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„Geist“ – ein Kurzfilm, der unter die Haut geht


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Wer mich kennt der weiß, wie sehr mich Kurzgeschichten und Kurzfilme faszinieren. Ganz ehrlich: Ich ziehe meinen Hut vor Menschen, die es schaffen, einen innerhalb weniger Minuten in ihren Bann zu ziehen. Kein unnötiges Vorgeplänkel, keine sinnfreien Nebenschauplätze, sofort rein ins Getümmel, in medias res – quasi die komplette Antithese zu einem Stephen-King-Roman.

„Geist“, ein Kurzfilm des irischen Animations-Studio Giant Animation, für den sich die Regisseure Alex Sherwood, Sean Mullen und Ben Harper (nicht der Musiker) verantwortlich zeichnen, reiht sich da wunderbar mit ein. Definitiv ein spannendes Exemplar, das direkt unter die Haut geht und beweist, dass animierte Unterhaltung auch düster, gruselig und latent grausam daher kommen darf und eben nicht zwangsläufig Pixar-mäßig familiengerecht sein muss…

„Ein schiffsbrüchiger Fischer wacht am Ufer einer Insel auf und es geschehen merkwürdige, seltsame Dinge. Ein wirklich toller Kurzfilm, wenn auch sehr bedrückend. Aber die Arbeit beeindruckt mächtig. Sehenswerte 10 Minuten. Das wird auch durch die ganzen Nominierungen und Preise unterstrichen, welche dieser Film eingeheimst hat.“

 

 

Rock and Roll.

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Der Kurzfilm „DADDYCOOL“ – Weil ein Mann tun muss, was ein Mann tun muss. Oder so.


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„DADDYCOOL“ – nicht nur ein nicht tot zu kriegender Siebziger-Disco-Hit von Boney M. (falls ihr die Melodie nun wieder im Kopf haben solltet: gern geschehen!), sondern auch ein böser kleiner Kurzfilm von Camille Jalabert,  Zoé Guillet und Maryka Laudet, drei Studenten aus Arles, Frankreich, der bestimmt nicht jedem gefallen wird. Aber: warum auch? Andererseits erhielt der animierte Einminüter im Februar bereits ein „Staff Pick“-Gütesigel von Vimeo…

 

 

Rock and Roll.

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„Breaking Bad“ neu zusammengefügt – Das Serienepos um Walter White und Co. als Zwei-Stunden-Thriller


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Breaking Bad„? Kennt man. Die US-Serie um den an Lungenkrebs erkrankten biederen Highschool-Chemielehrer Walter White, der quasi über Nacht (und mithilfe seines ehemaligen Schülers Jesse Pinkman) zum skrupellosen Drogenbaron „Heisenberg“ mutiert, wurde im Zeitraum zwischen 2008 und 2013 zu einer der besten, beliebtesten und erfolgreichsten Serien aller Zeiten. Dass dies vor allem der hohen Schauspielkunst von Bryan Cranston zu verdanken ist, dürfte wohl ebenso außer Frage stehen. Und trotz dem ein oder anderen Durchhänger während der Jahre (die bleiben wohl bei keiner Serie aus) hat „Breaking Bad“ so einige Serien-Maßstäbe gesetzt und ist bis heute, was Spannung und hervorragende Figuren betrifft, kaum zu überbieten. Und wie wir jetzt wissen, funktioniert der Plot sogar als Film.

Ein fleißiger Fan hat die gesamten fünf Staffeln der Serie – also etwa 51 Stunden – zu einem einzigen Spielfilm zusammengeschnitten. Dieser dauert circa zwei Stunden und steht auf Vimeo zur freien Verfügung. Falls ihr Walter White und Co. also bis heute die kalte Schulter gezeigt habt oder die Serie noch einmal im Schnelldurchlauf erleben wollt, legt ANEWFRIEND Euch den Film hiermit ans Herz. Außerdem sei „Breaking Bad – The Movie“ auch all jenen ans Netflixer-Herz gelegt, denen Namen wie Saul Goodman, Gustavo „Gus“ Fring oder Hank Schrader längst so geläufig sind wie Tante Trutchen aus der eigenen Verwandtschaft, denn die Macher des Neuzusammenschnitts der AMC-Erfolgsserie, die ganze zwei Jahre voller schlafloser Nächte fürs Neu-Editieren und Teil um Teil zusammenfügen benötigten, versprechen keineswegs einen schnöden „Fan-Film“, sondern „an alternative Breaking Bad, to be viewed with fresh eyes“. Na denn…

 

„What if Breaking Bad was a movie ?

After two years of sleepless nights of endless editing, we bring you the answer to that very question. A study project that became an all-consuming passion.

It’s not a fan-film, hitting the highlights of show in a home-made homage, but rather a re-imagining of the underlying concept itself, lending itself to full feature-length treatment.

An alternative Breaking Bad, to be viewed with fresh eyes.“

 

 

Rock and Roll.

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Der Kurzfilm „Monsters“ – Denn sie sind nicht, was du glaubst…


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Die zehnjährige Jenn hat noch nie in ihren Leben einen Baum, das Gras, weite Landschaften geschweige denn das Sonnenlicht gesehen. Ihr gesamtes bisheriges Dasein hat sie mit ihrer Familie in einem kleinen Bunkerraum unter der Erde verbracht. Ihr Vater, ihre Mutter und ihr älterer Bruder nennen ihr dafür auch gute Gründe: So wird die Welt da draußen seit der Zeit vor ihrer Geburt von schrecklichen, gefährlichen Monstern heimgesucht. Monster, vor denen sie bislang von ihrer Familie geschützt wird. Doch Jenn möchte wissen, wie es jenseits der dicken Stahltür und außerhalb des dunklen, tristen Bunkers aussieht – ganz natürlich, eigentlich, denn wer möchte schon Tag für Tag, Jahr für Jahr nur vier Wände anstarren, während man auf den Rest der Familie wartet, der irgendwo draußen (vermeintlich) Dinge zum (Über)Leben besorgt? Also beschließt Jenn, sich heimlich nach draußen zu wagen. Doch was sie dort vorfindet, ist weitaus schlimmer als all die Monster, die sie sich bislang lediglich in ihren (Alb)Träumen in dunklen Farben ausgemalt hat…

Bei dem etwa viertelstündigen Kurzfilm „Monsters“ von Regisseur Steve Desmond – nicht zu verwechseln mit dem Film „Monster“, welcher als Vorlage für den Kinofilm „The Babadook“ diente – handelt es sich um eine dystopische Geschichte, die in ferner (?) Zukunft spielt und deren eigentliches Ausmaß erst am Ende klar wird. Eine unglaublich packende und gut durchdachte Idee, die hier professionell als Kickstarter-Projekt umgesetzt wurde. Sehr überraschend das Ganze, für welches sich Desmond seine Inspiration etwa bei „The Twilight Zone“, „Outer Limits“ oder Alfred Hitchcock holte. Freunde (nicht nur) von jüngsten kammerspielartigen Zelluloidwerken wie „10 Cloverfield Lane“ dürfen hier gern 15 Minuten ihrer Zeit investieren…

 

“Every once in a while, we’ll stumble upon a new horror short film that really blows us away, both in execution and in style. This is one of those shorts.” – Blumhouse.com

„Hot damn is this one cool, with skilled and deliberate frame compositions, sound effects, and tension galore. The young lead, Caitlin Carmichael, gives a damn impressive performance as a young lady simply trying to survive.“ – Ain’t It Cool News

„A sharp, startling burst of horror, folding multiple genre accents (post-apocalyptic horror, sci-fi, coming-of-age tales) into a twisted structure.“ – Fun Size Horror

„The horror magic with this short film is after watching it. I love it when a film remains in your mind.“ – Bleeding Critic

„Monsters is a proposed segment for an anthology. I’d love to see it made somewhere, since if all the segments are this memorable and creepy, we’re in store for a bang up horror thriller.“ – Cinema Crazed

„This one packs a punch that many feature films only attempt to achieve.“ – Horror Show

 

 

Rock and Roll.

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Von was träumen Abwaschroboter? – Der Sci-Fi-Kurzfilm „Hum“


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Das Kurzfilm-Genre kann oft Fluch und Segen zugleich sein. Zum einen ist die Spielzeit eines Kurzfilms – klar – begrenzt und die Macher müssen daher alles in gestraffter Zeit in optisch möglichst vielsagenden Bilder über die Leinwand (oder Bildschirme) bringen. Zum anderen sind sie dadurch weitaus weniger dazu verleitet, unnötige Handlungsstränge oder Erzählebenen einzubauen – keep it short, keep it simple.

Und: Mit fortschreitender Entwicklung der benötigten (Film)Technik lassen sich auf Vimeo und Co. immer mehr wirklich tolle, gelungene Kurzfilme – ob nun animiert oder nicht – bestaunen. Eines der neusten und besten Beispiele ist – neben „Borrowed Time“, welchen euch ANEWFRIEND vor wenigen Tagen vorstellte – „Hum“.

Die Handlung ist – typisch Kurfilm – schnell zusammengefasst: Ein mobiler, immerzu traurig dreinblickender Abwaschroboter fristet seit langer, langer Zeit (zumindest lässt sich das anhand seiner Rost- und Gebrauchsspuren vermuten) sein einsam-funktionales Dasein in den nasskalten Kellerräumen eines Restaurants, in welchem sein einziger Kontakt zur Welt da draußen die Kisten mit dreckigem Geschirr sind, die über ein Fließband zu ihm nach unten gelangen. Manchmal findet er zwischen dreckigen Gläsern und Tellern Hinterlassenschaften der Gäste wie Geburtstagsglückwunschkarten oder Partyhütchen, welche ihm eine leise Ahnung davon vermitteln, was in der ihm so unbekannten Welt jenseits des Abwaschbeckens vor sich zu gehen scheint. Und: dieser kleine rollende Roboter, welcher dem Pixar-Klassiker „WALL·E“ nicht ganz unähnlich sieht, hat durchaus Träume. Und bekommt eines Tages unverhofft die Chance, sich selbst seine Fragen bezüglich der Außenwelt zu beantworten…

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Hum“ ist – und das ist wohl das Erstaunlichste an den wirklich tollen knapp neun Kurzfilmminuten – die Errungenschaft des ambitionierten US-amerikanischen Filmhochschulstudenten Tom Teller, der das bereits preisgekrönte Ergebnis im vergangenen Jahr als Studienprojekt mithilfe eines im Grunde läppischen Budgets von 2.000 US-Dollar fertig stellte. Beweis genug also, dass der, der genug Talent und Ideen besitzt, heutzutage keine Millionen an Finanzierung oder allzu viel teures Equipment mehr benötigt, um gute Kurzweil-Unterhaltung zu liefern.

 

 

 

Rock and Roll.

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Spaß beiseite – der dramatische Wildwest-Kurzfilm „Borrowed Time“


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Niemand hat gesagt, ein Animationsfilm müsse immer lustig oder kindgerecht sein. Als Prove of Concept auch für düstere Animationsfilme haben die beiden Pixar-Männer Andrew Coats und Lou Hamou-Lhadj satte fünf Jahre lang nebenberuflich an ihrem Kurzfilm „Borrowed Time“ gearbeitet. Der kommt komplett ohne Lacher aus und das ist auch gleich die größte Überraschung: Es funktioniert. Coats und Hamou-Lhadj wollten sich mit dem gerade einmal sechsminütigen Leidenschaftsprojekt die Frage beantworten, welche Wege der Animationsfilm sonst noch einschlagen kann. Ziemlich viele nämlich.

 

Hier gibt’s den Kurzfilm zu sehen…

 

…und hier das Making Of:

 

Rock and Roll.

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