Schlagwort-Archive: Werbeindustrie

„Skittles“ und ein Muttertags-Werbespot abseits der Norm


Skittles

Schon lange keine Werbung mehr hier abgefeiert, oder? Aber der „Skittles„-Spot “Nabelschnur”, der in den USA landesweit als “disturbing” eingestuft wurde, ist zwar auch wirklich etwas *hust* „verstörend“, jedoch andererseits auch zu gut.

Auftraggeber Wrigley nahm ihn, nachdem man erst einmal etwas Aufmerksamkeit erzeugt hatte (und das ist ja schließlich der Sinn von Werbung), trotzdem von seinen Social-Media-Kanälen, da einfach zu viele Mails mit der Betreffzeile “Kranke Schweine!” eingingen. Beim Statement dazu beweist der Kaugummi- und Süßigkeitenhersteller aus Chicago, Illinois durchaus ein letztes Mal Eleganz:

„We made this video for every mom who likes gross jokes, and we’re taking it down for every mom who doesn’t.“

 

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Rock and Roll.

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Dziadek lernt jetzt Englisch – Wie ein polnischer Werbe-Opa das Internet rührt


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Same procedure as last year? Nun, zumindest hat der „Edeka-Opa“ aus der Weihnachtswerbung des vergangenen Jahres einen würdigen Nachfolger. Allerdings kommt der neue „Großvater der Werbung“ von den polnischen Nachbarn…

Nachdem der deutsche Einzelhändler Edeka im vergangenen Jahr die rührende Geschichte eines einsamen Großvaters erzählt hat, legt nun ein polnisches Unternehmen nach. Denn auch im neusten Werbespot von Allegro, dem polnischen Pendant zum Online-Versandriesen Amazon, geht es um einen Großvater. Doch anstatt seine Familie mit einer gewitzt-firesen Finte zu sich zu locken, wie es der „Edeka-Opa“ 2015 tat, wird der alte Herr aus Polen selbst aktiv.

So bestellt sich der rüstige Rentner via Internet ein ganzes Lern-Set „English for Beginners“ – „Englisch für Anfänger“ – inklusive CD, Buch und Kopfhörer. Und dann legt er los: „I am, you are, he, she, it is“, dekliniert er das Verb „to be“ durch.

Am Blumentopf, an der Tasse, an der Toilette, ja, selbst an seinem Hund befestigt er kleine gelbe Klebezettel mit den entsprechenden Vokabeln. Man verzeiht es ihm, dass er die Vokabeln „fork“ und „knife“ verwechselt und seine Computermaus zunächst „cat“ -„Katze“ – nennt. In seiner Wohnung, in der Badewanne und unterwegs im Bus lernt er Englisch – und sagt versehentlich, ganz in Gedanken beim Neuerlernten einem weiblichen Fahrgast: „I love you. You are perfect.“

Wozu der ganze Aufwand, fragt sich der Zuschauer während des Werbespots. Erst ganz am Ende, als der grauhaarige Mann nach England reist, gibt’s die Auflösung…

Mehr als 2,7 Millionen Mal wurde das Video seit Ende November auf YouTube bereits angesehen. „Das ist das Reinste, was ich je gesehen habe“, lobt ein User, während ein anderer kommentiert: „Das ist die beste Werbung des Jahres.“ Nun, auf jeden Fall ist’s die wohl besinnlichste…

 

 

Rock and Roll.

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Ein Zug, ein Schneesturm und Adrien Brody – Wes Andersons neuer Weihnachtswerbespot


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Jetzt konnte also auch Wes Anderson nicht widerstehen.

Der 47-jährige US-amerikanische Starregisseur („Grand Budapest Hotel“, „Darjeeling Limited“, „Die Tiefseetaucher“) hat für ein großes schwedisches Modehaus einen Werbespot gedreht. Genauer: Einen Weihnachtswerbespot.

Dass Anderson dabei nicht einfach schnöd-simpel Klamotte für Klamotte abfilmen würde, dürfte von Vornherein klar gewesen sein. Stattdessen hat er sich seinen Buddy, Oscar-Preisträger Adrien Brody („Der Pianist“), der ja auch schon bei „Grand Budapest Hotel“ und „Darjeeling Limited“ mit von der Partie war, geschnappt und einen knapp vierminütigen, ebenso dezent besinnlichen wie dezent speeligen Kurzfilm in bester Wes-Anderson-Retro-Manier gedreht, welcher einmal mehr zwei von Andersons scheinbaren Vorlieben verbindet: das Zugfahren und für US-Amerikaner seltsam anmutende Regionen im Ausland (diesmal scheint der Spot irgendwo in Deutschland zu spielen).

Was wohl nur den Wenigsten bekannt sein dürfte: Es ist bei Weitem nicht der erste Werbefilm, bei dem Anderson Regie führt. In den vergangenen Jahren drehte der 47-Jährige bereits Commercials für Marken wie American Express, Ikea, Hyundai, Stella Artois und Sony Mobile – freilich stets zu seinen Regeln und mit den typischen Trademarks, welche seit jeher auch seine wie in Weichzeichner-Traumwelten spielenden Filme auszeichnen…

 

 

Rock and Roll.

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Der John Lewis-Weihnachtswerbespot 2016: #BusterTheBoxer


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Sobald die letzten welken Blätter sich im Spätherbst gen regennassem Boden bewegen, sobald die ersten Buden in den Innenstädten den Glühweinduft durch die Menschenmassen treiben, sind die Weihnachts-TV-Spots der britischen Kaufhauskette John Lewis auch im weltweiten Netz jedes Jahr ein viraler Renner. Da wird auch #BusterTheBoxer keine Ausnahme machen…

Anders als in den emotionalen Weihnachtswerbefilmchen der letzten Jahre jedoch – man erinnere sich nur an den tollen Spot von 2014 mit „Monty The Penguin“ – drücken John Lewis und die langjährige Stammagentur Adam & Eve/DDB mit „Buster The Boxer“ diesmal nicht so sehr auf die Tränendrüse – sondern rücken lieber die große Freude über ein tolles Geschenk in den Fokus. Dazu erzählt das Duo die Geschichte einer jungen Familie an Heiligabend und am Morgen des ersten Weihnachtstages: Während die kleine Tocher vorm Schlafengehen aufgeregt auf ihrem Bett herumspringt und den nächsten Morgen kaum noch abwarten kann, steht der tierische Protagonist Buster daneben und beobachtet die Sprünge des Mädchens neidvoll. Was der Boxer noch nicht ahnt: Von dem Geschenk, das die Eltern ihrer Tochter machen, wird nicht nur die halbe Tierwelt aus dem Wald, sondern auch er profitieren. Entsprechend lautet die Botschaft am Ende des Commercials diesmal: „Gifts that everyone will love.“ 

Wie schon in den vergangenen Jahren schafft es John Lewis auch diesmal, den Konsumenten mit der gesamten Weihnachtskampagne über alle Kanäle hinweg Mehrwerte zu bieten. So sammelt der Handelsriese beispielsweise auf einer eigenen Landingpage alle Produkte, die mit dem Film zusammenhängen (Plüschtiere, Bücher, Schlafanzüge mit Aufdrucken von Buster und natürlich das Trampolin) und spendet einen Teil der Erlöse an The Wildlife Trusts.

 
Hier gibt’s den aktuellen Weihnachtswerbespot von John Lewis von „Buster The Boxer“…

 

…und – weil er bereits vor zwei Jahren so herzerwärmend schön war – hier noch die 2014er Variante mit „Monty The Penguin“:

 

Dass John Lewis und seine Werbeagentur ihr Publikum (slash ihre potentielle Kundschaft) ganz gut einzuschätzen wissen, beweist auch der Erfolg des 2015er Spots „Man On The Moon“, welcher bis heute allein auf YouTube mehr als 27 Millionen Klicks erhielt:

 

Ohnehin sind Weihnachtswerbespots, bei denen das Kreative über sich herzende Harmonie-Familien und via „CocaCola“-Trucks durch Land bretternde Weihnachtsmänner hinaus geht (man denke da etwa an den Edeka-Werbeclip im vergangenen Jahr), immer gern genommen. Verkaufen wollen sie eh alle, und sei es nur ein gutes Image.

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


In den Achtzigern war Spielekonsolenwerbung wenigstens noch herrlich off-limits

 

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(gefunden bei Facebook)

 

Rock and Roll.

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