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Song des Tages: Great Grandpa – „Digger“


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Auf dem Wildwood Tarot-Deck, das seine Inspirationen aus dem Schamanismus oder der keltischen Mythologie bezieht, ist die Karte „Four of Arrows“ mit einem Menschenbild verziert, welches mit dem Gesicht nach unten auf den Boden schaut. Die Pfeile umgeben ihn und ragen aus dem Boden, berühren ihn jedoch nicht. Ein großer Schmetterling schwebt darüber in der Luft. Die Karte symbolisiert Ruhe – es ist ein Aufruf zur Erholung. Die Symbolik der Karte trifft wohl auf den Zustand zu, in dem sich Pat Goodwin samt seinen Bandmitgliedern befand…

Nach der Veröffentlichung von „Plastic Cough“ im Jahr 2017 waren Great Grandpa unzertrennlich. Die fünfköpfige Band aus Seattle, Washington lebte und arbeitete zusammen und tourte unermüdlich. Als die Tournee endete, verteilte sich das Quintett plötzlich über die gesamten USA – nun separiert und isoliert voneinander. Diese Trennung war nicht geplant, aber sie erwies sich als notwendig. Nun gab es die Gelegenheit, einen Einblick in ihr Leben, ihre Beziehungen und deren kreativen Zweck zu gewinnen.

5060366787811Auf diese Weise entstand „Four Of Arrows“ – eine kreative Wendung zur Selbstbeobachtung und das kollektive Ergebnis von Great Grandpas Ruhe und Einsamkeit. Zweifellos sind die elf Stücke des Ende Oktober erschienenen zweiten Albums eine Abwendung vom verspielten juvenil-unbedarften Kopfnicken zu Pizza und Zombies, Erdbeereis und Heartbreak High  auf „Plastic Cough“, welches sich vor nicht allzu langer Zeit noch mit den Eckpunkten Grunge und Punk begnügte. Great Grandpas Schreib- und Aufnahmeprozess hat sich deutlich hörbar weiterentwickelt – weniger Garagen-Jam in Seattle, dafür mehr Solo-Songwriting-Sessions. Die meisten Songs auf dem neuen Langspieler wurden alleine von Pat Goodwin und Carrie Goodwin geschrieben, während sie auf Reisen waren und im mittleren Westen lebten. Getrennt voneinander entwickelt, wurden die Stücke bei der Wiedervereinigung der Band zum Leben erweckt, als die Aufnahmen zu „Four Of Arrows“ am Neujahrestag 2019 mit Produzent Mike Vernon Davis (Modest Mouse, Portugal. The Man) begannen.

Und siehe da: Alex Menne (Gesang), Carrie Goodwin (Bass, Gesang), Pat Goodwin (Gitarre, Gesang), Dylan Hanwright (Gitarre, Gesang) und Cam Laflam (Schlagzeug) fanden sofort Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Beiträgen und entdeckten ihre gegenseitige Liebe und Bewunderung für verletzliche, emotionale Musik. Wohl auch deshalb achtet „Four Of Arrows“ nun sehr genau auf die Stille zwischen den Zeilen und Akkorden und umarmt einen auf geradezu subtile Art und Weise. Vom Klagelied „Dark Green Water“ bis zur eindringlich heulenden Indierock-Gitarre von „Digger“ – Great Grandpa probieren sich aus. Oftmals wird der Grundstein für die Stücke dabei am Klavier oder an der Akustikgitarre gelegt (was etwa das instrumentale Piano-Zwischenspiel „Endling“ oder die reduzierte Ballade „Split The Kids“ recht gut verdeutlichen).

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Trotz all der Ruhe bricht Alex Mennes charismatischer Gesang, der mal an das Organ der (zu) früh verstorbenen Cranberries-Sirene Dolores O’Riordan, mal an Leigh Nash, Frontfrau der „Kiss Me“-Spätneunziger-One Hit Wonder Sixpence None The Richer erinnert, eigentlich bei jedem Song triumphierend durch. Die Liebe zum Detail ist bis in jedes Echo und selbst beim noch so sanften Gebrauch eines Vocoders zu bemerken. Da die meisten Bandmitglieder Texte beigesteuerten, ist Menne somit eine emotionale Stimme für die gesamte Band – sie kanalisiert das Herz jeder einzelnen Songbotschaft und erhält die spielerische Note von Great Grandpa am Leben.

Thematisch arbeiten sich die Songs am Schmerz familiärer Trennungen, an Partnerschaften, innerer und äußerer Vergebung und den Kämpfen mit psychischen Erkrankungen ab. Sämtliche Texte spielen an vielen Stellen auf die für das Album titelgebenden Tarotkarten an und geben die Szenerie für „Four Of Arrows“ vor: die Einsamkeit und die Erkundung der obsessiven, neurotischen und sogar paranoiden existentiellen Selbstbefragung, die wir und unsere Mitmenschen im Leben sehen. „Shouldn’t go out in the darkness“, wiederholt zu einer leisen Gitarre, dient als Mantra von „Digger“, bevor alles in ein spannungsvolles Outro mündet.

Und entgegen aller guten Vorsätze gehen Great Grandpa in vielen Momenten des Zweitlings kopfüber ins melancholische Herbstdüsterlicht – und kommen schließlich nicht nur mit (hoffentlich) mutigeren Herzen, sonder auch mit ihrer bislang vollendetsten Albumarbeit zurück. Obwohl es inhaltlich schwer bleibt, dienen die hellen Arrangements von „Mono No Aware“ und „Bloom“ als unzuverlässiges Licht im Dunkeln. Ersteres ist eine durch den Schriftsteller Kazuo Ishiguro inspirierte wehmütige Ode an den Verlust von Unschuld, die Unbeständigkeit und – noch konkreter – „den Pathos der Dinge“, kombiniert mit sternenklaren Synthies und ausgefeilten Harmonien. „Bloom“, der scheinbar hoffnungsvollste Song der Platte, glänzt zunächst mit seinem Charme und spannungsvollen Hooks („When I think about Tom Petty, and how he wrote his best songs when he was 39“), bevor er dramatisch bricht und sein melancholisches Herz in Phil Specter-Manier gen Ende zur Schau stellt.

Great Grandpa überließen es den Karten und nutzten die freie Zeit voneinander, um zu wachsen, und die gemeinsame Zeit, um sich wieder zu vereinen. Ihr besonderer Ansatz hat eine musikalische Kulisse für ihre gemeinsamen Emotionen geschaffen. „Four Of Arrows“ sortiert sich klanglich mit ach wie vielen (gelungenen) Spagaten zwischen dem Indierock von Hop Along oder dem schroffen Indiefolk von Big Thief nicht nur stilsicher in die Listen der Anwärter des Herzensalbums des Musikjahres ein, sondern ist damit auch ein Beweis des Fünfergespanns an sich selbst und an gemeinsame Anpassungsfähigkeit. Hier paart sich überweltliche Hymnik mit introspektiven Momenten des Verzagens, trifft Ruppigkeit auf Schönklang, der mit all seinen Ecken und Kanten schöner kaum klingen kann. Ein Album wie ein von Sonne und Wind durchfurchter Herbsttag…

 

 

„Digger, you’re no superstar
Purpose on the arm
But family in the heart

Digger, fighting with the cards
Patterns in the noise
And questions that are hard

A rock in retrograde
Says endure pain today
All things must evolve or fade

The tarot cards made me laugh
A guardian on the path
Hard to dream like I need to
Subtlety as a way through

Digger, digging ‚til he starves
Slipped away from silent
Rest and carved the arm

Digger, fighting with the art
Hand off fate to chaos
Something to outsmart

That’s why I hate you (digger that’s enough)

You’re in my dreaming space
Erase these quivering weights
And replace with aphantasia’s grace

All thoughts filter down
To voices in the crowd
Shaming for unspoken days
Violence in the things they whisper
Then the sound gets louder

Digger, always in the game
Never was a game
And answers always hang

Digger, find another way
Arrows ‚round the body
Sleep and dream in grey

That’s why I love you

Shouldn’t go out in the darkness
Should have gone out in the dark“

 

Rock and Roll.

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Früh übt sich…


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Foto: Alaina Lynn Photography / Facebook

Kind müsste man manchmal (wieder) sein, oder? Keine Zeit für Sorgen und mehr oder minder wichtige Alltagsnöte, kein 9-to-5-Broterwerb mit frühem Weckerklingeln, keine Rechnungen, die monatlich aufs Konto drücken, keine lästigen Steuererklärungen, die manch einer Woche für Woche vor sich her schiebt… (Dass all das lediglich Jammern auf höchstem Niveau für all jene darstellt, die das Glück hatten, im besseren Teil der Erde geboren worden zu sein, steht auf einem anderen Blatt.)

Ähnliche Gedanken hatte wohl auch Fotografin Alaina Lynn aus dem US-amerikanischen Olympia, Washington gemacht. Deshalb setzte sie ihren zweijährigen Sohn Miles und dessen geliebtes Little-Tikes-Spielzeugauto – mal niedlich, mal ironisch – in der ein oder anderen Erwachsenalltagssituation in Szene – etwas, das dem ein oder anderen auch schon von „World’s Best Father“ (ANEWFRIEND stellte die Seite vor etwa zwei Jahren vor) bekannt sein dürfte. Nichtsdestotrotz in Lynns Bilder der Fotoreihe, die man hier oder hier findet, nett anzusehen…

 

Rock and Roll.

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Das Album der Woche


Noah Gundersen – Ledges (2014)

artworks-000067556058-9hz8ux-crop-erschienen bei Dualtone/Rough Trade-

Es gibt Quellen, denen sollte, denen kann man einfach vertrauen, wenn man von ihnen den ein oder anderen (musikalischen) Tipp bekommt. In meinem Fall wäre das zum Beispiel Heather Browne. Nicht nur schreibt die US-Bloggerin, die beneidenswerterweise aus der sonnigen San Francisco Bay Area stammt und nun ihre Zelte in Colorado aufgeschlagen hat, seit fast zehn Jahren von, für und über ihre Lieblingskünstler und -bands. Nein, sie tut das in einer derart herzlichen und abstandsfreien Art und Weise, dass man am Ende ihrer Postings wohl gar nicht anders kann, als den soeben empfohlenen Künstlern – schnelllebige Zeiten wie diese hin oder her – wenigstens einen kurzen Probelauf durch die eigenen Gehörgänge zu gönnen. (Dass Browne ihren Blog „I Am Fuel, You Are Friends“ nach einer Zeile aus einem der besten Pearl Jam-Songs – „Leash“ – vom bis heute wohl besten Pearl Jam-Album – „Vs.“ – benannt hat, macht sie in meinen Augen dann auch kaum unsympathischer… aber das nur als Anekdote am Rande.) Und Browne, die gut und gern als Expertin für Neunziger-Jahre-Alternativerock der Güteklasse „Sub Pop“ gelten darf, sich über die Jahre, in denen ich stets Stammleser war, zu einer Kennerin (meist zu unrecht) minder beachteter Americana-Perlen entwickelt hat, war es auch, die mir vor einiger Zeit den Namen einer noch recht jungen Singer/Songerwriter-Hoffnung vorsetzte, die bislang kaum eine handvoll EP-Veröffentlichungen vorzuweisen hatte: Noah Gundersen. Doch auch wenn der junge Mann, der 1989 in Olympia, Washington im Nordwesten der USA das Licht der Welt erblickte, bis 2011 lediglich drei Miniatur-Alben vorzuweisen hatte, klang das, was er (damals noch mit schulterlangen Dreadlocks) so von sich gab, bereits höchst beachtlich und machte Lust auf mehr. Plus: Gundersen verbindet – speziell für mich – zwei heiß geliebte musikalische Pole, denn nicht nur bespielt der Musiker seit seinem 16. Lebensjahr als eine Art „Family Business“ die Bühnen kleiner US-Clubs (seine Schwester Abby zieht den Bogen über ihre Geige, sein Bruder Jonathan sitzt hinterm Schlagzeug, beide zeichnen sich zudem auch für den Backgroundgesang verantwortlich), Gundersen ruft als einer der ersten und einzigen ein Gefühl in mir hervor, das ich zuletzt hatte, als ich vor mehr als zehn Jahren zum ersten Mal Damien Rice‘ Debütalbum „O“ hören durfte… Und an diesem Punkt wird es zum ersten Mal in dieser Review vage, denn immerhin bin ich versucht, dieses Gefühl zu umschreiben. Also stürzen wir uns lieber mitten hinein in Noah Gundersens soeben erschienenes Debütalbum „Ledges„…

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Das erste Highlight des nicht eben an (weiteren) Highlights armen Debütwerks verschleudert der Mittzwanziger bereits großzügig in der Eröffnungsnummer „Poor Man’s Son“, in dessen A cappella-Anfang zuerst Gundersen selbst, dann auch seine Geschwister in den Song einsteigen: „Stone cold broke in the middle of the winter / Oh, like a poor man’s son / My father is a hard earned worker / My mother has a heart of gold / I was never much younger but I feel twice as old“ – besonders letztere Zeile sagt – und das wird im weiteren Albumverlauf noch mehrmals unterbewusst deutlich – bereits viel über den Singer/Songwriter aus. Dass Gundersen „Poor Man’s Son“ mit seiner sacht angeschlagenen Gitarre, einer Verquickung zum ewig großen Gospel-Traditional „Down To The River To Pray“ (besonders durch die Version von Alison Krauss aus dem Coen-Brothers-Film „O Brother Where Art Thou“ bekannt) veredelt und seiner stimmlichen Emphase bereits nach knappen fünf Albumminuten freien Lauf lässt, ebenso. Keine Frage – hier hat jemand Großes im Sinn…
In Song Nummer zwei, „Boathouse“, lässt Gundersen in mal Ryan Adams’scher, mal David Gray’scher Stimmlage (und das ist ausdrücklich positiv gemeint) erstmals der Fiddle seiner Schwester Abby den nötigen Spielraum, während er sehnsüchtige Americana-Zeilen hervorzaubert: „Caroline, I’ve been wondering / Why you didn’t pick a better man? / Caroline, my Mona Lisa still can’t match your smile / So go on, wave goodbye“. Für das folgende „Isaiah“ mag zwar ein biblischer Prophet titelgebend Pate gestanden haben, in Textzeilen wie „Crawl into my skin / I’ll crawl into yours / Teach each other what our bodies are for / Learn how to sink, and you learn how to swim / Learn how to lose, and you learn how to win“ erzählt der 24-Jährige jedoch vom anfangs unschuldigen Für und Wider der ersten Liebe, während Streicher und weiblicher Backgroundgesang (wohl erneut seine Schwester Abby) erstmals an Großtaten von Damien Rice bereits erwähntem Debütalbum „O“ denken lassen. Wem das alles bis hierhin zu gefallen wusste, den werden auch die nächsten Stücke kaum enttäuschen, weder das beschwörerische „Seperator“, der ebenso poppige wie selbstkritisch zu Werke gehende Titelsong „Ledges“ („I drink a little too much / It makes me nervous / I’ve got my grandfather’s blood / And I take a little too much / Without giving back / If blessed are the meek, then I’m cursed / Here, I stand on the edge of the ledges I’ve made / Looking for a steady hand / Here, I stand in the land full of rocks and the valleys / Trying to be a better man / For you / I want to learn how to love / Not just the feeling / Bear all the consequences / I want to learn how to love / And give it all back / Forgive me all that I’ve done“), die besinnliche ‚9 to 5‘-Nabelschau „Poison Vine“ noch das auf wahrlich herzzerreißende Weise von Liebe erzählende „First Defeat“, bei welchem ein Piano für tiefe Untertöne sorgt. Noch weiter in sanfte Americana-Gefilde wagt sich Gundersen darauf gar in „Cigarettes“ oder „Liberator“, wenn zu Akustischer und Mundharmonika wohl unweigerlich Ray Lamontagne oder die puristischen Solo-Anfangsgroßtaten eines Ryan Adams (etwa „Heartbreaker“ oder „Gold“) hell im Hinterkopf aufleuchten, und man sich hinter die Ohren schreibt, diese Scheiben doch mal wieder hervor zu graben – und Gundersen, der könnte mit Stücken wie „Cigarettes“ und Textzeilen wie „Once you had me / You don’t have me anymore / I don’t crave you in the morning / Or at the company store / I don’t use you to escape / In my fingers out the door / Once you had me / You don’t have me anymore / But the truth is that you do / Not the way you used to / But there’s something after you / ‚Cause honey, you’re smooth“, bei denen das „smooth“ in Adams’scher Manier betont langgezogen über die Zunge rutscht, wohl selbst schnell in jener goldenen „Klassiker“-Schublade landen. Im weltweisen „Dying Now“ ruft er seine Schwester nach all den bestandenen Backgroundchor-Proben dann in den Fiddle-Pausen zum Duett ans Studiomikro, bevor „Times Moves Quickly“ das Album und seine zehn Vorgänger mit Pianountermalung, Streichern und des Singer/Songwriters zitternder Stimme nach Hause bringt: „Time moves quickly / With or without me / You go fast, and I’ll go slow / You stick with me / You never even kissed me / But I can’t let you go“. Uff.

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Den 46 Minuten von „Ledges“ wohnt als Ganzes etwas Spirituelles, Heilsames und Reinigendes inne, bei dem sich Noah Gundersen zwar so allerlei biblischer Bilder bedient, diese jedoch dann auf eine emotionale und weltoffene Ebene hinaus deutet, dessen emotionaler (Strahl)Kraft sich wohl auch der überzeugteste Atheist kaum entziehen kann. Der Singer/Songwriter erzählt vom Lieben, Leben und Scheitern, vom Aufstehen und Weitermachen, vom Glauben, Hoffen und davon, auch im Zweifel das Vertrauen (an sich selbst und andere) nicht zu verlieren. Was seine ersten EP-Veröffentlichungen an Qualität bereits erahnen ließen (die erste EP, „Brand New World„, erschein 2008, ein Jahr später folgte die „Saints & Liars EP„, 2011 die tolle „Family EP„), setzt „Ledges“ nun in größerem Maße – und wenn auch in ähnlich leisen Tönen – fort, was dem ein oder anderen von Gundersens Songs bereits zu Playlist-Plätzen in nicht eben unerfolgreichen US-Serine wie „Vampire’s Diary“ oder „Sons of Anarchy“ verhalf. Die VISIONS schrieb kürzlich in ihrer 10-von-12-Punkte-Review zu „Ledges“: „Conor Oberst hat mit 24 Jahren ‚I’m Wide Awake It’s Morning‘ aufgenommen, Bob Dylan ‚Highway 61 Revisited‘. Wenn es nur halbwegs richtig läuft, steht Noah Gundersen Großes bevor.“. Und Damien Rice? Der brauchte immerhin 29 Lebensjahre, bevor er 2002 sein Opus Magnum „O“ veröffentlichen konnte… Fragt mich nicht wieso, aber ich habe das gute Gefühl, dass sich „Ledges“ ähnlich dauerhaft tief ins Hörerherz spielen kann – und nicht nur in meins. Danke, Heather. Manchen Tippgebern kann man einfach blind vertrauen…

 

 

Auf seiner Bandcamp-Seite kann man sich Noah Gundersens letzte beiden EPs in Gänze zu Gemüte führen (oder käuflich erwerben)…

 

…und sich mit dem Musikvideo zum Titelstück vom Albumdebüt „Ledges“…

 

…sowie einigen Live Sessions-Variationen Eindrücke von Gundersens Live-Qualitäten verschaffen:

 

Rock and Roll.

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