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Song des Tages #2: Riley Pearce – „Elephants“


riley elephants

Foto: ein Still aus diesem Video

Riley Pearce, von dem bereits Anfang des Jahres auf ANEWFRIEND die Schreibe war, hat einen neuen Song draußen. In „Elephants“, welches laut Aussage des australischen Singer/Songwriter-Newcomers von der Beziehung zu seinem Bruder handelt, zeichnet Pearce melancholische Bilder vom Alltagstrott und den kleinen Fluchtmöglichkeiten daraus… Schön.

 

268x0w„Elephants was written about my brother and I’s relationship.

He lives on the other side of the world and we always have been close so extra effort is needed now with the time difference to keep in touch. He used to collect elephants when he was a kid (little toy ones).

It got me thinking that if someone was to actually collect elephants how hard it would be but if it meant a lot to them, much like with relationships, you do what you can to make it work.“

 

Hier gibt’s das Musikvideo…

 

…und den Song in der „7 Layers“-Live-Session:

 

„I live in an old house
Down by the seaside
Work in an office
But I hate what that feels like
I collect elephants
I got nowhere to put them
But they’re important to me

And I hope you call me
When you feel alone
When you’re missing home
Send a siren out to sea
If not for you, then do it for me

Sometime I choke up on nothing but fish
Open the fridge and I know there’s nothing in there
I collect elephants
And they shit everywhere
But they’re important to me

And I hope you call me
When you feel alone
When you’re missing home
Send a siren out to sea
If not for you, then do it for me

And I hope you call me
When you feel alone
When you’re missing home
Send a siren out to sea
If not for you, then do it for me

I hope you call me
When you feel alone
When you’re missing home
Send a siren out to sea
If not for you, then do it for me“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Steve’N’Seagulls – „November Rain“


stevenseagulls

Coverbands gibt’s ja seit eh und je wie den Sand am schwülwarmen Südseestrand. Und die meisten sind? Mäßig interessant, mittelmäßig kreativ und kaum leidlich erfolgreich.

Dass es auch anders und in der Tat ungewöhnlich geht, bewiesen bereits in den Neunzigern die Finnen von Apocalyptica, die sich schon für ihr Debütwerk „Plays Metallica by Four Cellos“ die Songs ebenjener kalifornischen Metal-Ikonen vornahmen und in Gänze sowie höchsten Konzertsaal-Ansprüchen genügend instrumental auf vier Celli darboten. Man stelle sich nur einmal das dazugehörige Publikum vor, wie es in feinster, sündhaft teuerer Abendrobe zum überschwänglichen Headbang ansetzt…

61QNOjUE0EL.jpgEine ganz ähnliche sympathische Verspultheit legen auch Apocalypticas Landmänner von Steve’N’Seagulls an den Tag. Doch anstatt von Celli bearbeiten die fünf Finnen bekannte Hardrock-Evergreens von AC/DC, Guns N’Roses, Iron Maiden, Deep Purple oder Metallica mit Akustikgitarren, Banjos, Waschbrettern und ähnlichen Instrumenten, welche man so im nordischen Hillbilly-Hinterländ finden könnte. Heraus kommen recht amüsante Bluegrass-Versionen von „Thunderstruck„, „You Shook Me All Night Long„, „Nothing Else Matters„, „Run To The Hills„, dem Foo-Fighters-Smasher „The Pretender“ oder eben dem ewig großen Guns N’Roses-Tränendrücker „November Rain“. Um nicht aus Versehen optisch mit den Originalen verwechselt zu werden, scheinen bei Steve’N’Seagulls, die das Wortspiel im Bandnamen denn mal auch bei ihren bisherigen zwei Alben „Farm Machine“ und „Brothers In Farms“ fortgesetzt haben, seltsame Hüte oder Kopfbedeckungen der Marke „überfahrenes Pelztier“ Pflicht zu sein. Die spinnen, die Polka-Finnen…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Toy Cars – „Erie“


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Toy Cars aus Asbury Park, New Jersey machen Indie Rock, welcher mal straight durchs Dach zu huschen scheint, mal eine Ecke vorher Emo-lastig bibbernd zu Boden sinkt. So weit, so normal – schließlich sind sie damit (und in bester Gesellschaft von Bands wie etwa Tiny Moving Parts oder Moose Blood) kaum allein auf weiter Flur.

a0005384546_16Die Krux: Die größte Stärke des Vierers um Matteo Debenedetti (Gesang, Gitarre), Matt Caponegro (Gitarre), Chris Beninato (Bass) und Mike Linardi (Schlagzeug) ist auch gleichsam ihre größte Schwäche. Denn so schnell alle zwölf Songs des im Januar erschienenen Debütalbums „Paint Brain“ – mit maximal dreieinhalb Minuten – zum Punkt kommen, so wenig bleibt am Ende von ihnen hängen. Natürlich, straight gerockt bekommen’s Toy Cars auf die Kette, doch leider klinkt sich ein guter Teil der Stücke bereits längst vor dem Punkt, an dem es spannend werden könnte, aus. Da kann The-Gaslight-Anthem-Bassist Alex Levine noch so sehr als (lokaler) „musikalischer Mentor“ der Band fungieren und das heimatliche Asbury Park noch so große – jedoch kaum hilfreiche – Assoziationen an den jungen Bruce Springsteen vors geistige Auge rufen – Matteo Debenedettis Stimme ist leider kaum solch ein akustisches Ereignis wie die von Gaslight-Anthem-Fronter Brian Fallon oder dem „Boss“, und um Packend-poppiges im Drei-Minuten-Format hinzubekommen, sollte man nicht nur die Chuzpe, sondern auch die Qualität der Ramones haben. Eventuell lösen Toy Cars diese Versprechen ja auf Album Nummer zwei ein…

Die positivsten Ausnahmen: Der mit 3:29 Minuten längste (!) Albumsong „Cobwebs„, welcher gen Ende mit einem kurzen Ausflug in postrockige Gefilde sowie einer knappen Screamo-Einlage zu überzeugen weiß. Und das reduzierte „Erie“, bei dem Matteo Debenedetti gesanglich von PRIM-Frontfrau Jenna Murphy unterstützt wird.

 

 

„You’ve got iron lungs

And I’ve got paper bones

We’re weightless, at last

As we’re making our way home

And all that I have is luck inside my head

Throw me to the wolves, it’s your best bet

A notion that I can’t shake

Whatever feels the worst is right

All that I have is luck inside my head

Throw me to the wolves, it’s your best bet

You say that it’s better than it’s ever been

But, for every rise, there’s a descent…“

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Cloud Anthems – „Areté EP“


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Manchmal entsteht aus dem (vorübergehenden) Ende des einen der Beginn von etwas Neuem…

Als die vier Dänen von Sky Architects (die ANEWFRIEND anno 2015 „Auf dem Radar“ hatte) vor einiger Zeit ihre Band auf Eis legten, hätte man wohl auch kaum mit einer baldigen Rückkehr berechnet, schließlich lasen sich die ins Feld Begründungen mit ebenjenem klassischen Teufel Zeitnot (Brotjob, Nachwuchs und schönes Hobby lassen sich eben nicht immer gleichsam vereinen) durchaus schlüssig. Nichtsdestotrotz kehren Stefan Fast und Co. nun bereits zurück – wenn auch unter anderem Namen.

0013268802_10Dieser lautet auf Cloud Anthems und präsentiert als solcher mit der „Areté EP“ einen knapp 28 Minuten und fünf neue Stücke tollen Post-Rock-Monolithen, der sich kaum vor großen, lautmalerischen Genre-Vorbildern von Mogwai bis Explosions In The Sky zu verstecken braucht und inhaltlich – ja, holla! – den ein oder anderen sokratisch-philosophischen Gedankenstrang zum Schwingen bringen dürfte (so beschreibt Telos in der altgriechischen Philosophie und Rhetorik das „Ziel“ oder den „Endzweck“, während Areté wiederum „die Vortrefflichkeit einer Person oder die hervorragende Qualität und den hohen Wert einer Sache“ bezeichnet oder Polis den „Staat“).

Besser sogar noch: Die vier Dänen-Post-Rocker aus Århus bieten ihr vor wenigen Tagen digital veröffentlichtes neustes Werk via Bandcamp als „Name your price“-Download an. Macht man also nix falsch, wa?

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Sandlotkids – „Super Bowl“ (Zeitstrafe Headquarters Session)


Photo- Bernhard Schinn

Foto: Bernhard Schinn / Facebook

„five dudes from munich, germany.
we love dogs, food and music i guess.“

Okay, diese humorig-knappe Selbstbeschreibung via Facebook sagt eigentlich alles. Und irgendwie auch nix.

So ganz ernst scheinen Sandlotkids weder sich noch ihre Musik zu nehmen, anders ist es kaum zu erklären, dass sich das Emorock-Quintett aus der bayrischen Landeshauptstadt hinter Gang-Pseudonymen wie „T-Dog“, „Shosho“, „Fabsl“, „Cookie“ und „Carl“ versteckt. Dabei haben die absolut kitschfreien, angenehm daher rockenden Songs – seit Bandgründung im Jahr 2013 sind etwa eine Handvoll Singles und EPs (digital) erschienen – durchaus mindestens nationale Indie-Klasse.

 

Besonders schön: diese Version des Songs „Super Bowl“, den Sandlotkids seines Zeichens im vergangenen Oktober als Teil ihrer jüngsten Single veröffentlichten, und im Februar diesen Jahres bei einer reduzierten Session in der Zentrale ihres Hamburger Labels „Zeitstrafe“ zum Besten gaben:

 

„there is a look on your face
it’s the look of disgrace
towards me
what did i do?
i just listened to what my heart was saying
it was speaking true
to me about you
and i’m sorry
oh so sorry

you are the super bowl
and i’m just some kid playing ball on the street
you are stuck and i am free
but you are forever
and i am fading away

so i made it worse where there was no bad
by just lying there next to you in bed
that wasn’t made for you and me
had no room for me to sleep
but i tried
yeah, i tried to hard
i made it worse by playing dead
i made it bad
i made it sad

i am a car crash
and i thought you’re the hospital
but you are a funeral
you are a funeral

i am a car crash
and i thought you’re the hospital
but you are a funeral
my beautiful funeral

you are the super bowl
and im just some kid playing ball on the street
you are stuck and i am free
but you are forever
and i am fading away“

 

Rock and Roll.

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Songs des Tages: July Talk – „Winning“ + „Summer Dress“ (Ghost Light Session)


july talk

Johnny Cash und June Carter Cash, Serge Gainsbourg und Jane Birkin, Sonny Bono und Cher, Nick Cave und Kylie Minogue, Mark Lanegan und Isobel Campbell – tolle, auf den ersten Blick recht ungleiche, sich schlußendlich jedoch perfekt ergänzende Duettpaare gibt es in der Musikgeschichte wohl zuhauf. Die Ergebnisse mögen zwar stark variieren und von einer Liebe bis in den Tod (der „Man In Black“ und seine June) über eine kurze, jedoch heftige Affäre (Serge et Jane… französische Hippies… „Je t’aime… moi non plus„), mehrere tolle Alt.Country-Alben (der ewig große Grunge-Grantler Lanegan und die sinnliche schottische Ex-Belle & Sebastian-Sirene Campbell) bis hin zu einem einzigen großen Moritat-Evergreen (Cave und Minogue… „Where The Wild Roses Grow„) reichen. Allen gemein ist, dass die zarte Schöne und das harte Biest das Unmögliche ins Mögliche übertragen. Dass es eben darum passt, weil’s zunächst einmal nicht passen mag. Gegensätze? Ziehen sich manchmal eben an…

In diese Riege könnte man gut und gern auch Peter Dreimanis und Leah Fey stellen. Er der räudige Schläger-Poster-Boy, optisch eine Art irrer James-Dean-Verschnitt und gesegnet mit einer sonoren Grabesstimme par excellence, sie das mal zart piepsende, mal sanft hauchende Pendant (welches es sicherlich noch weitaus faustdicker hinter den Ohren haben mag).

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Dass beide Kanadier 2012 in Toronto und in der Band July Talk zusammen gefunden haben, darf man gut und gern als Glücksfall bezeichnen, veredeln ihre gegensätzlichen Stimmen wie Charaktere doch die bluesgetränkten Alternative-Rock-Songs, deren Vorbilder ebenso im Heute liegen, jedoch auch zum Rock’n’Roll-Parkett der 60er- und 70er-Jahre zurück reichen, derart kongenial, dass sich nicht selten der imaginäre Filmprojektor anschmeißt: Wir sehen ein junges Paar, dessen gebrochene Herzen gerade erst dazu geführt haben, dass sich beide in einer dunklen Lonely-Hearts-Club-Kaschemme irgendwo im gottverlassenen Nirgendwo kennen lernten. Geprügelt und enttäuscht von den mageren Aussichten des Lebens entschließen sich Hobby-Bonnie und Freizeit-Clyde, bewaffnet mit Colt und Pumpgun den nächstschlechtesten Spirituosenwarenladen zu überfallen. Schnapsidee – wortwörtlich… Gedacht? Getan! Auf ihrem Weg durch die Nacht wird noch ein bemitleidenswertes Dutzend Passanten ins Jenseits befördert, bevor sich das juvenile, vom Teufel höchstselbst zusammen geführte Pärchen in einem verlotterten Motelzimmer verbarrikadiert, um dort das erbeutete Hochprozentige zu leeren, wilden Hass-Sex mit einem dreifachen „Cheerio!“ aufs gloriose Lebensende zu haben und auf die baldigst herbei stürmenden Cops zu warten… Ein Film Noir at its best. Und immer wieder schön, wenn Songs Bilder wie diese herauf beschwören können…

 

Dass Dreimanis und Fey mit ihren drei July Talk-Lads auf den zwei bisher erschienenen Alben (das selbstbetitelte Debütwerk von 2014, zuletzt „Touch“ von 2016) eine große Rock’n’Roll-Show abziehen, bei der sogar – etwa in Form von „Summer Dress“ – der ein oder andere Überhit abfällt, ist toll anzuhören.

Toll ist auch, dass beide ebenso die ruhigen, intimeren Noten ihr Eigen nennen können, wie das Duett-Fronter-Paar im vergangenen Dezember bei den „Massey Hall Ghost Light Sessions“ bewies, bei denen sie zum einen „Winning“, im Original von einer weiteren großen kanadischen Indie-Stimme (Emily Haines), zum anderen eben erwähntes „Summer Dress“ zum Besten gaben:

 

Rock and Roll.

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