wir dagegen tun können, ist uns gegenseitig auszunutzen und unsere Bedürfnisse nach Zwischenmenschlichkeit zu ignorieren während wir die Abfahrt genießen. Ich fühle mich in dieser Situation nicht wohl und suche nach einem Ausweg. Die Songs sind meine Verarbeitung dieser Gefühle, sie sind ihr Ausdruck. Die Platte ist für mich ein sehr wütendes Statement, wobei ich unsicher bin, ob sie tatsächlich so wahrgenommen werden wird.”

 

 

 

 

Vorhören? Hier findet man „The Fumes“ in Gänze im Stream:

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Brian Fallon – „You Have Stolen My Heart“


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Auch wenn in den letzten Jahren nicht mehr alles aus seiner Feder den juvenilen Instant-Herz-Hit-Charme von „The ’59 Sound“ und Co. verströmte, kommt man doch kaum umhin, Brian Fallons nach wie vor einzigartig rau-rockiger Stimme zu lauschen…

Der The Gaslight Anthem-Frontmann gab sein Solodebüt 2016 mit „Painkillers„, ein Jahr nachdem seine (Haupt-)Band eine Pause auf unbestimmte Zeit angekündigt hatte. 2018 erschien dann sein zweites Album „Sleepwalkers„.

Wie der mittlerweile 40-jährige New Jersey-Musiker im Dezember vermeldete, wird in Kürze Langspieler Nummer drei kommen: „Local Honey“ heißt es, am 27. März erscheint es und wird das erste sein, das der Künstler über sein eigenes Label Lesser Known veröffentlicht. Die insgesamt acht Stücke wurden von Grammy-Gewinner Peter Katis produziert, der unter anderem bereits mit The National, Frightened Rabbit, Interpol oder Death Cab For Cutie zusammengearbeitet hat.

In einer Pressemitteilung lässt Fallon wissen, dass die neuen Songs vom Hier und Jetzt handeln würden: „Es gibt nichts auf dieser Platte, was mit der Vergangenheit oder sogar der Zukunft zu tun hat, es hat nur mit den Momenten und den Dingen, die ich gelernt habe und die ich in meinem täglichen Leben erlebe [zu tun]. Dieses Album ist zu 100 Prozent über den heutigen Tag. Es geht nicht um diese glorreichen Träume oder elenden Misserfolge, es geht nur um das Leben und wie ich es sehe.“

Der erste, ebenfalls bereits im Dezember veröffentlichte Song-Vorgeschmack daraus trägt den (freilich nicht ganz klischeefreien) Titel „You Have Stolen My Heart“ (ihm folgte im Januar der nächste Vorbote „21 Days“ nach). Der Song sei sein „direkter Versuch eines Liebesliedes“, so Fallon. „Ich wollte ein Lied, das sich nicht bewusst ist, was es ist oder nicht ist, es soll einfach ehrlich sein. Der Rhythmus hat ein fast Calypso-artiges Gefühl in einem Americana-Song.“

Nichtsdestotrotz schwingt eine gewisse, definitiv Fallon-typische Nostalgie in Zeilen wie „I could swear that I knew you before / And maybe on another night, we were lovers in another life / Or maybe we are only strangers on mystery trains“ mit. Und natürlich auch etwas Melancholie in Worten wie „You were only a ghost that has stolen my heart away“ und „So I have this fear / One day I wake up, you’ll be a dream“.

Im Musikvideo ist im Schwarz-Weiß-Stil ein Pärchen zu sehen, das lachend am Rande eines Waldes entlangläuft, um dann eine Kuschelpause auf dem Deck ihres Autos einzulegen. Darüber hört man Fallons rauhe Stimme und die in den Hintergrund rückende Instrumentierung aus akustischer Rhythmusgitarre, Klavier und vereinzelten Perkussion-Elementen. Der Soundkulisse von The Gaslight Anthem bleibt Brian Fallon im Alleingang also weiterhin fern, schön tönt’s jedoch trotzdem…

 

6680@400— Die Tracklist von „Local Honey“ —

01. „When You’re Ready“
02. „21 Days“
03. „Vincent“
04. „I Don’t Mind (If I’m With You)“
05. „Lonely for You Only“
06. „Horses“
07. „Hard Feelings“
08. „You Have Stolen My Heart“

 

 

 

 

„I don’t know if you know
But I feel you in me
Inside of my years
Inside of my bones

I remember the colors
In your mysterious eyes
Part of me stays
In the room where we met

And everything slows with my breath
As I watch you float cross the floor
And the night came as it went
I could swear that I knew you before
And maybe on another night, we were lovers in another life
Or maybe we were only strangers on mystery trains
And you were only a ghost that has stolen my heart away

I always wondered, if I knew you before
I feel like I had enough time on my hands

I know that you’re with me, still I have this fear
One day I’ll wake up and you’ll be a dream

Cause everything slows with my breath
And I watch you float cross the floor
And the night came as it went
I could swear that I knew you before
And maybe on another night, we were lovers in the moonlight
Or maybe we were only strangers on mystery trains
And you were only a ghost that has stolen my heart away

And now if you need me, you know where to find me
I’ll be always falling under your spell

And everything slows with my breath
As I watch you float cross the floor
And the night came as it went
I could swear that I knew you before
Like maybe on another night, we were lovers in another life
Or maybe we were always strangers on mystery trains
And you were only a ghost that has stolen my heart away“

 

 

— Brian Fallon & The Howling Weather live —

27.04. Berlin – Huxley’s Neue Welt
28.04. Hamburg – Docks
29.04. Frankfurt/Main – Batschkapp
30.04. Nürnberg – Löwensaal
01.05. Köln – Carlswerk Victoria
02.05. München – Muffathalle
03.05. Wien – Arena
12.05. Stuttgart – LKA Longhorn

 

Rock and Roll.

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