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Song des Tages: Foo Fighters – „The Pretender“ (live at the Acropolis)


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Dass die Foo Fighters – allen doch recht mauen Studioalben der letzten Jahre zum Trotz (zuletzt erschien im September das mittlerweile neunte Studiowerk „Concrete And Gold„) – noch immer eine der besten Live-Bands des Planeten sind, dürfte außer Frage stehen.

Für die Serie „Landmarks Live In Concert„, die Superstars zeigt, die in und an historischen Monumenten Konzerte geben, hat die Band um Rampensau Dave Grohl im vergangenen Juli im griechischen Athen einen Auftritt vor der altehrwürdigen Akropolis gespielt. Mit dem Video zu „The Pretender“ (vom 2007er Album „Echoes, Silence, Patience & Grace„) gibt es jetzt einen ersten Appetithappen.

Die mittlerweile zum Evergreen mutierte Rock-Hymne der US-Band bekommt beim Konzert vor der über 2.500 Jahre alten Akropolis ab Minute 2:38 einen – vielleicht improvisierten – Rock’n’Roll-Mittelteil spendiert – inklusive einem Solo von Gitarrist Chris Shiflett. Am Ende erreicht der eigentlich knapp viereinhalb Minuten lange Song so fast die doppelte Länge…

Dave Grohl selbst kommentierte den Auftritt vor ungewöhnlicher Kulisse wie folgt: „Wir haben ein paar verrückte Sachen in den vergangenen zwanzig Jahren gemacht, aber ich glaube, das hier könnte das Verrückteste sein, was die Foo Fighters je mit veranstaltet haben.“ Ähnlich äußerte sich auch Produzent und Regisseur Daniel E Catulla III: „Logistisch war das die größte Unternehmung und Produktion, die ich je gestemmt habe. Es hat fast ein Jahr an Planung gedauert, hunderte Crewmitglieder beansprucht, musste mit der griechischen Regierung koordiniert werden – und mit der Band natürlich.“

Am 10. November soll das ganze Konzert der Foo Fighters beziehungsweise die ganze Episode aus der Doku-Serie „Landmarks Live In Concert“, welche von Red Hot Chili Peppers-Schlagzeuger Chad Smith präsentiert wird, beim Sender PBS ausgestrahlt werden.

 

 

 

Rock and Roll.

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Ein Hauch von „School of Rock“ – drei mexikanische Mädels covern den Foo-Fighters-Kracher „The Pretender“


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Ihr kennt das sicher: da sitzt man nichtsahnend vor Youtube, Facebook und Konsorten, surft sich so mir nichts, dir nichts durch mäßig interessante Videos und Statusmeldungen und dann – plopp! – trifft einen ein klein wenig der Neid, weil werauchimmer auf der einen Stelle schippenweise musikalisches Talent an ein paar Halbstarke verteilt hat, während unsereiner mit viel Mühe drei Akkorde auf der Elektrischen zusammen bekommt…

Zuletzt ging mir das im vergangenen Jahr so, als ich auf Youtube eine Coverversion von Tools (!) „Forty Six & 2“ (!!) bestaunen durfte. (Ja, schon richtig: bei dieser Band verbietet sich im Normalfall jegliche Reinterpretation gleich von selbst – aber wenn man’s wie diese Kiddos macht, dann ist gefälligst Milde walten zu lassen.)

Neuer Fall von vor ein paar Tagen: eine Verneigung vor dem Foo-Fighters-Kracher „The Pretender„. An sich ja nix Besonderes, oder? Macht doch mittlerweile jede drittklassige Dorfkapelle und Schülerband, oder? Schon. Aber was die drei mexikanischen Schwestern Daniela (15 Jahre, Gitarre), Paulina (13 Jahre, Schlagzeug) und Alejandra (11 Jahre, Bass) alias The Warning da zur Crowdfunding-Finanzierung ihres ersten Albums auf die Beine stellen, ist in dieser Professionalität wahrlich aller Ehren wert. Da weht ein guter Hauch von „School of Rock“ durchs dazugehörige Musikvideo, auf das Papa wohl ebenso stolz sein dürfte wie auf das Talent seiner rockenden Sprösslinge. Und die 20,000 Dollar zur Finanzierung vom Debüt hat das halbwüchsige Newcomer-Trio mittlerweile auch fast zusammen…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Tessa Rose Jackson – „The Pretender“


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Dass die Coverversion eines schmissigen Rocksongs nicht immer und nicht zwangsläufig auch im selben klanglichen Raum und Genre angesiedelt sein muss, haben schon viele Künstler eindrucksvoll bewiesen – man denke nur an sämtliche Vereinnahmungen einer Dame namens Tori Amos, die sich an so ziemlich alles von Slayers „Raining Blood“ über Jimi Hendrix‘ „If 6 Was 9“ bis hin zum Nirvana-Smasher „Smells Like Teen Spirit“ herangewagt hat und diese Titel samt und sonders am Bösendorfer-Piano in ganz eigene Welten entführt hat…

A propos Nirvana, beziehungsweise deren Irgendwie-Nachfolgeband Foo Fighters, in der der ehemalige Nirvana-Schlagwerker Dave Grohl bekanntlich den allseits beliebten Vorsteher gibt: Auch da haben ja bereits Künstler wie Glen Campbell (mit einer Country-Variante von „Times Like These“) oder Kate Rogers (mit einer Singer/Songwriter-Variation des frühen Foo-Hits „Big Me“) bewiesen, dass Grohls Rocksongs auch reduzierter noch gut und interessant klingen können.

Einen weiteren Beweis hierfür erbringt nun Tessa Rose Jackson, die sich ausgerechnet das energetisch nach vorn gehende „The Pretender“ (vom 2007er Foo Fighters-Album „Echoes, Silence, Patience & Grace„) vorgenommen hat. Leise spielt das Banjo, das die Jungs von Mumford & Sons für ihre Coldplay-meets-U2-Stadiorockwerdung des aktuellen Albums „Wilder Mind“ kürzlich in einer staubigen Studioecke zurückgelassen haben, vor sich hin, vor sich hin, bevor Jacksons Stimme einsetzt und nur allzu lieblich die bislang aus Dave Grohls Mund gewohnten Zeilen vorträgt: „Send in your skeletons / Sing as their bones go marching in, again / The need you buried deep / The secrets that you keep / Are ever ready? / Are you ready?“. Klar zieht auch bei der 22-jährigen Musikerin das Tempo irgendwann leicht nach oben, während sich ein dezentes Bisschen elektronisches Beiwerk unter die dreieinhalb Minuten mischt, aber insgesamt kommt ihre kürzlich veröffentlichte Version um einiges luftiger daher als die große Rocks(ch)au der Foos. Auch ließe sich beim Namen der Künstlerin kaum vermuten, dass Jackson, die vor zwei Jahren mit ihrem Albumdebüt „(Songs From) The Sandbox“ erstmals von sich hören ließ, nicht aus den USA oder Großbritannien, sondern aus dem holländischen Amsterdam stammt. Wenn man dann auch noch hört, dass die Singer/Songwriter-Multiinstrumentalistin, die sich selbst einmal als eine Mischung aus „einer zugänglicheren Feist, poppigen Fleet Foxes, einer Prise Ray LaMontagne und ein wenig Edward Sharpe“ beschrieb – so ganz nebenbei – bereits einen Abschluss an einer renommierten Musiktalentschmiede (der Brit School) in der Tasche hat, lässt sich erahnen, wieviel Talent da wohl noch schlummern mag…

 

Hier gibt’s das Musikvideo zur Coverversion von „The Pretender“…

 

…oder die Variante von Tessa Rose Jackson hier im Stream:

 

Rock and Roll.

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