Schlagwort-Archive: Spanien

Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Pablo Ruiz Picasso, 1881-1973, spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: David Ros – „Take A Walk On The Wild Side“


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Foto: Facebook

Passiert wohl nicht nur mir ab und an: Da lässt du bei irgendeinem x-beliebigem Privatsender die Werbeunterbrechung durchlaufen, und urplötzlich erhascht – inmitten der drölfzigsten Reklame für Pizza, Abführmittel, Inkontinenzhöschen oder Zahnprothesenhaftcreme – tatsächlich ein Song deine Aufmerksamkeit…

So vor einigen Wochen bei der Werbung für das neuste Modell einer spanischen Automarke, welche wiederum längst zum Konzern eines großen deutschen Autobauers gehört, passiert. Die musikalische Untermalung, die mich da meine Lauscher spitzen ließ, war eine Coverversion von Lou Reeds „Take A Walk On The Wild Side“ (das Original stammt vom 1972 veröffentlichten Solo-Werk „Transformer„). Kannte ich noch nicht. Also mal eben Dr. Google konsultiert, der mir den Namen David Ros ausspuckte. David who?

Mit ein klein wenig Recherche weiß das weltweite Netz auch da ein paar mehr Infos: Ein (zumindest hierzulande) recht unbekannter Singer/Songwriter aus Barcelona, der zwar bislang mit eigenen Veröffentlichungen geizt („He is currently preparing an album of intimate songs and impressive melodies accompanied by his band.“ – wie hier zu lesen ist), in seiner spanischen Heimat vor einigen Jahren bereits in der ein oder anderen TV-Musik-Castingshow (unter anderem bei „La Voz“, der dortigen Ausgabe von „The Voice“) aufgetreten ist, und in der Vergangenheit – nebst seiner markant rauen Stimme – auch mit der ein oder anderen weiteren tollen Coverversion für Beachtung sorgte (etwa von „Use Somebody“ von den Kings Of Leon, dem Oasis-Evergreen „Live Forever“ oder dem durch Adele bekannt gewordenen Bob-Dylan-Schmachtfetzen „Make You Feel My Love„). Fazit: So macht Reklame auch für mich einmal Sinn.

 

 

Rock and Roll.

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Vorn süß, hintenrum ironisch – mehr Illustrationen von Naolito


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Vor einiger Zeit fand der spanische Zeichner Nacho „Naolito“ Diaz bereits hier auf ANEWFRIEND Erwähnung, als der katalanische Illustrator, Jahrgang 1987, sich im Zuge seiner Reihe „Villains Need Love“ bereits die durchaus berechtigte Frage stellte, ob eigentlich auch bekannte Film-, Serien- und Comic-Bösewichte ab und an eine Knuddeleinheit nötig haben.

Nun hat passionierte T-Shirt-Designer Naolito erneut zugeschlagen, und präsentiert mit gewohnt süßen Themen-Reihen  wie „Before And After“, „Cute Characters“ oder „Pop Culture“ Illustrationen, die im ersten Moment zwar niedlich erscheinen mögen, es in Punkto doppeltem Sinn und Ironie einmal mehr faustdick hinter den kunterbunt gezeichneten Ohren haben…

 

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(via Facebook)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Amanda Palmer – „In Harm’s Way“


Amanda Palmer und Edward Ka-Spel

Foto: Michael Lamertz / ML Fotografie

Bei allem, was Amanda Palmer an kreativem Output veröffentlicht – und das ist nicht gerade wenig – kann man sich meist sicher sein, dass am Ende erneut große – oft genug sogar großartige und vor allem wichtige – Kunst ums Eck lugen wird. (Das im Mai gemeinsam mit The Legendary Pink Dots-Frontmann Edward Ka-Spel veröffentlichte Album „I Can Spin A Rainbow“ lassen wir an dieser Stelle mal außen vor und verbuchen es unter „Erfüllung eines persönlichen Jugendtraums“…)

Dass sich die 41-jährige US-Musikerin ihres Einflusses und ihrer Außenwirkung durchaus bewusst ist und diese auch nutzt, um oftmals kritische Töne anzustimmen, dürfte längst bekannt sein. Das neuste, nun veröffentlichte Charity-Stück „In Harm’s Way“ ist ein weiterer Beleg dafür.

a1699755092_16Inspiration für den Song war ein Foto der türkische Pressefotografin Nilüfer Demir, welches den syrischen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi, tot an einem Strand nahe der türkischen Touristenhochburg Bodrum, zeigte. Das Bild ging im September 2015 um die Welt und erreichte auch Amanda Palmer, die zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes stand. Und es ließ die werdende Mutter nicht mehr los. Also setzte sie sich, wenig später, nachdem ihr Sohn Ash zur Welt gekommen war, an ihr Piano und skizzierte einen ersten Entwurf des Stückes „In Harm’s Way“ (welcher zu diesem Zeitpunkt noch „The Refugee’s Brother“ hieß).

Kurz darauf stieß Palmer via Twitter auf den spanischen Performance-Künstler Abel Azcona. Beeindruckt von der Bildsprache seiner Arbeiten nahm sie bereits kurze Zeit später den Kontakt zu ihm auf und schlug ein gemeinsames Projekt vor: ein Performance-Video zu dem damals just fertig gestellten Song „In Harm’s Way“, für den Palmers Musik-Buddie Jherek Bischoff Streicher-Arrangements besorgt hatte.

Und wie so oft konnte sich Amanda Palmer für dieses neuste künstlerische Unterfangen auf ihre via Patreon und andere soziale Medien reaktivierten Fans und Unterstützer verlassen. Finanziert via Crowdfunding, drehten die Musikerin und Performance-Künstler Azcona das Musikvideo zu „In Harm’s Way“ gemeinsam mit vielen freiwilligen Laien-Darstellern, die dem Aufruf der Social-Media-Aktivistin gefolgt waren, an einem Strand im spanischen Tarragona. Das fünfeinhalbminütige Ergebnis spricht für sich. Und sorgt – gerade in Verbindung mit der Musik – für mehrere dicke Klöße im Hals…

Wer übrigens meint, dass Palmer das Thema der Flüchtlingskrise – gerade von ihrem vermeintlichen Elfenbeinturm im fernen US-amerikanischen Boston heraus – zur fixen Selbstprofilierung nutzen würde, dem sei mit auf den Weg gegeben, dass die umtriebige Musikerin unter anderem (sie steht etwa in stetigem Kontakt zu diversen NGOs) im Frühjahr 2017 auf dem Rückweg von einer Tournee durch Australien – gemeinsam mit ihrem mittlerweile zweijährigen Sohn Ash – ein Flüchtlingscamp im griechischen Lesvos besuchte, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen.

 

Amanda Palmer hat zum neuen Song „In Harm’s Way“ Folgendes zu sagen (während man die komplette Geschichte um und über das Stück auf ihrer Homepage findet):

„while the headlines blare on about the distractions du jour, we are now witnessing the highest levels of displacement **on record**. an unprecedented 65.6 million people around the world have been forced from their homes. among them are nearly 22.5 million refugees, over half of whom are under the age of 18. this past spring of 2017, i traveled to lesvos, greece, where i worked with a small NGO and saw the continual plight of families and children living in limbo with a scarcity of help and resources while the world marches on without paying attention.

meanwhile, i worked on this song recorded in tasmania, australia, with generous assistance from the MONA museum and began an brainstorm and partnership with the spanish performance artist abel azcona. we recruited dozens of volunteers from across spain, france, the UK and elsewhere in europe to take part in the performance. these volunteers weren’t professional actors, they simply answered our call and wanted to loan their time and hearts to this cause. the video was filmed on location in tarragona, spain. we cannot thank the volunteers enough for their travel, time and generosity in making this clip.

the entire film crew and all the production costs were funded/backed by my 11,000 patrons. without them, nothing. if you’d like to join our tribe and help us make more art all around the world, join here: https://www.patreon.com/amandapalmer

read the full backstory & lyrics here: https://amandapalmer.net/InHarmsWay

please download the song here on bandcamp; https://amandapalmer.bandcamp.com/tra…

ALL digital proceeds until Nov 30th will go to http://BecauseWeCarry.org, a small dutch NGO that helps feed, clothe and assist refugees landing and living on the island of lesvos, greece.“

 

 

„what i cannot see cannot be not untrue
standing on the barrier of me and you are
standing where the ocean meets the sand
we cross though we barely understand
the grass is always greener on the land

what we cannot say cannot be not our fault
searching for a harbor where the sharks don’t call
i’m waiting where the boats arrive at night
i see the ones before me disappearing into light

why would you go? when you could stay?
why would you try? when you could walk away?
why should i care when you’re not mine?
why would i care when you’re not even my kind?
why would you stand when you could lie?
why would you bother to find something kind to say?
why would you bother to love your own neighbor?
and why would you bother to love your own brother?

….love’s so expensive these days.

what i cannot do cannot be not undone
blinking at the reef collapsing in the sunrise
shining from this pamphlet in my hand
we cross as many fingers as we can
the grass keeps looking grayer as we find no place to land

what i cannot see can not be not unseen
standing on the barrier
of you and me
are standing where the ocean meets the land
we cross even though we understand
we cross even though we see the child in the sand

why would you go?
when you could stay?
why would you try?
when you could cast away?
why should i care
when you’re not mine?
why would i care
when you’re not even my kind?

why would you stand
when you could lie?
why would you bother to find something kind to say?
why would you bother to save your own neighbor?
and why would you bother to save your own brother?

why would you bother to save your own child
why would you bother with all of this bother
and why would you bother with all of these others

when there’s always you you could save….

why, what are you crazy?

why would you stand in harm’s way?“

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Viva Belgrado


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Die vielleicht heißeste europäische Post-Hardcore-Band? Sorry, The Tidal Sleep – der hoffnungsvollste Anwärter kommt potentiell aus Spanien.

17021481_1067765553327738_3414227032014494474_nObwohl sich die Wege der fünf baden-württembergischen Lautmaler von The Tidal Sleep und der Screamo-Berserker aus dem spanischen Córdoba unlängst gekreuzt haben, denn immerhin lieferte Viva-Belgrado-Frontschreihals Cándido Gálvez auf einem Song des neusten The-Tidal-Sleep-Albums „Be Water„, „Sogas„, einen gelungenen lautstarken Gastbeitrag ab.

Und auch sonst stehen beide Bands stilistisch relativ nahe beieinander, vermengen Elemente aus Post Hardcore, Screamo oder Post Rock zu einer Melange, die, wie im Fall von „Ulises“ (zu deutsch „Odysseus“), dem neusten, im August 2016 veröffentlichten Viva-Belgrado-Album, mal nach den schwedischen Screamo-Heroen Suis La Lune, mal nach Szene-Größen wie La Dispute, Pianos Become The Teeth oder Touché Amoré, mal nach den letzten Werken der japanischen Postrock-Turmbauer von Envy klingt. Wenn sich brachiale Stürme und mild daher gezimmerte Ambient-Passagen die musikalische Klinke in die Hand geben und am Ende ein in sich geschlossenes Gesamtbild ergeben, werden die spanischen Texte beinahe zur Nebensache (und für den Rest gibt es noch immer Wörterbücher).

 

Das aktuelle Album der vier Jungs von Viva Belgrado, „Ulises“, gibt es, wie die Vorgänger „Flores, Carne“ (2014) und „El Inverno“ (2013) auch, via Bandcamp im Stream und als „Pay what you want“-Download:

 

 

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Rock and Roll.

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