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Song des Tages: Stereophonics – „What’s All The Fuss About?“


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Macht irgendjemand noch ein Fass auf, wenn mal wieder ein neues Stereophonics-Album erscheint? Nein? Und das aus guten Gründen…

Zwar ist die vierköpfige walisische Rockband bereits seit 1992 aktiv und hat immer wieder bewiesen, dass sie auch heute noch relevant sein kann. Andererseits bleibt bei dem „soliden Pop-Rock“ (Musikexpress.de) ihrer alle zwei, drei Jahre in schöner Regelmäßigkeit erscheinenden Alben kaum mal ein Song als erhebendes Aha-Erlebnis hängen. Vielmehr dockt der Großteil der Stücke von Kelly Jones, Richard Jones, Adam Zindani und Jamie Morrison an selige Britrock-Zeiten der Neunziger an, als alles „Cool Britannia!“ schrie und entweder auf Oasis oder Blur geeicht schien und dürfte damit im besten Fall Nostalgikern in Lederjacken in die Hände spielen, in schlimmen Momenten kommt vernachlässig- wie austauschbarer Bon-Jovi-Stadiorock dabei heraus.

61M1TfV-VoL._SS500Dass die Reibeeisen-Stimme von Frontmann Kelly Jones auch nach einem Vierteljahrhundert Stereophonics noch immer an einen ewig jungen Rod Stewart erinnert, dürfte klar sein. Dass die Band durchaus in der Lage ist, ab und an und noch immer mit einem ihrer Songs zu Überrauschen, dürften all jene wissen, die neuen Werken der Waliser stets eine Chance geben. Man erinnere sich etwa an das großartige „Violins And Tambourines“ vom 2013er Langspieler „Graffiti On The Train„, ein fünfminütiges Mini-Drama von einem Song, der neben dem freilich obligatorischen GitarreSchlagzeugBass von einer ganzen Armada aus Streichern gen Klimax getragen wurde. Ja, die Stereophonics sind immer dann richtig gut, wenn sie es sich erlauben, den drögen Drei-Minuten-Riff-Song beiseite zu schieben und sich auf Neues einzulassen.

Das beweist wieder einmal das Stück „What’s All The Fuss About?“, seines Zeichens Teil des im Oktober erschienenen zehnten Studioalbums „Scream Above the Sounds„. Während die meisten der neuen Songs einmal mehr sauber und gefahrlos durch die Gehörgänge rauschen, gönnen Kelly Jones und Co. ebenjenem Stück ein halbes Bläserorchester nebst Saxofon und einer Flamenco-Akustikgitarre, welche „What’s All The Fuss About?“ erst richtig interessant machen und ihm die bereits vorab beschworene, Stereophonics’sche dramatische Note fernab der Alltäglichkeit verleihen. Well done, guys!

 

 

„Feel warm wind today
Back from L.A
Tie your hair in a red-band bow when you greet me by the gate
Sipping straight from your coffee cup and break bread crumbs on the floor
Fight my hand ‚cause I want a drink but I want you so much more
Oh, what’s the fuss all about?

New, warm, wasted
Back to our place
You didn’t care if I said too much, I could see that by your face
You sleep and stir when I pick you up and drop you
I fought the man ‚cause I wanna think that I’ll be here evermore
Oh, what’s the fuss all about?

Oh, what’s the fuss all about?

The bell rings aloud in the schoolyard sun
Young boys, all they wanna do is run
The trees and the leaves, and they blow in the breeze
And the blossoms appear, make the young girls sneeze
The swings in the park and the ghosts in the dark
The troops on the day and the secrets we share
The things that we learn and the things that we earn
Embarrassed and dazed at mistakes that we make

Jet streams in the sky
You’re gone in the blink of an eye
Heavenly hugs and the shoulders you shrug
The bully, the boss and the priest and his cross
The letters we write and the wrongs you can right
The space that we meet in the loneliest weeks
Words in the wind
Repented our sins

The games that we play and the changes we make
The love and the light and the smiles you ignite
Skin on skin

The life that we chase, it feels like a waste
To get to a place with the pride and the grace
It’s hard to replace the touch of your face
When you’re so far away

Are you lost, are you found
On this merry-go-round?
What’s all the fuss about?“

 

Rock and Roll.

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