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Song des Tages: Jon Fratelli – „Bright Night Flowers“


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Anders als bei seiner für schmissige Indiedissen-Tanzflächenfüller-Hymnen (remember „Chelsea Dagger„?) berühmt-berüchtigte Hauptband The Fratellis geht es Namensgeber Jon Fratelli auf seinem zweiten, im Februar erschienenen Solo-Album „Bright Night Flowers“ etwas gemächlicher an. Die darauf enthaltenen neun Stücke vermengen Elemente aus Folk, Country, Indierock und Blues zu einem (obendrein von Streichern durchfluteten) nachttief-melancholischen Ganzen, sodass der 40-jährige Musiker aus dem schottischen Glasgow rauchigen Barkaschemmen, in denen gerade noch die Grübler von I Am Kloot auf den knarrenden Bühnenbrettern standen, näher scheint, als der wilden Rock-Sause an einem Festival-Nachmittag – bestes Beispiel: der Titelsong. Feine, runde Sache, das.

 

 

„Bright night flowers ask the dust
Make them ours and blame the rust
Stealing every vacant candle when the city’s eyes are so deep
Falling in and out of love just to sing the twilight to sleep

When the false alarms and eyes collide
Walk with liars by their side
A thousand Juliets driving every boy out of his mind
Crying in the rain wishing she was still the first of her kind

And how do they ever forget they got it wrong?
Why do they never regret they took so long?
And I wish that I’d never tried to be on their side

Bright night flowers paint them blue
Sweep the dust for me and you
Stealing every vacant candle when the city’s eyes are so deep
Falling in and out of love just to sing the twilight to sleep

When the false alarms and eyes collide
Walk with liars by their side
A thousand Juliets are driving every boy out of his mind
Crying in the rain wishing she was still the first of her kind

And how do they ever forget they got it wrong?
Why do they never regret they took so long?
And I wish that I never tried to be on their side…“

 

Rock and Roll.

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Die Statistik des Tages: Vinyl boomt.


Glaubt man dieser Statistik (welche ich natürlich nicht selbst gefälscht habe) oder diesem Artikel, so ist Vinyl vor allem in den US of A, aber auch im UK, weiterhin auf dem Vormarsch, und setzt zwar nicht den Streaming-Diensten, jedoch dem Absatz anderer physischer Formate kräftig zu (kennt dort jemand noch diese Compact Discs?). Wieso es in good ol‘ Dschörmenieh mal wieder ein klein wenig anders ausschaut (so man denn wiederum diesem knappen, aktuellen Artikel Glauben schenken darf)? Nix Genaues weiß man nicht…

 

Rock and Roll.

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Same procedure as… – Das UK-Label Big Scary Monsters verschenkt (s)einen Label-Sampler


Big Scary Monsters

Weil Traditionen etwas Schönes sind – und freilich auch irgendwann, irgendwie verpflichten -, verschenkt das britische Indie-Label Big Scary Monsters auch in diesem Jahr – wie auch bereits 2017 und in den Jahren zuvor – (s)einen Label-Sampler mit einer bunten Auswahl querbeet durch sein aktuelles Künstlerangebot und Veröffentlichungs-Oeuvre irgendwo zwischen Indie- und Punkrock, Emo, Post-Hardcore oder Mathrock.

Mit dabei sind 2018 Bands wie The Get Up Kids, Tiny Moving Parts, We Were Promised Jetpacks, Cursive, Beach Slang, Yndi Halda, Pedro The Lion oder mewithoutYou. Wohl bekomm’s!

„Not ones to boast or anything, but we’ve put out some absolutely brilliant records this year. You may have noticed. But if not, worry not… here’s a track off every release, so you can catch up on anything you missed. There’s a little something on here whatever your tastes, so get involved!“

 

…oder wahlweise über den Webstore.

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Gordon Matthew Thomas „Sting“ Sumner, CBE,*1951, britischer Musiker, Sänger, Bassist und Schauspieler – u.a. Mitbegründer von The Police)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Muncie Girls – „Picture Of Health“


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Foto: Robin Christian / Promo

Ernste Songs müssen auch bitteschön ernst klingen? Bullshit, mate!

Das jedenfalls könnten sich die Muncie Girls gedacht haben. Denn scheinbar hat das Punkrock-Trio aus dem englischen Exeter großen Spaß dabei, dem geneigten Zuhörer Finten zu legen, schließlich ist das einzige „Girl“ der Band Frontfrau Lande Hekt (Gitarre/Gesang), während sich Dean McMullen an der zweiten Gitarre und Luke Ellis am Schlagzeug hinter ihr einreihen und den Songs des vor wenigen Tagen erschienenen zweiten Albums „Fixed Ideals“ Rhythmus verleihen.

51uwVrWX7GL._SS500Überhaupt: die Songs. In denen erzählt Lande Hekt gleichsam selbstbewusst wie eloquent höchst persönliche Geschichten, etwa von ihren Erfahrungen mit Alkoholproblemen oder der Behandlung psychischer Erkrankungen, speziell Angstzuständen („Clinic„, „Picture Of Health“), reflektiert ihre Kindheit mit zwei Geschwistern und einer alleinerziehenden Mutter („Family Of Four“) oder rechnet – gleich in der Eröffnungsnummer „Jeremy“ – mit ihrem prügelnd-nationalistischen Arschloch-Vater ab, der die Sängerin als Kind verleugnete und ihre Mutter nie unterstützte. Dazwischen reihen sich, wie schon beim vor zwei Jahren veröffentlichten Debütalbum „From Caplan To Belsize„, kleine feministische Hymnen wie „Fig Tree“ (mit astreinen Springsteen-Riffs im Gepäck) oder „Locked Up“ aneinander. Schwere Kost, eigentlich (wozu übrigens auch die Randnotiz passt, dass der Albumtitel, wie schon der des Debüts, einem Gedicht der eh fürs Schwermütige berüchtigten Autorin Sylvia Plath entstammt) – wären da nicht die großartigen, gen punkigem Indiepop-Firmament stürmenden Melodien. Denen wiederum kommt zugute, dass Lande auf dem neuen Album zum ersten Mal Bass und Gitarre spielt. Sie erklärt: „Songs mit zwei Gitarren klingen gleich um einiges komplexer. Beim Schreiben und während der Aufnahmen habe ich ziemlich viel unterschiedliche Musik gehört, die den Sound des Albums hörbar beeinflusst haben. Bands wie The Replacements, Siouxsie and the Banshees, The Popguns und The Pastels. Wir sind dieses mal definitiv viel abenteuerlustiger und experimentierfreudiger gewesen als je zuvor.“

Alles in allem ist den – hierzulande übrigens noch immer sträflich unbekannten – Muncie Girls,  die sich bereits seit Kindheitstagen kennen und sich auch ihre heimatliche Fanbase durch zig selbst organisierte DIY-Shows (Punkrock Spirit galore!) peu á peu erspielt haben, mit „Fixed Ideals“ eine runde, zwar recht kurzweilige aber umso herzlichere und mit ordentlich Pop und Schmackes verzierte Indie-Punk-Scheibe gelungen, bei der sich – gefühlt – Referenz-Bands wie Siouxsie And The Banshees oder Dover die musikalische Klinke in die Hand geben.

Das Leben ist schließlich bereits ernst genug…

 

 

„Seven days of fucked up dreams but did I ever fall asleep? No-one ever waits for me, I’m the one forgotten sheep. I think I’m mostly sleepwalking, or I’m at least presumed to be. I’m always trying to count to ten but I’m always stuck at three.
Do you read, does it help you to breath when you’re trying to sleep well? But nothing’s going well.
I’ve been having a hard time looking after myself. You’re not looking exactly like a picture of health. I was thinking maybe you could look after me and I could do the same for you. Just for a while ‘till we’re back on our feet.
Seven days can make you think that good friends are an illusion. I think they think I think too much, but good sense is in confusion. I try not to think about what I’ve done to my liver, to my lungs. Lying on my bedroom floor, low mood, highly strung…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Two Door Cinema Club – „What You Know“


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Two Door Cinema ClubTwo Door Cinema Club… Two Door Cinema Club… Da war doch mal irgendwas…

Richtig. Um das Jahr 2010 herum wurden Alex Trimble (Gesang, Gitarre, Synthesizer und Beats), Sam Halliday (Gitarre) und Kevin Baird (Bass) mit so einigen artverwandten Bands wie The Maccabees, Bombay Bicycle Club, Klaxons, Phoenix, Hot Chip, The Bravery oder The Wombats an die Spitzen der musikalischen „Heißer Scheiß, Mann!“-Listen gesetzt, von der renommierten BBC etwa in ihre „Sound of 2010“-Prognose aufgenommen, während das kaum weniger namenträchtige Glastonbury-Festival das nordirische Trio in sein Line-Up aufnahm.

220px-WhatYouKnowTDCC.jpgDoch wie sollte es anders sein, erscheinen Two Door Cinema Club – ebenso wie nicht wenige weitere der oben erwähnten Bands – knapp eine Dekade später unter „Klar, gibt’s noch, aber eher unter ‚Ferner liefen’…“. Dafür konnte der meist geschickt zwischen juvenilen Indierock und durchaus tanzbarem Electropop changierende, ewiglich very british drein schauende Babyface-Dreier dem 2010er Debütalbum „Tourist History“ mit den 2012 beziehungsweise 2016 veröffentlichten Nachfolgewerken „Beacon“ und „Gameshow“ einfach zu wenig prägnante Indie-Hits (geschweige denn in Gänze überzeugende Alben) zur Seite stellen…

Das trifft jedoch keinesfalls auf „What You Know“ (von „Tourist History“) zu. Dieser Song geht auch heute, acht Jahre später, noch bestens verankert in die Gehörgänge, während für mindestens einen Fuß strengster Mitwippbefehl besteht…

 

 

Dass Trimble, Halliday und Baird nicht mehr ganz so krasse Babyfaces wie noch vor wenigen Jahren sind, zeigt etwa eine Live-Session-Version des Songs, welche das Indiepop-Trio 2016 bei KCRW zum Besten gab:

 

„In a few weeks I will get time
To realize it’s right before my eyes
And I can take it if it’s what I want to do

I am leaving This is starting to feel like
It’s right before my eyes
And I can taste it
It’s my sweet beginning

And I can tell just what you want
You don’t want to be alone
You don’t want to be alone
And I can’t say it’s what you know
But you’ve known it the whole time
Yeah, you’ve known it the whole time

Maybe next year I’ll have no time
To think about the questions to address
Am I the one to try to stop the fire?

I wouldn’t test you I’m not the best you could have attained
Why try anything?
I will get there
Just remember I know

And I can tell just what you want
You don’t want to be alone
You don’t want to be alone
And I can’t say it’s what you know
But you’ve known it the whole time
Yeah, you’ve known it the whole time

And I can tell just what you want
You don’t want to be alone
You don’t want to be alone
And I can’t say it’s what you know
But you’ve known it the whole time
Yeah, you’ve known it the whole time…“

 

Rock and Roll.

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