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Versprechen? Gehalten! – Hannes Wittmer schenkt uns sein neues Album „Das große Spektakel“


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Foto: Christoph Naumann

Hannes Wittmer (tafka Spaceman Spiff) hat seine Ankündigung zur Jahresmitte (von der seinerzeit hier auch zu lesen war) wahr gemacht und heute mit „Das große Spektakel“ – nach drei, zwischen 2009 und 2014 veröffentlichten Platten unter dem „Spaceman Spiff„-Moniker – sein erstes, erst vor wenigen Tagen fertig abgemischtes Album unter eigenem Namen zum freien Download auf seiner Homepage zur Verfügung gestellt.

Dass ANEWFRIEND – gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der Hannes per se einer der besten und sympathischsten bundesdeutschen Liederklampfer ist – auch die neue (zunächst einmal nur kostenlos digital, in Kürze auch auf Vinyl erhältliche) Platte ungehört empfehlen kann (und wird), ist dabei – ebenso wie das Unterstützen der Wittmer’schen Fanbase – natürlich: Ehrensache. ♥

Aber lassen wir doch dem Künstler mit den begleitenden (und heute via Facebook geteilten) Worten selbst die letzten selbigen:

 

45514890_10155979564373652_6428997019074822144_n„Hallo ihr lieben Menschen,

heute ist es endlich soweit. Ich möchte gerne mein neues Album ‚Das große Spektakel‘ mit Euch teilen. Es steht ab jetzt zum freien Download und Streaming auf meiner Website. (www.hanneswittmer.de) Ich hoffe, dass es Euch gefällt, und dass die Musik für sich sprechen kann …

Wie schon angekündigt gibt es die Platte weder auf Spotify, iTunes und co, noch auf CD oder sonst irgendwo im Handel.

Weil ich Vinyl als Medium zum Musik hören super finde, erscheint im Februar über meine Freunde vom mairisch Verlag eine limitierte Auflage des Albums auf Schallplatte. Diese kann ab jetzt über ihre Homepage vorbestellt werden (https://www.mairisch.de/spektakel). Sollte es Gewinne geben, spenden sie diese an Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF). Außerdem werde ich die Platte bei meinen Konzerten dabei haben.

Auch der Eintritt für alle Konzerte der Tour samt Band im Februar (siehe unten) läuft ausschließlich auf Pay-What-You-Want-Basis.

Ursprünglich hatte ich vor, zum Release einen ausgeklügelten Text mit wahnsinnig durchdachten Ausführungen zu meiner Entscheidung, meine Musik zu verschenken, parat zu haben. So etwas wie ein ‚Manifest‘ gegen Marktlogik, Turbokapitalismus, Konsumgesellschaft und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche, sowie die damit verbundene Entfremdung, Individualisierung und den gesellschaftlichen und sozialen Konsequenzen, die am Ende sicher auch ihren Teil zum immer lauter werdenden rechten Rand beitragen. In den letzten Monaten hab ich aber feststellen müssen, dass ich das, was ich da tue, selbst gar nicht so genau definieren kann. Bisher ist das alles eher ein Prozess, als ein zu Ende gedachtes Konzept und irgendwo zwischen Experiment, Kunst-Projekt, Verzweiflungstat, Suche nach Alternativen, und hoffnungsvollem Aktionismus anzusiedeln. Einige Gedanken zu meiner Haltung, kleinen Erfolgen, Widersprüchen, und den Hoffnungen, die ich in meine Vorgehensweise lege, habe ich begleitend zur Albumproduktion in meinem Blog aufgeschrieben.

Ich befinde mich auf einer Forschungsreise und freue mich, wenn Ihr Lust habt mich ein Stück zu begleiten. Sei es durchs Zuhören beim Konzertbesuch oder auf Kopfhörern bei Bahnfahrten, durchs Mitlesen im Blog, oder durch den gegenseitigen Austausch in Form von Gesprächen, Nachrichten, Kommentaren und Mails.

Um das alles hier weiter tun zu können, bin ich auf Unterstützung angewiesen, um die ich Euch hiermit auch bitten möchte. Ihr könnt mir helfen, indem Ihr spendet (meine Paypal- und Kontodaten findet Ihr auf meiner Homepage unter ‚Unterstützen‘), meine Musik in Euren Kreisen weiter empfehlt und/oder die Haltung und Idee dahinter weiter verbreitet.

Statt einem Manifest bekommt Ihr von mir ein Zitat, über das ich neulich während einer langen Autofahrt zu einem Konzert gestolpert bin. Es hat mich direkt berührt, weil es so viel von dem, an was ich glaube, auf den Punkt bringt.

‚Gewonnen wird die Humanität nie in der Einsamkeit und nie dadurch, daß einer sein Werk der Öffentlichkeit übergibt. Nur wer sein Leben und seine Person mit in das Wagnis der Öffentlichkeit nimmt, kann sie erreichen.‘ (Hannah Arendt)

Ich freue mich und bin vor allem gespannt auf alles was kommt. Danke für’s Zuhören!

Hannes

P.S. Hier schonmal die Tourstationen für den Februar (Danke an Danny und das Grand Hotel van Cleef):

01.02. Stuttgart – Clubcann
02.02. Freiburg – ArTik Freiburg
03.02. Wiesbaden – Schlachthof Wiesbaden
05.02. Leipzig – WERK2-Kulturfabrik
06.02. Dresden – Scheune Dresden
07.02. Erlangen – Kulturzentrum E-Werk
08.02. München – Muffatwerk (ampere)
09.02. Würzburg – CAIRO, Jugendkulturhaus Würzburg
12.02. Bremen – Tower Musikclub
13.02. Münster – Sputnikhalle Münster
14.02. Hannover – LUX – Concerts
15.02. Berlin – Lido Berlin
16.02. Hamburg – Uebel und Gefährlich
19.02. Trier – Exhaus / Trier
20.02. Aachen – Musikbunker Aachen
21.02. Köln – GLORIA THEATER
22.02. Essen – Zeche Carl
23.02. Heidelberg – halle02

Weitere Infos, sowie die Möglichkeit Tickets zu reservieren gibt es auf der Homepage im Menüpunkt KONZERTE.

P.P.S. und Last but not Least nochmal ein frenetisches Dankeschön an meine großartige Crew, bestehend aus Kilian Brand (Ton), Denise Henning (Artwork), Clara Jochum (Cello), Jonny König (Drums) und Felix Weigt (Bass)“

 

Und nun: Hören. Hören. Hören. Toll finden.

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Spaceman Spiff – „Vorwärts ist keine Richtung“


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Seit fast zwei Jahren legt der wunderbare Spaceman Spiff nun eine Pause ein. Dass Hannes Wittmer, der Mann hinter dem nach einer Comic-Figur benannten Singer/Songwriter-Pseudonym, die Gitarre in den vergangenen Monaten nicht gänzlich zur Seite gelegt hat, bewies der 31-jährige Würzburger etwa im März, als er das erste, selbstbetitelte Album seines neuen Bandprojektes OTAGO veröffentlichte (gibt’s hier via Bandcamp im Stream). Darauf enthalten: elf Songs, die aus der Stille heraus melancholische Fragen zum Sinn und Sein stellen, und manchmal, ja manchmal auch beantworten. Würde Wittmer nicht erstmals auf Englisch singen, könnte man die Stücke auf „OTAGO“ beinahe für ein neues Album des Spaceman halten…

„I’ll be honest, if you let me

But if you need me to lie, I’ll try…“

Dass Spaceman Spiff so bald mit neuen Songs zurückkehrt, scheint übrigens nicht abzusehen, denn auch aktuell scheint Hannes Wittmer gut beschäftigt: Anfang Mai 2016 gab der umtriebige Künstler auf seiner Facebook-Seite bekannt, dass er zusammen mit Finn-Ole Heinrich am Theater Freiburg an einer Theater-Musik-Lesungs-Performance arbeite (die beiden kennen sich bereits seit dem gemeinsamen Hörspiel-Projekt „Du drehst den Kopf, ich dreh den Kopf “ von 2010).

Und wie ließe sich die Wartezeit besser überbrücken als mit dem ein oder anderen Song der bislang drei Spaceman Spiff-Alben? Man nehme etwa „Vorwärts ist keine Richtung“, den Opener vom 2014er Werk „Endlich Nichts“ und stelle fest: immer noch toll.

(Wer mehr über Spaceman Spiff erfahren mag, dem sei dieser schöne Artikel des „TONIC Magazins“ von 2014 ans Herz gelegt…)

 

 

„Auf der Suche nach Wahrheit
Wie es wirklich ist
Findet man endlich Klarheit
Bis man sie wieder vergisst

Wir fallen in tiefe Löcher
Und klettern wieder hinauf
Und die Sonne geht unter
Und die Sonne geht auf

Wir hängen Dinge an große Glocken
Wir pfeifen Töne in den Wind
Und wundern uns am Morgen
Warum wir noch nicht
Angekommen sind

Denn woanders ist auch immer
Nur ein weiteres Hier
Und immer viel zu viel die Andern
Immer viel zu wenig wir

Aber nur weil’s uns nicht gut geht
Heißt das nicht es geht uns schlecht
Nur weil alle anderen reden
Heißt das nicht sie haben recht
Wir sind lange schon auf Reisen
Und kommen immer nur so weit
Wie die Ideen uns tragen
Wie der Mangel uns treibt

Vowärts ist keine Richtung
Aber alle rennen mit
Das hier ist nicht El Dorado
Das ist nur ein kleiner Schritt

Rückwärts ist keine Richtung
Aber alle schau’n zurück
Das hier ist nicht Gotham City
Das ist nur ein kleines Stück

Und die Sonne geht unter
Und die Sonne geht auf
Wir klettern Löcher hinunter
Und fallen wieder hinauf…“

 

Rock and Roll.

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