Schlagwort-Archive: Spanien

Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Pablo Ruiz Picasso, 1881-1973, spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer)

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Was es nicht alles gibt… Im spanischen Málaga haben findige Ex-Schreibtischhengste der Schutzheiligen der Musikalischen Vervielfältigungsrechte zu Ehren gar eine eigene Taverne eröffnet… Verrückt? Verrückt. Aber wenn’s das Internet berichtet, dann muss das doch wahr sein, oder? Verrückter wär’s da nur noch, wenn Señor y Señora Betreiber nicht für ihre Hintergrundbeschallung löhnen würden…

 

Rock and Roll.

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Zu kurz gekommen… Standstill


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Was machen eigentlich Standstill? Nun… nicht mehr viel (mehr dazu gleich). Und im Grunde scheint’s auch kaum einen zu interessieren – was bei genauerem Hineinhören in den Backkatalog lediglich im Ansatz verständlich erscheint…

Denn zumindest in den Anfangstagen bewegte sich die Band aus der katalanischen Metropole Barcelona stets recht nah am musikalischen Zeitgeist, hatte etwa auf dem 2001 erschienenen Debütalbum „The Ionic Spell“ lautstarken Emocore und einige deftige (Post-)Refused-Reminiszenzen im Köcher oder wusste im nur ein Jahr darauf veröffentlichten Nachfolger „Memories Collector“ mit nicht wenigen satten Riffs und Rhythmen zu überzeugen, welcher während dieser Zeit auch Post-Hardcore- und Alternative-Rock-Kapellen wie At The Drive-In, deren Phönix-aus-der-Asche-Nachfolgern Sparta oder Thursday wild durcheinander gewürfelte Moshpits zwischen El Paso, Köln oder Tokyo bescherten. Mit dem nächsten, 2004 in die Indie-Plattenläden gestellten selbstbetitelten Langspieler wagten Standstill einen ebenso offensichtlichen wie mutigen Richtungswechsel, denn Frontmann Enric Montefusco entschied sich, fortan nicht mehr auf Englisch zu texten und singen, sondern in seiner Muttersprache Spanisch. Wem die Band also bisher mit ihrer fortwährenden Suche nach klanglichen Experimenten, mit ihrem strikten ¡No!“ zum – uffjepasst, naheliegendes Wortspiel! – kreativen Stillstand (hier haben wir übrigens einen weiteren Bezug zum Refused-Meilenstein „The Shape Of Punk To Come„) ein paar Dinge zuviel fürs gefällige Nebenbeihören wagte (oder schlichtweg der spanischen Sprache nicht mächtig war), der war wohl spätestens ab diesem Zeitpunkt komplett raus aus dem Standstill’schen Kosmos.

300x300Der Teil der Indie-Fanbase, der der katalanischen Band auch danach die treue Stange hielt, durfte sich an ausgeprägtem Abwechslungsreichtum, ausgetüftelter Percussionarbeit (bei manch einem Song – …And You Will Know Us By The Trail Of Dead gleich – gar mit zwei Schlagzeugern!) oder auch mal recht sparsamer Instrumentierung, die immer öfter Ausflüge in spanische Folklore-Gefilde wagte, erfreuen. Und an einer Stimme, die mehr ausstrahlte als eben nur puren Exotenbonus – in der Tat findet man solch ein eindringliches, durch Mark, Bein und Seelenstränge tönendes Gesangsorgan wie das von Enric Montefusco höchst selten (ich selbst möchte hier einen Vergleich zu Declan de Barra von den ebenfalls viel zu früh aufgelösten Clan Zú ziehen). Diese Entwicklung nahm auch auf den weiteren, zwischen 2006 und 2013 erschienenen Alben „Vivalaguerra„, „Adelante Bonaparte“ und „Dentro de la Luz“ ihren Lauf – die explosiven Post-Hardcore-Momente wurden seltener, dafür ließen Standstill immer öfter ihre Kompetenzen für experimentelle Klangkulissen sowie post-rockige und melancholisch-folkloristische Songgebilde aufblitzen. Nach jahrelangen Touren, die die Band zwar auch ins europäische Ausland, nach Frankreich, Belgien, die Niederlande oder Deutschland führten, jedoch immer auch – leider, leider – nah am finanziellen Minimum zurückließen, spielte das Quintett im Oktober 2015 eine letzte Show im Apolo in Barcelona – und ließ nach diesem Heimspiel, welches glücklicherweise für die Nachwelt festgehalten wurde (und jedem wärmstens empfohlen sei), den Vorhand fallen…

Seitdem sind nun schon ganze fünf Jahre vergangen. Was die einzelnen Teile von Standstill heute so treiben? Nun, zumindest Ex-Frontmann Enric Montefusco ist glücklicherweise der Musik treu geblieben und hat in den vergangenen Jahren mit „Meridiana“ (2016) und „Diagonal“ (2019) zwei Alben veröffentlicht, welche musikalisch den zuletzt mit Standstill eingeschlagenen Weg hin zu traditionelleren spanischen Folk-Gefilden recht konsequent weiter gehen, während sich die Texte – nebst persönlichen Anklängen – mal recht kritisch, mal verdammt melancholisch mit dessen katalanischer Heimat beschäftigen (wer mehr wissen mag, der findet hier ein Interview mit dem Musiker aus dem vergangenen Jahr). Nichtsdestotrotz lohnt es sich auch eine halbe Dekade nach dem (vorläufigen) Ende von Standstill, dem faszinierenden, vielseitigen Klangkosmos der Spanier zu verfallen. *hach*

 

Einen recht guten Einblick in einem jenen Klangkosmos kann man sich etwa anhand eines knapp einstündigen TV-Konzerts verschaffen, welches Standstill im Zuge ihres 2006er Albums „Vivalaguerra“ spielten (wen als nicht dem Spanischen Mächtigen die Texte interessieren: den Song „Victor San Juan“ gibt es auch einzeln und mit englischen Untertiteln)…

 

…oder dem aufs Nötigste reduzierten Folk von „Adelante Bonaparte (I)“ (vom 2010er Doppel-Werk gleichen Titels) lauschen (oder eben ein wenig auf dem YouTube-Kanal der Band stöbern):

 

Ebenso lohnenswert sind zweifellos auch die beiden Solo-Alben von Enric Montefusco, denn stimmlich kann einen der 43-jährige hagere katalanische Musiker mit dem markanten Vollbart auch im Alleingang gefangen nehmen…

 

 

 

Rock and Roll.

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What’s a protest singer supposed to do…


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(gefunden bei Facebook)

 

Starker, gewiefter und recht mutiger Zug von US-Protest-Folk-Urgestein Pete Seeger damals in den Siebzigern, fürwahr. Selbiges haben hierzulande – wenn auch im weitaus klamaukigeren Stil – ja bereits Die Ärzte in den späten Achtzigern veranstaltet, als gleich eine ganze Reihe von Stücken von BelaFarinRod (letzterer war damals freilich noch nicht an Bord, dafür jedoch sein Vorgänger Hagen) wie „Geschwisterliebe“ oder die mehrteilige „Claudia“ auf der roten Liste der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften landete…

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Pablo Ruiz Picasso, 1881-1973, spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: David Ros – „Take A Walk On The Wild Side“


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Foto: Facebook

Passiert wohl nicht nur mir ab und an: Da lässt du bei irgendeinem x-beliebigem Privatsender die Werbeunterbrechung durchlaufen, und urplötzlich erhascht – inmitten der drölfzigsten Reklame für Pizza, Abführmittel, Inkontinenzhöschen oder Zahnprothesenhaftcreme – tatsächlich ein Song deine Aufmerksamkeit…

So vor einigen Wochen bei der Werbung für das neuste Modell einer spanischen Automarke, welche wiederum längst zum Konzern eines großen deutschen Autobauers gehört, passiert. Die musikalische Untermalung, die mich da meine Lauscher spitzen ließ, war eine Coverversion von Lou Reeds „Take A Walk On The Wild Side“ (das Original stammt vom 1972 veröffentlichten Solo-Werk „Transformer„). Kannte ich noch nicht. Also mal eben Dr. Google konsultiert, der mir den Namen David Ros ausspuckte. David who?

Mit ein klein wenig Recherche weiß das weltweite Netz auch da ein paar mehr Infos: Ein (zumindest hierzulande) recht unbekannter Singer/Songwriter aus Barcelona, der zwar bislang mit eigenen Veröffentlichungen geizt („He is currently preparing an album of intimate songs and impressive melodies accompanied by his band.“ – wie hier zu lesen ist), in seiner spanischen Heimat vor einigen Jahren bereits in der ein oder anderen TV-Musik-Castingshow (unter anderem bei „La Voz“, der dortigen Ausgabe von „The Voice“) aufgetreten ist, und in der Vergangenheit – nebst seiner markant rauen Stimme – auch mit der ein oder anderen weiteren tollen Coverversion für Beachtung sorgte (etwa von „Use Somebody“ von den Kings Of Leon, dem Oasis-Evergreen „Live Forever“ oder dem durch Adele bekannt gewordenen Bob-Dylan-Schmachtfetzen „Make You Feel My Love„). Fazit: So macht Reklame auch für mich einmal Sinn.

 

 

Rock and Roll.

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