„You’ve got to mix it up“ – Neues vom „iPod One“


Wenn an der US-amerikanischen Ostküste Stürme toben, Kältewellen über’s Land wehen und der Storm ausfällt hat man – entsprechend gefüllter Akkuladezustand vorausgesetzt – doch mal wieder Zeit, die Playlists des eigenen iPods zu durchstöbern…

Und wo wir gerade bei diesem Thema wären – und der Wahlkampf um’s Weiße Haus in die „heiße Phase“ geht: Was hat eigentlich der amtierende US-Präsident auf seinem portablen Musikabspielgerät? Nun, am Montag gab Barack Obama im Rahmen eines Interviews mit dem in Cincinnati beheimateten Radiosender WIZF, welcher sich übrigens vor allem auf HipHop und R&B spezialisiert hat, genau darüber Auskunft: „Ich habe einen ziemlich guten Mix drauf. Ich habe Old School-Sachen wie Stevie Wonder, James Brown, ich habe die Rolling Stones, Bob Dylan. Und dann habe ich alles von Jay-Z über Eminem bis hin zu den Fugees.“ Und da auch hier möglichst Wähler aller Altersklassen angesprochen werden sollten – im US-Wahlkampf gibt wohl keiner der Bewerber ‚ungebrieft‘ einen Kommentar ab – fügte er noch hinzu: „Ich habe auch Jazz drauf: John Coltrane, Miles Davis, Gil Scott-Heron. Man muss es je nach Gemütslage mischen.“ Ach nee, ist klar, Herr Präsident…

Doch bei aller Allgemeingültigkeit der Auskunft über seine momentanen musikalischen Vorlieben (welches sich übrigens in den letzten zwei Jahren nicht wesentlich verändert haben, wie man hier vergleichen kann) bleibt offen, wieso der 51-jährige ausgerechnet Gil Scott-Heron unter „Jazz“ verbucht (einem unkundigen Berater sei Dank?) und warum ausgerechnet Bruce „The Boss“ Springsteen, US-amerikanisches Heiligtum, Held der Arbeiterklasse und einer seiner prominentesten Fürsprecher, in dieser Aufzählung fehlt… Die gerade in den USA überaus beliebte Sparte des Country überlässt er da gern jemand anderem…

Der – zum Glück! – ehemalige US-Präsident George W. Bush hatte übrigens, insofern man den Aussagen von Mark McKinnon, seinem damaligen Biking-Partner und Medien-Chefstrategen, Glauben schenken darf, Titel wie The Knacks „My Sharona“, Joni Mitchells Version von „Baby, I Don’t Care“, „The House Is Rockin'“ von Stevie Ray Vaughan und „Brown Eyed Girl“ von Van Morrsion auf dem „iPod One“, welchen er von seinen Töchtern geschenkt bekam (hatte da jemand Angst, dass Daddy sonst auf der Strecke bleibt?). Und dass auch ein Song wie  John Fogertys „Centerfield“ in der Playlist vertreten ist (Fogerty war Teil der pro-demokaratischen Konzertreihe „Vote For Change„), verleitete Joe Levy von der US-Ausgabe des „Rolling Stone“, welcher diese Liste veröffentlichte, gar zu dem Kommentar, der Präsident möge (auch) Künstler, die ihn nicht mögen. Welch‘ Erkenntnis! Andernfalls wäre „Dubyas“ Titelsammlung relativ kurz und einseitig ausgefallen…

 

Aber lassen wir doch George Walker Bush selbst über diesen „pretty high tech stuff“ zu Wort kommen:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , ,

2 Gedanken zu „„You’ve got to mix it up“ – Neues vom „iPod One“

  1. […] und seines Vorgängers auf Gemeinsamkeiten oder doppelte Böden durchkämmt (ANEWFRIEND berichtete) und während der zahlreichen inszenierten TV-Debatten oder Wahlkampfreden auf jedes noch so kleine […]

  2. […] Zuge der letztjährigen US-Präsidentschaftwahlen war hier ja bereits von den veröffentlichten – und somit auch konturlos angepassten – […]

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