Song des Tages: Federico Albanese – „By The Deep Sea“


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Es gibt kaum etwas Besseres als Songs mit richtig guten Texten. Isso.

Manchmal jedoch benötigt Musik kein einziges Wort, um viel zum Ausdruck zu bringen – Freunde von Postrock-Bands wie Explosions In The Sky über Mogwai bis Mono könnten – von den USA über Schottland bis nach Japan – so einige Playlists ihrer liebsten Stücke zusammenstellen, ohne dass diese auch nur eine einzige gesprochene Silbe enthielte. Und auch Soundtrack-Fans hätten wohl bei diesem Thema die ein oder andere schwärmerische Anekdote parat – Stichworte: Yann Tiersen („Die fabelhafte Welt der Amelie“). Oder Ludovico Einaudi („Ziemlich beste Freunde“).

Apropos Ludovico Einaudi: Dessen italienischer Landsmann Federico Albanese ist ein ähnlicher Virtuose an den weißen und schwarzen Tasten (und obendrein noch, rein zufällig, sein Schwiegersohn). Natürlich weiß Albanese ebenso gut, dass einem ebenjene Virtuosität allein keinesfalls die Miete bezahlt. Also verdingt sich der aus Mailand stammende 35-jährige Komponist, Pianist und Musikproduzent, wenn er nicht gerade seinen Solo-Aktivitäten nachgeht, als musikalischer Geburtenhelfer der Untermalung von Werbejingles und Filmen.

Dass Albanese jedoch auch mit seinen Solo-Alben Gehör findet, beweist etwa die Nominierung für den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ in der Kategorie „Bestes Independent Album“ (bereits 2012 war das). Und wer hören mag, wie schön, wie melancholisch, wie träumerisch Federico Albaneses Stücke klingen, der höre sein neustes: „By The Deep Sea“.

Die vierminütige instrumentale Piano-Nummer, die sich langsam, Schicht für Schicht, aufbaut, und plötzlich in akustische Nebelschwaden entschwindet, ist Teil des im Februar 2018 erscheinenden dritten Solo-Albums gleichen Titels und wurde, so der Italiener selbst, von einem Weg inspiriert, der vom Haus seiner Mutter bis zu einem Felsen am Meer führt: „Es spiegelt viel von mir wider, übersetzt in Musik.“

Ganz, ganz großes Kopfkino, das auch ohne ein einziges Wort alles andere als stumm bleibt…

 

 

Rock and Roll.

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