Schlagwort-Archive: Youtube

Trauriger Harlekin mit Engelsstimme – Puddles The Clown covert sich durch die Musikgeschichte


pensivetrain

„Ein Clown ist ein Artist, dessen primäre Kunst es ist, Menschen zum Lachen zu bringen“, heißt es bei Wikipedia. Der unter anderem durch die US-Fernsehshow „America’s Got Talent“ bekannt gewordene Clown Puddles ist augenscheinlich jedoch alles andere als fröhlich: In dem Format „Puddles Pity Party“ veröffentlicht der traurige Clown Coverversionen vieler bekannter Songs wie „Hurt“ (Nine Inch Nails), „Royals“ (Lorde), „Under Pressure“ (Queen), „Space Oddity“ (David Bowie), „Where Is My Mind?“ (Pixies) oder „Losing My Religion“ (R.E.M.). Nebst der eigenartigen Kostümierung ist es vor allem die fulminante Stimme des mysteriösen Künstlers, die für hochgezogene Augenbrauen sorgen dürfte…

Sein aktuellstes Projekt ist die Neuinterpretation des DIO-Klassikers „Rainbow In The Dark„, den der Sänger-Clown einmal mehr mit unfassbar engelsgleich voluminöser Stimme zum Besten gibt. Zum Lachen ist auch das nicht – berühren wird diese Puddles’sche Coverversionen jedoch in jedem Fall…

 

 

Ein kurzes Vorstellungsvideo zu Puddles The Clown – mit musikalischer Untermalung der Puddles’schen Version von „Royals“ – gibt es hier:

 

Rock and Roll.

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Elterliche Verarsche mit Auftrag – Bühne frei für „Hey, Jimmy Kimmel! I told my kids I ate all their Halloween candy“


maxresdefault

Auch wenn US-Entertainer Jimmy Kimmel seine Show „Jimmy Kimmel Live!“ aus familiären Gründen aktuell nicht selbst moderieren kann (und unter anderem von Typen wie Foo Fighters-Fronter Dave Grohl, welcher sich wiederum als David Letterman verkleidete, vertreten wird), so ist es doch seit einigen Jahren – anlässlich von Halloween – Show-Tradition, dass Kimmel Eltern dazu aufruft, ihren Kindern in seinem Auftrag einen *hust* milden Schock zu versetzen. Wie? Nun, ganz einfach: Die Scheusale, die sich da Eltern schimpfen, machen ihrem Nachwuchs weis, sie hätten all die Süßigkeiten, die diese noch am Vorabend mühsam per „Trick or treat!“-Klingelputzen gesammelt haben, über Nacht verputzt. Die kindlichen Reaktionen auf diese unerwarteten Nachrichten sind jedes Mal pures Netzgold wert…

 

Bühne frei für „Hey, Jimmy Kimmel! I told my kids I ate all their Halloween candy“

 

In den letzten Jahren sah das übrigens so aus:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

„All Night Long“ – das Beste aus der Flugverspätung gemacht


Sequence-020

Flugverspätungen können nervig sein, ohne Zweifel. Wer einmal den Flughafen-Sicherheitscheck hinter sich gebracht hat und am Gate angekommen ist, der kommt dort so schnell nicht mehr weg.

Stellt sich also die brennende Frage: Was tun mit der ungewollt gewonnenen Zeit? Sich vielleicht eine Mütze Schlaf gönnen? Die zumeist recht unbequemen Sitzgelegenheiten – so sie denn noch frei sein mögen – machen diesem Gedanken schnell den Gar aus. Ein Buch lesen? Eventuell einen Film schauen? Wohl dem, der weitsichtig genug war, sich die dafür benötigte Unterhaltungselektronik mitzunehmen. Und dann heißt es: warten. Und warten. Und warten. Und hoffen, dass es einem nur nicht so gehen mag wie Tom Hanks‘ Charakter Viktor Navorski im Film „Terminal„…

Oder man macht es wie die YouTuberin (so darf sich wohl heutzutage jeder nennen, der es schafft, ein relativ wackelfreies Smartphone-Video online zu stellen) Mahshid Mazooji, die kürzlich – spät abends – auf ihren Anschlussflug wartend im US-amerikanischen Charlotte gestrandet ist – und dreht mal eben ein eigenes Tanzvideo zum 1983 erschienenen Lionel-Richie-Hüftschwung-Klassiker „All Night Long“ (sic!). Platz bietet so ein Flughafen des Nachts ja genug… Also schnappte sich die junge Frau das (scheinbar) ebenfalls nicht gerade an Überbeschäftigung zum Burn-out neigende Flughafenpersonal, tanzte über und durch die Gates und legte sogar eine flotte Moonwalk’sche Michael-Jackson-Gedächtnis-Sohle aufs Airport-Parkett.

Witzig genug, um es zum Klick-Hit zu schaffen, scheint das Video allemal zu sein, immerhin steuert Mazoojis Spontan-Tanzeinlage bereits nach wenigen Tagen zielsicher auf die Eine-Million-Marke zu…

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Machine Gun Kelly – „Numb“


chester-bennington-mgk

Machine Gun Kelly dürften hierzulande wohl nur Eingeweihte und all jene, die so ziemlich jeder neuen Serie, die dank Netflix, HBO, Amazon und Co. derzeit aus dem digitalen Boden sprießt, eine Chance geben, kennen – trotz der Tatsache, dass der Künstler bereits 2012 bei den MTV Europe Music Awards einen Preis in der Kategorie „US Artist About To Go Global“ gewinnen durfte…

Denn trotz dreier Alben, die der Indiepop-HipHoper, welcher sich abseits der Bühnen Richard Colson Baker nennt, bisher veröffentlicht hat (das letzte, „Bloom„, erschien im Mai diesen Jahres), gilt er – zumindest diesseits des Atlantiks – noch immer als Geheimtipp. Bei wem jedoch die Musik des 27-jährigen Künstlers aus Cleveland, Ohio kein Glöckchen zum Klingen bringen sollte, der dürfte jedoch eventuell bereits über das durchaus markante Äußere des ambitionierten Tausendsassas gestolpert sein. So spielte Baker etwa in der von Regisseur Cameron Crowe 2016 geschaffenen und unter anderem von J.J. Abrams mitproduzierten Showtime-Serie „Roadies“ (welche leider nach Staffel 1 wieder ad acta gelegte wurde) den – ja klar – Roadie Wesley „Wes“ Mason. Auch in Filmen wie dem Action-Thriller „Nerve“ oder dem Sci-Fi-Horror-Streifen „Viral“ hinterließ Colson „MGK“ Baker 2016 bereits erste größere Hollywood-Visitenkarten. Dass da die Musik auch mal hinten an stehen muss, ist nur allzu verständlich.

Dass Machine Gun Kelly, der sich seinen nach massig Street Cred duftenden Künstlernamen übrigens bei einem US-amerikanischen Kriminellen der Prohibitionszeit „entliehen“ hat, allerdings noch mehr auf dem musikalischen Kasten hat als derbe Bühnenreime über Bros, Hoes, Bling-Bling und dicke Kisten, beweist der gut tätowierte Indie-Künstler nun mit einem Piano-Tribute an den vor etwa einer Woche verstorbenen Linkin-Park-Frontmann Chester Bennington, welches sich durchaus hören lassen kann.

 

Hier kann man sich Machine Gun Kellys Coverversionen des Linkin-Park-Evergreens „Numb“ via YouTube…

 

…und Soundcloud zu Gemüte führen:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

„Rakka“ – Neill Blomkamp stellt kompletten Kurzfilm mit Sigourney Weaver online


oats-studios-rakka-image-6

Der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp („District 9“, „Elysium“, „Chappie“) und die kürzlich gegründeten amerikanisch-kanadischen Oats Studios haben ihren ersten gemeinsamen Kurzfilm „Rakka“ veröffentlicht. Zu sehen ist der wilde Mix aus Science-Fiction und Horror kostenfrei auf YouTube und Steam.

Rakka“ spielt im Jahr 2020. Die Menschheit wurde von außerirdischen Echsenwesen versklavt. Diese haben begonnen, die Welt und die Atmosphäre zu verändern. Überall ragen schwarze, organisch aussehende Türme in den Himmel. Die Menschen werden entweder getötet oder für grausame Experimente missbraucht. Nur eine kleine Gruppe von freien Überlebenden, geführt von Sigourney Weaver (die ja spätestens seit „Alien“ als ausgewiesene Expertin im Kampf gegen außerirdische Dreckviecher gilt), stellt sich im post-apokalyptischen Texas gegen die Invasoren.

„In ‚Rakka‘ seht ihr, was auf unserer Welt passiert. Nur verlagert in eine Science-Fiction-Kulisse“, sagt Blomkamp. „Die ursprüngliche Idee war es, zu zeigen, wie eine lokale Gemeinschaft auf eine Besatzungsmacht reagiert.“ Viele Momente erinnern daher an Szenen, die wir (leider) aus den Nachrichten kennen, wenn etwa wieder einmal über Kämpfe zwischen Syrern und dem sogenannten Islamischen Staat berichtet wird. Wie die Islamisten zerstören auch die Klum (wie die außerirdischen Echsenwesen im Kurzfilm heißen) Denkmäler und Symbole von Kunst- und Kultur. Auch Momente aus Dokumentationen rund um den Zweiten Weltkrieg, den Vietnam- und Irakkrieg spiegeln sich in den Bildern von „Rakka“ (das seinen Namen wiederum von einer Stadt im Norden Syriens hat, welche lange Zeit als Hochburg des IS im Land galt).

oats-1

Neill Blomkamp, der seine Karriere mit Kurzfilmen begonnen hatte (und welche zum Teil, wie „Alive in Joburg“ zu „District 9“ und mit „Tetra Vaal“ zu „Chappie„, zu abendfüllenden Spielfilmen wurden), sieht das Kurzfilm-Projekt sowie Oats Studios vor allen als Testfeld für neue, experimentelle Ideen, die man anderswo – und vor allem außerhalb des weltweiten Netzes – schwer verwirklichen könne. „Rakka“ gehört zu Volume 1 der geplanten Kurzfilmreihe, die aus insgesamt drei jeweils zwanzigminütigen Episoden bestehen soll.

Die ersten drei Kapitel sollen kostenlos zu sehen sein. Ein weiteres Ziel des Projekts sei es, zu sehen, wie gut das Publikum die Reihe annimmt. So will man feststellen, ob sich mit Volume 2 Geld verdienen lässt, indem die Zuschauer für die einzelnen Episoden zahlen. Der Vertrieb soll über die Gaming-Plattform Steam erfolgen.

 

 

Weitere Infos findet ihr hier

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Red Hot Chili Peppers – „Torture Me“ (John Frusciante Version)


maxresdefault

Was heutzutage alles möglich ist…

Vor ein paar Tagen bin ich auf YouTube auf Versionen von Red Hot Chili Peppers-Songs gestoßen, in denen – wahlweise – nur bestimmte Tonspuren des jeweiligen Stückes zu hören sind. Also etwa nur die Instrumental-Version plus die Gesangsspuren von (Ex-)Gitarrist John Frusciante. Wer weiß, wie sehr ich auch heute noch diesen Mann vergöttere (und umso trauriger war, als der heute 47-Jährige vor einiger Zeit zuerst die Chili Peppers verließ, und danach gar gänzlich die Saiten in die Ecke stellte um sich fortan elektronisch-experimenteller Musik zu widmen), der kann sich mein Entzücken über diese Entdeckung vorstellen.

Ich habe zwar keine Ahnung, wie die Person(en), die diese Audio-Videos via YouTube ins weltweite Netz entlassen haben (in diesem Fall ist es ein gewisser „IIIIMoogIIII„, der sich wohl mit allem, was Frusciante musikalisch betrifft, beschäftigt), zu ihrem Endergebnis kommen (Tonspuren editieren? Oder entfernen? Vielleicht sind diese Musik-Geeks über Umwege an die Masterbänder der Aufnahmen gekommen?), jedoch ist gerade im Fall des Songs „Torture Me“, seines Zeichens von John Frusciantes 2006 erschienenem Abschiedsalbum mit den Chili Peppers, „Stadium Arcadium„, das Ergebnis derart großartig, dass man die editierte Version des Stückes ohne Umschweife auf eines von Frusciantes tollen Solo-Alben (meint: bis zu „The Empyrean“ von 2009, mit Abstrichen auch „Enclosure“ von 2014) packen könnte – und das mag was heißen…

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: