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Song des Tages: Soundgarden – „4th Of July“


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Foto: Paul Bergen/Redferns/Getty

Natürlich gäbe es deutlich subtilere Kandidaten für einen „Song des Tages“ am heutigen 4. Juli. Aber keinen besseren.

Und nicht nur heute wird offensichtlich, welch‘ große Stimme am 18. Mai verstummt ist. Damn, Chris Cornell. Ich vermisse dich, verdammt. Danke fürs Singen. Danke für Soundgarden. Danke für deine Songs. ♥

Heard it in the wind / And I saw it in the sky / And I thought it was the end / And I thought it was the fourth of July…“

 

(die Studioversion gibt’s hier zu hören…)

 

„Shower in the dark day
Clean sparks diving down
Cool in the waterway
Where the baptized drown
Naked in the cold sun
Breathing life like fire
Thought I was the only one
But that was just a lie

‚Cause I heard it in the wind
And I saw it in the sky
And I thought it was the end
And I thought it was the fourth of July

Pale in the flare light
The scared light cracks and disappears
And leads the scorched ones here
And everywhere no one cares
The fire is spreading
And no one wants to speak about it
Down in the hole
Jesus tries to crack a smile
Beneath another shovel load

‚Cause I heard it in the wind
And I saw it in the sky
And I thought it was the end
And I thought it was the fourth of July

Heard it in the wind
And I saw it in the sky
And I thought it was the end
And I thought it was the fourth of July
Fourth of July, July

Now I’m in control
Now I’m in the fall out
Once asleep but now I stand
And I still remember your sweet everything
Light a roman candle
And hold it in your hand

Heard it in the wind
And I saw it in the sky
And I thought it was the end
And I thought it was the fourth of July

Heard it in the wind
And I saw it in the sky
And I thought it was the end
And I thought it was the fourth of July, yeah…“

 

Rock and Roll.

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Heroen auf Segways – Neues Soundgarden-Video zu „By Crooked Steps“


Szene aus "By Crooked Steps"

Noch vor Pearl Jam oder Nirvana waren Soundgarden in den Neunzigern die erste Grunge-Band von der ich wahrlich besessen war (dass sie vor Jahren für Erstgenannte den Thron räumen mussten, spricht eher für Pearl Jam als gegen Soundgarden). Klar, das 1994er Erfolgsalbum „Superunknown„, dessen Überhit „Black Hole Sun“ die ‚Generation Internet‘ heutzutage unter Garantie als nostalgischen Oldie abtun würde, steht bei mir ebenso im Plattenregal wie das 1997 – ein Jahr vor der Trennung – erschienene „Down On The Upside“ (mein persönlicher Favorit!). Natürlich war ich nicht der Einzige, der der 2010 vermeldeten Wiedervereinigung mit gemischten Gefühlen entgegen sah – schließlich hatte Frontmann Chris Cornell unlängst davor gemeinsam mit Produzent Timbaland (!) den verdammt grässlichen Popbeatsalbumkotzbrocken „Scream“ (sic!) verbrochen und seine Statue somit ein ganzes Stückweit vom Rocksockel in Richtung Peinlichkeitsabgrund geschoben. Schließlich hatten alle anderen Bandmitglieder – Schlagzeuger Matt Cameron, der sich 1998 Pearl Jam anschloss, einmal ausgenommen – in all den Jahren nichts von sich hören lassen, Bassist Ben Shepherd soll gar obdachlos gewesen sein. Und trotzdem war und ist Soundgarden mit dem im vergangenen November erschienenen „King Animal“ – Album Nummer sechs, nach 16 (!) Jahren Pause –  ein Comeback nach Maß geglückt. Kim Thayils stets leicht dissonante Riffs wälzen sich wieder über die Spuren, die von Ben Shepherd und Matt Cameron erzeugten Rhythmen kommen punktgenau und Chris Cornell liefert gar einige der besten Gesangsleistungen seiner Karriere ab.

Soundgarden

Dass die „alten, grauen Herren vom Grunge-Club“ sich jedoch gar nicht mehr so wichtig nehmen wie früher, zeigt ihr neues Video zu „By Crooked Steps“: auf Segways  rollen sie in Lederkluft durch die Nacht, halten an einem Nachtclub, stoßen mit deadMau5 immerhin einen der derzeit angesagtesten DJs vom Podest und übernehmen selbst die Regie an Mikro und Verstärkern, bevor sie sich erneut auf ihren nicht eben rock-and-roll’igen Vehikeln verdünnisieren wollen… Das Management der Band fand jedoch das Endprodukt, für welches sich hinter der Kamera kein Geringerer als Neuregisseur und Tausendsassa Dave Grohl, der auf ANEWFRIEND ja kürzlich Erwähnung fand, verantwortlich zeichnete, weitaus weniger lustig und versuchte kurz nach der Veröffentlichung bereits, die bewegten Bilder zu „By Crooked Steps“ wieder vom digitalen Äther zu bekommen… Meine Damen und Herren, herzlich willkommen im 21. Jahrhundert! Das Internet vergisst nichts.

 

Hier kann man sich das Video zu „By Crooked Steps“…

 

…und eine „Live On Letterman“ dargebotene Liveversion des Songs anschauen:

 

Für alle Kiddies zum Nachholen, für alle langsam ergrauenden ehemaligen „Mattenträger“ zum Schwelgen in Jugendnostalgie: das Video zu „Black Hole Sun“…

 

Rock and Roll.

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