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Angst essen Hase auf – Scott Hutchison ist tot.


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Foto: REX/Shutterstock

Was macht man, wenn Worte fehlen? Wenn einen manche Tage – Sonnenschein hin, Regen her – einfach nur traurig machen? Ich für meinen Teil würde raten: Setzt Kopfhörer auf und lasst Musik eure Sprache sein! Und ebenjene „Sprache“ tönte in den letzten knapp zehn Jahren immer wieder von Songs aus der Feder von Scott Hutchison – ausgestattet mit massig herzwarm-bitterem Sarkasmus sowie breitestem schottischem Akzent.

 

 

Im Rückblick ist es kaum zu glauben, dass mich die Stücke von Frightened Rabbit (Scotts 2003 ins Leben gerufene Hauptband), Owl John (sein Solo-Pseudonym, unter dem er 2014 einen Alleingang wagte) sowie jüngst Mastersystem (der famos lärmende Versuch einer schottischen „Supergroup“ gemeinsam mit seinem Bruder Grant, der auch bei Frightened Rabbit am Schlagzeug sitzt, sowie Justin Lockey von den Editors und dessen Bruder James von Minor Victories) bereits seit einer Dekade treu begleiten und immer wieder aufs Neue begeistern… Und: Ja, das lag (und liegt) vor allem an Scott Hutchisons feinem Gespür für kleine wie große Melodien, über welche er Zeilen über das Leben legte, die vom Rinnsal der Gosse erzählen, jedoch nie den Hymnus vergessen, der einen beim Blick in den blauen Himmel befällt. Ich kann kaum die Male zählen, die mir Frightened Rabbit’sche Alben wie das just zehn Jahre jung gewordene „The Midnight Organ Fight„, „Pedestrian Verse“ (anno 2013 ANEWFRIENDs „Album des Jahres“ und auch nach gefühlt 12.456 Durchlaufen in der Heavy Rotation noch immer so großartig wie an Tag eins, und noch tiefer ins Hörerherz gegraben) oder zuletzt das im vergangenen Jahr erschienene „Painting Of A Panic Attack“ bereits den mentalen Allerwertesten gerettet haben. Wie sehr mich Songs wie „Holy„, „My Backwards Walk„, „I Wish I Was Sober„, „Swim Until You Can’t See Land„, „Keep Yourself Warm„, „State Hospital“  oder „Good Arms vs. Bad Arms“ noch heute begeistern, während ich bei anderen (ungleich leiseren) Vertretern wie „If You Were Me“ oder „Die Like A Rich Boy“ nie ohne Träne im Anschuss hindurch komme. Dass Scott Hutchison im Verbund auch durchaus mit hochgezogener Lautstärke zu überzeugen wusste, durfte ich anhand des erst vor wenigen Wochen erschienenen Mastersystem-Debütwerks „Dance Music“ feststellen, welches drauf und dran ist, (s)einen berechtigten Platz in der diesjährigen ANEWFRIEND’schen Jahresbestenliste zu finden…

Scott Hutchisons Texte haben eine Qualität, eine bittersüße Direktheit, welche den geneigten Hörer bis tief ins Mark treffen können. Wer gerade frisch getrennt ist, wird bei Zeilen wie „I am armed with the past, and the will, and a brick / I might not want you back, but I want to kill him“ (aus „Good Arms vs. Bad Arms“) unweigerlich und überschwänglich die Faust ballen, bevor einen eine trotzig-lakonische Frage wie „Are you a man or are you a bag of sand?“ (aus „Swim Until You Can’t See Land“) wieder in die Zukunft blicken lässt. Mit diesen Trademarks stechen Hutchisons Stücke selbst aus der nicht schwachen schottischen Indierock-„Konkurrenz“ (The Twilight Sad, There Will Be Fireworks, We Were Promsied Jetpacks, Aereogramme, Campfires In Winter etc. pp.) heraus. Zumindest für mich und mein Hörerherz.

RABBIT

Da Scott Hutchison – aller spröden Herzlichkeit und schottischen Bodenständigkeit zum Trotz – in der Vergangenheit nie als Ballermann’sche Frohnatur bekannt war, war die Nachricht, als ihn Familie und Bandmitglieder vor zwei Tagen als vermisst meldeten, keine gute, sondern eine durchaus besorgniserregende – gerade in Verbindung mit ebenjenen (nun letzten) Zeilen, die Hutchison wenig vorher via Twitter postete: „Be so good to everyone you love. It’s not a given. I’m so annoyed that it’s not. I didn’t live by that standard and it kills me. Please, hug your loved ones.“ („Seid gut zu allen, die ihr liebt. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, und das widert mich an. Nach diesem Standard habe ich selbst nie gelebt, und das bringt mich um. Bitte umarmt eure Liebsten.“). Kurz darauf schob er noch ein „I’m away now. Thanks“ nach, verließ nachts sein Hotel in Edinburgh – und verschwand…

Wie heute bekannt wurde, handelt es sich bei der Leiche, die die schottische Polizei bei der Suche nach Scott Hutchison am gestrigen Donnerstagabend an einem Küstenabschnitt in der Umgebung von South Queensferry fand, um den schottischen Musiker. Die Todesumstände sind (zumindest noch) genauso unklar wie die Antwort auf die Frage, welche Rolle Hutchisons Depressionen, mit denen er zeitlebens zu kämpfen hatte, dabei spielten. Dass ebenjene Zeilen, die er vor zehn Jahren in „Floating In The Forth„, dem Quasi-Abschluss von „The Midnight Organ Fight“, sang, jetzt auf geradezu gruselige Art und Weise Realität wurden, wird einen das Album nie mehr ohne Gänsehaut hören lassen… Und am Ende steht nur eines fest: Scott Hutchison ist tot. Und hat im Alter von 36 Jahren viel, viel zu früh die gesellige Bierseligkeit des kleinen Pubs um die Ecke verlassen. Mit ihm verliert die schottische Musikszene einen ihrer besten Songschreiber.

 

„And fully clothed, I float away
(I’ll float away)
Down the Forth, into the sea
I think I’ll save suicide for another day…“

(aus „Floating In The Forth“)

 

Wenn mir – auch in Zukunft – die Worte fehlen, dann werde ich meine Kopfhörer aufsetzen – und deine Songs haben. Danke dafür, von Herzen. Mach’s gut, Scott! Fuck it. Aye… cheers, mate!

 

 

„If I leave this world in a loaded daze
I can finally have and eat my cake…“

 

(Durchaus treffend formulierte Nachrufe haben auch der britische „The Guardian“ oder „The New Yorker“ zu bieten, während der „Mirror“ – natürlich – das Augenmerk auf die Ereignisse als solches legt…)

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Menschen, die unter Depressionen leiden und Suizidgedanken haben, finden bei der Telefonseelsorge online oder telefonisch unter den kostenlosen Hotlines 0800-1110111 und 0800-1110222 Telefonseelsorge rund um die Uhr Hilfe. Die Beratungsgespräche finden selbstredend anonym und vertraulich statt.

Angehörige, die eine nahestehende Person durch Suizid verloren haben, können sich an den AGUS-Verein wenden. Der Verein bietet Beratung und Informationen an und organisiert bundesweite Selbsthilfegruppen.

Leute, passt bitte auf euch und eure Mitmenschen auf! Gebt Liebe, wannimmer ihr Liebe geben könnt. Alles, was uns bleibt, ist das Jetzt…

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Rock and Roll.

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Das Album der Woche


Ein Album, das hier auf ANEWFRIEND in aller Ausführlichkeit angekündigt und mit maximaler Spannung und Vorfreude erwartet wurde. Logische Konsequenz: es ist das aktuelle „Album der Woche“…

 

Frightened Rabbit – Pedestrian Verse (2013)

Frightened Rabbit - Pedestrian Verse (Cover)-erschienen bei Warner Music-

Eine musikalische Politik der kleinen Schritte. So könnte man den Werdegang des schottischen Quintetts Frightened Rabbit wohl am ehesten umschreiben. War der 2007 erschiene Erstling „Sing The Greys“ noch ein bandgewordener Mittelfinger an das gemeinsame Scheitern vorm ersten Erfolg, so nutzte Frontmann Scott Hutchison das darauf folgende „The Midnight Organ Fight“ (2008 veröffentlicht, wurde von ANEWFRIEND hier ausgiebig gewürdigt) zur grandios bitteren Cold Turkey-Rekonvaleszenz von einer gescheiterten Beziehung, um im dritten Album „The Winter Of Mixed Drinks“ (2010) langsam die Jalousien beiseite zu ziehen, einen Blick nach draußen zu wagen und endlich die alten Kumpels von der Stammkneipe gegenüber wieder zu gemeinsamen Hugs ’n‘ Drinks zu treffen.

Frightened Rabbit #1

Im neuen Album „Pedestrian Verse“ wagt er nun einen weiteren kleinen Schritt vorwärts. Im heimischen Glasgow begibt er sich auf einen Spaziergang, einfach, um zu sehen, was er in all den Jahren der Selbstreflexion, der innerlichen Gesundung, ja beinahe der persönlichen Festigung so alles verpasst hat. Und das, was er nun sieht, bringt zwar keineswegs seine vorgefertigte Welt ins Wanken, bestürzt in jedoch schon ein klein wenig. Bereits in „Acts Of Man“, dem ersten Song des vierten Albums, sieht er allerhand Gespenstisches vor seinen Augen: teigig-bleiche Landsleute, bis ins Mark pervertierte Gestalten, latent Gewalttätige und deren tatenlose Opfer, Lügner, Feiglinge, Liebe mit sichtbarem Verfallsdatum – „Not here, not here / Heroic acts of man“. Kein Heiland, nirgendwo. Und wie schon in der Vergangenheit – und das wird auch bei den folgenden Stücken des Albums immer wieder deutlich – kann Hutchison nicht anders, als sich (s)einer bohrenden Selbstreflexion zu unterziehen: „I never wanted more to be a man / And build a house around you / I’m just like all the rest of them / Sorry, selfish, just trying to improve / I’m here, I’m here / Not heroic but I try“. Nein, er mag sich keineswegs über all diese Abscheulichkeit erheben, aber zumindest gibt er sein Bestes. Und so ballt er die Hände in den Manteltaschen zu Fäusten, während ihn ein kalter Winterwind frösteln lässt und so noch die letzten Erinnerungen an selige Sommertage zum Erfrieren bringt („December’s traditions suck the last of summer from our cheeks / Draws the curtains / Strips the trees“ – „December’s Traditions“). Er passiert Straßenzug um Straßenzug dieses ewig gleichen Backsteingraus, kann in seinem Unterbewusstsein die in den Hinterhöfen vergrabenen Familienleichen kehlig auflachen hören, welche wissen, dass jedes dunkle Geheimnis irgendwann wieder ans fahle Licht kommen wird („Backyard skulls / Not deep enough to never be found“ – „Backyard Skulls“). Er fühlt sich unverstanden und von der ihm janusköpfig erscheinenden Gesellschaft verraten („Stop acting so holy / I know I’m full of holes /…/ Don’t care if I’m lonely / ‚Cause it feels like home“ – „Holy“). Natürlich hat er bereits zaghafte Hilferufe nach Zweisamkeit fern von der grausam-grauen „Welt da Draußen“ von sich gegeben („I’m trapped in an collapsing building / Come find me now / We’ll hide out / We’ll speak in our secret tongues / Will you come back to my corner / Spent too long alone tonight / Would you come brighten my corner / A lit torch to the woodpile high“ – „The Woodpile“). Doch wo soll er denn bitte Zuflucht suchen? Worauf soll er vertrauen? Auf die Kirche etwa? Da, wo scheinheilige Würdenträger ihren eigenen Messwein saufen, nur um daraufhin von den heiligen Wassers des Sees Genezareths zu predigen? Nein, Gott ist tot – oder kann ihm zumindest gestorben bleiben („There isn’t a God, so save your breath“ – „Late March, Death March“). Lieber läuft er grimmig pfeifend nachts durch die eisigen Gassen, mit dem Bewusstsein, dass eine Gesellschaft wie diese, aller modernen Patina zum Trotz, ebenso tot sein muss, wie er sich in seinem Verlorensein, seiner Heimatlosigkeit so oft in der letzten Zeit gefühlt hat („I’m dead now, check my chest and you’ll see /…/ I’m dead now, can you hear the relief /…/ We’re all dead now, join hands and we’ll sing / To the glory of hell and the virtue of sin“ – „Dead Now“). Er ruft sich das Bild eben jener jungen Frau wieder ins Gedächtnis, die er kürzlich auf einer Parkbank sitzen sah. Aus ihren freudlosen Augen meinte er ihr gesamtes Schicksal lesen zu können. Dass sie bereits als Säugling jegliche Chancen auf ein erfüllendes Leben verspielt hatte („Brought home to breathe smoke in arms of her mother“ – „State Hospital“), schließlich einen dieser grobschlächtigen Kerle heiratete, dem sie seitdem nur als bessere Putzkraft dient, und so mit den Jahren nach Innen und Außen abhärtete. Und doch: kann dies wirklich das Ende der Evolutionsfahnenstange sein? Muss wirklich alles und jeder in solch einer vorgezeichneten Unglückssackgasse enden? Während sich die Sonne im Himmel über ihm vorsichtig durch die dichten Regenschleier kämpft, ist er sich sicher: „But if blood is thicker than concrete, all is not lost“. Für die kurzen Momenten des Glücks benötigt er nämlich keineswegs viel: „Shut down the gospel singers and turn up the old heartbreakers / I’m dying to tell you that I’m dying here“ („Nitrous Gas“). Scheiß auf all die große Show, den tumben Zirkus da draußen! Lass es uns einfach noch einmal wie früher machen, die alten Platten auflegen und reden! Nicht mehr…

Und so macht er sich auf seinem Spaziergang durch die heimatlichen regennassen Gassen Gedanken über die gewaltige moralische Schieflage der Gesellschaft (etwa im Bonus Track „Snow Still Melting“), erträumt für Andere Möglichkeiten, aus ihrem einheitlich engen Alltagsgrau auszubrechen („Escape Route“, ebenfalls ein Bonus Track) und kommt – der alte Romantiker, der er nun mal ist – immer wieder auf all die Lieben, auf all die Liebeslieder in seinem Leben zurück. Natürlich ist er keineswegs frei von Fehlern und Trugschlüssen, aber wie hätten denn, bitteschön, Andere an seiner Stelle gehandelt („Time passes / Except the blame / And I except that you might never care to see me again /…/ But may I ask, and answer honestly: What would you have done if you were me?“ – „If You Were Me“, der beste der drei Bonus Tracks). Am Ozean angelangt, träumt er sich hinaus auf die weite See. Nein, dieses Mal wird er nicht versuchen, gegen die rauen Wellen anzuschwimmen! In einem Boot sieht er sich diesen zementgrauen, Seelen fressenden Betonriesen entkommen. Wohin? Egal, nur weit, weit weg von hier… Noch besteht Hoffnung („There is light but there’s a tunnel to crawl through / There is love but its misery loves you / I’ve still got hope so I think we’ll be fine / In these disastrous times, disastrous times“), auch wenn diese keine Siebenmeilenstiefel trägt.

Frightened Rabbit #2

Frightened Rabbit gehen auf „Pedestrian Verse“, welches als ihr viertes Werk auch gleichzeitig ihr – vielerorts mit Befürchtungen behaftetes – Major Label-Debüt darstellt, ausgerechnet einen Schritt zurück von den nicht selten hymnischen Arrangements des vor drei Jahren erschienen Vorgängers „The Winter Of Mixed Drinks“. Auf den zwölf neuen Songs (beziehungsweise 15 Songs in der Deluxe Edition) geht das schottische Quintett meist deutlich kompakter zu Werke. Natürlich sind sie noch da, diese Passagen, in denen Scott Hutchison und Co. zur großen Umarmung ausholen, und man selbst nicht anders kann, als sich die Glaswegians auf eine gemeinsame, freundschaftliche Pint her zu wünschen. Natürlich bieten Frightened Rabbit auch 2013 ihre höchst eigene Variante des schottischen Indie Rocks auf, der schon die Vorgänger zu Stück für Stück ganz nah ans Herz wachsenden Kleinoden machte, und verfeinern das musikalische Basiskonstrukt aus Gitarre, Schlagzeug und Bass mal mit seltsam vergnügt im Hintergrund flirrenden Synthesizern („Backyard Skulls“), einer Orgel („Escape Route“), gepfiffenen Melodien („Late March, Death March“) oder Backgroundchören („Nitrous Gas“). Natürlich dürfen die Gitarren ab und an zu kurzen, schneidenden Solos durchstarten (etwa in „The Woodpile“ oder in „Dead Now“). Doch trotz aller Eingängigkeit, mit welcher sich die Vorab-Songs „State Hospital“, „Dead Now“ (Hämmerndes Piano! Scheidendes Gitarrensolo! Beißende Synthesizerlineine!) und „The Woodpile“ bereits in die Gehörgänge der nach neuen Stücken lechzenden Hörerschaft gefressen haben, stehen auch auf „Pedestrian Verse“ Scott Hutchisons clever-lakonische Texte – übrigens nach wie vor völlig zu recht – im Vordergrund. Und nachdem in „The Oil Slick“, diesem kleinen Inferno, bei welchem sich die Band gemeinsam mit Bläsern zu einer musikalischen Monsterwelle aufschwingt, nur um nach und nach zu verebben, die Vögel anfangen, den Hörer aus diesem 43-minütigen (oder 53-minütigen, bezieht man die drei folgenden Bonus Tracks mit ein) Winterspaziergang zu zwitschern, weiß man: es ist alles okay. „Pedestrian Verse“ dient als vollkommen gelungene Bestandsaufnahme – vom Zeitgeist, von der Gesellschaft, vom intakten Verhältnis der Band. „Pedestrian Verse“ erzählt kleine Geschichten, die all jene, welche genauer hinhören, so schnell nicht mehr loslassen werden. Dass ausgerechnet dieses Album voller Anti-Hymnen für die Schotten einen Durchbruch à la Snow Patrol (die immerhin auch aus Glasgow stammen) bedeuten dürfte, darf stark bezweifelt werden. Aber Frightened Rabbit pfeifen darauf! Und gehen mit „Pedestrian Verse“ zwei kleine Schritte zurück, nur im Anlauf für den nächsten beherzten großen Satz zu holen…

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Wer sich das Album vorab im Stream zu Gemüte führen möchte, der kann das noch immer hier tun…

In einem früheren Artikel berichtete ANEWFRIEND bereits über den Kurzfilm „Here (The Highlands Film“, welcher die Band während ihrer Mini-Tour durch einige abgelegenere Orte ihrer schottischen Heimat begleitet (und der Deluxe Edition von „Pedestrian Verse“ nun auf DVD beiliegt).

 

Die dem Album 2012 vorausgegangene „State Hospital EP“ kann man sich hier anhören…

 

Und hier die drei Videos zu „State Hospital“…

 

…“Dead Now“…

 

…und „The Woodpile“…

…sowie hier die NME-Session des Bonus Tracks „If You Were Me“ ansehen.

 

Rock and Roll.

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„A bloody curse word made pedestrian verse“ – Das komplette neue Frightened Rabbit-Album im Stream & mehr…


Frightened Rabbit

Da ging’s auf einmal ganz schnell: dass sich Frightened Rabbit ein Beispiel an Nuri Sahins gefühltem Nach-und-Nebel-Wechsel zurück zur „großen Liebe“ (aka. meinem Lieblingsverein, dem BvB) genommen haben, ist natürlich rein spekulativ, und nicht wirklich wahrscheinlich. Nichtsdestotrotz stellte das schottische Indie-Qunitett ihr mittlerweile viertes Album „Pedestrian Verse“ gestern, gut eine Woche vor dessen Erscheinungstermin am 4. Februar (für Deutschland ist der 15. Februar angesetzt), für alle zum Warmhören ins weltweite Netz. Und ANEWFRIEND wäre wohl kaum die inoffizielle digitale Haus-und-Hof-Gazette der Band um Sänger Scott Hutchison, wenn ich euch nicht auf diesen tollen Fakt hinweisen würde, oder?

Spontanes Urteil nach einmaligem Genuss bei rollendem Verkehr: noch stechen aus den zwölf Stücken (in 42 Minuten Spieldauer) vor allem die Vorab-Songs „State Hospital“, „Dead Now“ und „The Woodpile“ hervor, es deuten sich jedoch auch andere persönliche Favoriten an. Doch wie immer ist hier Vieles sperriger schottischer Schönklang, wie bei den Vorgängern tauen einige der kleinen Biester aus Hutchisons Kehle erst beim Zweit- oder Drittkontakt auf. Das Jahr wird zeigen, ob „Pedestrian Verse“ auch im „alten Europa“ zu ähnlich gefüllten Hallen verhelfen wird wie bereits in den USA. Nichtsdestotrotz bereits eines der Highlights 2013, welches wohl nicht nur mir noch näher ans Herz rücken wird!

Zu hören gibt’s „Pedestrian Verse“ hier.

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Für alle, die eins der drei Videos zu den Vorab-Songs verpasst haben, gibt es hier die Gelegenheit zum Nachholen…

 

 

 

…und noch ein ganz besonderes Highlight: Sänger Scott Hutchison hat nämlich unlängst (s)eine Version des Ryan Adams-Songs „Dear Chicago“ aufgenommen, welche ihr euch hier anhören und – aus dem Netz, jedoch ohne doppelten Boden – auf’s heimische Musikabspielgerät laden könnt:

 

Rock and Roll.

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Frightened Rabbit – „HERE (The Highlands Film)“


Highlands Tour

Nebelbehangene Landschaften, bei welchen sich satte, in Morgentau getränkte Wiesen und schroffe Gebirgsformationen die geografische Klinke in die rauen Hände drücken, schlechtes Wetter, bei welchem man mehr Tiere als Menschen antrifft – so stellt sich bekanntlich der „National Geographic“-geschädigte Ausländer die schottischen Highlands vor. Und in genau diese Käffer zwischen all dem, in Orte, von denen unsereins wohl noch niemals gehört hat (Ullapool? Tobermory? Aviemore? Strathpeffer? – Macht’s ‚klick‘? Sag‘ ich’s doch!), begab sich das schottische Indierock-Qunintett von Frightened Rabbit während ihrer „Highlands Tour“ im April 2012. Die Ziele: Songs, welche man kurz darauf für den Nachfolger zum erfolgreichen Zweitling „The Winter Of Mixed Drinks“ im Studio aufnehmen wollte, live antesten – „You can sit in a rehearsal room and rehearse for five days solid for twelve hours and there’s nothing like playing it in front of an audience.“, wie Sänger Scott Hutchison meint -, neue Spielfreude entwickeln, neue Seiten der eigenen Heimat entdecken und – wohl kaum unwichtiger – auch einmal bei denjenigen Fans vorspielen, welche bisher nicht die Gelegenheit hatten, sich von den Livequalitäten von Frightened Rabbit zu überzeugen.

Glücklicherweise haben die Jungs (beziehungsweise: ihre Crew) während der Mini-Tour die Kamera mitlaufen lassen. Entstanden ist mit „Here (The Highlands Film“ ein 17-minütiger Kurzfilm, welcher zwar die Reisebroschürenklischees vom Schottland jenseits der „großen“ Städte wie Glasgow oder Edinburgh alles andere als entkräftet (wozu auch?), jedoch schöne Bilder, kurze Einblicke ins Tourleben, Statements von allen Bandmitgliedern und Akustikversionen der Songs „State Hospital“ und „Fuck This Place“ bietet… Feine Sache.

Frightened Rabbit

Wer ANEWFRIEND bereits seit einiger Zeit verfolgt, dem wird mein Faible für schottischen Indierock – und besonders für die Jungs von Frightened Rabbit – aufgefallen sein (und alle anderen lesen bitte das hier). Die vor Kurzem erschienene „State Hospital EP“ als Appetizer, als Überbrückung der (viel zu langen) Wartezeit bis zum nächsten Album gedacht. Das Problem: auch diese Songs sind wieder einmal fast durchgängig fantastisch geraten! (Man entschuldige mir meine gepflegte Absage an die Wahrung der kritischen Distanz, denn nichts ist schöner als großartige Musik und Euphorie!) Zum Glück ist das dritte Album „Pedestrian Verse“ bereits aufgenommen, abgemischt und in trockenen Studiotüchern und wird am 4. Februar 2013 erscheinen. Wer – wie ich – die langen drei Monate dazwischen überbrücken muss, dem bleiben zum Glück die grandiosen Vorgänger – und massig entdeckenswerte schottische Musikerkollegen (Empfehlungen stellt euch ANEWFRIEND bei Interesse gern aus)…

Szene aus "Here"

 

Hier kann man sich „Here (The Highlands Film)“ zu Gemüte führen…

 

…ebenso wie den Albumausblick „Dead Now“:

 

Und da man von Frightened Rabbit wohl nie genug bekommen kann, hier noch die tollen Videos zu „The Loneliness And The Scream“…

 

…“Nothing LIke You“…

 

…und „State Hospital“ (welches bereits auf ANEWFRIEND zu sehen war):

 

Noch immer nicht genug? Dann könnt ihr euch hier die bereits erwähnte „State Hospital EP“…

 

…und die „A Frightened Rabbit EP“ in kompletter, digitaler Form anhören (und zweitere über die Homepage der Band im Tausch gegen eine E-Mail-Adresse auch frei für’s Abspielgerät herunterladen!):

 

Rock and Roll.

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Neues Frightened Rabbit-Video zu „State Hospital“ + EP-Ankündigung


Die kürzlich auf ANEWFRIEND vorgestellten Frightened Rabbit haben mit „State Hospital“ einen ersten Song aus ihrer am 24. September erscheinenden EP gleichen Namens in Bild- und Tonform veröffentlicht.

 

Mein Urteil: der Song ist – mal wieder – großartig. Scott Hutchisons Stimme! Dieser schottische Akzent! Diese Gitarrenklimax! Die Band beschreibt  das dazugehörige Video als “a series of violent, painful flashbacks”, ich sage: der Herbst kann kommen! Und während das Video einen recht tristen Eindruck vermittelt, singt Hutchinson am Ende: „All is not lost.“ Alles beim Alten bei den Glaswegians also – der Ton bleibt rau, doch ein wenig Trost haben die Jungs immer im Detail parat.

Die EP wird fünf Songs enthalten, die – aus welchen Gründen auch immer – auf dem 2013 erscheinenden vierten (und noch unbetitelten) Album keinen Platz gefunden haben.

Das Trackliste der „State Hospital“ EP:
1. State Hospital
2. Boxing Night
3. Home From War
4. Off
5. Wedding Gloves

 

 

 

Rock and Roll.

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