Schlagwort-Archive: The Walking Dead

Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Schon ein wenig gruselig, das Bild – vor allem, wenn man bedenkt, dass Artikel und Bilder bereits von 2013 stammen. Da mutet die x-te „Farewell“-Tournee der Rolling Stones (die wiederum die y-ste Best-Of-Veröffentlichung begleiten soll, weil Mick, Keef und Co. offenbar so gar keine Lust mehr haben, gemeinsam – wenn denn überhaupt – mehr als ein paar olle Blues-Cover einzuspielen) in der Tat wie eine gut kostümierte Musical-Episode von „The Walking Dead“ an…

 

Rock and Roll.

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Der Jahresrückblick 2015 – Teil 1


Es gibt kein Entrinnen, nirgends! Wohin man auch blickt und klickt, wird man mit Resümees, Rekapitulationen, Highlights, Lowlights und Schlussstrichen geradezu überschüttet und kopftechnisch nahezu übersättigt. ANEWFRIEND stimmt nun auch in diesen Reigen ein und präsentiert, wie bereits in den vergangenen Jahren schon, einige höchst subjektive Glanzlichter aus Bild und Ton.

In guter Tradition startet die ANEWFRIEND‘sche Jahreszäsur auch 2015 mit den Serien…

 

 

„The Walking Dead“

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Dem treuen Jahresfazitleser erzähle ich wohl nix Neues wenn ich schreibe, dass die Zombieapokalypse-Serie seit fünf Jahren in schöner Regelmäßigkeit läuft. Freilich musste der TWD-Zuschauer über kurz oder lang auch den ein oder anderen Durchhänge überstehen (Staffel vier), aber spätestens seit der letzten Season ziehen die Macher der Comicbuch-Adaption die Spannungsschraube gekonnt an. Schön außerdem anzusehen, dass man selbst in Staffel sechs einen Hauptcharakter wie Rick Grimes (Andrew Lincoln) nie so ganz einzuschätzen weiß beziehungsweise einem noch immer nicht einhundertprozentig klar ist, ob man für sein Überleben die Daumen drücken oder ihn gern der nächsten Zombiehorde zum Frass vorgeworfen sehen würde. Und, klar – am Setting stimmt nach wie vor alles, die hundertfachen Untoten-Kostümierungen sind Hollywood-Qualitätswerk.

Ebenso klar auch, dass „The Walking Dead“ nach Staffel sechs, welche gerade die traditionelle Midseason-Pause bis Februar 2016 einlegt, noch weitergehen wird – wenn es nach Produzent David Alpert geht, gern noch bis „Staffel 11 oder 12“. Dass bei allem Erfolg auch ein Ableger kommen würde, hat im August diesen Jahres, als das TWD-Spinoff „Fear The Walking Dead“ in seine erste, sechs Folgen kurze Staffel ging, wohl auch niemanden verwundert. Erstes Urteil da: Obwohl die Serie ja im Grunde die Vorgeschichte zur großen Schwester liefern soll, hielt sich „Fear The Walking Dead“ lange, lange an Sentimentalitäten auf – und war ausgerechnet dann (vorerst) zu Ende, als es anfing, so langsam spannend zu werden… Clever? Warten wir’s ab.

 

 

„American Horror Story: Hotel“

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Ähnlich treu bin ich bin seit 2011 auch „American Horror Story„, hat die US-Horor/Mystery-Reihe doch ein ganz eigenes Konzept: ein Gros der Darstellerriege, welche aktuell aus – unter anderem – Kathy Bates, Evan Peters, Angela Bassett, Chloë Sevigny, Sarah Paulson, Wes Bentley und – Obacht! – Lady Gaga besteht, wird von Staffel zu Staffel übernommen und treibt sein nicht selten höchst perfides Spiel in einem ganz anderen Horrorambiente und Jahrzehnt. Nach einem Spukhaus in Staffel eins, einer Irrenanstalt in Staffel zwei und einem Südstaatenhexeninternat in Staffel drei, einer Freakshow-Zerkustruppe in Staffel vier sind wir nun, der Titel sagt’s bereits, in einem Hotel angekommen – dass es auch in diesem nicht ganz mit rechten Dingen zugehen wird, dürfte sich von selbst verstehen…

Doch neben dem Konzept lebt die Serie seit ihrem Start auch und vor allem von ihren ausgezeichneten Darstellern. Dass Lady Gaga da keine Ausnahme macht, wird der Fan der gelernten Popmusikern an deren wandelbarem Talent festmachen, der regelmäßige Zuschauer jedoch bemerken, dass die Serienmacher der Gaga ihre Rolle als Vampir-Countess auf den maßgeschneiderten Luxusleib geschrieben haben.

 

 

„Les Revenants“

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Die Handlung der französischen Mystery-Serie von 2012 ist im Grunde schnell erzählt: In einem kleinen, verschlafenen französischen Bergdorf kommt es zu mysteriösen Ereignissen. Verstorbene Personen tauchen plötzlich wieder im Kreise ihrer Familien auf. So etwa Camille, ein junges Mädchen, das vor ein paar Jahren bei einem tragischen Busunglück starb. Plötzlich findet sie sich selber an der Unfallstelle wieder. Ohne Erinnerung an den Unfall macht sie sich auf den Heimweg, wo sie alsbald für entsprechende Aufregung sorgt. Doch Camille bleibt nicht die einzige, die aus dem Jenseits zurückkehrt…

Viel spannender als das Was (was jedoch beim Mystery-Genre – allem Nebulösem zum Trotz – nie zu kurz kommt) ist das vielmehr das Wie. Denn die wahren Monster sind während der acht Folgen nicht die gerade noch Totgeglaubten, sondern die Lebenden. Das alles erzählt die Serie in (fast schon unwohl machend) ruhigen Bildern, langsamen Sequenzen, zu denen ausgerechnet die legendären Postrock-Schotten von Mogwai die grandiose musikalische Untermalung liefern. Staffel zwei übrigens wurde vom produzierenden Sender Canal+ jüngst im September und Oktober ausgestrahlt und dürfte wohl auch hoffentlich bald auf deutsch zu haben sein (während im März in den USA ein ebenso unvermeidliches wie unnötiges Remake der Serie lief)…

 

 

Und 2016?

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Dürfen wir uns auf neue Folgen der großartigen BBC-Serien „Luther“ (deren Hauptdarsteller Idris Elba mal sowas von der neue James Bond werden sollte!) und „Sherlock“ gefasst machen – wobei erstere ja vor wenigen Tagen bereits in die traditionell kurze vierte Staffel gestartet ist. Außerdem kehren – man sollte es kaum glauben – ausgerechnet unser aller Lieblings-FBI-Agenten Mulder und Scully zurück, um in „The X-Files“ ab Ende Januar – vorerst für sechs Folgen – wieder Aliens, mysteriösen Kreaturen und Geheimdienstverschwörungen hinterher zu jagen. Apropos Mystery: da passt es des Weiteren nur zu gut, dass selbst die große Schwester der Grand Dame des Mystery-Genres seine Schatten voraus wirft, denn auch David Lynchs „Twin Peaks“ wird 2017, eventuell jedoch sogar schon 2016 in eine nie für möglich gehaltene dritte Season gehen. Außerdem geht es im Januar – nach beinahe einem Jahr Sendepause – endlich wieder mit „Shameless“ weiter, und man wagt sich kaum auszumalen, was Frank Gallagher (William H. Macy) und seine Sippe in der sechsten Staffel der US-Sitcom-Dramaserie für Chaos stiften werden. Dass das Serienfach Hollywood in Punkto optischer wie erzählerischer Qualität längst den Rang abgelaufen hat (und die üppigen Serienbudgets längst mit denen der abendfüllenden Zelluloidstreifen mithalten können), brauche ich wohl nicht noch einmal erwähnen, oder? Für beste Serienunterhaltung dürfte also auch in den kommenden zwölf Monaten gesorgt sein…

 

Rock and Roll.

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Berühmte Szenen im Bild – vier Finninnen reisen dem Unterhaltungsgeist nach


Bild: fangirlquest.com

Bild: fangirlquest.com

Manche reiselustige Menschen haben schon besondere Vorlieben bei der Auswahl ihrer nächsten Urlaubsziele. Die einen bevorzugen das entspannte Herumlümmeln und ganztägige Sonnenbaden am Strand, die anderen suchen das Abenteuer, wieder andere die lehrreiche Kulturreise.

Vier junge Frauen aus Finnland haben wiederum ein ganz anderes Hobby: Seit zwei Jahren reisen sie berühmten Szenen aus Hollywood-Filmen und bekannten TV-Serien hinterher (bislang wurden Großbritannien und Nordamerika von ihnen abgegrast), halten die Szenerien im Bild fest – und montieren – bevorzugt via iPad – die jeweilige Zelluloid-Szene ins geschossene Foto. Ungewöhnlich? In der Tat. Eine interessante Idee ist’s auf jeden Fall. Aber welchem Film- und TV-Verrückten geht bei diesen Settings aus „Forrest Gump“, „Breaking Bad“, „The Walking Dead“ oder „Batman Begins“ nicht das Unterhaltungsherz auf? Eben. Und Dank crowdfunding kann sich der geneigte Unterhaltungsfreak selbst absurde Ideen wie diese von der weltweiten Netzgemeinde finanzieren lassen…

Mehr dazu gibt’s auf fangirlquest.com oder hier….

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Erevan Tusk – „Growing“


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Spätestens seit dem Serienerfolg „The Walking Dead„, dessen vor wenigen Tagen – zumindest in den USA und den internationalen Pay-TV-Kanälen – zu Ende gegangene fulminante fünfte Staffel (mal wieder) sämtliche Rekorde eingestellt, gesprengt und neu aufgestellt hat, sind die Zombies das, was die wohlgeformten Rettungsschwimmer von Malibu in den Neunzigern waren: Publikumsmagnete. (Okay, zugegeben: So ein Untoter hat doch ungleich weniger Sex-Appeal als unser aller ewig Silikonblondchen Pamela Anderson…)

Fan der Epedemie-Überlebenden um „The Walking Dead“-Serienhauptfigur Rick Grimes scheint auch der aus Paris stammende Indiepop-Fünfer Erevan Tusk zu sein. Oder zumindest Judas, der Regisseur des Musikvideos zu „Growing„, dem Titelstück der aktuellen EP der Band. Wem auch immer die Idee zum Musikvideo in den Sinn gekommen ist, er (oder sie) scheint Sympathien fürs untote Seelenheil zu hegen. Denn anders als in der Erfolgsserie, in der Folge für Folge ganze Heerscharen toll kostümierter Zombies ihr (Rest)Leben lassen müssen, darf im Slow-Motion-Video zu „Growing“ ein dezent gruselig dreinblickendes Mädchen einem übergewichtigen Ringer durch Wald, Wiese und Strand hinterher hetzen – freilich aus purer Lust am Blut. Nachher gibt’s dann ein geradezu idyllisches Picknick in Familie… Auf surreale, künstlerische Weise toll anzuschauen für all jene, die ein wenig Sinn fürs abseitig Humorige mitbringen können (oder in der Vergangenheit den Musikvideo-Großtaten von Spike Jonze etwas abgewinnen konnten).

 

 

Rock and Roll.

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„Dead, Actually“ – die etwas andere „The Walking Dead“-Hommage


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Klar, Weihnachten ist das „Fest der Liebe“. Nur: gilt das denn dann auch für Zombies und dererlei Untote?

Bei Fans der derzeit äußerst beliebten US-Zombieapokalypse-Serie „The Walking Dead“ wird der Name „Rick Grimes“ natürlich gleich das Konterfeit des 41-jährigen englischen Schauspielers Andrew Lincoln vors innere Auge zaubern. Bevor Lincoln in der US-Serie als ehemaliger Cop einen Trupp Überlebender durchs von Zombies und weniger friedlich gesinnten menschlichen Artgenossen verwüstete Georgia führte, spielte er etwa 2003 in „Love Actually“ (deutscher Titel: „Tatsächlich… Liebe“) an der Seite von – unter anderem – Keira Knightley und hatte dort, als der beste Freund von Knightleys Filmmann, eine der mittlerweile wohl meistkopierten Filmszenen im Romantic Comedy-Genre, in welcher er zu Weihnachten mit einer ganz besonderen Nachricht vor deren Tür auftaucht (siehe unten).

Diese Szene hat sich der – freilich (noch) recht namenlose – Schauspieler Charlie Farrell, der Lincoln doch zumindest etwas ähnlich sieht, nun für (s)eine Parodie vorgenommen – und sie, da Weihnachten ja quasi schon auf der Türschwelle steht und zur kalten Jahreszeit selbst Zombies Liebe vertragen können, ein wenig auf Rick Grimes… ähem, Andrew Lincolns Rolle in „The Walking Dead“ umgemünzt…

 

 

Und hier noch die Originalszene aus „Love Actually“:

 

Rock and Roll.

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Der Jahresrückblick 2014 – Teil 1


Es gibt kein Entrinnen, nirgends! Wohin man auch blickt und klickt, wird man mit Resümees, Rekapitulationen, Highlights, Lowlights und Schlussstrichen geradezu überschüttet und kopftechnisch nahezu übersättigt. ANEWFRIEND stimmt nun auch in diesen Reigen ein und präsentiert, wie bereits in den vergangenen Jahren schon, höchst subjektive Glanzlichter aus Bild und Ton.

In guter Tradition startet die ANEWFRIEND‘sche Jahreszäsur auch 2014 mit den Serien…

 

 

„Shameless“

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Meine persönliche Neuentdeckung des Jahres ist „Shameless„. Man mag es auf den Mangel an Zeit oder auf die Fülle anderer guter bis sehr guter Serien schieben, dass ich erst jetzt – die US-Serie, welche ihrerseits selbst eine Adaption des britischen Originals (2004-2013) darstellt, läuft seit 2011 recht erfolgreich bei Showtime (USA) beziehungsweise FOX (Deutschland, via Pay-TV) und wurde mir bereits vor einigen Monaten von einem Freund ans Herz gelegt – dazu gekommen bin, mich hier auf den neusten Stand zu bringen.

Die Serie handelt von Frank Gallagher (William H. Macy), einem frustrierten, taugenichtigen Vater von sechs Kindern. Er verbringt seine Tage betrunken in seiner Stammbar irgendwo in den trist-grauen Suburbs von Chicago und überlässt seine heranwachsenden Kinder nur allzu gern größtenteils sich selbst. Die älteste Tochter, Fiona (Emmy Rossum), übernimmt notgedrungen die Rolle ihrer ebenfalls durch Abwesenheit glänzenden Mutter und versucht den Haushalt am Laufen und die Familie – bestehend aus ihr, dem ebenso klugen wie raubeinigen Lip, Ian, der mit seiner Homosexualität zu kämpfen hat und dessen größter Traum es ist, ausgerechnet zur US-Army zu gehen, der pubertierenden Debbie, die „gute Seele“ der Familie, dem ständig für massenhaft Ärger guten Carl und dem kleinen Liam (Ein schwarzes Baby in einer weißen Familie? Passt ja!) – zusammenzuhalten. Zum Glück kann sie dabei auf die Unterstützung ihrer ebenfalls nicht minder chaotischen und herzlichen Nachbarn und Freunde Kevin und Veronica zählen…

Im Grunde hat die Serie alles, um zu unterhalten: genug Witz für die Comedy-Sparte, reichlich Herzschmerz und Drama für den Hormonhaushalt der Freundin, die ein oder andere Anspielung auf die gesellschaftliche Schieflage in den gar nicht mal so gloriosen US of A, sowie massig Denkanstöße, die dem Ganzen – Unterhaltung zum Trotz – den wohltuenden Beigeschmack einer Sozialstudie geben. Natürlich muss der Zuschauer ein gutes Pfund an Ironie (slash Sarkasmus) mit vor den Bildschirm bringen, um all die ausweglos scheinenden Engpässe, in die sich die Gallaghers von Monatsrechnung zu Monatsrechnung manövrieren, mit einem Lächeln zu ertragen. Das Schöne ist, dass „Shameless“ während seiner bislang vier Staffeln nie zu ernst gerät und selbst den dunkelsten Serienstunden stets lächelnd den ausgestreckten Mittelfinger der political incorrectness entgegenstreckt. Für den Rest sorgt freilich die ausgezeichnete Schauspielerriege, der neben William H. Macy und Emmy Rossum auch die tolle Joan Cusack in der Rolle der dauerlabilen, überdrehten Hausfrau Sheila angehört.

 

 

„The Walking Dead“

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Die Serie läuft seit 2010 Woche für Woche konstant auf meinem Flimmerradar und hat, wie’s scheint, mit Staffel 5 auch das Interesse der breiteren Zuschauermasse geweckt. So ist zwischen der Zombie-Action von Frank Darabont und George R.R. Martins kaum weniger monumentalem Ritter-und-Drachen-Historienschinken „Games of Thrones“ ein Fernduell um die allwöchentliche Zuschauergunst entstanden, wie es in den seligen Neunzigern nur zwischen „Baywatch“, den „Simpsons“ und „Emergency Room“ möglich war – wie sich die Zeiten ändern…

Ich für meinen Teil stelle mich gern auf die Seite der Gruppe Überlebender um den Ex-Cop Rick Grimes (Andrew Lincoln), denn nachdem die Serie in Staffel 4 mit all ihrer lokal und handlungsmäßig doch recht beengten Gefängnisstoryline noch einen herben Durchhänger hatte, läuft’s in Staffel 5 umso besser. Plottwists, mehr famos kostümierte Untote, mehr Action, mehr Blut – alles prima. Da ist es nur allzu erfreulich, dass der ausführende US-Sender AMC „The Walking Dead„, deren zweiter Staffelteil im Februar folgt, mit mindestens einer sechsten Staffel weiterführen wird.

 

 

„American Horror Story: Freak Show“

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Ich selbst liebe und lobe die US-Mystery-Serie ja bereits seit Jahren. Die Idee, die Darstellerriege, welche sich momentan um Jessica Lange, Sarah Paulson, Evan Peters, Kathy Bates und Angela Bassett bewegt, von Staffel zu Staffel zu übernehmen und bei alternierender Horrorthematik – nach einem Spukhaus in Staffel 1, einer Irrenanstalt in Staffel 2 und einem Südstaatenhexeninternat in Staffel 3 sind wir nun, der Titel sagt’s bereits, in einer „Freak Show“-Zirkustruppe angekommen – einfach in andere Rollen schlüpfen zu lassen, ist einfach zu brillant.

Und – auch da wiederhole ich mich nur allzu gern – natürlich lässt sich auch “American Horror Story: Freak Show” weiterhin als nicht eben simpel gestrickter Gruselspaß mit toller Atmosphäre schauen. Liest man jedoch tiefer ins Innenleben der seit 2011 recht erfolgreich laufenden Serie hinein, so zerpflückt diese zwischen den Zeilen die dunkelsten Spielarten des menschlichen Miteinanders – und offenbart, dass der wahre Horror noch immer in der Alltäglichkeit steckt. Die wahren „Freaks“ sind hier nicht die bärtigen Frauen, siamesischen Zwillinge, Krebshändenmänner und Lizard Girls, sondern die „normalen“ Menschen, mit all ihren verächtlichen und abweisenden Blicken. Das wird auch in Staffel 4 nur allzu deutlich…

 

 

Aus und vorbei…

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Keine Minute zu früh kam wohl die letzte Klappe für Hank Moody und „Californication„. Aller political incorrectness, allem Rock’n’Roll-Hedonismus, aller Liebenswürdigkeit, mit der David „Fox Mulder“ Duchovny die Figur des stets von Misere zu Misere taumelnden, gutmütigen Schreiberlings Hank Moody verkörperte, zum Trotz – nach sieben Jahren und Staffeln hatte sich das Konzept aus Sex, Drugs, noch mehr Sex und reichlich Rock’n’Roll unter der kalifornischen Sonne einfach überholt. Leicht wehmütig sieht man die letzten Folgen, nach denen eines fest steht: Hank Moody has left LA…

 

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Ebenfalls „fare thee well“ hieß es 2014 für „How I Met Your Mother„, dessen neunte Staffel zu einem einzigen langen Hochzeitspro- oder -epilog (je nachdem, wie man’s nimmt) zwischen der dauerhaft unsicheren Robin Scherbatsky (Cobie Smulders) und unser aller Lieblingsplayboy Barney Stinson (Neil Patrick Harris) wurde. Dass die schlussendliche Auflösung, wie Ted Mosby (Josh Radnor) nun die ominöse „Mutter“ seiner Kinder trifft, nicht zur Zufriedenheit aller Fans der Serie ausfiel (ebenso wie tatsächliche Serienende), ist klar – immerhin musste man schlappe neun Jahre auf diese eine Antwort warten…

 

 

Den Anschluss verpasst…

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…habe ich bei „Sons of Anarchy“ irgendwo zwischen Staffel 5 und 6. Zu viel Drama, zu viel Larifari, zu wenig Action, am Ende. Dass die Serie nach sechs Jahren und sieben Staffeln vor wenigen Tagen zu Ende ging (höchst dramatisch, freilich!), hat mich daher nur am Rande interessiert. Mal schauen – eventuell gebe ich den letzten Staffeln der von Shakespeares „Hamlet“ inspirierten Geschichte um die kalifornische Bikergang „SAMCRO“ (Sons of Anarchy Motorcycle Club Redwood Original) rund um Lederwesten-Jungspund Jackson „Jex“ Teller (Charlie Hunnam) und dessen Mutter Gemma (Katey Sagal) irgendwann noch einmal eine Chance…

Ebenso raus bin ich – aktuell – bei „Hannibal“ (nach wenigen Folgen, trotz dem tollen Mads Mikkelsen als Dr. Hannibal Lecter), „New Girl“ (auf Zooey Deschanels Charme darf man sich nicht allzu sehr verlassen, wenn am Ende die Storyline und der Witz fehlen), „Person of Interest“ (einerseits sehr konfus mit all seinen Handlungsebenen, andererseits doch auch recht eintönig innerhalb der einzelnen Episoden), „House of Lies“ oder „2 Broke Girls“ (beide mangels Zeit).

 

 

Und 2015?

the-returned-banner-03…stehen für mich – nebst den oben genannten Serien, natürlich – die ersten Staffeln von „True Detective“ und der französischen Mystery-Serie „The Returned“ auf dem Zettel. Erstere liefert mit einer hervorragend besetzten Darstellerriege um Matthew McConaughey, Woody Harrelson und Michelle Monaghan nur einen weiteren Beleg dafür, dass immer mehr tolle Hollywood-Schauspieler ihr Mimikheil im Serienfach suchen, das sich sowohl von den Etats als auch von der Ausstattung, den Plots und der Regieführung längst nicht mehr vorm abendfüllenden Kino zu verstecken braucht, es immer öfter gar übertrifft. Zweitere wird – vom Soundtrack, für welchen sich die schottischen Instrumentalpostrocker von Mogwai verantwortlich zeichnen, mal ganz abgesehen – allerorts angepriesen. Und da wäre da noch „Der Tatortreiniger“ Heiko „Schotty“ Schotte (Bjarne Mädel), der beweist, dass es ein Leben nach „Stromberg“ gibt – und dass deutsche Comedy auch 2014/2015 ausgezeichnet zu unterhalten weiß, abseits das platten Mainstream. Außerdem warten noch immer Francis J. Underwood (Kevin Spacey) und die zweite Staffel der fulminant bitterbösen Politthrillerserie „House of Cards“ auf mich. Langeweile? Nicht im Serienfach, nicht in 2015 – selbst, wenn alle Fans von „Sherlock“ wohl noch bis 2016 warten müssen, bevor Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) und Dr. John Watson (Martin „Der Hobbit“ Freeman) mit einer hoffentlich vierten Staffel der großartigen BBC-Serie zurückkehren…

 

 

Rock and Roll.

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