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„Warum ich meine Musik verschenke“ – offene Worte von Hannes „Spaceman Spiff“ Wittmer


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Foto: von der Homepage

Dem regelmäßigen Leser von und auf ANEWFRIEND dürfte Hannes „Spaceman Spiff“ Wittmer durch den ein oder anderen Post und Song hier wie da ein musikalischer Begriff sein.

Nach einer längeren musikalischen Pause (das bislang letzte Spaceman-Spiff-Werk „Endlich Nichts“ erschien 2014) sowie dem kürzlichen Entschluss, fortan nicht mehr unter dem Calvin-and-Hobbes-Pseudonym, sondern unter seinem richtigen Namen Musik machen zu wollen, hat Wittmer sich nun zu einem – zumindest aus künstlerischer Sicht – weitaus radikaleren Schritt entschlossen und gestern – sowohl via Facebook als auch über seine neue Homepage – die unten stehenden Zeilen mit der Welt geteilt. Ein mutiger Schritt, wie ich selbst finde. Und: ein absolut ehrlicher, konsequenter. Als Singer/Songwriter mit Botschaft und Sendungsbewusstsein hat man’s in Deutschland heutzutage (eventuell sogar im globalen Musikgeschäft) ohnehin schwer – vom „Leben von der Musik“ mal ganz zu schweigen… Von daher: Chapeau, Herr Wittmer! Ich ziehe mein Basecap und werde natürlich weiter unterstützend berichten…

 

„UM KEINEN PREIS – WARUM ICH MEINE MUSIK VERSCHENKE

Hallo ihr lieben Menschen,

ich habe mich dazu entschlossen, mein nächstes Album zu verschenken. Es wird also weder im Handel, noch bei den gängigen Streaming- und Downloadplattformen zur Verfügung stehen. Zusätzlich möchte ich auch meine Konzerte (soweit möglich) auf Pay-What-You-Want-Basis spielen. Es ist für mich sowas wie eine Radikalkur von der Musikwirtschaft, ihren Mechanismen und Widersprüchen.

Als „Indie-Musiker“ hatte ich immer das Gefühl mit meinem Beruf in einer Blase, relativ abseits der großen Konzerne, existieren zu können. Bei genauerer Betrachtung stellt sich das leider als eine ziemlich naive Vorstellung heraus. Sobald ich eine Platte veröffentliche, verdienen Firmen, mit denen ich, zumindest beruflich, eigentlich möglichst wenig zu tun haben möchte, Geld mit meiner Musik. Amazon, Apple, Google, Eventim, Spotify und co. freuen sich mit mir über verkaufte Tickets, Streams, Downloads und CDs. Sogar das Majorlabel Sony Music hat im letzten Jahr den digitalen Indie-Vertrieb finetunes aufgekauft und macht seitdem zusätzlich auch mit Spaceman Spiff und hunderten weiteren deutschen Indie-Musiker*Innen und Bands Profite.

Die Strukturen in der Musikindustrie sind keinen Deut besser als in jedem anderen Wirtschaftszweig. Monopole werden angestrebt, die Konkurrenz an allen Ecken und Enden aufgekauft. Man macht sich unabdingbar und kann im Idealfall als Zwischenhändler überall mitverdienen. Auch die kleinen, sympathischen Labels sind dazu gezwungen, entweder mit den Methoden der „Großen“ zu arbeiten oder eben früher oder später dicht zu machen.

Ich will mit meiner Musik kein Teil davon sein … oder zumindest nicht mehr.

Aber warum dann gleich alles verschenken?
Nunja … die Kritik an der Musikwirtschaft ist eigentlich nur die Spitze des Eisberges. Es würde den Rahmen sprengen jetzt auf alles einzugehen, was mir dabei so durch den Kopf geht und ich werde euch in den kommenden Monaten immer mal wieder im Blog Gedanken und Erklärungen nachliefern. Wahrscheinlich ist unschwer zu überlesen, dass ich mich in letzter Zeit nicht unbedingt durch die Kategorie „Romantische Komödien“ bei Netflix geguckt habe (jedenfalls nicht durchgehend). Mich hat vor allem beschäftigt, was der entfesselte Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang, Leistungsdruck und Konkurrenzdenken mit unserer Gesellschaft anstellt.

In Zeiten der Digitalisierung werden wir rund um die Uhr als wirtschaftliche Einheiten gesehen. Algorithmen stufen uns ein und ballern uns mit der entsprechenden Werbung zu, während wir selbst in unseren Köpfen immer mehr wie genau die Konsumenten denken, als die wir auch gesehen werden. Wir „investieren“ in Freundschaften und Beziehungen, bewerten alles nach Kosten und Nutzen, wägen ab, nicht selten zwischen unserem Gewissen und dem Preis, den wir bereit sind zu zahlen.

Ich möchte versuchen, davon ein Stück weg zu kommen und euch gerne kein Produkt anbieten … kein Preisschild, keinen Kaufvertrag, kein Crowdfunding, keine Ticketgebühren, keinen exklusiven Content.

Mir ist bewusst, dass ich mich von der Welt, wie sie gerade nunmal ist, nicht abkoppeln kann und auch den Kapitalismus werde ich wohl nicht stürzen (jedenfalls nicht in absehbarer Zeit). Ich kann aber aus meiner Lebenswirklichkeit heraus aktiv werden und eine Alternative ausprobieren. Dieser Gedanke fühlt sich befreiend an und scheint mir auch wirksamer zu sein, als mich nur über das Bestehende zu beschweren oder eine konsumkritische Platte aufzunehmen, die man sich dann bei Media Markt kaufen kann.

Wenn ihr mir dabei helfen möchtet, weil ihr mein Experiment gut findet, weil euch die Musik etwas bedeutet oder ihr eh noch ein schlechtes Gewissen habt, nachdem ihr damals die Spaceman Spiff-CD von eurem Kumpel gebrannt habt, könnt ihr das gerne auf der Homepage unter „Unterstützen“ tun.

So oder so freue ich mich übers Zuhören. Als kleine Vorschau hab ich in der Kategorie „Album“ meine allererste Demoaufnahme von „Fragen“ online gestellt, dem Opener der kommenden Platte.

Danke!

Euer

Hannes“

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages #2: Riley Pearce – „Elephants“


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Foto: ein Still aus diesem Video

Riley Pearce, von dem bereits Anfang des Jahres auf ANEWFRIEND die Schreibe war, hat einen neuen Song draußen. In „Elephants“, welches laut Aussage des australischen Singer/Songwriter-Newcomers von der Beziehung zu seinem Bruder handelt, zeichnet Pearce melancholische Bilder vom Alltagstrott und den kleinen Fluchtmöglichkeiten daraus… Schön.

 

268x0w„Elephants was written about my brother and I’s relationship.

He lives on the other side of the world and we always have been close so extra effort is needed now with the time difference to keep in touch. He used to collect elephants when he was a kid (little toy ones).

It got me thinking that if someone was to actually collect elephants how hard it would be but if it meant a lot to them, much like with relationships, you do what you can to make it work.“

 

Hier gibt’s das Musikvideo…

 

…und den Song in der „7 Layers“-Live-Session:

 

„I live in an old house
Down by the seaside
Work in an office
But I hate what that feels like
I collect elephants
I got nowhere to put them
But they’re important to me

And I hope you call me
When you feel alone
When you’re missing home
Send a siren out to sea
If not for you, then do it for me

Sometime I choke up on nothing but fish
Open the fridge and I know there’s nothing in there
I collect elephants
And they shit everywhere
But they’re important to me

And I hope you call me
When you feel alone
When you’re missing home
Send a siren out to sea
If not for you, then do it for me

And I hope you call me
When you feel alone
When you’re missing home
Send a siren out to sea
If not for you, then do it for me

I hope you call me
When you feel alone
When you’re missing home
Send a siren out to sea
If not for you, then do it for me“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Steve’N’Seagulls – „November Rain“


stevenseagulls

Coverbands gibt’s ja seit eh und je wie den Sand am schwülwarmen Südseestrand. Und die meisten sind? Mäßig interessant, mittelmäßig kreativ und kaum leidlich erfolgreich.

Dass es auch anders und in der Tat ungewöhnlich geht, bewiesen bereits in den Neunzigern die Finnen von Apocalyptica, die sich schon für ihr Debütwerk „Plays Metallica by Four Cellos“ die Songs ebenjener kalifornischen Metal-Ikonen vornahmen und in Gänze sowie höchsten Konzertsaal-Ansprüchen genügend instrumental auf vier Celli darboten. Man stelle sich nur einmal das dazugehörige Publikum vor, wie es in feinster, sündhaft teuerer Abendrobe zum überschwänglichen Headbang ansetzt…

61QNOjUE0EL.jpgEine ganz ähnliche sympathische Verspultheit legen auch Apocalypticas Landmänner von Steve’N’Seagulls an den Tag. Doch anstatt von Celli bearbeiten die fünf Finnen bekannte Hardrock-Evergreens von AC/DC, Guns N’Roses, Iron Maiden, Deep Purple oder Metallica mit Akustikgitarren, Banjos, Waschbrettern und ähnlichen Instrumenten, welche man so im nordischen Hillbilly-Hinterländ finden könnte. Heraus kommen recht amüsante Bluegrass-Versionen von „Thunderstruck„, „You Shook Me All Night Long„, „Nothing Else Matters„, „Run To The Hills„, dem Foo-Fighters-Smasher „The Pretender“ oder eben dem ewig großen Guns N’Roses-Tränendrücker „November Rain“. Um nicht aus Versehen optisch mit den Originalen verwechselt zu werden, scheinen bei Steve’N’Seagulls, die das Wortspiel im Bandnamen denn mal auch bei ihren bisherigen zwei Alben „Farm Machine“ und „Brothers In Farms“ fortgesetzt haben, seltsame Hüte oder Kopfbedeckungen der Marke „überfahrenes Pelztier“ Pflicht zu sein. Die spinnen, die Polka-Finnen…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Teitur – „Ein Elefant für dich“ (live bei TV Noir)


Teitur, in the Faroes, shot by Trondur Dalsgard

Foto: Facebook / Trondur Dalsgard

Es gibt in der Tat Coverversionen, die man nicht für möglich gehalten hätte. Etwa den Versuch von Teitur Lassen, sich die noch immer großartige Wir-sind-Helden-Ballade „Ein Elefant für dich“ zueigen zu machen. Und doch hat sich der 41-jährige vielseitige Singer/Songwriter von den Färöer Inseln ebenjenen Song bei einem Auftritt bei „TV Noir“ Anfang des Jahres vorgenommen…

Dabei ist es zwar erstaunlich, dass sich Teitur an einem deutschsprachigen Stück versucht (und natürlich auch klar, dass man hört, dass er keineswegs in seiner Muttersprache singt), die Wahl selbst jedoch weitaus weniger. Immerhin griff der Mann unlängst Ex-Wir-sind-Helden-Frontdame Judith Holofernes bei deren aktuellem Solowerk „Ich bin das Chaos“ gewinnbringend beim Songwriting und den Aufnahmen unter die Arme – und dürfte spätestens dabei auch auf diesen Song gestoßen sein.

3b3a04d93723c5c96f082f52cd0efa2bWas hinter dem Stück, welches vom 2005 erschienenen Helden-Album „Von hier an blind“ stammt, steckt? Da lassen wir am besten Judith Holofernes selbst zu Wort kommen:

„Ich habe für das zweite Album von Wir Sind Helden ein Lied geschrieben, ‚Ein Elefant für dich‘, in dem es darum geht, was mir das Tier bedeutet. Er ist ein Symbol dafür, über sich selbst hinauszuwachsen.

Jemand in meiner Familie litt früher an einer schweren Krankheit, in dieser Not musste ich übermenschliche Kräfte entwickeln, um mit der Situation fertigzuwerden. Der Elefant hat mich getröstet – als eine Figur, die mir Schutz gibt und mich mit ihren Riesenkräften auffängt.“

Unvergessen bleibt übrigens ebenjene Live-Darbietung aus dem Jahr 2007, bei der Wir sind Helden „Ein Elefant für dich“ wiederum bewegend mit einer tollen eigenen Coverversion des Moneybrothers-Evergreens „Blow Him Back Into My Arms“ verwoben… *hach*

Und Teitur? Der hat just heute sein neues Album „I Want To Be Kind„, das erste Solo-Werk seit ganzen fünf Jahren, in die Plattenläden gestellt, über das etwa „Sounds & Books“ in einer Rezension schreibt: „Im Prinzip ist I Want To Be Kind das vorweggenommene Winteralbum, bei dem man sich unter die Decke kuscheln möchte und dessen wohltemperierte Songs die Seele wärmen.“ (während „Musikexpress“-Autor Martin Pfnür die zwölf vornehmlich balladesk-anmütigen Songs im Gros langweilig findet).

 

 

„Ich seh uns beide, du bist längst zu schwer
Für meine Arme, aber ich geb dich nicht her
Ich weiß, deine Monster sind genau wie meine
und mit denen bleibt man besser nicht alleine
Ich weiß, ich weiß, ich weiß und frage nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich

Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich
Ich trag dich meilenweiter
Übers Land
Und ich…

…trag dich so weit wie ich kann
Ich trag dich so weit wie ich kann
Und am Ende des Wegs, wenn ich muss
trage ich dich
trag ich dich über den Fluss

Einer der nicht sollte, weint am Telefon
Und eine die nicht wollte, weint und weiß es schon
Deine Beine tragen dich nicht wie sie sollten
So oft gehen die, die noch nicht weg gehen wollten
Ich weiß, ich weiß und ich ertrag es nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich

Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Tom Lowman – „We Can’t All Be Damien Rice“


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Foto: Facebook / Gilbert Yates Photography

Den aus dem englischen Winchester stammenden jungen Singer/Songwriter Tom Lowman mag zwar – aktuell 350 Facebook-Likes sprechen da, denke ich, eine recht deutliche Sprache – kaum eine sprichwörtliche „Sau“ kennen.

Nichtsdestotrotz erzählt Lowman im feinen Song „We Can’t All Be Damien Rice“, welcher mit seinen Pointen an ebenfalls noch zu unbekannte Klampfen-Kollegen wie Will Varley erinnert und anno 2016 auf seinem Debütalbum „Tales from the Wrong Side of History“ erschien, in ehrlichen Worten vom nicht immer einfachen Schicksal eines jungen Akustikgitarren-Troubadours. Andererseits: Auch besungener Damien Rice musste sich sein heutiges Standing durch so einiges Straßen-Busking und die ein oder andere Ochsen-Tournee kreuz und quer durch Europa (und später darüber hinaus) erst redlich verdienen… Never give up singing, even though no one seems to listen.

 

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Jan Plewka & Marco Schmedtje – „Between The Bars“


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„Jan Plewka ist einer der facettenreichsten deutschen Musiker und Sänger. Mit seiner Band Selig gehört er seit Mitte der 90er Jahre zum Besten und Erfolgreichsten, was die deutsch-sprachige Musikszene zu bieten hat.

Mit BETWEEN the BARS hält er nun Rückschau, gemeinsam mit Marco Schmedtje, seinem Freund und langjährigen musikalischen Weggefährten, der ihn kongenial an der Gitarre begleitet. So lassen sich Plewka und Schmedtje musikalisch quer durch die Jahrzehnte treiben. Sie spielen Lieder von Ton Steine Scherben und Rio Reiser, eigene Stücke aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Zinoba und Simon & Garfunkel-Songs aus ihrer Sound of Silence-Produktion, Lieder von Jan Plewkas Solo-Album und von ‚Schöne Geister‘, dem ersten Album von Marco Schmedtje.

Zwei Stimmen und eine Gitarre – und das Publikum bestimmt, was gespielt wird. Das sind die Zutaten für diesen rein akustischen, sehr feinen und intimen Abend. Plewka und Schmedtje spielen voller Seele und Leidenschaft. Es wird gesungen und getrunken werden an diesem Abend – gelacht, geweint, geflirtet und vielleicht auch geküsst.“

…heißt es da auf Jan Plewkas Homepage.

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Und in der Tat hört man dem, was der Selig-Frontmann und sein langjähriger musikalischer Partner Marco Schmedtje im November 2016 (das gemeinsame Akustik-Album „Between The Bars„) beziehungsweise Dezember 2017 (die nachgeschobene „C Side EP„) beinahe klammheimlich und ohne großes Getöse via Bandcamp in die Musikwelt entlassen haben, durchaus einiges von dem entspannten Spaß, der intimen Seele und der nimmermüden Leidenschaft an, die beide wohl bei der Ausarbeitung der Akustikversionen von Stücken, die vornehmlich aus Plewkas Solo-Schaffen, dem bis heute einzigen, 2004 erschienenen Zinoba-Album sowie aus der Feder Schmedtjes stammen, hatten.

Oder wie es der passionierte Dreitagebartträger mit der markant-unverwechselbaren Stimme selbst ausdrückt:

 

Hier – via Bandcamp – kann man sich das gemeinsame Akustik-Album „Between The Bars“ (die Anspielung auf einen Song von Elliott Smith dürfte wohl kaum ein Zufall sein, immerhin überzeugen auch viele der Stücke des legendären, 2003 verstorbenen Singer/Songwriter mit ihrer zurückhaltenden Intimität)…

 

…sowie die etwas mehr als ein Jahr später hinterher geschobene „C Side EP“ (da ja die veröffentlichte Kassette zu „Between The Bars“ bereits eine A- und B-Seite besaß) zu Gemüte führen:

 

Wie das Ganze dann auf der Bühne klingen und ausschauen mag? Davon kann man sich anhand dieser Songs, mitgeschnitten bei einer „TV Noir“-Show der beiden musikalischen Nordlichter im vergangenen Jahr, ein Ohr und Bild machen:

 

Rock and Roll.

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