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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Creepy were the days, folks! Aber so sah der originale Ronald McDonald anno 1963 – und dargestellt von „The Today Show“-Veteran Willard Scott – wohl tatsächlich aus. Kaum vorstellbar, dass der „Hamburger-Happy Clown“, der mit seinem dezent irren Outfit heutzutage viel eher in einen Streifen von Horrorfilm-Kult-Regisseur Rob Zombie passen würde, allzu viele „Happy Meals“ an die infantile Burger’n’Fritten-Kundschaft absetzen konnte…

 

Wer’s dennoch nicht glauben mag, der schaue sich doch gern diesen Werbespot an. Da helfen auch BigMac und Milchshake nicht mehr – das „Meal“ wird verdammt „unhappy“ ausfallen…

 

Rock and Roll.

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„Bad Year“ & Co. – Dieser slowenische Kreative gestaltet berühmte Markenlogos in Zeiten der Corona-Krise um


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Spontaner erster Gedanke: Jure Tovrljan hatte wohl etwas mehr ungewohnte Freizeit im Home Office und sich daher bekannte Logos zur kreativen Brust genommen, um sie in einen aktuellen Kontext zu packen….

Der Grafikdesigner aus dem slowenischen Ljubljana hat bekannte Logos genommen, sie im Bezug der Corona-Pandemie transformiert und ihnen somit den passenden „neuen“ Look verliehen. Ein wenig schwarzhumorig-sarkastisch mag das – zumindest im ersten Moment und bevor man die durchaus ernst gemeinten Botschaften dahinter verstanden hat – schon sein, aber es passt einfach.

I tried to find something in every brand that communicates perfectly in normal circumstances, but is wrong in these difficult times – mermaid without a mask, Nike telling us to simply do it, Mastercard circles overlapping… If you turn it completely around, it becomes even more powerful.

Türen und Tore sind zu. Fußball, Konzerte und gesellschaftlichen Miteinander finden dieser Tage nicht mehr statt. Bezahlen am besten nur noch mit Karte – und schon gar nicht mehr im Restaurant oder beim Friseur (da – ja klar – auch geschlossen). Kontaktsperren hier, in einigen (Bundes)Ländern sogar Ausgangssperren. Die Welt wie wir sie kennen (oder kannten) verändert sich aktuell massiv – und warum sollen nicht auch Marken und deren Logos dieser Situation folgen?

Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden schwerwiegend sein, obwohl es noch zu früh ist, um zu sagen, wie die weltweite Krise globale Marken verändern wird. Auf eines werden wir alle uns jedoch einigen können: dass so einige weltbekannte Unternehmen in naher Zukunft wohl komplett umdenken müssen…

Die Idee zu den neu interpretierten Markenlogos kam Tovrljan laut AdAge übrigens nicht etwa, wie weiter oben vermutet, in der Home-Office-Selbstisolation zwischen Kind, Hund, MacBook und Herd, sondern beim Warten auf einen Kaffee bei Starbucks. Das modifizierte Mundschutz-Logo der US-Kaffeehauskette war demnach das erste, das der Slowene entwickelte. Von der Idee gebissen gestaltete der Grafikdesigner elf weitere Logos von Marken wie Mastercard, der NBA, Nike und den Olympischen Spielen neu. Einige Aktualisierungen verwenden dabei einfache Werbe-Wortspiel: United Airlines wird „geteilt“, Nike’s gleichnamiges „Just do it“ wird zu „Just don’t do it“ und aus den U.S. Open wird „U.S. closed“, aus LinkedIn wird „LockedIn“. Ja, auch in diesen Zeiten sollte man den Humor nicht in der Abstellkammer zwischen Desinfektionsmittel und Klopapier vergessen, denn schlechte Nachrichten hören wir alle ja leider schon zur Genüge. Da darf man ruhig mal über ein paar galgenhumorige Werbedesigns  – zumal mit der ein oder anderen Botschaft – schmunzeln!

Just an idea of how logos should look like in these difficult times. Hang in there, guys. Stay home.

Übrigens scheinen sich mittlerweile sogar noch weitere große Marken bei Jure Tovrljan gemeldet zu haben, die sich von ihm ebenfalls eine grafische Neugestaltung für die aktuelle Situation wünschen. So kann’s manchmal laufen…

 

 

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(alle Grafiken: Jure Tovrljan)

 

Rock and Roll.

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Und täglich grüßt… – Jeep schickt Bill Murray beim „Super Bowl 2020“ noch einmal in den ewigen Murmeltiertag


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Fast dreißig Jahre ist es her, dass Bill Murray als stets mürrischer Wettermoderator Phil Connors den „Groundhog Day“ wieder und wieder und wieder erlebte. „Und täglich grüßt das Murmeltier“ wurde zum Kultfilm und machte den heute 69-Jährigen endgültig zum Star (obwohl er den Film im Nachhinein derart zu hassen lernte, dass er mit Regisseur Harold Ramis geschlagene zwanzig Jahre kein Wort sprach). Weil der gestrige Super Bowl gleichzeitig auf den Murmeltiertag fiel, gab sich Murray – Altersmilde (und wohl auch ein ordentlicher Gehaltscheck) olé! – einen Ruck und schlüpfte für Jeep noch einmal in die Rolle des Phil Connors – und erlebt den eigentlich so gehassten Tag endlich mit Freude. Außerdem ist es der erste landesweite Werbeauftritt des bekannten Kult-Schauspielers überhaupt – und ein erwartetermaßen ganz großer Spaß…

Der 60-sekündige Film, der von der Kreativagentur Highdive in Chicago enwickelt wurde, beginnt genau so wie eigentlich jeder Tag in „Und täglich grüßt das Murmeltier“: Um 6 Uhr morgens klingelt der Radiowecker, Sonny & Cher singen ihren Hit „I Got You Babe“ und Phil Connors (Murray) kann es nicht fassen, dass er schon wieder am 2. Februar in der verschneiten Kleinstadt Punxsutawney in Pennsylvania aufwacht. In der Folge trifft der Protagonist auch den nervigen Versicherungsvertreten Ned Ryerson (Stephen Tobolowsky) und den Murmeltiertag-Zeremonienmeister (Brian Doyle Murray) wieder.

Doch eine Sache ist anders als sonst: Anders als im Original von 1993 entführt Murray das berühmt-berüchtigte Murmeltier nicht in einem alten, roten Chevy C-10, sondern – klar – in einem nagelneuen Jeep Gladiator – und hat mit dem orangenen Truck und dem nagenden Vierbeiner-Kumpel im Schlepptau tagein, tagaus eine ordentliche Menge Spaß. Die treffende Botschaft am Ende des Spots: „No day is the same an a Jeep Gladiator.“

Um das witzige Commercial, das in 24 Stunden schon über 20 Millionen Views auf Youtube gesammelt hat, möglichst nah am Original zu realisieren, hat Jeep eng mit Sony Pictures zusammengearbeitet. So wurde der Spot wie der Kultfilm in Woodstock, Illinois gedreht. Der Clou: Eigentlich wollte der Jeep-Mutterkonzern Fiat Chrysler in diesem Jahr gar nicht beim „Super Bowl“ vertreten sein. Doch als TV-Sender Fox vor weniger als zwei Wochen zusätzliche Werbeplätze frei machte, entschied man sich aufgrund des Groundhog-Day-Datums doch dafür und drehte im Eiltempo den Spot. Und das war definitiv die richtige Entscheidung.

 

 

Rock and Roll.

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Nach Hause streamen – Sky lässt E.T. zu Weihnachten einfliegen


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Pünktlich zum Weihnachtsfest sorgt Sky für ein Comeback des wohl berühmtesten Außerirdischen der Kinogeschichte: Im neuen Commercial des Pay-TV-Anbieters kehrt E.T. nach 37 Jahren zurück auf die Erde und stattet seinem Film-Freund Elliott einen überraschenden Besuch ab. Die Botschaft, die Sky seinen Kunden mitgeben will: Nehmt euch an Weihnachten mehr Zeit füreinander.

Das Ende des Films „E.T.“ aus dem Jahr 1982 ist vielen Cineasten wahrscheinlich noch in guter und vor allem trauriger Erinnerung (und der Rest muss nun eben mit einem Spoiler mehr leben): Nachdem sich der außerirdische Freund von den Kindern verabschiedet, besteigt er sein Raumschiff und fliegt auf Nimmerwiedersehen davon in die unendlichen Weiten des Alls. Der Streifen von Regisseur Steven Spielberg setzte seinerzeit nicht nur Messlatten hinsichtlich Einspielergebnis und Sci-Fi-Fantasien, er gehört bis heute zu den erfolgreichsten und bekanntesten Kinofilmen aller Zeiten.

Gut nachvollziehbar also, dass Sky für seinen diesjährigen Weihnachtsspot E.T. nun wieder zurück auf die Erde bringt. In dem gemeinsam mit Universal Pictures entstandenen 120-sekündigen Commercial trifft der scheinbar alterslose Außerirdische nicht nur auf seinen einstigen Freund Elliott (wie vor 37 Jahren gespielt von Henry Thomas), der jetzt selbst eine Familie hat, sondern auch auf (s)eine Technik-Welt, die mit der der Frühachtziger nicht mehr viel zu tun hat – Streaming und Sprachsteuerung inklusive. Aber allen Veränderungen zum Trotz: Die Freundschaft zwischen Elliott und E.T. ist unverändert stark geblieben, so die Botschaft des Werbefilms. Auch ohne Drew Barrymore sind diese zwei Werbeminuten eine durchaus niedliche Idee für alle Freunde des Außerirdischen, der damals „nach Hause telefonieren“ wollte…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: David Ros – „Take A Walk On The Wild Side“


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Foto: Facebook

Passiert wohl nicht nur mir ab und an: Da lässt du bei irgendeinem x-beliebigem Privatsender die Werbeunterbrechung durchlaufen, und urplötzlich erhascht – inmitten der drölfzigsten Reklame für Pizza, Abführmittel, Inkontinenzhöschen oder Zahnprothesenhaftcreme – tatsächlich ein Song deine Aufmerksamkeit…

So vor einigen Wochen bei der Werbung für das neuste Modell einer spanischen Automarke, welche wiederum längst zum Konzern eines großen deutschen Autobauers gehört, passiert. Die musikalische Untermalung, die mich da meine Lauscher spitzen ließ, war eine Coverversion von Lou Reeds „Take A Walk On The Wild Side“ (das Original stammt vom 1972 veröffentlichten Solo-Werk „Transformer„). Kannte ich noch nicht. Also mal eben Dr. Google konsultiert, der mir den Namen David Ros ausspuckte. David who?

Mit ein klein wenig Recherche weiß das weltweite Netz auch da ein paar mehr Infos: Ein (zumindest hierzulande) recht unbekannter Singer/Songwriter aus Barcelona, der zwar bislang mit eigenen Veröffentlichungen geizt („He is currently preparing an album of intimate songs and impressive melodies accompanied by his band.“ – wie hier zu lesen ist), in seiner spanischen Heimat vor einigen Jahren bereits in der ein oder anderen TV-Musik-Castingshow (unter anderem bei „La Voz“, der dortigen Ausgabe von „The Voice“) aufgetreten ist, und in der Vergangenheit – nebst seiner markant rauen Stimme – auch mit der ein oder anderen weiteren tollen Coverversion für Beachtung sorgte (etwa von „Use Somebody“ von den Kings Of Leon, dem Oasis-Evergreen „Live Forever“ oder dem durch Adele bekannt gewordenen Bob-Dylan-Schmachtfetzen „Make You Feel My Love„). Fazit: So macht Reklame auch für mich einmal Sinn.

 

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(via Dressed Like Machines)

 

The times, they are a-changin’…

Ja, 1969 war so etwas wohl noch witzig… Da haben aber eh alle gekifft und Trips geschmissen und im Fernsehen gequalmt wie der alte Schmidt. (und Flugzeugen. und Restaurants. und in den Büros. und…) Heutzutage hätten die Kinder-Schoki-PR’ler gleich ’nen amtlichen Shitstorm am Hals (was ja am Ende irgendwie auch Werbung ist). Da investiert man die klebrig-braunen Moneten lieber in hippe „Influencer“, oder? Was da jetzt besser ist…

 

Rock and Roll.

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