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„Die Verwundbarkeits-Serie“ – ein syrischer Künstler verwandelt Weltpolitiker in Flüchtlinge


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Donald Trump als abgerockter Flüchtling auf der Balkanroute, Wladimir Putin als Obdachloser, Barack Obama als Streuner, David Cameron, François Hollande und Nicolas Sarkozy als mal mehr, mal weniger fidele Säufer, Kim Jong-un als trotziges Spielkind, Angela Merkel als traurige alte Frau inmitten eines Hahnenkampfes – die Gemälde des syrischen Künstlers Abdalla Al Omari, welche er im Rahmen seiner Ausstellung „Die Verwundbarkeits-Serie“ („The Vulnerability Series“) seit dem vergangenen Jahr überall auf der Welt präsentiert (so etwa bereits in Dubai oder New York), sind nicht eben alltäglich. Viel mehr noch: sie haben Sinn, Hintergrund, scharfen Witz, regen zum Nachdenken an…

Mehr Infos findet ihr etwa hier oder hier.

 

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alle Bilder: Abdalla al-Omari/Ayyam Gallery

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(Nizar Qabbani, 1923-1998, syrischer Dichter und Diplomat)

 

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„Refugees Welcome“ – aber woher kommt eigentlich das Logo?


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Momentan beherrscht das „Flüchtlingsthema“ wirklich nahezu jede Newsspalte und den Großteil der bundesdeutschen Nachrichtensendungen. So weit, so naheliegend. Dass sich denn auch die Vereine zu des Deutschen schönstem Freizeitvertreib, dem Fussball, mehr oder minder geschlossen positionieren, ist am Ende ebenso logisch wie erfreulich (zumal einige von ihnen, angeführt vom zweitligakickendem FC St. Pauli, sogar der heuchlerisch ätzenden Gazette mit den vielen Bildchen und vier großen Lettern – beziehungsweise deren halbherziger Charityaktion – die Gefolgschaft verweigerten).

Ebenso gegenwärtig wie das Thema selbst sind aktuell auch die „Refugees Welcome“-Logos, welchem dem wachen Zuschauer immer wieder von Nachrichtenbildern oder auf Demos entgegen blitzen. Obwohl: aktuell? Das fast schon ikonographische Logo mit dem flüchtenden Trio aus VaterMutterKind, eingerahmt von den Worten „Refugees Welcome“, entstand aus einer Idee des Berliner Online-Shops „Red Stuff“ (die politische Ausrichtung sollte bei diesem Namen klar sein) bereits im Jahr 2003 und trat von der Hauptstadt aus seinen Siegeszug auch über die deutschen Landesgrenzen hinaus an.

Aber wie so oft haben sich auch die Köpfe von „Red Stuff“ anderswo bedient (oder sagen wir „inspirieren lassen“), denn der Ursprung des Logos selbst ist weit früher in den USA auszumachen:

4059183926_ae8febb35c„Ursprünglich war das Bild ein Hinweisschild auf Highways. Es warnte Autofahrer vor illegalen Immigranten, die möglicherweise überraschend die Straße überqueren. Das Zeichen war eine Antwort auf über 100 Tote, die bis 1990 innerhalb von nicht einmal fünf Jahren durch Verkehrsunfälle in der Nähe der mexikanischen Grenze ums Leben kamen. Erste Schilder der rennenden Familie wurden in Kalifornien im September 1990 aufgestellt.
Entworfen hatte das Bild der Grafiker John Hood. In einem Interview erzählte er, er habe dabei an seine Erfahrungen als Soldat in Vietnam gedacht, wo er mit ansehen musste, wie Familien um ihr Leben rannten. Er erinnerte sich bei seinen Entwürfen auch an Geschichten seiner indigenen Eltern über ihre Vorfahren und wie sie versucht hatten, den US-Soldaten und dem Reservat zu entkommen.
Das Schild verlor schnell seine Bedeutung als Verkehrsschild, denn die USA errichteten wenig später meterhohe Zäune an der Autobahn zwischen San Diego und der Grenze zu Tijuana, um die Immigranten fernzuhalten.“

Mehr Infos gibt es hier….

 

Foto: imago / Thomas Bielefeld

Foto: imago / Thomas Bielefeld

 

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