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„Choose Love“ – Denn hinter anonymen Zahlen stecken Menschen und ihre Schicksale


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„Refugees, activists and actors come together to #chooselove

Bei all den Debatten über Flüchtlingsquoten, Migranten in einer für sie komplett neuen, westlichen Kultur sowie das generelle Für und Wider der Tatsache, dass wir nun plötzlich nicht mehr ganz für uns sind in unserer Wohlstandsgesellschaft vergessen wir oft, dass hinter all den anonymen Zahlen tatsächlich Menschen stecken. Menschen, die oft ihre Familien zurück gelassen oder – schlimmer noch – zu großen Teilen verloren haben. Menschen mit tragischen Schicksalen, die ohne das Zutun der westlichen Welt wohl nie und nimmer aus ihrer Heimat geflohen wären. Dass verachtenswerte Arschkrampen – Pardon my French – wie die Hohlköpfe von AfD und Co. die Ängste deutscher Bundesbürger ausnutzen und mit diesen böses Spiel treiben, macht das Ganze nur noch bitterer (soll hier aber nicht weiter ausgeführt werden, Diskussionen dazu gibt’s bereits anderswo zur Genüge)…

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Glücklicherweise gibt es jedoch Organisationen wie „Help Refugees„, welche es sich auf die Fahnen geschrieben haben, den etwa in Griechenland und im französischen Calais gestrandeten Flüchtlingen so gut es denn geht zu helfen – sowohl, was die Erstversorgung mit Nahrungsmittel betrifft als auch die medizinische Hilfe. Denn die Situation ist noch immer alles andere als unter Kontrolle:

„We are currently living in a refugee crisis unseen since the Second World War. The UN estimates that 65.3 million people are now refugees, seeking asylum, or internally displaced.“

Wer also gegen Ende des Jahres noch den ein oder anderen Euro übrig haben sollte und – gerade zu Weihnachten – mal etwas Sinnvolleres geben möchte das das x-ten Paar Socken oder den y-ten Flakon Parfüm, der darf sich gern folgenden Spot von „Help Refugees“ in Gedächtnis rufen und spenden, denn auch kleine Summen können viel bewirken – und sei es nur, um das eigene Karma ins Lot zu bringen. Danke gegebenenfalls schonmal von mir.

 

 

 

Rock and Roll.

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Mein Senf: The Bob Geldof Singers – fünf Minuten Zeit für Afrika


Foto: dpa

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Mal abgesehen davon, dass man – oder geht das nur mir so? – jedes Mal eine ganz und gar unschöne Fremdschäm-Gänsehaut bekommt, wenn man dabei zuschaut, wie da eine Horde ach so bedrückt und ernsthaft dreinschauender Popmusikanten im Tonstudio zusammen hockt (respektive: vorm Mikro steht), um voller Inbrunst ein Lied für all jene einzusingen, denen es eben nicht so gut und großartig geht wie ihnen: Wem nutzt eigentlich „Band Aid 30“, jenes Projekt von Sir Bob Geldof, das zum 30. Jubiläum der Ursprungscharityaktion „Band Aid“ und im Windschatten der Ebolameldungen aus mehreren westafrikanischen Ländern seine internationale Neuauflage erfährt, wirklich mehr: Afrika oder Geldof und seiner – freilich karitativ, aus tiefstem Bewusstsein für „die Sache“ und komplett unentgeltlich – angetretenen Künstlerschar?

Dieser Frage widmet sich auch Jan Böhmermann in der neusten Ausgabe des „Neo Magazins“. Natürlich ist vieles, was da in der Rubrik „Eier aus Stahl“ ausgesprochen wird, nur zu einhundert Prozent bierernst zu nehmen, und auch Geldofs karitatives Engagement (Stickworte: Band Aid und seiner Neuauflagen, Live Aid, Live 8) ist – im Grunde und über die Jahrzehnte gesehen – durchaus löblich. Da hat ein durchaus mediokrer One-Hit-Wonder-Musiker (damals, 1979, war’s, als Geldof mit seiner damaligen Band The Boomtown Rats und dem Song „I Don’t Like Mondays“ tatsächlich selbst in den Charts Erfolg hatte) (s)eine Lebensaufgabe gefunden. Ebenso wenig möchte man einem der teilnehmenden Musiker der Neuauflage, die parallel in England, Frankreich und Deutschland losgetreten wurde, das Wissen um die vermeintliche Ernsthaftigkeit der Sache in Abrede stellen. Nur wirkt all dieses „Wir aus den ach so reichen Industrienationen nehmen uns jetzt mal fünf Minuten unserer ach so wertvollen Künstlerzeit, um euch eh schon armen und jetzt auch noch an Ebola erkrankten *hust* ‚Schweinen‘ zu helfen und singen gemeinsam ein Weihnachtslied“-Gehabe immer auch ein kitzekleinwenig scheinheilig. Und wenn Campino, seines Zeichens Frontmann der Düsseldorfer Altbier-Konsenspunks Die Toten Hosen und nun auch Hauptverantwortlicher des deutschen „Band Aid 30“-Ablegers, dann auch noch Sätze wie „Kauft die Platte, ladet sie euch runter. Ob ihr den Song mögt oder nicht, ist eher zweitrangig.“ ins Feld wirft, dann stellt sich wirklich die Frage: Wieso nicht direkt spenden? Weihnachten kommt und geht auch ohne eure fünf Minuten karitativen Eifer…

 

 

(Wer’s wirklich wagen und hören mag: in der ARD-Mediathek steht das Musikvideo zur deutschen Version von „Do They Know It’s Christmas?“ bis zum 12.12. zum Anschauen bereit…)

 

Rock and Roll.

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