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„Dear Basketball“ – Kobe Bryants Oscar-prämierter Kurzfilm als Nachruf auf die Sport-Legende


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Dass der gestern gemeinsam mit seiner Tochter Gianna sowie sieben weiteren Menschen bei einem Helikopterabsturz im Alter von lediglich 41 Jahren tödlich verunglückte Kobe Bryant ein Ausnahme-Basketballer war, dürfte jedem Sportfan, der die vergangenen 25 Jahre nicht in einer internet- und TV-losen Höhle verbracht hat, bekannt sein (der Rest darf gern diesen Nachruf auf spiegel.de oder jenen auf welt.de lesen).

Doch nicht jeder weiß, dass er 2018 auch einen Oscar für den Besten Kurzfilm mit nach Hause nehmen konnte. Das Werk, das er obendrein selbst schrieb, produzierte und einsprach, ist seine Art Liebeserklärung und Abschiednehmen gewesen. Jetzt teilen Fans „Dear Basketball“ in den sozialen Medien und gedenken so des fünfmaligen NBA-Champions und mehrfachen Olympia-Goldmedaillen-Gewinners, der unter dem Spitznamen „Black Mamba“ aufgrund seines Spiels und seiner Vielzahl an Rekorden nicht nur unter Anhängern der LA Lakers auf ewig Legendenstatus genießen wird.

Der knapp vierminütige Kurzfilm zeigt in aufwendig animierten Bleistiftzeichnungen, wie Kobe Bryant als Sechsjähriger seinen Weg zu dem Sport fand, wie er sich darin verliebte, es ihn am Leben erhielt, er alles dafür gab und es dennoch Zeit wurde, sich vom Basketball zurückzuziehen. Die Worte, die Bryant dafür fand, sind so geradeheraus wie poetisch (und weiter unten zu lesen).

Nachdem Bryant 1996 zur NBA kam, spielte er am 13. April 2016 ein letztes Mal mit den Lakers und führte sein Team mit einem Saisonbestwert von 60 Punkten zu einem 101:96-Sieg gegen die Utah Jazz. Als er dann zwei Jahre später den goldenen Academy Award auf der Bühne in den Händen hielt, wirkte er offensichtlich gerührt und dankte nicht zuletzt seiner Frau Vanessa, die auch während und nach (s)eines Mißbrauchsskandals im Jahr 2003 zu ihm hielt, sowie den Töchtern für ihre Unterstützung.

Bei „Jimmy Kimmel Live“ führte er direkt auch die goldene Trophäe mit einem fetten Grinsen vor und sagte: „Das war nicht vorgesehen. Ich soll Basketball spielen und nicht etwas schreiben, das einen Oscar gewinnt.“ Scherzkeks Kimmel witzelte darauf, ob es als nächstes einen Grammy für den Profisportler geben würde…

Nun hat die „Black Mamba“ alle irdischen Courts verlassen. Zu früh? Natürlich.

Vielleicht treffen es – auch unabhängig von Bryants tragischem Tod – die Zeilen am besten, die Sport-Kommentator Frank Buschmann, der der Basketball-Legende während dessen aktiver Zeit oft – sowohl als Fan auch in seiner beruflichen Funktion – bei dessen herausragendem Spiel zusehen durfte, heute via Facebook hinterließ:

„Vielleicht sollten wir uns alle einfach mal klar machen, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Vielleicht sollten wir uns alle einfach mehr mit den schönen Dingen und den Menschen beschäftigen, die uns wichtig sind!“

 

 

„Dear Basketball,

From the moment
I started rolling my dad’s tube socks
And shooting imaginary
Game-winning shots
In the Great Western Forum
I knew one thing was real:

I fell in love with you.

A love so deep I gave you my all —
From my mind & body
To my spirit & soul.

As a six-year-old boy
Deeply in love with you
I never saw the end of the tunnel.
I only saw myself
Running out of one.

And so I ran.
I ran up and down every court
After every loose ball for you.
You asked for my hustle
I gave you my heart
Because it came with so much more.

I played through the sweat and hurt
Not because challenge called me
But because YOU called me.
I did everything for YOU
Because that’s what you do
When someone makes you feel as
Alive as you’ve made me feel.

You gave a six-year-old boy his Laker dream
And I’ll always love you for it.
But I can’t love you obsessively for much longer.
This season is all I have left to give.
My heart can take the pounding
My mind can handle the grind
But my body knows it’s time to say goodbye.

And that’s OK.
I’m ready to let you go.
I want you to know now
So we both can savor every moment we have left together.
The good and the bad.
We have given each other
All that we have. 

And we both know, no matter what I do next
I’ll always be that kid
With the rolled up socks
Garbage can in the corner
:05 seconds on the clock
Ball in my hands.
5 … 4 … 3 … 2 … 1

Love you always,
Kobe“

 

Mach’s gut, „Black Mamba“. Danke für jeden Freiwurf, jeden Korbleger, jeden Dreier. #forever24

 

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Rock and Roll.

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Auf ein Neues – Willkommen in 2020!


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(gefunden bei Facebook)

Natürlich hätte dem voraussehbaren Anlass auch Gisbert zu Knyphausens „Neues Jahr“ ausgezeichnet zu Gesicht gestanden. Oder auch Death Cab For Cuties ewiggrüner Jahresanfangseinläutungssong „The New Year„, welcher hier schon des öfteren die folgenden zwölf Monate einläuten durfte.

Aber warum nicht einmal mit ebenjener Tradition brechen und 2020 mit besten, frommen Wünschen, die der olle Zimmermann-Robert anno 1974 im tollen „Forever Young“ so fein formuliert hat, eröffnen? Kannstenixgegensagen.

Ja denn also: Einen ganz uneitlen Toast auf ANEWFRIEND, schließlich feiert dieser mein bescheidener Blog heute sein nunmehr 8. digitales Wiegenfest. Und auf uns. Und, natürlich: auf euch. Bleibt gesund und ganz ihr selbst – und schaut ab und an mal hier vorbei… Merci vielmals.

 

 

„May God bless and keep you always
May your wishes all come true
May you always do for others
And let others do for you
May you build a ladder to the stars
And climb on every rung
May you stay forever young
Forever young, forever young
May you stay forever young.

May you grow up to be righteous
May you grow up to be true
May you always know the truth
And see the light surrounding you
May you always be courageous
Stand upright and be strong
May you stay forever young
Forever young, forever young
May you stay forever young.

May your hands always be busy
May your feet always be swift
May you have a strong foundation
When the winds of changes shift
May your heart always be joyful
And may your song always be sung
May you stay forever young
Forever young, forever young
May you stay forever young“

 

Rock and Roll.

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Ein Bild, eine Geschichte über das Leben…


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Ein Bild mit so viel Aussagekraft:

Der Mann weiß nicht, dass sich unter ihm eine wohlmöglich todbringende Schlange befindet. Die Frau weiß nicht, dass ein tonnenschwerer Stein auf dem Mann liegt.

So denkt die Frau: „Ich werde fallen! Und ich kann nicht klettern, weil die Schlange mich beißt! Warum kann der Mann nicht etwas mehr Kraft anwenden und mich hochziehen?“

Und der Mann denkt: „Ich habe so große Schmerzen! Trotzdem ziehe ich sie so sehr ich kann! Warum versucht sie denn nicht zu klettern?!“

Die Moral ist: Du kannst den Druck, unter dem die andere Person steht, nicht sehen und die andere Person kann vielleicht deinen Schmerz nicht erkennen, inmitten dessen du dich befinden magst. Dies ist das Leben – egal, ob es sich um die Arbeit, Familie, deine Gefühle oder Freunde handelt. Wir sollten versuchen, einander zu verstehen. Auf neue Weisen denken zu lernen. Besser, deutlicher zu kommunizieren. Und bewusst aufeinander zu achten und aneinander zu denken.

Geht nett und liebenswürdig miteinander um, denn jeder Mensch, den wir treffen, kämpft seine ganz eigenen Schlachten – wenn auch manchmal nur im Verborgenen…

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Bear’s Den – „Heaven“ (live)


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Remember, remember – the 5th of November…

Ein kleiner, jedoch umso wichtigerer Auszug aus den Anfangstagen meiner Musiknerd-Vita, den wohl nur diejenigen kennen, denen meine Nase (sowie das seit eh und je schockschwer tonverliebte Hirn gleich dahinter) eine Begrifflichkeit ist – oder eben die, die ANEWFRIEND bis zum allerallerersten Post im Januar 2012 durchgeklicktscrollt haben:

„Mein erstes selbst gewähltes musikalisches Idol war jedoch Bryan Adams, der Kanadier mit der Knödelstimme und Songs wie ‚Run to You‘, ‚(Everything I Do) I Do It For You‘ und natürlich ‚Summer of ’69‘. Seine Texte waren der Beweggrund für mich, freiwillig Englisch zu lernen, zu seinen Refrains wurden meine ersten Luftgitarren vor dem Spiegel gestimmt und zertrümmert. Eine Liebe, die ganze fünf Jahre, vom Best of ‚So Far So Good‘ (für’s Zeugnis geschenkt gekommen) bis zum Album ‚On A Day Like Today‘ (dann schon selbst gekauft) hielt. Danach waren bei uns die besten gemeinsamen Zeiten vorbei und Luft raus. Ich schickte den kleinen Kanadier zusammen mit seinen stets ungleich größeren Lebensabschnittspartnerinnen wieder in die weite Welt, gab ihm jedoch den Ratschlag mit auf den Weg, es in Zukunft doch mal lieber mit dem Fotografieren als zweitem Standbein zu versuchen. Was er auch tat. Und sogar Topmodels wie Cindy Crawford oder Persönlichkeiten wie Mick Jagger oder Hilary Clinton vor die Linse bekam. Glückwunsch, geht doch.“

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Mag heißen: Ohne ebenjenen Mr. Bryan Adams gäbe es diesen (nunmehr auch bereits acht Jahre bestehenden) bescheidenen Blog und seine knapp 2.000 mal mehr, mal weniger gehaltvollen Beiträge über neue, tolle Töne und die Künstler dazu, über Film, Serien, Kunst und sonstigen Hirnschmalz wohl kaum – oder zumindest nicht in dieser Form. Allein dafür gehen drölfzig tief empfundene Knickse ins nordamerikanische Land, in dem tausende Mounties in schniek gebügelten Uniformen wohl gerade Ahornsirup verticken und Staatschef Justin Trudeau Elche und Grizzlybären streichelt!

Und damit hier gar nicht erst der Verdacht entsteht, ich würde all den Schmus lediglich aus reiner Nostalgie in die Tastatur tippen: Ebenjener Bryan Adams, der Kerl hinter zig Evergreens wie „Summer Of ’69“ (welches ich in meiner kindlichen Naivität damals freilich kaum mit frivolen Betttätigkeiten verband), „Everything I Do (I Do It For You)„, „Run To You„, „Please Forgive Me“ oder „Heaven„, feiert heute seinen 60. Geburtstag! Da wünsche ich natürlich, natürlich ebenso alles Gute wie – lustiger können Zufälle kaum sein – einem gewissen Herrn Ryan Adams, denn der vielseitige US-Singer/Songwriter, um den es in den letzten Monaten durch #MeToo und Vorwürfe von sexuellen Übergriffen leider etwas ruhiger geworden ist, feiert am heutigen 5. November seinen 45. Geburtstag! Auch da komme ich nicht umhin, zu gratulieren, schließlich begleiten mich seine Songs – Skandal hin, Skandal her – auch bereits seit gefühlten Ewigkeiten…

Und, last but not least: Grüße ins heimatliche Sachsen, wo meine liebste Frau Mama heute ebenfalls ihr alljährliches Ehrenfest begeht! Wie jung sie ist? Ich bitte euch – einer grauhaarigen stolzen Dame von Welt stellt man(n) diese Frage doch nicht, Kinners! Ja, dieser 5. November war auch abseits von Guy Fawkes schon immer ein besonderer Tag für mich. ❤️

 

Tatsächlich gibt es nicht allzu viele wirklich gelungene Coverversionen von Songs aus dem Oeuvre von Bryan Adams. Lustigerweise kann man – und das spricht wiederum direkt für dem Adams ohne das „B“ – Ryan Adams‘ Version von „Run To You“, die dieser 2017 für eine Radio-Session zum Besten gab, auf der Habenseite verbuchen. Oder eben die Bear’s Den-sche Variante des 1983 aufgenommenen Pärchen-Engtanz-Parkettfüllers „Heaven“ (somit ist – nächste biografische Überschneidung – der Song ebenso alt wie meine Wenigkeit!). Bear’s Den spielten ihren Take des Adams-Bryan-Stücks zwischen 2016 und 2017 recht oft bei ihren Konzerten (sowie bei einer BBC Radio 2-Session), und machten ihre Sache gar nicht mal so schlecht, wie ich meine:

(Für Pedanten sei erwähnt: diese Live-Version wurde im Februar 2017 im Brüsseler Club 69 für Studio Brussel aufgenommen.)

 

Rock and Roll.

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Auf ewig „Born To Run“ – Zum 70. Geburtstag von Bruce Springsteen


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Satte 70 Lenze wird der Boss, wird Mr. Bruce Frederick Joseph Springsteen am heutigen 23. September jung. Siebzig! Für mich, der ja quasi mit seinen Songs groß geworden ist, irgendwie surreal: Der Boss war immer da, und hat mich (fast) nie enttäuscht – sowohl, was den qualitativen Output betrifft (gut, die kleine Schwächephase ohne seine E Street Band Anfang der Neunziger lassen wir mal unter den Tisch fallen), als auch, was sein Standing anbelangt. Springsteen ist ein Typ aus der Arbeiterklasse mit Rückgrat und Haltung. Einer, der das zwar nie über Gebühr aufgebauscht, aber auch nie vergessen hat. Und als solcher übernimmt er Verantwortung, zeigt Rückgrat und sagt offen, was er denkt und fühlt (an dieser Stelle sei allen seine tolle, 2016 erschienene Autobiografie „Born To Run“ ans Leserherz gelegt – wahlweise auch als Hörbuch, allein schon, weil’s von Thees Uhlmann himfuckingself eingelesen wurde). Und er ist seit den Siebzigern einer der bestbesten und großgrößten Geschichtenerzähler, die die Pop- und Rockkultur der US of A zu bieten hat – da mag sich selbst der gleichsam würdevolle Literaturnobelpreisträger Bob Dylan ewig strecken, Springsteens mal juvenil-pathetische, mal erschreckend ehrliche Hymnen an die „kleinen Leute“ dies- wie jenseits der Highways kreuz und quer durch alle 50 US-Bundesstaaten, an all die Marys und Sherrys und Candys und Wendys und Rosalitas, an all die Johnnys und Billys und Joes und Bobbys und Petes (eifrige Chronisten haben auch hier eine Übersicht erstellt) suchen seit jeher ihresgleichen. Der Mann hinter Evergreens wie „Thunder Road„, „Born To Run“ oder „The Ghost Of Tom Joad“ ist längst ein National Treasure. Eine lebende Legende aus Freehold, New Jersey, wurde in zig Filmen – von „High Fidelity“ bis jüngst in der tollen Hommage „Blinded By The Light“ – gewürdigt, ist Oscar- und Tony-Award-Preisträger sowie 20-facher Grammy-Gewinner. Aber was zählen schon all die Auszeichnungen, wenn man auch mit sieben Jahrzehnten auf dem Buckel noch anständig rocken kann? Eben. Wohl jede(r) auf der Welt kennt den Boss – da wird selbst jeder bunte Hund neidvoll mausgrau. Die Rockmusik, der er über die Jahre so viele Songs geschenkt hat – sie wäre heute eine ganz andere, um ein Vielfaches ärmere ohne Bruce Springsteen. Und schon gehen mir bei aller Lobhudelei die Superlative aus…

Ich verneige mich vor einem meiner persönlichen Helden (den ich bereits das ein oder andere Mal live erleben durfte), und gratuliere zum Siebzigsten. Lang lebe der Boss! 🤘

 

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Auch anderswo gratuliert man natürlich – ob nun journalistisch-professionell, ob nun recht persönlich. Oder nutzt die Gunst der Stunde, um seine Looks von den Anfangstagen bis heute zu verfolgen, oder alle 327 Songs nach Güteklasse zu listen. Oder eben mit einem Ständchen aus 56.000 Kehlen, wie vor einigen Jahren im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey:

 

Rock and Roll.

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„True Love Will Find You In The End“ – Daniel Johnston ist tot.


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„In tiefer Trauer“ bestätigte Daniel Johnstons Familie am 11. September den Tod des Ausnahmekünstlers, der tags zuvor in seinem Zuhause in Houston, Texas gestorben sei.

„Daniel war Sänger, Songschreiber, Künstler und unser aller Freund“, heißt es in einem Statement, in dem auch Johnstons älterer Bruder Dick und sein langjähriger Manager den Verstorbenen würdigen. „Obwohl er den Großteil seines Erwachsenenlebens mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen hatte, triumphierte Daniel mit seinen fruchtbaren Kunstwerken und Songs über seine Krankheiten. Er hat zahllose Fans, Künstler und Songwriter mit seiner Message inspiriert, dass egal wie dunkel der Tag auch sein mag ‚die Sonne auf mich scheint‘ und ‚du am Ende wahre Liebe finden wirst.‘ Daniels Leben und Musik haben das Hi, How Are You-Projekt angestoßen, das zur offenen Diskussion über psychische Probleme anregen will. Sein Geburtstag, der 22. Januar, wird als „Hi, How Are You“-Tag gefeiert.“ 

Nirvana-T-Shirts-Kurt-Cobain-Daniel-Johnston-Rock-Roll-band-t-hemd-Hallo-Wie-Sind-Sie.jpg_640x640q70Auch unzählige Musiker machten ihre Wertschätzung für Johnston öffentlich und schrieben teils sehr persönliche Erinnerungen. Courtney Love teilte ein Bild ihres verstorbenen Mannes Kurt Cobain, auf dem dieser ein T-Shirt von Johnston trägt. „Ruhe in Frieden, Daniel Johnston. Du warst so ein liebenswerter Mensch“, schrieb sie in einem Beitrag. Cobain hatte dem Songwriter Anfang der Neunziger durch das öfter getragene T-Shirt und die Erwähnung Johnstons unter seinen 50 Lieblingsplatten vor allem in Indie-Kreisen einen enormen Popularitätsschub verschafft. Lee Ranaldo von Sonic Youth sprach in einem Twitter-Post von der „fragilen Brillanz“ von Johnstons Songs, die ihn seinerzeit beim ersten Hören „vollkommen umgehauen“ habe. Sonic Youth hatten vergeblich versucht, Johnston zu protegieren und ihm zum großen Durchbruch zu verhelfen, was unter anderem wegen Johnstons psychischen Problemen jedoch scheiterte. „Sein Genie musste beschützt werden…“, so Ranaldo.

Daniel Johnston wurde 1961 in Kalifornien geboren und wuchs in West Virginia auf. Schon als Jugendlicher nahm er allein in einer Garage seine eigenen Songs auf Kassetten auf, meist sang er dabei einfach zu Klavier oder elektronischer Orgel. Seine Stücke waren geprägt durch ihren LoFi-Charakter und ihre intuitive, fast kindlich-naive melodische Schönheit, durch deren manchmal schiefe Töne und handwerkliche Mängel pures Songwriter-Genie sowie mitreißende Herzlichkeit strahlten. Auch seine Zeichnungen, die oft seine DIY-Kassettencover zierten, zeugten von unbändiger Kreativität und scheinbar uferloser Fantasie.

Ab Anfang der Achtziger verteilte Johnston in seiner neuen Wahlheimat Austin, Texas seine selbst produzierten Kassetten und spielte Konzerte. Mitte des Jahrzehnts war er dank brillanten Alben wie „Songs Of Pain“ (1981), „Yip/Jump Music“ (1983) und „Hi, How Are You“ (1983), allesamt Werke voll brüchig-schöner LoFi-Songwriter-Kunst, auf dem Sprung in eine größere Öffentlichkeit – seine Schizophrenie und bipolare Störung verhinderten jedoch größere Erfolge. So warf Johnston etwa 1990 während einer manischen Episode den Zündschlüssel (!) aus einBeam Me Up!em Flugzeug, die folgende Bruchlandung überlebten er und sein Vater nur mit Glück. Johnston wurde daraufhin zeitweise in die Psychiatrie eingewiesen.

Nach dem von Kurt Cobain ausgelösten Hype um Johnston veröffentlichte er 1994 beim Majorlabel Atlantic das Album „Fun“, das jedoch floppte, woraufhin der scheue Songwriter erneut größtenteils aus der Öffentlichkeit verschwand. Dank Projekten wie der 2004 erschienenen Compilation „The Late Great Daniel Johnston: Discovered Covered„, auf welcher prominente Fans wie Tom Waits, Bright Eyes, TV On The Radio, Death Cab For Cutie oder Beck Johnstons Songs neu interpretierten, oder der beeindruckenden, 2006 veröffentlichten Dokumentation „The Devil And Daniel Johnston“ (gibt es hier im Stream), die das Ringen des Künstlers mit seinen Dämonen und seine Kunst ebenso schmerzlich wie eindrucksvoll in Szene setzt (und 2005 beim Sundance Film Festival den „Documentary Directing Award“ erhielt), wuchs Johnstons Popularität schnell wieder an. In den Nuller-Jahren veröffentlichte er sogar wieder Alben – zuletzt 2010 „Beam Me Up!“ – und spielte, wenn auch mit immer brüchigerer Stimme, etwas häufiger Konzerte (er trat zum Beispiel 2008 an der Seite von Glen Hansard und Markéta Irglová auf, um gemeinsam seinen Song „Life In Vain“ zu performen). Zuletzt hatte Johnston vermehrt unter nicht näher genannten gesundheitlichen Problemen gelitten und war mehrfach ins Krankenhaus eingeliefert worden; 2017 hatte er deshalb schließlich das Ende seiner Tour-Karriere verkündet.

Medienberichten zufolge erlag Johnston am 10. September einem Herzinfarkt. Er wurde 58 Jahre alt. Mach’s gut, Daniel Johnston!

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Rock and Roll.

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