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Song des Tages: The Moth & The Flame – „The New Great Depression“


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Ja doch, wenn man die Songs von „Ruthless„, dem dritten, kürzlich erschienenen Album von The Moth & The Flame, so hört, kann man sich das aus dem US-amerikanischen Provo, Utah stammende und mittlerweile – wie so viele Künstler – in Los Angeles beheimatete Indierock-Quartett schon gut in der Nachmittagssonne auf der Indie-Stage eines Sommer-Festivals oder im Vorprogramm von, meinetwegen, Gang Of Youths, Imagine Dragons oder 30 Seconds To Mars vorstellen – freilich ohne all die despektierlich zu meinen.

718c4YfK-gL._SS500_Schließlich geht ein Großteil der Stücke, die beständig ihre Zutaten aus milde polterndem Indierock, zeitweise hypnotischem Elektropop und schmeichelnd-melancholischen Piano-Balladesken ziehen, während Frontmann Brandon Robbins mal von Zwischenmenschlichkeiten, mal von den kleinen wie großen Ängsten singt (mehr dazu etwa hier), recht gut ins Ohr – wenn auch die wenigsten der Songs des Nachfolgers zum ebenfalls empfehlenswerten 2016er Werk „Young & Unafraid“ kaum lange da verbleiben. Radiotauglicher Befindlichkeits-Indie, meinen die Spötter. Andererseits noch immer besser als jede einzelne Note von all den Coldplays, meint der gute Geschmack…

 

In jedem Fall toll ist Brandon Robbins (Gesang, Gitarre), Mark Garbett (Keyboard, Gesang), Michael Goldman (Bass) und Andrew Tolman (Schlagzeug) der Albumopener „The New Great Depression“ gelungen, welcher – wenn auch nicht tiefergehend – von Depressionen und Ängsten handelt, und all dies besonders anschaulich im dazugehörigen Musikvideo umsetzt, welches wohl schon jetzt eines der Feinsten des Musikjahres sein dürfte.
Selbiges gibt es hier zu sehen…

 

…während The Moth & The Flame in dieser Live Session beweisen, dass das Stück auch das Zeug zur amtlichen Akustik-Nummer hat:

 

„Breathe it in, let it out, so familiar now
Welcome home, been a while
Since you came around
I was young, saw your face
When the lights went out
When the lights went out

I’m fine, don’t ask, the truth is
I’m nightmares underneath, it’s useless
Oh well, who cares, the proof is
The monster in my head is ruthless

Up at night, feeling down, and am I all alone
Hide away from it all, in a stranger’s home
Is it me? Is it you? Can I trust myself?
I need some help

I’m fine, don’t ask, the truth is
I’m nightmares underneath, it’s useless
Oh well, who cares, the proof is
The monster in my head is ruthless

Welcome the new Great Depression…

I’m fine, don’t ask, the truth is
I’m nightmares underneath, it’s useless
Oh well, who cares, the proof is
The monster in my head is ruthless

Welcome the new Great Depression…“

 

Rock and Roll.

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Klassiker des Tages: The Used – „A Box Full Of Sharp Objects“


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Auch wenn zugegebenermaßen spätestens nach dem dritten, 2007 erschienenen Album „Lies For The Liars“ die Hit-Luft bei den Emo-Rockern aus dem US-amerikanischen Orem, Utah raus war und sich einem beim YouTubenden Stöbern durch das ein oder andere (nun auch schon etwas zurückliegende) Musikvideo ein wenig die Fremdschamesröte ins selbst bereits etwas ältere gewordene Gesicht treibt: Das selbstbetitelte Debütwerk von The Used, welches in deutschen Landen vor exakt 15 Jahren – ja, so lang ist’s nun schon wieder her! – veröffentlicht wurde, ist auch heute noch über die meisten Zweifel erhaben…

The_Used_(album)Natürlich mag man selbst nicht mehr der gleiche Mensch sein, der anno 2003 wie der letzte überlebende Emo-Berserker selbstvergessen das seitengescheitelt-lange Haupthaar über die Tanzflächen der Kleinstadt-Indie-Disko geschüttelt hat.

Natürlich kommt einem bei Frontmann Bert McCracken auch immer die damals aktuelle Beziehung zu Ozzys Tochter Kelly Osbourne in den Sinn – ohne diese Liaison (und die On/Off-Auftritte in der damals populären MTV-Reality-Reihe „The Osbournes„) wären die Karrieren von McCracken und seiner Band wohl nie ins Rollen geraten…

Natürlich ist das, was The Used seitdem musikalisch so auf die alternativ rockenden Beine gestellt haben, zwar unter irgendwo zwischen „schon okay“ und „am Rande zur Kenntnis genommen“ einzuordnen (zuletzt war dies im vergangenen Jahr und dem mittlerweile siebenten Studiowerk „The Canyon“ der Fall), an den juvenilen Übermut, den anno 2003 ewig tolle Songs wie „A Box Full Of Sharp Objects“ (der Brecher), „The Taste Of Ink“ (der hymnische Hit) oder „On My Own“ (die Ballade) versprüht haben, kommen Bert McCracken und seine drei Thirtysomething-Bandkumpane jedoch kaum mehr heran.

Natürlich macht das nichts, denn uns bleiben tausend Erinnerungen – und ein noch immer großartiges Debütalbum für alle „Nachfahren der Genration X“ (plattentests.de).

 

 

„it’s our time to shine through the down
glorified by what is ours
we’ve fallen in love..
we fall in love..
it was the best idea i ever had

today i fell and felt better
just knowing this matters,
i just feel stronger.. and sharper!
i found a box of sharp objects, what a beautiful thing

today i fell and felt better
just knowing this matters,
i just feel stronger.. and sharper!
i found a box of sharp objects, what a beautiful thing

today i fell and felt better
just knowing this matters,
i just feel stronger.. and sharper!
i found a box of sharp objects, what a beautiful thing

do you want a song of glory?
well i’m fucking screaming at you

it’s our time to shine through the down
glorified by what is ours
we’ve fallen in love..
we fall in love..
it was the best idea i ever had

today i fell, it felt better
just knowing this matters,
i just feel stronger.. and sharper!
i found a box of sharp objects, what a beautiful thing…“

 

Rock and Roll.

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Scott Sterling, revisited – Studio C verteilt wieder blaue Augen


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Klare Sache: wer 2014 beim Surfen im weltweiten Netz über das „Elfmeterschießen aus der Hölle“ gestolpert sein sollte, der war sich wohl im Klaren, einen der lustigsten Sketche des Jahres gesehen zu haben. Die Story in Kürze: Ein Torwart hält jeden Ball im entscheidenden Elfmeterschießen seines Collegeteams unfreiwillig mit dem Gesicht  – eine traumhaft schmerzvolle Slapsticknummer…

Jetzt hat Studio C, eine Sketch-Comedy-Onlinesender aus dem US-amerikanischen Utah, im Prinzip den gleichen Sketch noch einmal gedreht, jedoch die Sportart geändert und den erneut bemitleidenswerten Scott Sterling aufs Volleyballfeld gestellt. Erster Gedanke wohl freilich: „lame!“, aber binnen Sekunden laufen einem schon wieder die Lachtränen übers Gesicht… Klare Empfehlung, tut’s für die Bauchmuskeln! Go, Scott Sterling!

 

 

 

Rock and Roll.

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