Archiv des Autors: evanelliott83

Song des Tages: Sean Christopher – „A Thousand Hues“


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Neues vom britischen Singer/Songwriter-Newcomer Sean Christopher, den ANEWFRIEND bereits im vergangenen Oktober kurz vorstellte.

Wie bereits im formidablen Stück „Paper Plane Pilot“ hat sich Christopher auch für den nächsten Vorboten seines am 11. Mai erscheinenden Debütalbums „Yonder“ von der großen weiten Welt da draußen inspirieren lassen und erzählt in „A Thousand Hues“ von Liebe und Tragik gleichermaßen:

“I read a story a few years ago about a Japanese man who lost his wife during the Tsunami back in 2011. He could not find her on land and decided to take diving lessons to search the sea. I was really moved by it and ‘A Thousand Hues’ was written soon after.”

Wunderschön, oder? Ob der Akustikgitarrenklampfer da, wie ich meine, ähnlich klingt wie Coldplay-Frontmann Chris Martin zu seligen „Parachutes“-Zeiten, oder, wie an anderer Stelle gemutmaßt, eher nach Peter Gabriel oder dem jungen Sting? Völlig egal.

 

(Wer möchte, der findet den Song hier bei YouTube…)

 

Rock and Roll.

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Sexismus, mal anders herum betrachtet – Eli Rezkallah entwirft alte Werbeanzeigen neu


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Das Frauenbild um die 1950er herum kennen die meisten von uns – ob nun aus Dokumentationen, Erzählungen oder eventuell sogar eigenen Erlebnissen – nur allzu gut: das fleißige, stets umsichtige und willige „Heimchen“ am Herd, das dem hart arbeitenden Ehemann tagtäglich die leckersten Gerichte auftischt (was ja damals auch die Werbeindustrie suggerierte), den gemeinsamen Nachwuchs umschwänzelt, sich stets adrett zu kleiden hat – und all das mit einem Lächeln tut (oder eben auch mal nachhilft).

Dass all das – wie feste Geschlechterrollen im Allgemeinen und zumindest in den meisten Ländern – sprichwörtlich Schnee von Vorgestern ist, weiß man(n) ebenso. Umso befremdlicher wirken Reklameanzeigen für Staubsauger, Bier und Co. aus den Vierzigern bis Sechzigern des letzten Jahrhunderts.

Und ebenjene nahm sich der 31-jährige, aus dem libanesischen Beirut stammende Fotograf und Video-Editor Eli Rezkallah für seine neuste, so simpel wie treffend „In A Parallel Universe“ benannte Kunstserie vor – und drehte die dargestellten sexistischen Geschlechterrollen mal eben um. Das Ergebnis sollte man mit einer Schippe Humor nehmen, schließlich werden die absurden Stereotype nur allzu deutlich…

Den Anstoß für die Serie gab Eli Rezkallah übrigens ein Ereignis innerhalb seiner Familie, wie er auf seiner Website erzählt:

“Last Thanksgiving, I overheard my uncles talk about how women are better off cooking, taking care of the kitchen, and fulfilling ‚their womanly duties.‘ Although I know that not all men are like my uncles and think that way, I was surprised to learn that some still do, so I went on to imagine a parallel universe, where roles are inverted and men are given a taste of their own sexist poison.”

 

 

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(via boredpanda.com)

 

Rock and Roll.

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Ihr musikalischer Speiseplan – Der Veröffentlichungskalender 2018


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Same procedure as every year – Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, wirft jedoch bereits – auch in Punkto Albumneuerscheinungen – den ein oder anderen langen Schatten voraus. Damit ihr auch 2018 nicht ganz und gänzlich den Überblick verliert, hat ANEWFRIEND die ein oder andere relevante Ankündigung zusammengefasst.

Und aufgrund der guten Vorzeichen (Stand: Mitte Januar 2018) habe ich mir erlaubt, das neue Tool-Werk – diesen schaurigsten musikalischen Treppenwitz seit Guns N’Roses‘ „Chinese Democracy“, das erste der Band seit dem gefühlt 80 Jahre zurückliegenden „10,000 Days“ – mit einem potentiellen Veröffentlichungsdatum für dieses Jahr zu versehen… Also, Maynard James Keenan und Co. – enttäuscht mich nicht!

 

JANUAR 2018

Black Rebel Motorcycle Club – Wrong Creatures (VÖ 12.01.2018)

Donots – Lauter als Bomben (VÖ 12.01.2018)

Typhoon – Offerings (VÖ 12.01.2018)

Fall Out Boy – M A N I A (VÖ 19.01.2018)

First Aid Kit – Ruins (VÖ 19.01.2018)

Nathan Gray – Feral Hymns (VÖ 19.01.2018)

Glen Hansard – Between Two Shores (VÖ 19.01.2018)

The Xcerts – Hold On To Your Heart (VÖ 19.01.2018)

Calexico – The Thread That Keeps Us (VÖ 26.01.2018)

Tiny Moving Parts – Swell (VÖ 26.01.2018)

Tocotronic – Die Unendlichkeit (VÖ 26.01.2017)

Turin Brakes – Invisible Storm (VÖ 26.01.2018)

 

FEBRUAR 2018

And The Golden Choir – Breaking With Habit (VÖ 02.02.2018)

Kat Frankie – Bad Behaviour (VÖ 02.02.2018)

Franz Ferdinand – Always Ascending (VÖ 09.02.2018)

Ezra Furman – Transangelic Exodus (VÖ 09.02.2018)

Joan As Police Woman – Damned Devotion (VÖ 09.02.2018)

Olli Schulz – Scheiß Leben, gut erzählt (VÖ 02.02.2018)

Dashboard Confessional – Crooked Shadows (VÖ 09.02.2017)

Brian Fallon – Sleepwalkers (VÖ 09.02.2018)

MGMT – Little Dark Age (VÖ 09.02.2018)

Will Varley – The Spirit Of Minnie (VÖ 09.02.2018)

Belle and Sebastian – How To Solve Our Human Problems (VÖ 16.02.2018)

Pianos Become The Teeth – Wait For Love (VÖ 16.02.2018)

Erdmöbel – Hinweise zum Gebrauch (VÖ 23.02.2018)

Screaming Females – All At Once (VÖ 23.02.2018)

 

MÄRZ 2018

Moby – Everything Was Beautiful, And Nothing Hurt (VÖ 02.03.2018)

Editors – Violence (VÖ 09.03.2018)

The Fratellis – In Your Own Sweet Time (VÖ 09.03.2018)

The Decemberists – I’ll Be Your Girl (VÖ 16.03.2018)

Lissie – Castles (VÖ 23.03.2018)

 

APRIL 2018

Eels – The Deconstruction (VÖ 06.04.2018)

Manic Street Preachers – Resistance Is Futile (VÖ 06.04.2018)

Wolfgang Müller – Die sicherste Art zu reisen (VÖ 06.04.2018)

Scott Matthew – Ode To Others (VÖ 20.04.2018)

 

UND SONST?

ABAY – love&distortion (2018)

Antemasque – Saddle On The Atom Bomb (2018)

A Perfect Circle – tba. (2018)

Bad Religion – tba. (2018)

Death Cab For Cutie – tba. (2018)

The Good, The Bad And The Queen – tba. (tba.)

Gorillaz – tba. (2018)

Kings Of Convenience – tba. (tba.)

My Bloody Valentine – tba. (2018)

The Smashing Pumpkins – Day For Night (tba.)

Spiritualized – tba. (tba.)

Tool – tba. (2018)

 

(Wurde etwas vergessen? Dann lass’ es ANEWFRIEND in den Kommentaren wissen…)

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Robin McLaurin Williams, 1951-2014, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Twin Oaks – „Eighteen Minutes“


Twin-Oaks

Wer den Schnellschuss im Assoziationsurteil bevorzugt, und lediglich den vorzüglichen Song „Eighteen Minutes“ als Grundlage nimmt, der könnte mutmaßen, dass es sich bei Twin Oaks um Wiedergänger von Daughter handelt. Und würde gar nicht mal so falsch liegen, denn auch die Band aus Upland, Kalifornien macht sich – zumindest in diesem Stück, welches von der im vergangenen Jahr erschienenen „Collapse EP“ stammt – typische Daughter’sche Stilmittel zueigen: die ruhige, melancholische Soundbrise zum Einstieg, bevor GitarreSchlagzeugBass Anlauf nehmen und den Song gegen Ende in einen amtlichen, urplötzlich verebbenden Shoegaze-Klangorkan verwandeln. Und auch der Stimme von Twin-Oaks-Frontfrau Lauren Brown kann man nicht ganz absprechen, wie Elena Tonras sister from another mister zu klingen…

a1013610861_10Auch andere Referenzbands wie London Grammar (der elektronischen Unterfütterung mithilfe von Beats und Loops wegen, welche vor allem das 2015 veröffentlichte Twin-Oaks-Album „White Noise“ auszeichneten) oder Lamb (auch von den Folk-meets-Indietronic-Großtaten der britischen Trip-Hop-Koryphäen sind die Kalifornier nie weit entfernt, während Louise „Lou“ Rhodes als weitere stimmliche Schwester zu Lauren Brown nur allzu nahe liegt) lassen beim Twin Oaks’schen Indie-Dreampop eher melancholische Großstadt-Nebelschwaden denn kalifornische Feelgood-Strandatmosphäre vor dem inneren Auge vorbei ziehen. Dass Twin Oaks, die einst als Duo aus Lauren Brown und Aaron Domingo (Gitarren, Keys, Programming) an den Start gingen, mittlerweile jedoch zur vierköpfigen, um Marilyn Beltran (Schlagzeug) und Aroldo Rios (Bass) erweiterten Band angewachsen sind, bei all diesen Assoziationen und – freilich hilfreichen – Referenzen genug interessante Alleinstellungsmerkmale besitzen, dürfte jedem klar sein, der auch der jüngsten „Living Rooms EP“ (welche die Band via Bandcamp zum wahlweise kostenfreien Download anbietet) eine Chance gibt.

(Leider wurde Twin Oaks – gerade im deutschsprachigen Teil des weltweiten Netzes – bislang zu wenig Beachtung geschenkt. Wer mehr zur Band und ihren Ursprüngen wissen mag, der findet hier ein interessantes Interview aus dem Jahr 2016…)

 

 

„Eighteen minutes ago, I was standing in a dark room
Eighteen minutes ago, I was searching for a face I knew
And my hands, they shake
And my mind, it quits
As I look into the sea of overbearing dreams

Eighteen minutes ago, I was searching for something real
Eighteen minutes ago, I was wanting somewhere to feel
And my hands, they shake
And my mind, it quits
As I look into me, I’ll keep searching
Even if it kills me…“

 

Rock and Roll.

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Über die Gestalten hinterm Tresen – die Plattenladen-Doku „In Wax We Trust“


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Leute, die in Plattenläden arbeiten, sind schon eigenartige Gestalten – um zur Weisheit dieser Erkenntnis zu gelangen, muss man nicht unbedingt „High Fidelity“ gelesen (oder meinetwegen den Film gesehen) haben. Nein, dieses nerdige Klischee dürfte gut und gern weltweit verbrieft sein…

Allerdings sind diese musikalischen Idealisten, die ihre Unterkunft scheinbar hinter dem Tresen und zwischen all dem Vinyl, dem Kunststoff, den Plattenspielern und schier endlosen Reihen aus Kisten aufgebaut haben, auch durchaus interessante Personen. Man muss doch schließlich den ein oder anderen Hau weg haben, um in Zeiten von Streaming und digitaler Besessenheit noch einem komplett analogen Hobby nachzuhängen, oder?

Das dachte sich wohl auch der bekannte französischen HipHop-Künstler Wax Tailor und besuchte während seiner US-Tour vor etwa zwei Jahren einige Plattenläden irgendwo im Nirgendwo zwischen Alabama und Wisconsin, um den teils als verschroben verschrieenen Personen hinter den Verkaufstresen näher zu kommen.

Heraus gekommen ist die knapp halbstündige Dokumentation „In Wax We Trust„, in welcher die Plattenlädenbesitzer ihre Gedanken über die Internet- und Vinyl-Kultur im Jahr 2016 teilen, aber auch zu ihren Berufsvorstellungen, als sie noch Kinder waren, oder was zu Hölle sie eigentlich jeden Morgen antreibt, überhaupt aufzustehen… interessant.

 

 

Rock and Roll.

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