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Das Album der Woche


Husten – Aus allen Nähten (2022)

-erschienen bei Kapitän Platte/Cargo-

Mal Butter bei die Kiementiere: Kaum einer Band kann man – mal abgesehen von einem italienischen Eurodance-Act, der in den Neunzigern mit Liedern wie „The Rhythm Of The Night“ oder „Baby Baby“ recht erfolgreich war, da aber logischerweise noch nicht ahnen konnte, dass sein Name einige Jahre später einmal mit einer weltweiten Pandemie in Verbindung kommen könnte – marketingtechnisch weniger Gespür für potentielles Assoziationstum attestieren als Husten, denn der Bandname mutet, zumal in Corona-Zeiten, nicht besonders einladend an. Mainstream-Durchbruch? Druff jeschissen, Keule!

Andererseits war es auch eine durchaus spezielle Reise, die das Trio bis hierhin hingelegt hat, denn eine „Band“ im eigentlichen Sinne – mit Alben, Konzerten, sonstigen Verpflichtungen und allem PiPaPo – war so nie angedacht. Stattdessen schmissen die drei – Liedermacher Gisbert zu Knyphausen, Studiobesitzer und Produzent Moses Schneider (u.a. Beatsteaks, Tocotronic, Turbostaat oder Olli Schulz) und Tobias „Der dünne Mann“ Friedrich (ehemals Sänger von Viktoriapark) – anno 2017 eine erste, selbstbetitelte EP ins Rund und versprachen, dass es bei soviel Freude am ungezwungenen Musizieren fortan einfach nur eine EP pro Jahr geben sollte. Das hielt das Dreiergespann zunächst – für drei Jahre und ebenso viele Kleinformate – ein, doch irgendwann (also: jetzt) musste es dann wohl doch ein vollwertiges Album sein… Eine durchaus bemerkenswerte Entwicklung für eine Combo, die zunächst nur ganz nebenbei und ohne jegliche planerische Zwänge für andere Projekte ungenutzte Songideen verwerten wollte. Und wer den Werdegang von Husten in den vergangenen fünf Jahren mit aufmerksamen Ohren verfolgt hat (etwa via ANEWFRIEND), den dürfte kaum wundern, dass das Trio, dessen vielseitige Indie-Poppe-di-Rock-Melange sich nicht nur alphabetisch, sondern auch klanglich wie wirkungstechnisch bestens neben Kombos wie Die Höchste Eisenbahn ins Plattenregal sortieren ließe, seinem nun erschienenen Langspiel-Debüt „Aus allen Nähten“ nicht nur ein überaus farbenfrohes Cover-Artwork, sondern auch einen ebenso fantasievollen Pressetext voranstellt:

„Eigenartige, schmutzige Geschichten über Unglück. Ohne lange zu überlegen, griff Fushigi nach dem Album, dessen buntes Cover aus der Wand mit den Zeitschriften, Büchern und Schallplatten herausragte. Neben den japanischen Schriftzeichen konnte sie auf der Hülle auch die deutschen Worte Husten und ‚Aus allen Nähten‘ erkennen. Fushigi bezahlte und machte sich zuhause daran, die auf Vinyl versammelten Lieder zu erforschen.

Obwohl sie nur Bruchstücke der fremden Sprache verstand, träumte sie in der Nacht von der in einem Song beschriebenen Nahtoderfahrung, von dem Mann, der sich in einem anderen Lied in eine Vaterschaft hinein illusioniert, schreckte um Viertel vor drei hoch, weil sie sich sicher war, dass – wie auf Platte – eine Krankenschwester um diese Zeit anrufen würde. Später sah sie im Schlaf das gelbe Haus der Ausgestiegenen und durchlebte die in szenischen Miniaturen geschilderte tragische Lebensliebesgeschichte eines anonymen Paares. Hörte noch im morgendlichen Halbschlaf neben dem deutschen Sänger die Schweizerin Sophie Hunger nachhallen. Sofort nach dem Frühstück recherchierte Fushigi und fand heraus, dass ‚Aus allen Nähten‘ nach vier EPs das erste Husten-Album war.

Warum es ein unglücklicher Zufall in dieser an Zufällen und glücklichen Unglücken so reichen Band-Geschichte war, dass deren Mitglieder Moses Schneider, Gisbert zu Knyphausen und der dünne Mann sich 2019 entschlossen hatten, ihre Tour 500 Tage im Voraus anzukündigen und die Pandemie daraus über 1.200 Tage zwischen Mitteilung und Konzertbeginn machte. Sie erfuhr von der anfänglichen fluxusartigen Liederresteverwertung der Musiker, die inzwischen einer live aufnehmenden Band gewichen war. Doch kreidebleich wurde Fushigi erst, als sie las, dass jemand sie selbst ausschließlich für das Info der Band erfunden hatte.“

Etwas spinnert, aber durchaus mit jeder Menge Herz, Hirn und Hintersinn, das Ganze, oder? Und dennoch nicht für alle und jede(n) gemacht, denn bei aller Sympathie darf man guten Gewissens mutmaßen, dass Husten-Songs nie im Nachmittagsprogramm irgendeines Formatradios stattfinden werden. Schlimm? Isset nich‘, Keule. Vielmehr machen Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen (nur echt mit eigenem Familienlandsitz in Eltville-Erbach im hessischen Rheingau!), Moses Schneider und Tobias „Der dünne Mann“ Friedrich mit wuseliger Vielschichtigkeit und kreativer Eleganz auch 2022 ganz ihr eigenes Ding.

Selbige – die Vielschichtigkeit, die Eleganz – legt schon der bereits im April 2021 veröffentlichte Opener „Weit leuchten die Felder“ mit seinem hypnotischen Streicher-Arrangement und dem gedehnten, leicht heiseren, vertrauten Gesang an den Tag, und berichtet dramatisch von einer Nahtoderfahrung. Rhythmus ist zunächst der pochende Herzschlag, die benannten Streicher setzen ein, zarte Elektronica übernimmt hintenraus. All das sprengt die Aufmerksamkeitsspanne der meisten Außer-Takt-Klatscher hierzulande längst. Kaum verwunderlich dürfte außerdem sein, dass bei „Aus allen Nähten“, welches nun einige bisher veröffentlichte Husten-Singles vereint (wie das benannte „Weit leuchten die Felder“, aber auch „Der hier wird weh tun„, „Maria„, „Manchmal träum‘ ich von Träumen“ und „Dasein„), hin und wieder ein wenig was von zu Knyphausens letztem Solo-Werk „Das Licht dieser Welt“ mitschwingt. Beim Abschluss „Am Ende der Stadt steht ein gelbes Haus“ zum Beispiel, von dessen warmer Strömung man sich gern tragen lässt und den detaillierten Beobachtungen lauscht, die am Ende aber doch abseitiger, faszinierender daherkommt als viele Songs des dritten, 2017 erschienenen Knyphausen-Albums.

Und auch die ruhigeren Momente legen nur scheinbar eine Fährte, denn „Aus allen Nähten“ ist definitiv ein Band-Album geworden. So darf der schöne Indiepopper „Wind in den Antennen“ rund um seinen Refrain durchaus etwas Dampf machen, welchen die Uptempo-Nummer „Maria“ dann komplett aufnimmt und auf diversen E-Gitarren-Soli davon rauscht. So viel Hingabe zum Rock’n’Roll, auch zu hören im geschickt inszenierten „Der hier wird weh tun“ oder beim beinah noisigen kleinen, so herrlich zerrissenen Hit „Manchmal träum‘ ich von Träumen“, hatte Knyphausens Songwriting seit Kid Kopphausen, seinem ähnlich feinen Projekt mit dem leider 2012 viel zu früh verstorbenen Hamburger Musikerkumpel Nils Koppruch, sowie seinem tollen 2008er Debütalbum nicht mehr.

„Wenn ich gefragt werde, was für Musik ich mache, sage ich, dass ich deutschsprachige Lieder schreibe, die mal ganz sanft und mal ganz krachig klingen. Zwar gibt es darin auch viele positive Gefühle wie Freundschaft, Liebe und Lust am Leben, aber ich habe schon einen Hang zu traurigen Liedern. Ich mag diese melancholische Atmosphäre in Songs.“ (Gisbert zu Knyphausen im Interview mit „RBB“ im Jahr 2021)

Dass man das Gerüst vieler Kompositionen dem gebürtigen Rheingauer Winzersohn zuordnet, der seit eh und je als einer der besten bundesdeutschen Troubadoure gilt, jedoch selbst nie allzu viel Aufhebens um das eigene Talent macht (und sich vielmehr gern kopfüber ins kreative Freispiel wirft – nachzuhören etwa auf „Lass irre Hunde heulen„, seiner im vergangenen Jahr veröffentlichten Werkschau von Franz Schubert-Stücken mit Pianist Kai Schumacher, oder dem Gastbeitrag zum jüngst erschienenen – und ähnlich superben – Nullmillimeter-Debüt „Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd„), ist natürlich kein Problem, sondern zugleich Wohlgefühl und gute Seele dieses Albums. Doch „Aus allen Nähten“ liefert nicht nur intime Momente und erzählt detailversessene Geschichten, es punktet auch immer wieder mit soundtechnischen Überraschungen. Dazu gehört weniger das zart besaitete Titelstück, das allein auf Stimme und Keyboard setzt und mit Zeilen wie „Hier ist jemand, dessen Liebe für dich platzt aus allen Nähten“ die immer greifbare Melancholie besonders gut verkörpert, aber ganz sicher der Hüftschwung, den „Ja im Sinne von Nein“ entfacht. Das Pfeifen aus dem Walde rauscht mit dem warmen Föhnwind herbei, bevor der Song als zweiminütige Anti-Hymne zu einem privat wie beruflich vorzeigbaren Instagram-Leben den süffisanten Tanz-Pogo zündet: „Wie sagt man nochmal ‚Ich kündige!‘ / Statt bloß ‚Ja‘ im Sinne von ‚Nein‘ / Ich möchte einfach wieder endlich einmal sein / Und zwar allein.“ – „Sag alles ab“ hätten die Hamburger-Schule-Rocker von Tocotronic hier vermutlich kommentiert, womit wir beim zwischen bewegend und berührend changierenden „Dasein“ mit der – ähnlich wie bei Knyphausen – eh dauertollen Sophie Hunger wären, gemeinsam mit Tocotronics „Ich tauche auf“ das wohlmöglich schönste Duett der jüngeren deutschsprachigen Musikgeschichte. Laut dem Label sei es „die in szenischen Miniaturen geschilderte tragische Lebensliebesgeschichte eines anonymen Paares“, zu welchem die Band zu berichten weiß: „Als sie am Tag der Aufnahme, einem hellen Wintervormittag, die Straße entlang gewippt kam, bester Laune, sang Sophie bereits die ersten Zeilen und grinste uns an: ‚Das wird künftig bestimmt viel auf Beerdigungen gespielt.'“ Traurigschön. Von alledem wird die tumbe Forster-meets-Giesinger-Formatradio-Zielgruppe jedoch kaum etwas mitbekommen…

Apropos „traurigschön“: Gisbert zu Knyphausens Ziel beim Songschreiben sei es – und hier wird eine Parallele zu seinem erklärten US-Vorbild Conor Oberst (Bright Eyes) deutlich -, „den eigenen Weltschmerz in kunstvolle Worte zu packen und in intensive Songs zu gießen“. Beides ist dem umtriebigen Musiker mit seinen beiden Husten-Buddies auch auf 45-minütiger Albumlänge dezent herausragend gelungen, wenngleich dem Bandnamen ein besseres Timing gewünscht gewesen wäre. Nichtsdestotrotz macht „Aus allen Nähten“, diese auf wundersamen (Um)Wegen entstandene Platte, traurig und glücklich zugleich – muss man auch erstmal hinbekommen.

Rock and Roll.

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Song des Tages: Husten & Sophie Hunger – „Dasein“


Foto: Jérôme Witz

Klaro, Husten, die Kapelle mit einem der zweifellos komischsten Namen diesseits der bundesdeutschen Musiklandschaft (von der in den vergangenen Jahren schon häufiger auf ANEWFRIEND die Schreibe war), besteht natürlich noch immer aus Liedermacher Gisbert zu Knyphausen, Produzent Moses Schneider (Beatsteaks, Tocotronic, Olli Schulz u.v.m.) und Tobias „Der dünne Mann“ Friedrich. Trotzdem weiß das Trio, welches bereits seit etwa fünf Jahren in regelmäßiger Unregelmäßigkeit gemeinsame Kreativsache macht, nun vom ein oder anderen Novum zu berichten.

Zum einen wird am 13. Mai – nach so einigen EPs und Singles seit 2017 – tatsächlich das erste gemeinsame Album „Aus allen Nähten“ erscheinen. Und da den Husten-Jungs kaum ein kreativer Gedankengang fremd zu sein scheint, wird auf selbigem zum anderen auch das erste Duett in der Bandprojekthistorie zu hören sein. Und für „Dasein“, welches es bereits jetzt auf die Lauscher ging, haben sich Husten keine Geringere als die Schweizer Kosmopolit-Indierockpop-Musikerin Sophie Hunger ins Studio geholt. Im Grunde kann der Song also nur toll werden…

Husten teilen dazu knapp mit:

„Als sie am Tag der Aufnahme, einem hellen Wintervormittag, die Straße entlang gewippt kam, bester Laune, sang Sophie bereits die ersten Zeilen und grinste uns an: ‚Das wird künftig bestimmt viel auf Beerdigungen gespielt.‘ Auf den Konzerten spielen wir es in jedem Fall.“

— HUSTEN AUF TOUR 2022 –-

22.05.2022 Berghain Kantine, Berlin (ausverkauft)

01.06.2022 Molotow, Hamburg (ausverkauft)

02.06.2022 Molotow, Hamburg

03.06.2022 Beverungen, OBS Festival

17.-19.06.2022 Duisburg, Traumzeit-Festival (Tag tba)

29.07.2022 Eltville-Erbach, Heimspiel Knyphausen

27.08.2022 Stade, Müssen alle mit Festival

27.08.-10.09.2022 Schleswiger Königswiesen, Nørden Festival

29.09.2022 E-Werk, Erlangen

30.09.2022 Forum, Bielefeld

01.10.2022 Lido, Berlin (ausverkauft)

06.10.2022 Jazzhaus, Freiburg

07.10.2022 Kulturquartier, Stuttgart

08.10.2022 UT Connewitz, Leipzig

12.10.2022 Gebäude 9, Köln

13.10.2022 Schlachthof, Wiesbaden

14.10.2022 Hansa39, München

15.10.2022 Chelsea, Wien

19.10.2022 Lux, Hannover

20.10.2022 Tower, Bremen

21.10.2022 Kassablanca, Jena

22.10.2022 Lido, Berlin

Rock and Roll.

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Song des Tages: Husten – „Maria“


Wie klingt ein Song an einen zwar nicht real existierenden, aber paradoxerweise doch geliebten Menschen? Möglicherweise sehnsuchtsvoll und melancholisch, als würde man von einer lange vergangenen, gut behüteten Erinnerung erzählen. So ist es zumindest bei der neuen Single des Dreiergespanns Husten.

Kirchenglocken verkünden in den ersten Sekunden die Geburt von „Maria“ – eine Person, die ausschließlich für die dreieinhalb Minuten des gleichnamigen Songs existiert. Denn diese Zeit widmen Gisbert zu Knyphausen, Moses Schneider und Tobias „Der dünne Mann“ Friedrich diesem in ihren Köpfen wohnenden Mädchen, eine potenzielle Tochter, die sie wie Väter beschützen: „Maria, etwas wollt‘ ich noch sagen, bevor wir eines Frühling uns sehen / Muss ich noch die schönste und klügste Mutter für dich finden / Und es ist wie Angeln gehen nach dem Mond auf dem See“.

Als „Trauerweidenpop“ beschreibt das Trio seinen sehnsüchtigen Sound – und diese Stimmung bekommt man auch im zugehörigen Musikvideo, einem echten Highlight aus Bildern und Erinnerungen an die Jugend der drei Musiker. Als Zuschauer*in fühlt es sich an, als würde man durch ein Fotoalbum der Kindheit von Schneider, Friedrich und zu Knyphausen blättern. Dabei wird man von der sanften und doch rauen Stimme von Gisbert zu Knyphausen regelrecht gezwungen, auch den ein oder anderen liebevoll-sentimentalen Blick in die eigene Vergangenheit zu riskieren…

Das Jux-und-Dollerei-Bandprojekt Husten, das auf ANEWFRIEND in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Erwähnung fand (man lese etwa hierhier und hier), brachte 2017 mehr oder weniger ein Zufall zusammen – oder besser ein Soundtrack für einen Film, der letztendlich nie erschienen ist. Denn aufgrund dieser ursprünglich geplanten Produktion hatten Musikproduzent Moses Schneider und Der dünne Mann einige Songs geschrieben. Damit diese nicht ungenutzt liegen bleiben, holten die beiden kurzerhand Sänger Gisbert zu Knyphausen an Bord, um ihre eigene Version einer „Indie-Supergroup“ ins Leben zu rufen – so zumindest die knapp umrissene zufallsbedingte Gründungsgeschichte von Husten.

Und auch wenn die drei ursprünglich weder live spielen noch Alben veröffentlichen wollten, ist „Maria“ tatsächlich die erste Auskopplung des Debütalbums von Husten, welches im Frühjahr nächsten Jahres seine Veröffentlichung feiern soll. Und auch hinsichtlich Liveauftritten gibt es für alle Fans unerwarteten Grund zur Freude: Das Trio hat für 2022 zudem (s)eine langersehnte erste Tour angekündigt – die Termine gibt’s weiter unten. Man sollte selbst mit etwas Melancholie im Blick niemals nie sagen.

— Husten auf Tour —

22.05.22 – Berlin, Berghain Kantine (ausverkauft)
01.06.22 – Hamburg, Molotow (ausverkauft)
02.06.22 – Hamburg, Molotow
29.09.22 – Erlangen, E-Werk
01.10.22 – Berlin, Lido (ausverkauft)
06.10.22 – Freiburg, Jazzhaus
07.10.22 – Stuttgart, Kulturquartier
08.10.22 – Leipzig, UT Connewitz
12.10.22 – Köln, Gebäude 9
13.10.22 – Wiesbaden, Schlachthof
14.10.22 – München, Hansa39
15.10.22 – Wien, Chelsea
19.10.22 – Hannover, Lux
20.10.22 – Bremen, Tower
21.10.22 – Jena, Kassablanca
22.10.22 – Berlin, Lido

Rock and Roll.

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Song des Tages: Husten – „Kirchenschiff“


medium_Husten

„Selbe Prozedur wie jedes Jahr“ heißt es nun schon seit 2017 (oder eben seit dem vergangenen Kalenderjahr) im Hause Husten, dem kreativen Jux-und-Dollerei-Projekt von Gisbert zu Knyphausen, Moses Schneider und Tobias „Der dünne Mann“ Friedrich, denn bereits 2017 sowie 2018 hatte das Dreiergespann jeweils im Mai eine EP veröffentlicht (hier und hier schrob ANEWFRIEND folgerichtig einige Zeilen darüber).

teil-4-und-5-und-6 KopieUnd, siehe da: es ist wieder Mai und – laut Adam Riese – müsste nun das dritte Mini-Album des Liedermachers (zu Knyphausen), hauptberuflichen Produzenten (Schneider) und Ex-Frontmannes von Viktoriapark (Der dünne Mann) ins Haus stehen… Besser noch:  Die „Teil 4 und 5 und 6 EP“ ist vor wenigen Tagen (auf Vinyl via Kapitän Platte sowie digital bei den üblichen Verdächtigen) erschienen! Und obwohl das Trio auch diesmal lediglich fünf neue Stücke über den musikalischen Tresen wachsen lässt (die mittlerweile ein ordentliches Album darstellen dürften), enthält die neue EP aber auch so tolle, einmal mehr tiefgründige Songs wie „Kirchenschiff“ (oder „Treppenhaus„), welche erfreulicherweise deutlich erkennbar die songschreiberische Handschrift von Gisbert zu Knyphausen tragen, während musikalisch erneut absoluter Freispiel-Befehl (bis hin zum Elektro-Experiment) herrscht.

Und 2020? Ist das nächste Mini-Album mit den via Facebook bereits Anfang des Monats mit den Worten „Aus Versehen fünf neue Lieder geschrieben aufm Land. Für EP4, 2020.“ bereits fest eingeplant. Eben dieselbe Prozedur wie jedes Jahr im Hause Husten…

 

 

Hier gibt’s die neue, jährliche Husten-EP via Bandcamp im Stream:

 

Rock and Roll.

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