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Song des Tages: Husten – „Maria“


Wie klingt ein Song an einen zwar nicht real existierenden, aber paradoxerweise doch geliebten Menschen? Möglicherweise sehnsuchtsvoll und melancholisch, als würde man von einer lange vergangenen, gut behüteten Erinnerung erzählen. So ist es zumindest bei der neuen Single des Dreiergespanns Husten.

Kirchenglocken verkünden in den ersten Sekunden die Geburt von „Maria“ – eine Person, die ausschließlich für die dreieinhalb Minuten des gleichnamigen Songs existiert. Denn diese Zeit widmen Gisbert zu Knyphausen, Moses Schneider und Tobias „Der dünne Mann“ Friedrich diesem in ihren Köpfen wohnenden Mädchen, eine potenzielle Tochter, die sie wie Väter beschützen: „Maria, etwas wollt‘ ich noch sagen, bevor wir eines Frühling uns sehen / Muss ich noch die schönste und klügste Mutter für dich finden / Und es ist wie Angeln gehen nach dem Mond auf dem See“.

Als „Trauerweidenpop“ beschreibt das Trio seinen sehnsüchtigen Sound – und diese Stimmung bekommt man auch im zugehörigen Musikvideo, einem echten Highlight aus Bildern und Erinnerungen an die Jugend der drei Musiker. Als Zuschauer*in fühlt es sich an, als würde man durch ein Fotoalbum der Kindheit von Schneider, Friedrich und zu Knyphausen blättern. Dabei wird man von der sanften und doch rauen Stimme von Gisbert zu Knyphausen regelrecht gezwungen, auch den ein oder anderen liebevoll-sentimentalen Blick in die eigene Vergangenheit zu riskieren…

Das Jux-und-Dollerei-Bandprojekt Husten, das auf ANEWFRIEND in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Erwähnung fand (man lese etwa hierhier und hier), brachte 2017 mehr oder weniger ein Zufall zusammen – oder besser ein Soundtrack für einen Film, der letztendlich nie erschienen ist. Denn aufgrund dieser ursprünglich geplanten Produktion hatten Musikproduzent Moses Schneider und Der dünne Mann einige Songs geschrieben. Damit diese nicht ungenutzt liegen bleiben, holten die beiden kurzerhand Sänger Gisbert zu Knyphausen an Bord, um ihre eigene Version einer „Indie-Supergroup“ ins Leben zu rufen – so zumindest die knapp umrissene zufallsbedingte Gründungsgeschichte von Husten.

Und auch wenn die drei ursprünglich weder live spielen noch Alben veröffentlichen wollten, ist „Maria“ tatsächlich die erste Auskopplung des Debütalbums von Husten, welches im Frühjahr nächsten Jahres seine Veröffentlichung feiern soll. Und auch hinsichtlich Liveauftritten gibt es für alle Fans unerwarteten Grund zur Freude: Das Trio hat für 2022 zudem (s)eine langersehnte erste Tour angekündigt – die Termine gibt’s weiter unten. Man sollte selbst mit etwas Melancholie im Blick niemals nie sagen.

— Husten auf Tour —

22.05.22 – Berlin, Berghain Kantine (ausverkauft)
01.06.22 – Hamburg, Molotow (ausverkauft)
02.06.22 – Hamburg, Molotow
29.09.22 – Erlangen, E-Werk
01.10.22 – Berlin, Lido (ausverkauft)
06.10.22 – Freiburg, Jazzhaus
07.10.22 – Stuttgart, Kulturquartier
08.10.22 – Leipzig, UT Connewitz
12.10.22 – Köln, Gebäude 9
13.10.22 – Wiesbaden, Schlachthof
14.10.22 – München, Hansa39
15.10.22 – Wien, Chelsea
19.10.22 – Hannover, Lux
20.10.22 – Bremen, Tower
21.10.22 – Jena, Kassablanca
22.10.22 – Berlin, Lido

Rock and Roll.

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Song des Tages: Casper – „Alles war schön und nichts tat weh“


Foto: Promo / Chris Schwarz

Dass bei Benjamin „Casper“ Griffey etwas im Busch ist, hatte sich in den vergangenen Tagen in dessen Social-Media-Profilen bereits abgezeichnet: Ein auf null gesetzter Instagram-Account, unkommentierte Fotos von Bienenvölkern, ein neues Profilbild mit Bienenbart – es war offensichtlich, dass der Indie-Emo-Rapper etwas ankündigen würde. Ohnehin war bekannt, dass er sich im März 2020 zum Schreiben eines neuen Albums nach New Orleans zurückgezogen hatte und die Aufnahmen seitdem gut vorangekommen waren.

Wasserstandsmeldungen, Gerüchte – klar. Nun ist es jedoch offiziell: Am 25. Februar 2022 soll eine neue Casper-Platte mit dem Titel „ALLES WAR SCHÖN UND NICHTS TAT WEH“ erscheinen. Produziert hat Max Rieger (Die Nerven), an den Songs mitgeschrieben Caspers Podcast-Kollege Drangsal. Fans können die Platte bereits auf Vinyl oder CD vorbestellen, bei Bedarf auch mit weiterem exklusiven Merch im Bundle, etwa mit Hoodies und T-Shirts.

Freunde des deutschen Indie-Punks dürfte des neuen Langspielers zudem durchaus bekannt vorkommen. Woher? Nun, nachdem der Rapper sich bereits für einen Song des vergleichsweise düsteren 2017er Vorgängeralbums „Lang lebe der Tod“ vom Buchtitel „Wo die wilden Maden graben“ des Muff Potter-Sängers und Autoren Thorsten „Nagel“ Nagelschmidt inspirieren ließ, scheint der neue Albumtitel nun vom gleichnamigen Muff-Potter-Stück von deren 2009er Abschiedsalbum „Gute Aussicht“ ausgeliehen. Oder doch nicht? Zumindest ging Casper die Wendung nach eigenen Angaben nicht mehr aus dem Kopf, seit er sie im Lockdown in Kurt Vonneguts Roman „Slaughterhouse-Five“ gelesen hatte, in welchem der amerikanische Autor seine Erlebnisse als Kriegsgefangener während der Luftangriffe auf Dresden verarbeitete…

Da bis zum kommenden Februar noch ein paar Monde durch Land ziehen werden, entlässt Benjamin „Casper“ Griffey, der abseits seiner Solo-Ausflüge außerdem 2018 das Koop-Album „1982“ mit Marteria veröffentlichte, bereits jetzt einen ersten Höreindruck ins gespannte Hörervolk: Die gleichnamige erste Single der fünften Studio-Platte startet mit einem kurzen Bläser- und Streicher-Intro, dann wird in mächtigen Dur-Klavierakkorden und Chor-Backgrounds der New-Orleans-Einfluss im Stil des 2013er Erfolgsalbums „Hinterland“ hörbar, während Casper in der Post-Lockdown-Zeit über mentale Gesundheit, Erwartungshaltung und Druck rappt – all das Dinge, von denen er sich frei machen will. Freilich gibt’s auch diesmal so einige typisch-gewohnte Buzzwords oder Futter für ein Casper-Bingo (das man durchaus mal anlegen sollte), aber auch viele starke Lines wie diese: „Depression bei Fuß / Wie ein Hund bei der Jagd“. Langweilig ist der neue Song jedoch keineswegs, denn im Pre-Chorus wird er kurz ganz zart, singt melodisch – bevor der Rapper im groß aufwallenden Refrain wieder seinen Weg aus dem Zweifel findet: „Ich explodier‘ / Renn‘ zu dir / So weit wie meine Beine mich tragen auf meinem Weg und Licht in allen Farben angeht / Alles war schön und nichts hat weh getan“. Weniger Schmirgelpapier, kaum Testosteron – irgendwie unperfekt, und am Ende doch gut durchdacht.

Das zugehörige Musikvideo arbeitet zudem mit einigen assoziativen Bildern: Casper auf seiner eigenen Blumeninsel des Glücks in einem Meer, in dem ihn die Haie umkreisen, während sich die nächste große Sturmflut schon am Horizont ankündigt. „Es ging mir darum, mich aus der Schale zu pellen, dieser Song ist für mich wie eine Katharsis – und blickt insofern gleichermaßen zurück wie nach vorne“, sagt Casper selbst.

Anlässlich der Plattenveröffentlichung hat der 38-jährige Musiker außerdem frische Tourdaten angekündigt. In 14 Städten innerhalb der deutschsprachigen Länder wird der Emo-Rapper Clubshows spielen, gemessen an seinen sonst üblichen Arena-Shows also vor vergleichsweise kleinem Publikum auftreten. Kaum verwunderlich also, dass fast alle Konzerte in kürzester Zeit ausverkauft waren, nur für Bern gibt es aktuell noch Tickets im Casper-Shop. Zum Glück folgt später noch die große Hallentour, die im November und Dezember 2022 zwölf weitere Termine bereithält. Auch hierfür gibt es Tickets bei Krasser Stoff.

CASPER
— „Alles war schön und nichts tat weh“  Tour 2022 —

Tickets

17.03.22 Hannover, Capitol (ausverkauft)
18.03.22 Tübingen, Sudhaus (ausverkauft)
19.03.22 CH-Bern, Bierhübeli
21.03.22 Leipzig, Felsenkeller (ausverkauft)
22.03.22 München, Muffathalle (ausverkauft)
23.03.22 AT-Wien, Arena (ausverkauft)
25.03.22 Dortmund, FZW (ausverkauft)
26.03.22 LU-Luxemburg, Den Atelier
28.03.22 Köln, Carlswerk Victoria (ausverkauft)
29.03.22 Mannheim, Alte Feuerwache (ausverkauft)
31.03.22 Berlin, Metropol (ausverkauft)
01.04.22 Münster , Skaters Palace
02.04.22 Bremen, Schlachthof (ausverkauft)
04.04.22 Hamburg, Uebel & Gefährlich (ausverkauft)

27.11.2022 Leipzig, Haus Auensee
29.11.2022 Stuttgart, Porsche-Arena
30.11.2022 CH-Zürich, Halle 622
01.12.2022 Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle 
03.12.2022 Hamburg, Sporthalle 
05.12.2022 München, Zenith
06.12.2022 AT-Wien, Gasometer
09.12.2022 Bochum, RuhrCongress
10.12.2022 Münster, Halle Münsterland 
13.12.2022 Köln, Palladium 
14.12.2022 Hannover, Swiss Life Hall 
16.12.2022 Berlin, Max-Schmeling-Halle 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Jawknee Music – „California’s Call“


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In den musikalischen Gefilden der Singer/Songwriter wiegt das Herz bekanntlich beinahe schon naturgemäß schwer. Die Themen, die in den Tönen der persönlichen Entfaltung transportiert werden, beleuchten in der Hauptsache die melancholischen Seiten des Seins. Dazu passt das klassische Konstrukt des Musikers (oder eben der Musikerin) mit Akustikgitarre. Dass Johannes Steffen alias Jawknee Music auf seinem dritten, programmatisch „Heavy Heart“ betiteltem Album von dieser Maßgabe abweicht, mag zunächst überraschen. Doch der Trierer, der auch bei A Hurricane’s Revenge am Mikro steht und bei Matches am Schlagzeug Platz nimmt, zelebriert auf dem Nachfolger zum 2015er Werk „Backgrounds“ den formalen Ausbruch nicht als grundlegenden Stilwandel, sondern nutzt die Erweiterung zum Bandkonstrukt zur homogenen Anreicherung seines Karohemd-Oeuvres.

4251443500787Das verbundene Plus an Volumen unterstreicht bereits die kritisch gegen die Scheinwelt der Influencer in den sozialen WiWaWorldWideWeb-Netzwerken austeilende Vorab-Single „California’s Call“, zugleich der Opener der Platte. Melodisch luftig, mit zart poppigen Tendenzen und doch angenehm auf das Wesentliche reduziert, gibt der Startschuss die Richtung für die folgenden neun Stücke vor. Die geben sich mal dynamischer und mal rockiger („Sorrows“, „Down The Drain“), halten daneben aber in vornehmlich zurückhaltender Manier immer wieder inne (die feine, warmherzige Folk-Ballade „Through The Eyes Of A Child“, „Don’t Give Up On Us“). Beim Refrain von „Kings For A Day“ kommen überdies alternativ-rockige Elemente zum Tragen. Dabei beschreitet „Heavy Heart“ zwischen Indie-PopRock und Americana-Anklängen, für die gut und gern Bands wie The Hold Steady, der Solokram von The Gaslight Anthem-Fronter Brian Fallon oder die selbstschreibende Einzigartigkeit vom „Boss“ Bruce Springsteen als Inspirationen herhalten dürfen, Wege, die gern mit mehr Ecken und Kanten serviert werden dürften. Spektakulär ist das Album damit keineswegs. Aber das musikalisch raubardige Heartland-Herz wiegt in Summe auch diesmal auf dieser Musik gewordenen Halbstunden-Roadtrip-Reise mit vielen Tagträumen und Sehnsuchtsorten hörenswert schwer…

 

Folgendes mag einem bei „California’s Call“ und seinem Musikvideo durch die Synapsen schießen: Der laute, schrille Ruf aus der schönen (Schein)Welt der Beauty-Queens und Influencer, der sich tief ins Mark der Teenies bohrt, der Perfektion vorgaukelt, wo Selbstzweifel herrschen – und bei den Heranwachsenden Gräben der Unsicherheit so tief wie das Death Valley hinterlässt. Es ist schwer, man selbst zu sein und zu verstehen was wirklich zählt, wenn Selbst-Optimierung und die ständige Suche nach der vermeintlich besten Version seines Selbst alles sind, was zu zählen scheint… „Go with the flow, don’t stay behind!” – Höchste Zeit, dem Fake den Mittefinger zu zeigen und seinen eigenen Weg zu gehen! Amen.

 

–Jawknee Music live auf Tour–

19.02. Zürich – Hafenkneipe
20.02. Stuttgart – Juha West
21.02. Trier – Mergener
22.02. Bochum – Trompete
23.02. Hamburg – Astra Stube Musikkultur e.V.
26.02. Frankfurt – Nachtleben
27.02. Hannover – LUX
28.02. Berlin – Cassiopeia
29.02. Mönchengladbach – Astoria

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Thees Uhlmann – „Fünf Jahre nicht gesungen“


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Uhlo ist back! Satte sechs Jahre nach dem zweiten Solowerk „#2“ hat Thees Uhlmann (s)einen neuen Song „Fünf Jahre nicht gesungen“ veröffentlicht und gibt damit einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf sein vor kurzem angekündigtes drittes Album „Junkies und Scientologen“, welches am 20. September – natürlich beim heimischen Grand Hotel Van Cleef – erscheinen wird (und in der Box-Set-Variante – nebst Vinyl sowie etlichen Gimmicks – wahlweise auch eine Bonus-Platte mit „8 unveröffentlichten deutschsprachigen Coverversionen“ enthält).

funf-jahre-nicht-gesungen.jpg„Fünf Jahre nicht gesungen“ nun beginnt mit einem hart angeschlagenen Keyboard, dessen Rhythmus verdammt an Foreigners „Cold As Ice“ erinnert – schon der Pressetext warnt davor, dass das aber auf die falsche Fährte führt. Wenn Uhlmanns unverkennbarer Gesang, der seit jeher die Lager spaltet, einsetzt, wird das viereinhalbminütige Stück in der Tat zum vertraut umarmenden Liedermacher-Indierock Uhlmann’scher Bauart. Im Text reflektiert der ehemalige Tomte-Frontmann und Jetzt-auch-Romanautor (das tatsächlich tolle „Sophia, der Tod und ich“ erschien 2015) die vergangenen paar (turbulenten) Jahre seines Lebens und stellt in Passagen wie „Und dann kam Silvester und mir wurde klar / Wenn der Sommer beginnt stirbt ein weiteres Jahr“ fest, wie vergänglich und schnell wandelbar alles ist.

Die Idee dazu kam dem Vertreter der Hamburger Schule nach eigener Aussage, als ihm im vergangenen Jahr klar wurde, dass er seit fünf Jahre keine neuen Songs geschrieben hatte und lange nicht mehr vor Publikum musizierte: „Wobei aus fünf Jahren ja schon fast sechs geworden sind, aber vor einem Jahr habe ich eben darüber nachgedacht, warum mir seit fünf Jahren nichts mehr eingefallen ist. Von daher mögen mir die Mathelehrer verzeihen, wie sie mir schon so viel verziehen haben.“ Der 45-jährige Wahl-Berliner empfiehlt augenzwinkernd: „Wenn Sie schlechte Laune haben, dann wird das genau Ihr Song sein. Und wenn Sie gute Laune haben, dann werden Sie sich freuen, wie schön es ist, keine schlechte Laune zu haben, aber auch gut, wenn bei den anderen so ein Song dabei raus kommt. So ist das eben. Das Leben ist kein Highway, es ist die B73!“

Und schon wird einem klar, wie sehr der ebenso trockene wie fein austarierte norddeutsche Humor des bekennenden St.-Pauli-Fans in den letzten Jahren gefehlt hat – dem tut die einmal mehr seeeehr spezielle Tracklist von „Junkies und Scientologen“ freilich keinen Abbruch:

01. Fünf Jahre nicht gesungen
02. Danke für die Angst
03. Avicii
04. Was wird aus Hannover
05. 100.000 Songs
06. Ich bin der Fahrer, der die Frauen nach Hip Hop Videodrehs nach Hause fährt
07. Junkies und Scientologen
08. Katy Grayson Perry
09. Menschen ohne Angst wissen nicht, wie man singt
10. Ein Satellit sendet leise
11. Die Welt ist unser Feld
12. Immer wenn ich an dich denke, stirbt etwas in mir

 

 

Im August, September und Dezember sind Thees Uhlmann und Band denn auch auf ausgedehnter Tour:

03.08. Hamburg, Theaterschiff (solo, ausverkauft)
13.08. Reutlingen, Franz.K
14.08. Worpswede, Music Hall
15.08. DK – Rømø, Cruise van Cleef (ausverkauft)
16.08. Kassel, Kulturzelt
17.08. Grosspösna, Highfield Festival
23.08. Essen, Zeche Carl Open Air

25.09. Rostock, Mau Club
26.09. Cottbus, Glad-House
27.09. Hamburg, Große Freiheit 36 (ausverkauft)
28.09. Berlin, Lido (ausverkauft)
29.09. München, Ampere (ausverkauft)
30.09. Köln, Stadtgarten (ausverkauft)

06.12. A – Wien, Gasometer
07.12. München, Tonhalle
08.12. Saarbrücken, Garage
10.12. Erlangen, Heinrich Lades Halle
11.12. Dortmund, FZW
12.12. Wiesbaden, Schlachthof
13.12. Stuttgart, LKA Longhorn
14.12. Berlin, Columbiahalle
16.12. Hannover, Capitol
17.12. Hamburg, Große Freiheit 36
18.12. Hamburg, Große Freiheit 36
19.12. Bielefeld, Lokschuppen
20.12. Bremen, Pier 2
21.12. Köln, Palladium

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Moritz Krämer – „Um raus zu sein“


musik und frieden, foto- christiane falk

Foto: Facebook / Christiane Falk

Die Behauptung, Moritz Krämer habe sich mit dem Nachfolger zum 2011er Werk „Wir können nix dafür“ (welches seinerzeit den Silberplatz in der ANEWFRIEND’schen Jahresendabrechnung belegte) Zeit gelassen, stellt schon an sich eine feine Untertreibung dar – immerhin liegt dieses bereits stolze sieben Lenze zurück. Und obwohl der Berliner Indie-Liedermacher in der Zwischenzeit alles andere als faul war und neben zwei Alben und der ein oder anderen Tournee mit seiner Band Die Höchste Eisenbahn, zu der neben ihm Francesco Wilking, Felix Weigt und Max Schröder gehören, auch einen Low-Budget-Film („Bube Stur“) dirigiert hat, wird’s nun so langsam – uufjepasst, Wortspiel! – „höchste Eisenbahn“ für neue Songs (zumal die nächste Platte seiner Hauptband wohl scheinbar bereits in den Startlöchern steht)…

51rCmYx2p+L._SS500Umso schöner also, dass Moritz Krämer mit „Ich hab‘ einen Vertrag unterschrieben 1&2“ nun ein neues (Doppel-)Album angekündigt hat, welches am 1. Februar 2019 erscheinen wird. Besser sogar: Der erste, acht neue Stücke starke Teil wird (digital) bereits in wenigen Tagen, am 30. November, zu hören sein.

Worum geht’s? Nun, wie man anhand der leicht verqueren Vorlieben des stets umtriebigen Künstlers bereits vermuten konnte, wird das Ganze konzeptionell wieder einmal etwas aus dem Rahmen fallen:

„‚Ich hab einen Vertrag unterschrieben 1&2‘ ist der Monolog eines düpierten Erzählers. Er glaubt hinters Licht geführt worden zu sein und schreibt Briefe an seinen Vertragspartner. Er will seine Schulden begleichen, überlegt wie er sich aus der Verantwortung stehlen kann. Dabei sieht er nochmal zurück, zur Seite, nach vorn, verliert sich und vergisst, was er eigentlich wollte.“

 

Mit „Um raus zu sein“ lässt Moritz Krämer schon jetzt einen ersten Vorgeschmack bebildert tönen:

 

Auf Tour wird Krämer zudem auch gehen, und im kommenden Jahr hier spielen:
07.03.19 Hamburg – Knust
08.03.19 Hannover – Kulturzentrum Faust (Mephisto)
09.03.19 Essen – Zeche Carl
10.03.19 Wiesbaden – Schlachthof
11.03.19 München – Ampere
13.03.19 Schorndorf – Manufaktur
14.03.19 Nürnberg – Club Stereo
15.03.19 Leipzig – Die naTo
16.03.19 Berlin – Lido
17.03.19 Dresden – Beatpol
18.05.19 Köln – Cardinal Sessions Festival IX

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Berge – „Für die Liebe“ (Unplugged)


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Von Marianne Neumann und Rocco Horn aka. Berge war auf ANEWFRIEND ja bereits vor etwa vier Jahren zu lesen…

Nun hat das Berliner Hippie-Folkpop-Duo, das 2015 mit dem zweiten Album „Vor uns die Sinnflut“ (s)einen durchaus beachtlichen Majorlabel-Einstieg feierte, einen neuen Song veröffentlicht: „Für die Liebe“ heißt das neuste Dreienhalb-Minuten-Stück aus der Feder der beiden schon seit vielen Jahren gemeinsame Klangsache machenden Großstadthippies und trägt laut Marianne Neumann und Rocco Horn – nebst vielen guten (An)Sätzen, Botschaften und frommen Gedanken – den Wunsch nach „etwas mehr Menschlichkeit und Verbundenheit in diesen hektischen Zeiten“ in sich. Gleichzeitig werden Berge unter diesem Motto – „Für die Liebe“ – im Herbst auf ausgedehnte Tour gehen…

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Wer übrigens im Song das ein oder andere Charlie-Chaplin-Zitat erkannt haben sollte, liegt absolut richtig, haben Berge vertonte Auszüge aus Chaplins bekannter Rede aus dem Film „Der große Diktator“ doch bereits – mit Bandverstärkung – anno 2015 live zum Besten gegeben:

 

Rock and Roll.

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