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Sunday Listen: Redjetson – „Other Arms“


Redjetson, von denen die meisten von euch mutmaßlich nie etwas gehört haben, waren eine Band aus dem englischen Essex mit heißen, für Indie- und Post-Rock schlagenden Herzen und einem noch riesigeren Sound im Gepäck. Etwa zur selben Zeit wie artverwandte „Heiße-Scheiß“-Bands wie Bloc Party, Editors oder iLiKETRAiNS (mit denen sie oft tourten) entstanden, brachte das aus Clive Kentish, Daniel Hills, Daniel Carney, Ian Jarrold, Grant Taylor und Joel Hussey bestehende Sextett zwei durchaus amtliche, vielfältige tönende Alben von atemberaubender Schönheit zustande, die den oben erwähnten Post-Rock mit einigem an Getöse umgarnten und alldem klaviergeleitete Melancholie als Kontrastpunkt gegenüber stellten. Und sich leider trennten, noch bevor ihr zweites Werk „Other Arms“ veröffentlicht war, was dazu führte, dass ihrem frühen Schwanengesang kaum Beachtung geschenkt wurde. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, dem Langspieler über eine Dekade nach dessen Erscheinen Gehör zu schenken.

Der frenetische Opener „Soldiers And Dinosaurs“ weiß schonmal mit seinem ordentlich Dampf machenden Schlagzeug, Multi-Vocals sowie Gitarren wie aus dem Interpol-Lehrbuch zu überzeugen. Sein verträumt-verwirbelter Habitus und der dezente Einsatz von Echo und Verzerrung, insbesondere bei Clive Kentishs Gesang, geben die Marschrichtung der folgenden neun Songs vor, deren Produktion aus Ausformuliertheit weitaus vollmundiger gerät als noch das 2005er Debüt „New General Catalogue„.

Auch in „Beta Blocker“ treten die elektrifizierten Gitarren anschließend prominent in Erscheinung, bieten jedoch auch treibende Basslinien und Glockenspiel an, während Textzeilen wie „The rent is due / Ideology’s gone / The rent is due / Philosophy’s gone“ durchaus in Widerspruch zur erhebenden Melodie stehen – ein Kontrast, der etwa auch bei „Questions I Don’t Want To Ask'“ deutlich wird. Zeilen wie „I take this opportunity to make my voice heard“ oder „Reasoning isn’t easy“ deuten eine politische Grundhaltung der Band an, die vom flotten Schlagzeugklang, dem Glockenspiel und den läutend emporsteigenden Gitarrenakkorden sowohl unterstützt als auch in Konflikt gesetzt wird. Heraus kommt ein gleichsam zarter und lebendiger Song, dem die gelegentlichen Powerchords wunderbar in die Parade fahren. Und wo sich Gitarrenbands dieser Couleur oft und gern im selbstmitleidigen Bühnenhalbschatten suhl(t)en, bieten Redjetson hier noch ein Wechselbad aus optimistischen, beruhigenden Textzeilen an. So gibt ‚(g)Listen‘ mit seinem orchestralen Klangoutfit, den stetig wandernden Basslinien und dem abermals ausgeprägten Glockenspiel dem Hörer ein schulterklopfendes „It’s alright“ mit auf den Weg. „For Those That Died Dancing“ suggeriert dunkel augenzwinkernd „There is no apocalypse / Turn off the lights and have some fun“, während dramatische Gitarren einen in die volle, warme Sounddecke einhüllen.

Und es gibt noch eine Reihe weiterer Highlights auf „Other Arms“. „Count These Demons“ etwa demonstriert die nahezu perfekte Mischung aus Ebbe und Flut, Leise und Laut. Der Song beginnt schwer, wandelt jedoch alsbald in zerbrechlichen Streichern, die Clive Kentishs gen Firmament zielende Stimme unterstützen und die subtile, hypnotische Leadgitarre begleiten. So nimmt das Stück Elemente von Rides „Vapor Trail“ oder Hope Of The States (eine ebenso zu früh aufgelöste, zu wenig beachtete britische Band) in sich auf, bevor die Soundkulisse abermals in sich zusammenstürzt. Die doppelte repetitive Gitarreneröffnung von „These Structures“ ebnet den Weg für seichtere Töne und in Echo getränkte, von massig Delay gefütterte Gitarren, die sich zu einem beinahe Metal’esken Crescendo-Finale auftürmen. „First Of The 47,000“ ist ein exzellentes, episches Instrumental der Güteklasse von Post-Rock-Vorzeigebands wie Sigur Rós, Mogwai oder Explosions In The Sky, bei dem Glockenspiel und Orgel durch eine warme, eindringlich-geräumige Gitarrenlinie ergänzt werden. Wer sprachliche Bilder mag: wie ein Schneemann, der beim Schmelzen mit fatalistischer Miene Gitarre spielt. „Threnody“ wiederum vereint nahezu alle herausragenden Trademarks des Albums in sich. Tiefgreifende, kleine Klavierakkorde, sanft gezupfte Streicher und kraftvolle Gesangslinien dominieren und werden insbesondere während der Zeile „Dignity in silence lead us all in life / Get in touch with God, cover me in vice“ von einer eiseskalt aufspielenden, atmosphärischen Gitarre unterstützt. Der wiederholte Refrain „You, my fuel, to keep me warm inside“ beruhigt die Gemüter und wappnet sich mit (s)einer muskulösen Crescendo-Gitarre für die Gesellschaft. Ein langsam gen Grundmauern brennendes und düster-dringliches Schrammel-Tristesse-Rock-Meisterwerk, das hörbar in Schönheit erstirbt.

Als „Other Arms“ im May 2009 erschien, waren Redjetson bereits seit fast einem Jahr Geschichte. Kaum verwunderlich also, dass weder den sechs ehemaligen Köpfen der zwischen 2002 und 2008 aktiven Band noch irgendeinem Plattenlabel damals großartig daran gelegen war, die Werbetrommel für dieses musikalische Adieu zu rühren. Also verschwand der Geheimtipp von der musikalischen Bild-und-Ton-Fläche, bevor er je einer werden konnte. Und nahm ein Kleinod mit, das ebenso zupackend, bodenständig und unglamourös daher kommt wie die Ecke Englands, aus der die Band stammte. Ein Album, das das Pendel gekonnt zwischen Teetasse und Sturm schwingen lässt. Das mal luftig-warm so einigen Staub durch die Indie-Rock-Kellerclubs bläst, mal dramatisch und groß und schwer und bedeutend für tausend und abertausend Sonnenuntergänge gedacht scheint. Das den Zeitgeist der Indie-Rocks der Nuller-Jahre mit zeitlos Großem des Genres versöhnt. Das keineswegs perfekt ist (und dem an mancher Stelle ein wenig der Biss „größerer“ Bands fehlt), aber viel zu schade scheint, um in Vergessenheit zu geraten.

Rock and Roll.

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Song des Tages: Suggested Friends – „The Apocalypse (it’s just a day away)“


Ich weiß ja nicht wie’s bei euch so ausschaut, aber bei mir selbst laufen beim Hören neuer Musik nicht selten assoziative Bilder vorm inneren Auge ab. Die Songs von Suggested Friends etwa tönen, als hätten Belle & Sebastian sich mit (den frühen) Tegan & Sara auf ein Tässchen Tee getroffen, dabei alte Mike Oldfield-Platten gehört und daraufhin – eventuell wurde dem Heißgetränk ja ein kleiner Schuss Starkalkoholisches beigemischt, dann wär’s eine waschechte Schnapsidee – beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Manch anderer mag auch vermuten, dass hier das kreative Kaffeepulver angesagter Künstlerrinnen von Phoebe Bridgers über Lucy Dacus bis hin zu Anna Burch in gekonnter Barista-Manier durch einen feinen Riot-Grrrl-Filter gelaufen sein mag… Geht’s zu weit? Nevermind.

Die vierköpfige Band aus London verbindet auf ihrem zweiten, bereits im Oktober 2019 erschienenen Album „Turtle Taxi“ old-schoolig schrammeligen Indie Rock mit zuckersüßem, (im besten Sinne) klebrigem Indie Pop. Obendrein kann Sängerin Faith stimmlich so einige Höhen und Tiefen abdecken und singt gern mehrstimmig-melodieselig mit den restlichen Bandmitgliedern um die Wette. Klar, das mag im Gegensatz zu den teils schroffen, krachig-punkigen Gitarren (von denen das 2017er Debüt noch einige mehr zu bieten hatte) an mancher Stelle ein wenig gewöhnungsbedürftig daher poltern. Dennoch bilden kleine, verspielte Ums-Eck-Hits wie „Pretty Soon Your Grave Will Be A Landfill“ (was für ein Titel!) oder das Titelstück „Turtle Taxi“ (ja, es laufen Schildkröten durch das schräg-sympathische DIY-Video, im Musikvideo zu „For Jokes“ gibt’s sogar Katzen!) einen interessanten Kontrast zum fast schon kitschigen „Blooms“.

Dieser Kontrast ist es unterm Strich auch, der dafür sorgt, dass „Turtle Taxi“ nicht das 23. hübsche Indie-Album aus der an hübschen Indie-Alben ohnehin nicht armen UK-Musik-Szene ist, sondern tatsächlich das Potential dazu besitzt, sich in den Gehörgängen festzusetzen. Das und das Händchen der Band, einfühlsam-persönliche Texte über (queere) Beziehungen, Kapitalismus, Politik, Traumabewältigung und die banalen Absurditäten des Tagtäglichen zu schreiben. Denn immerhin geben die vier Indie-Musiker*innen von Suggested Friends gern Auskunft über ihre queeren Identitäten, ohne allzu lang um den heißen Gender-Brei herum zu tänzeln – das deutet bereits die Beschreibung ihrer Band auf Facebook an: „small choir of mostly lesbians“. Freunde der Muncie Girls oder The Beths sollten hier in jedem Fall das ein oder andere Ohr riskieren!

Rock and Roll.

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Song des Tages: Ex:Re – „Where The Time Went“ (with 12 Ensemble)


Foto: Promo / Maria Kochiashvili

Über zwei Jahre ist es her, dass Elena Tonra mit ihrem ersten Solo-Album unter dem Namen Ex:Re im ungefilterten Monolog das Ende einer Beziehung rekapitulierte und allen geneigten Hörern (und Hörerinnen) zehn wunderschöne, sanft-melancholische Tränenzieher irgendwo im nachtschweren Electro-Pop-Spannungsfeld servierte. Seitdem jedoch herrschte Funkstille – auch bei ihrer eigentlichen Hauptband Daughter. Umso überraschender kam nun die Ankündigung, dass bereits am morgigen Freitag ein (digitales) Album mit Live-Aufnahmen der Kollaboration zwischen der Daughter-Frontfrau, der klassischen Komponistin Josephine Stephenson und dem 12 Ensemble, einem renommierten String Ensemble, erscheinen wird.

Und obwohl die 31-jährige britische Musikerin mit Ex:Re noch immer ihr „Solo-Ding“ verwirklicht, ist „Ex:Re with 12 Ensemble“ ein durch und durch gemeinschaftliches Produkt: So zeichnete sich Fabian Prynn, der Produzent und Schlagzeuger des Ex:Re-Debütalbums, für die Aufnahmen verantwortlich, welche am 30. November 2019 im Londoner Kings Place entstanden. Josephine Stephenson begleitete Tonra auf dem Piano, integrierte das 12-köpfige Streich-Ensemble gekonnt in die emotionalen Songs und erschuf so eine Brücke zwischen klassischer und kontemporärer Musik. Das Ergebnis besticht durch seine subtile Dynamik, die Elenas Worte exponiert und an Bedeutung gewinnen lässt, konträre Melodien oder detailverliebte Änderungen an Harmonien, welche die Songs wachsen lassen. Die vorliegende Live-Umsetzung des Studioalbums ist dabei ein nur allzu logischer Schritt, denn nachdem Stephenson Elena „Ex:Re“ Tonra über ein Jahr auf Tour begleitete und ihre Songs in- und auswendig kannte, existierten die Blaupausen der Arrangements bereits in ihrem Kopf und mussten quasi nur noch an das 12 Ensemble übergeben werden. Wunderschön, einmal mehr.

Einen ersten Eindruck von „Ex:Re with 12 Ensemble“ kann man sich anhand des Videos zum Album-Opener „Where The Time Went“ verschaffen:

Rock and Roll.

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Song des Tages: dodie – „She“


YouTuber(in) und Musikschaffene(r) in einem Satz? Da dürfte einen zumindest in Deutschland schnell das nackte Grauen überfallen – man denke nur an Pop-Ohrwurm gewordene Verbrechen wie etwa Bianca „BibisBeautyPalace“ Claßens „How It Is (wap bap…)„… Nee, lass‘ mal lieber. Influencer-Püppi, bleib‘ bei deinen digitalen Leisten.

Bei Dorothy Miranda „dodie“ Clark sieht die Welt jedoch ganz anders aus. Vor beinahe zehn Jahren veröffentlichte die damals 16-Jährige Britin, von der 2019 bereits auf ANEWFRIEND zu lesen war, ihren ersten Song „Rain“ auf YouTube. Mittlerweile ist sie 25 und konnte sich über die Jahre eine beachtliche Fangemeinde erspielen: annähernd zwei Millionen Subscriber bei YouTube, fast ebensoviele Follower bei Instagram. Wohl auch dank ihrer digitalen Reichweite erreichte dodie anno 2017 mit ihrer zweiten EP „You“ ohne großartige Promotion irgendwelcher alter weißer Plattenlabelherren sogar Platz 6 der britischen Albumcharts und verkaufte auch ihre ersten Deutschland-Shows Monate im Voraus bis aufs letzte Ticket aus. Chapeau!

Wenig verwunderlich also, dass dieses Do-it-Yourself-Wunderkind mit den stets etwas traurig dreinschauenden Augen, das sich trotzdem „hauptberuflich“ ihrem YouTube-Channel widmet(e), auch mit der dritten, 2019 veröffentlichten EP “Human” für den ein oder anderen Internet-Begeisterungssturm sorgen konnte. Während “Monster” noch locker-flockig über blubbernde Elektro-Töne Indie-flaniert, um dann in hymnische Chöre aufzubrechen, setzen “Not What I Meant” und das Titelstück auf Streicher und sanfte Töne. Es zeigt sich: Die vielseitige Künstlerin aus London beherrscht mit ihrer warmen Stimme beide Spielarten aus dem Effeff. Irgendwo im Indie-Metier spielt sich dodie mal eben unbekümmerte, aber dennoch bewegende Songs von der juvenilen Seele, die dennoch über durchaus faszinierende Tiefen verfügen. So wird im tollen “She” eine wahrlich herzzereißende – wahlweise gleichgeschlechtliche oder platonische – Geschichte erzählt, “If I’m Being Honest” ist eines dieser ganz und gar unpeinlichen Liebeslieder, die passende Wörter für diesen unbeschreiblichen Zustand finden, “Burned Out” vertont wiederum das Anhimmeln einer unerreichbaren Person. Und all das vor den zartesten Harmonien und den sanftesten Tönen. Ja, so klingen die Zwanziger.

Schon jetzt hat dodie, deren Debütalbum „Build A Problem“ am 5. März erscheinen wird, ihren eigenen Stil gefunden, der zwar keine neuen musikalischen Welten erfindet, jedoch durchaus mit ausgefallenen Songtexten und bewegenden Melodie-Führungen zu überzeugen weiß. Wunderbar, dass nicht nur junge (und junggebliebene) Freunde von irgendwelchen YouTube-Channels etwas von diesem Ausnahme-Talent mitbekommen dürfen. Denn in der (welt)weiten Musik ist sicher noch ein warmes Plätzchen zwischen musikalischen Nachbarinnen wie Kate Nash oder Soko für eine wie dodie frei…

Rock and Roll.

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Song des Tages: BirdPen – „Function“


Nach gut vier Jahren Sendepause melden sich Mike Bird und Dave Pen alias BirdPen im März mit ihrem neuen Album „All Funktion One“ zurück. Bereits im vergangenen November ließ das englische Alternative-Electronic-Rock-Duo mit dem Albumopener „Function“ eine erste Kostprobe aus dem kommenden sechsten Langspieler hören, welche sich mit Themen wie Isolation und unserer Verletzlichkeit beschäftigt, die sich in diesen Tagen besonders deutlich zeigt. Der Song wurde in der Zeit des ersten Auftretens von Covid-19 geschrieben und gewann durch die nachfolgenden Entwicklungen an Relevanz.

Stilistisch stehen hier einmal mehr die großen TripHop-Prog-Rocker Archive Pate – nicht ganz zufällig übrigens, immerhin ist Dave Pen einer von deren Gitarristen und Stimmen. Der Song eröffnet getragen und sphärisch, bevor er mithilfe eines treibenden Mittelteils an Fahrt gewinnt. Cinematische Flächen bieten den Boden für einen beinahe technoiden Motorik-Beat, welcher von einer melancholischen Violine unterstützt wird. „What is real?“, eine Frage, die uns im Refrain gestellt wird, bleibt hier unbeantwortet. Wir alle schweben in unsicheren Zeiten, in denen mediale Dauerberieselung und eine Pandemie wohl nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs sind – Aldous Huxley lässt lieb grüßen. „Function“ drückt dieses Gefühl, ähnlich wie auch die zweite Single „Invisible„, in einer melancholisch-ruhigen Klanglandschaft aus, die so beruhigend wie nachdenklich wirkt. Die Band über das dazugehörige Musikvideo: „It is a simple yet reflective portrayal of 2020. We asked our fans to send in short clips of themselves. They could smile, laugh, cry or just stare and do nothing. During the many lockdowns across the planet people have had to live an almost virtual live in many ways. This video brings together our fans to celebrate our brand new single release and new album announcement.

Den narrativen Rahmen des am 5. März erscheinenden neuen Albums, das in einem Zeitgeist aus Isolation, digitaler Traurigkeit, Einsamkeit, Deep Fakes, Paranoia und dem modernen Leben im Cyberspace entstand und somit tief in diesem verwurzelt ist, erklären Mike Bird und Dave Pen wie folgt: „There was a story about a man who didn’t leave his home for years, built a silver room with no electrical appliances or telephones etc, to keep out the radiation. It was really inspiring but also quite tragic. It helped build a kind of narrative to the album. Switching off from everything almost feels like an impossible thing to do these days. Modern Junk continually drip feeds into us all. The album follows these kinds of themes and also about living in a designed life but it being cold, fake and faceless. About people feeling lost and invisible. We are all so vulnerable, as has been proven this year, but yet we all strive to continue with our modern lives under many different cooperate gods. Together we try and ‚All Function One‘.“

Rock and Roll.

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Song des Tages: Lakes – „Must’ve Run All Day“


Bereits im vergangenen Jahr haben Lakes eine wunderbar schimmernde, atmosphärische Lo-Fi-Pop-Coverversion von Glassjaws „Worship And Tribute„-Klassiker „Must’ve Run All Dayveröffentlicht. Dabei übernimmt die sechsköpfige Band aus dem britischen Watford so einige Elemente des 18 Jahre alten Songs aus der Feder der legendären New Yorker Post-Hardcore-Expermental-Rocker um Daryl Palumbo, während an anderer Stelle ebenjene Mid-Western-Emo-, Alternative-Rock- und Indie-Pop-Trademarks durchschimmern, welche auch Lakes‘ 2019 erschienenes Album „The Constance LP“ zu einem durchaus feinen Hörvergnügen für alle Freunde dieser Genres macht… Well done, lads.

„If it makes you
It takes you
I don’t want to
If it makes you scared
In the bare, anyway
If it makes you, I don’t want to
See your face when you feel not alive

You’re lying in bed with the pride of a lion
You are there, you are there
If you’re shrewd enough to be underlined, then
You are there, you are there

A world premiere

If it makes you
It takes you
I don’t want to
If it makes you stare
In the bare, anyway
If it’s the last thing you do
If it’s the last thing you do
If it’s the last thing you do, plagiarize

You’re lying in bed with the pride of a lion
You are there, you are there
If you’re shrewd enough to be underlined, then
You are there, you are there

Where is my‘, I said, ‚where’s my Sandinista?‘
And he walked
A world premiere

You’re lying in bed with the pride of a lion
Are you there? Are you there?
If you’re shrewd enough to be underlined, then
You are there, you are there

My boss said to me
‚Take my advice, please‘
Instead, for one second, up off your knees
We are not the competition
When we strive, we strive
To be number one“

Rock and Roll.

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