Schlagwort-Archive: Politik

Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Anna Eleanor Roosevelt, 1884-1962, US-amerikanische Menschenrechtsaktivistin und Diplomatin sowie ehemalige „First Lady“ und die Ehefrau des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt)

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Mir ebenso. Darum ist es an jedem und jeder selbst, Worte wie „Nächstenliebe“, „Menschlichkeit“ oder „Menschenverstand“ mit Leben zu füllen, andere, wie „Hass“ oder „Angst“, peu à peu aus dem Sprachgebrauch verschwinden zu lassen und populistischen Idiotien keinen Zentimeter Raum in der eigenen Gedankenwelt zu gewähren…

Heute vor genau 80 Jahren, am 1. September 1939, begann ein Krieg, der sich schnell über den halben Erdball ausbreitete, mehr als 65 Millionen Menschen das Leben kostete, ganze Länder zerstörte – und unendlich viele Seelen, bis heute. Mit der Grundanalyse könnte man wohl ganze Abende füllen. Oder es auf den Fakt herunter brechen, dass man anno dazumal (erneut) massiv „die Zeichen falsch verstanden hatte und glaubte, Menschen, die sich – ohne angegriffen zu werden – uniformieren und bewaffnen, die sich als ‚die Herren aller Menschen‘ verstanden, die vor politischem Mord nicht zurückschreckten, aufrüsten und eine brutale, tabulose Sprache wählten, könnten tatsächlich Frieden und Menschlichkeit wollen.“ (Zitat aus dem heutigen Facebook-Post der Journalistin und TV-Moderatorin Dunja Hayali)

Maynard James Keenan und seine Alternative-Metal-Heads von Tool formulierten es im Bandkanon-Gassenhauer „Aenima“ in den Neunzigern einst recht treffend: „Don’t just call me pessimist / Try and read between the lines“. Meint: Wer sich auch nur für einige Momente mit der Menschheitsgeschichte – diesem Fliegenschiss inmitten der Erdhistorie – beschäftigt, wird daher zu zwei – zugegebenermaßen recht fatalistischen – Schlüssen kommen: Der Mensch tut sich mit Veränderungen seines Wesens verdammt schwer. Und: Geschichte tendiert dazu, sich immer wieder zu wider holen. Und zu wiederholen. Und zu wiederholen. Und…

Was also tun? Um erneut aus dem heutigen Facebook-Post von Dunja Hayali zu zitieren:

„Und so kommt es auf jeden Einzelnen an, zu erkennen, wann und wo der Friede bedroht erscheint. Wo sich Menschen aufschwingen, Macht so zu ergreifen, dass in der Folge sicher Leid und Tod entstehen. Wo Menschen glauben, sie seien bessere, lebenswertere Menschen als andere. Wo Menschen ihre Empathie für die Bedürfnisse und das Leid anderer verlieren. Um sich frühzeitig friedlich dagegen zu stellen und der Menschlichkeit zu dienen. Nicht der Macht, nicht dem Tod, nicht dem Leid.“

Nicht denen, die unter dem Denkmantel einer „Alternative“ nur ihren eigenen Vorteil und beim Wort „Liebe“ nur sich selbst im Sinn haben. Damit der „Mensch“ wieder zur „Menschlichkeit“ zurückkehrt. Fromme Wünsche, fürwahr. Doch wie meinte einst John Lennon?

„You may say that I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will be as one…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Ezé Wendtoin – „Sage Nein!“


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Over twenty years gone, still the same ol‘ song… – Im Jahr 1993 rief der Liedermacher Konstantin Wecker in seinem Lied „Sage Nein!“ dazu auf, sich gegen Diskriminierung zu wehren (übrigens im selben Jahr, als auch der ähnlich gelagerte Ärzte-Evergreen „Schrei nach Liebe“ erschien). Der aus dem westafrikanischen Burkina Faso stammende Musiker Ezé Wendtoin, der auch mit Wecker befreundet ist, hat das Stück neu interpretiert – und bekam dafür bereits vor einigen Wochen viel Beachtung in den sozialen Netzwerken. „Das Lied hat eine kräftige Botschaft und passt zu diesen Zeiten“, sagte der 27-jährige Wahl-Dresdner, welcher schon 2018 mit Reinhard Meys „Sei wachsam“ ein ähnlich tolles wie wichtiges Stück bundesdeutscher Liedermacherkunst gecovert hat, der Deutschen Presse-Agentur in München.

Im dazugehörigen Musikvideo sind neben zahlreichen unbekannten Männern und Frauen unterschiedlicher Hautfarbe auch mehrere bekannte Gesichter zu sehen, die die Zeilen des Protestsongs mitsingen, während Wendtoins Stimme zu hören ist. Zu ebenjenen Gesichtern zählen etwa der Komiker Atze Schröder, die Schauspieler Frederick Lau und Kida Ramadan („4 Blocks“), Aktivist Raul Krauthausen, Viva-Legende Nilz Bokelberg oder Moderator Micky Beisenherz. Inzwischen wurde das Video auf Youtube schon mehr als 60.000 Mal aufgerufen und bei Facebook vielfach geteilt.

4015698843569.jpgDas Lied habe er in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, aufgenommen, erzählte Wendtoin. Sein Freund Christian Suhr habe die Idee zu dem Video gehabt und „die meiste Arbeit geleistet“ – zum Beispiel die Prominenten kontaktiert. Das Stück ist Teil von Wendtoins im Juli erschienenen Albums „Inzwischen dazwischen„, auf dem sich der vielseitige Liedermacher, Musiker, Schauspieler, Moderator und Märchenerzähler, der aus einer Trommler-, Pfarrer- und Schmiedefamilie in Burkina Faso stammt, sich in seiner afrikanischen Heimat in „die Sprache von Goethe“ verliebte und daher begann, Germanistik zu studieren, nicht nur stilistisch zwischen Chanson, Afro-Folk, Latino und westafrikanischen Rhythmen bewegt und sich Themen wie Fremdenhass, Nächstenliebe oder Umweltschutz widmet, sondern seiner sächsischen Wahl-Heimat mit „Dresden Daheeme“ sogar eine kleine, gleichsam trotzig-direkte wie positiv gestimmte Hommage spendiert (und in diesem Porträt etwas mehr über seine Liebe zur „Elbmetropole“ gesprochen).

Und Konstantin Wecker? Der in München aufgewachsene, seit eh und je unbeugsame deutsche Liedermacher, der – beinahe logisch – auch selbst im Video auftritt, zeigte sich begeistert von Wendtoins Cover. Sein Song sei „nun schon über 20 Jahre alt, und Sie können mir glauben, ich würde das Lied gerne in die Mülltonne schmeißen, wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, in der es nicht mehr notwendig ist, gegen Diskriminierung, Rassismus und Faschismus anzusingen“, teilte der 72-Jährige der dpa mit. „In diesen gefährlichen Zeiten“ müssten Künstler aber „zusammenhalten und Farbe bekennen“.

 

91VWRuNdrtL._SS500_.jpg„Einigkeit und Recht und Freiheit für das kunterbunte Mutterland! Fürchtet Euch nicht! Traut Euch, ‚Nein‘ zu sagen! Ich hoffe durch dieses Video und die Beteiligung von vielen Menschen ein bisschen Mut und Funken Hoffnung an alle zu geben, die es zu diesen Zeiten brauchen. Ich denke an alle, die sich unermüdlich für die Freiheit, die Vielfalt, die Gerechtigkeit, die Demokratie in diesem Lande engagieren. Schweigen ist gerade nicht die Lösung. Jede/r muss etwas für eine bessere Zukunft tun. In ihrer/seiner engeren Umgebung, bei der Arbeit, auf der Straße, in der Familie, im Bus, im Freundeskreis. Überall! Jede/r muss mitentscheiden. Rassismus, Sexismus, Ungerechtigkeit, Chancenungleichheit und jede Art von Diskriminierung dürfen nicht mehr blind in unserer Gesellschaft zugelassen werden. Mischt Euch ein! Die Zukunft liegt an Dir, an uns allen! Danke an meinen Freund Konstantin Wecker für die Bereitschaft und die ständige Verfügbarkeit. Danke an alle Mitwirkenden. Danke an meinen Energizer Christian Suhr und an alle Musiker.

Gerne könnt Ihr für das Schulprojekt @Fondation Warc-en-ciel spenden, um Fluchtursachen zu bekämpfen und Kindern sowie jungen Frauen Perspektiven vor Ort zu schaffen: http://atticus-dresden.de/schulprojek… Ostsächsische Sparkasse Dresden IBAN: DE21 8505 0300 0221 1149 12 BIC: OSDDDE81XXX Verwendungszweck: Schulprojekt Burkina Faso Natürlich können Sie auf Wunsch von uns eine Spendenquittung erhalten. Aufgenommen im Dezember 2017 in Ouagadougou, Schlagzeug: , Gitarre: Erick Yelkouni, Keyboard: Aristide Nikiema, Bass-Gitarre: Juan Carlos de Zabs, Gesang und Arr.: Ezé Wendtoin, Abmischung, Samples, Zusatzaufnahmen: Arne Müller, Zusatzaufnahmen: Jean Marc Jeano Guiebré, Mastering: Andreas Lammel, GaBo: Andreas O. Loff, Text und Musik: Konstantin Wecker, Kamera/ Schnitt und Videoidee: Ze Suhr“

(Ezé Wendtoi)

 

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Annelies Marie „Anne“ Frank, 1929-1945, deutsch-jüdisches Mädchen, das 1934 mit seinen Eltern und seiner Schwester Margot in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, und kurz vor dem Kriegsende dem nationalsozialistischen Holocaust zum Opfer fiel)

 

Rock and Roll.

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Endlich! Eine Narrenkappe mit Tiefgang…


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(gefunden bei Facebook)

 

So viel Anspielung. So viel inhaltlicher Verweis. So viel Philosophie. So viel bittere Wahrheit. So tief schürfender frommer Wunsch. Ich erkläre: nichts. (Und würde diese Narrenkappe nur allzu gern mit Stolz tragen…)

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook / das komplette SPIEGEL-Interview gibt’s hier)

 

Felix Kummer und seine Band Kraftklub mögen nicht jedermanns Sache sein (meine zum Beispiel sind sie nicht, bin aber wohl auch leicht über Zielgruppen-Alter), die politische Haltung des Chemnitzer Musikers, Baujahr 1989, ist jedoch in jedem Fall unterstützenswert. Denn einerseits vertreten Kummer und seine Klaftklubber diese klar und deutlich, zum anderen engagiert sich das recht erfolgreiche Punk-Pop-Indie-Rap-Irgendwas-Quintett auch immer wieder: So initiierte die Band am 3. September 2018 als Protest gegen die rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz ein Openair-Konzert unter dem Motto „Wir sind mehr“ vor schätzungsweise 65.000 (meist jungen) Besuchern und konnte auch andere musikalische Größen fürs Line-up gewinnen: neben ihnen spielten dort auch unter anderem Die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet, K.I.Z., Marteria und Casper. Props also für so viel ehrliche klare Kante von Felix Kummer, der kürzlich mit der Solo-Single „9010“ seiner sächsischen Heimatstadt einmal mehr die Ehre erwies.  👍

 

Rock and Roll.

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