Schlagwort-Archive: TV Noir

Song des Tages: Tex – „Ich will nicht mehr an dich denken“ (live auf der Schwarzfahrt)


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Christoph „Tex“ Drieschner geht eigentlich immer und ist bereits (fast) seit den Anfangstagen von ANEWFRIEND ein treuer Gast bei den „Songs des Tages“.

Heute mit „Ich will nicht mehr an dich denken“, einem Song aus der Feder des Kopfes hinter TV Noir, der erstmals vor zwei Jahren das Licht des Internets erblicken durfte – damals als Duett mit Ida Wenøe, in dieser (neuen) Version als Solo-Variante, welche im Sommer diesen Jahres während einiger Shows von Tex und dem befreundeten Liedermacher Matze Rossi in „der bayerischen Idylle“ aufgenommen wurde (die beiden tauften den von fritz-kola gesponserten „musikalischen Roadtrip“ folgerichtig „Schwarzfahrt“)…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Gisbert zu Knyphausen – „Hurra! Hurra! So nicht.“ (live bei TV Noir)


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Geht immer: Die großartige Stinkefinger-an-den-oder-die-Ex-Hymne „Hurra! Hurra! So nicht.“ von Gisbert zu Knyphausen, bekanntlich erschienen vor nunmehr acht Jahren auf dem zweiten Album desselben Namens (welches nicht nur mein liebstes des deutschen Liedermachers ist, sondern unter Garantie eines der besten deutschsprachigen musikalischen Werke der letzten zehn Lenze). Gespielt hat sie der Gisbert, den wohl nur gute Freunde scherzhaft bei seinem vollen Namen „Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen“ rufen, in einer speziellen Version im vergangenen Jahr bei TV Noir gemeinsam mit Stücken seines aktuellen 2017er Albums „Das Licht dieser Welt“ sowie – alle Achtung! – einer Coverversion des Songs „Bagagedrager“ der niederländischen Indietronic-Band Spinvis – natürlich stilecht auf Holländisch!

 

 

 

— Gisbert zu Knyphausen LIVE — (* Duo mit Karl Ivar am Vibraphon)
07.06.2019 Oberhausen, Druckluft *
09.06.2019 Karlsruhe, Café NUN *
29.06.2019 Leipzig, Parkbühne Geyserhaus
31.07.2019 Jena, Kulturarena

01.08.2019 Plauen, Malzhaus Open Air
02.08.2019 Darmstadt, Merck Sommerperlen @ Centralstation
03.08.2019 Böblingen, Böblinger Songtage
04.08.2019 Freiburg, Zelt-Musik-Festival ZMF
09.08.2019 Königs Wusterhausen, Bergfunk Open Air
10.08.2019 Saarburg, Station K Pop Festival
11.08.2019 Hamburg, Wutzrock Festival

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Will Varley – live bei TV Noir


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Ich bin und werde nicht müde, Will Varley bei jeder sich bietenden Gelegenheit wärmstens und von ganzen Hörerherzen anzupreisen, schließlich drehen sich zumindest die ersten drei Alben des Singer/Songwriters aus dem Londoner Stadtteil Brixton – „Advert Soundtracks“ (2011), „As The Crow Flies“ (2013) sowie das wohl auf ewig famose „Postcards From Ursa Minor“ (2015) – noch immer in regelmäßigen Abständen in meinen Gehörgängen. Und auch wenn mich der 31-jährige Troubadour mit den letzten beiden Werken („Kingsdown Sundown“ von 2016 sowie „Spirit Of Minnie„, erschienen im vergangenen Februar) ein wenig verloren hat, gehören seine Songs und deren gewitzte Geschichten noch immer zum Besten, was das Vereinigte Königreich an Akustikgitarren-Liedermacherei  zu bieten hat – man denke an eine bierselig-kumpelhafte Mischung aus Frank Turner und Billy Bragg…

6e0d572ef276c8d6c789cafd1feb116f2de1fa8aUnd: Ja, Will Varley zeigt wohl vor allem live und auf Bühnenbrettern seine Qualitäten. Zu gut also, dass er vor wenigen Tagen mit „Live at Shepherd’s Bush Empire“ noch (s)ein erstes, 15 Songs starkes Live-Album (zunächst digital) veröffentlicht hat, bevor er sich – nach all den Veröffentlichungen sowie Tourneen dies- wie jenseits des Ärmelkanals in den letzten Jahren – vorerst in eine kleine, verdiente Pause verabschiedet, um sich um den Nachwuchs zu kümmern

Apropos „gut“: Dieses Prädikat verdient wohl auch (mindestens) die Live Session, welche Will Varley bei seinem „TV Noir“-Gastspiel am 30. September 2017 im Berlin-Neuköllner Heimathafen zeigt, denn schließlich gehören die sechs Songs – “From Halcyon”, “We Don’t Believe You”, “A New England” (ein Cover des wohl bekanntesten Billy-Bragg-Songs), “Weddings And Wars”, “The Man Who Fell To Earth” sowie “King For A King” – sowohl zu den besten in seiner bisherigen Diskografie, und damit logischerweise auch zum Standard-Repertoire wohl jeder seiner Konzert-Setlists.

TV Noir“ schieb damals Folgendes zum Konzertankündigung:

„Tex lernte den britischen Musiker im Juni beim Poesiefestival in Berlin kennen: Will war musikalischer Gast, Tex war als Moderator dabei. Nun holen wir ihn zu uns in den Heimathafen und freuen uns schon sehr darauf, ihn Euch vorzustellen. Während Will in den frühen Zweitausendern noch durch die britische Hauptstadt zog, um sich in der noch so kleinsten Kaschemme zu behaupten, läuft der Songwriter mittlerweile in Großbritannien längst auf Rotation. Nach vier Platten hat sich Will Varley mit seinem traditionellen Folk-Sound in ganz Europa einen Namen gemacht. Seine Auftritte sind anarchisch: Der Sänger spielt mit dem Publikum, legt Comedyimprovisationen ein, lebt von und für seine Zuhörer.“

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Teitur – „Ein Elefant für dich“ (live bei TV Noir)


Teitur, in the Faroes, shot by Trondur Dalsgard

Foto: Facebook / Trondur Dalsgard

Es gibt in der Tat Coverversionen, die man nicht für möglich gehalten hätte. Etwa den Versuch von Teitur Lassen, sich die noch immer großartige Wir-sind-Helden-Ballade „Ein Elefant für dich“ zueigen zu machen. Und doch hat sich der 41-jährige vielseitige Singer/Songwriter von den Färöer Inseln ebenjenen Song bei einem Auftritt bei „TV Noir“ Anfang des Jahres vorgenommen…

Dabei ist es zwar erstaunlich, dass sich Teitur an einem deutschsprachigen Stück versucht (und natürlich auch klar, dass man hört, dass er keineswegs in seiner Muttersprache singt), die Wahl selbst jedoch weitaus weniger. Immerhin griff der Mann unlängst Ex-Wir-sind-Helden-Frontdame Judith Holofernes bei deren aktuellem Solowerk „Ich bin das Chaos“ gewinnbringend beim Songwriting und den Aufnahmen unter die Arme – und dürfte spätestens dabei auch auf diesen Song gestoßen sein.

3b3a04d93723c5c96f082f52cd0efa2bWas hinter dem Stück, welches vom 2005 erschienenen Helden-Album „Von hier an blind“ stammt, steckt? Da lassen wir am besten Judith Holofernes selbst zu Wort kommen:

„Ich habe für das zweite Album von Wir Sind Helden ein Lied geschrieben, ‚Ein Elefant für dich‘, in dem es darum geht, was mir das Tier bedeutet. Er ist ein Symbol dafür, über sich selbst hinauszuwachsen.

Jemand in meiner Familie litt früher an einer schweren Krankheit, in dieser Not musste ich übermenschliche Kräfte entwickeln, um mit der Situation fertigzuwerden. Der Elefant hat mich getröstet – als eine Figur, die mir Schutz gibt und mich mit ihren Riesenkräften auffängt.“

Unvergessen bleibt übrigens ebenjene Live-Darbietung aus dem Jahr 2007, bei der Wir sind Helden „Ein Elefant für dich“ wiederum bewegend mit einer tollen eigenen Coverversion des Moneybrothers-Evergreens „Blow Him Back Into My Arms“ verwoben… *hach*

Und Teitur? Der hat just heute sein neues Album „I Want To Be Kind„, das erste Solo-Werk seit ganzen fünf Jahren, in die Plattenläden gestellt, über das etwa „Sounds & Books“ in einer Rezension schreibt: „Im Prinzip ist I Want To Be Kind das vorweggenommene Winteralbum, bei dem man sich unter die Decke kuscheln möchte und dessen wohltemperierte Songs die Seele wärmen.“ (während „Musikexpress“-Autor Martin Pfnür die zwölf vornehmlich balladesk-anmütigen Songs im Gros langweilig findet).

 

 

„Ich seh uns beide, du bist längst zu schwer
Für meine Arme, aber ich geb dich nicht her
Ich weiß, deine Monster sind genau wie meine
und mit denen bleibt man besser nicht alleine
Ich weiß, ich weiß, ich weiß und frage nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich

Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich
Ich trag dich meilenweiter
Übers Land
Und ich…

…trag dich so weit wie ich kann
Ich trag dich so weit wie ich kann
Und am Ende des Wegs, wenn ich muss
trage ich dich
trag ich dich über den Fluss

Einer der nicht sollte, weint am Telefon
Und eine die nicht wollte, weint und weiß es schon
Deine Beine tragen dich nicht wie sie sollten
So oft gehen die, die noch nicht weg gehen wollten
Ich weiß, ich weiß und ich ertrag es nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich

Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich“

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Jan Plewka & Marco Schmedtje – „Between The Bars“


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„Jan Plewka ist einer der facettenreichsten deutschen Musiker und Sänger. Mit seiner Band Selig gehört er seit Mitte der 90er Jahre zum Besten und Erfolgreichsten, was die deutsch-sprachige Musikszene zu bieten hat.

Mit BETWEEN the BARS hält er nun Rückschau, gemeinsam mit Marco Schmedtje, seinem Freund und langjährigen musikalischen Weggefährten, der ihn kongenial an der Gitarre begleitet. So lassen sich Plewka und Schmedtje musikalisch quer durch die Jahrzehnte treiben. Sie spielen Lieder von Ton Steine Scherben und Rio Reiser, eigene Stücke aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Zinoba und Simon & Garfunkel-Songs aus ihrer Sound of Silence-Produktion, Lieder von Jan Plewkas Solo-Album und von ‚Schöne Geister‘, dem ersten Album von Marco Schmedtje.

Zwei Stimmen und eine Gitarre – und das Publikum bestimmt, was gespielt wird. Das sind die Zutaten für diesen rein akustischen, sehr feinen und intimen Abend. Plewka und Schmedtje spielen voller Seele und Leidenschaft. Es wird gesungen und getrunken werden an diesem Abend – gelacht, geweint, geflirtet und vielleicht auch geküsst.“

…heißt es da auf Jan Plewkas Homepage.

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Und in der Tat hört man dem, was der Selig-Frontmann und sein langjähriger musikalischer Partner Marco Schmedtje im November 2016 (das gemeinsame Akustik-Album „Between The Bars„) beziehungsweise Dezember 2017 (die nachgeschobene „C Side EP„) beinahe klammheimlich und ohne großes Getöse via Bandcamp in die Musikwelt entlassen haben, durchaus einiges von dem entspannten Spaß, der intimen Seele und der nimmermüden Leidenschaft an, die beide wohl bei der Ausarbeitung der Akustikversionen von Stücken, die vornehmlich aus Plewkas Solo-Schaffen, dem bis heute einzigen, 2004 erschienenen Zinoba-Album sowie aus der Feder Schmedtjes stammen, hatten.

Oder wie es der passionierte Dreitagebartträger mit der markant-unverwechselbaren Stimme selbst ausdrückt:

 

Hier – via Bandcamp – kann man sich das gemeinsame Akustik-Album „Between The Bars“ (die Anspielung auf einen Song von Elliott Smith dürfte wohl kaum ein Zufall sein, immerhin überzeugen auch viele der Stücke des legendären, 2003 verstorbenen Singer/Songwriter mit ihrer zurückhaltenden Intimität)…

 

…sowie die etwas mehr als ein Jahr später hinterher geschobene „C Side EP“ (da ja die veröffentlichte Kassette zu „Between The Bars“ bereits eine A- und B-Seite besaß) zu Gemüte führen:

 

Wie das Ganze dann auf der Bühne klingen und ausschauen mag? Davon kann man sich anhand dieser Songs, mitgeschnitten bei einer „TV Noir“-Show der beiden musikalischen Nordlichter im vergangenen Jahr, ein Ohr und Bild machen:

 

Rock and Roll.

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