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Song des Tages: Lykke Li – „I Know Places“


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Was macht eigentlich…? – Teil 1769: Li Lykke Timotej Svensson Zachrisson. Lange nix gehört von Lykke Li, oder? Es scheint fast so, als würde sich die mittlerweile 32-jährige schwedische Musikerin, die man mit Fug und Recht als die noch verspultere, noch schwermütigere Variante von Lana Del Rey bezeichnen könnte, der langen Ahnenreihe der „One Hit Wonder“ anschließen… Andererseits: Wer wie sie mehr wider Willen für ein, zwei Sommer jegliche Möchtegern- und echten Strandbars von Bottrop bis Ibiza mit einer elektronischen Chill-Out-Variante eines eigenen Songs (Sie wissen schon: „I Follow Rivers„) beschallen durfte, dem sei es gegönnt, fortan das scheinheilige Kurzweil-Rampenlicht zu meiden. Vielmehr zog es Lykke Li vor, sich um den 2016 geborenen Nachwuchs zu kümmern, oder sich weniger kommerziellen Nebenprojekten zu widmen – Streaming-Tantiemen kommen wohl ohnehin Sommer für Sommer rein. Und für Juni ist ihr viertes Album „So Sad So Sexy“ angekündigt…

Dass Li Lykke Timotej Svensson Zachrisson (kein Wunder, dass sich die entrückte Schwedin bei solch einem Namen für die dezent verschobene Kurzform entschieden hat) trotz alledem nie so ganz in Vergessenheit gerät, konnte der deutsche Kino-Connaisseur unlängst im Abspann des (im Übrigen einmal mehr sehenswerten und völlig zu Unrecht für den Auslands-Oscar verschmähten) Fatih-Akin-Films „Aus dem Nichts“ feststellen, für den der Hamburger Regisseur Lykke Lis Song „I Know Places“ (vom 2011er Album „Wounded Rhymes„) wählte. Ein großartig-melancholischer Sechsminüter, der schon vor sieben Jahren durchaus mehr Beachtung verdient hätte…

 

Hier gibt’s die Albumversion auf die Ohren…

 

…sowie das Stück in der „Live on the Moon“- …

 

…und der „MTV Unplugged“-Variante (sowie hier einige Hintergrundinformationen):

„I know places we can go, babe
I know places we can go, babe
The high won’t fail here, babe
No, the high won’t hurt here, babeI know places we can go, babe
I know places we can go, babe
Where the highs won’t bring you down, babe
No, the highs won’t hurt you there, babe

Don’t ask me when but ask me why
Don’t ask me how but ask me where
There is a road, there is a way
There is a place, there is a place

I know places we can go babe
Comin‘ home, come unfold babe
And the high won’t fade here, babe
No, the high won’t hurt here, babe

So come lay and wait
Now won’t you lay and wait
Wait on me

Um…

I know places we can go, babe
Comin‘ home come, unfold, babe
I know places we can go, babe
Comin‘ home, come unfold, babe…“

Rock and Roll.
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Song des Tages: Aimee Mann – „Drive“


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Aimee Mann ist eine von den ganz Großen.

Wie meinen?

Klar, nicht „groß“ im Sinne einer Taylor Swift, Rihanna oder Beyoncé. Aimee Mann kann – und will wohlmöglich auch gar nicht – mit deren erfolgreichem a-la-mode-Radiopop mithalten. Nicht deren Tabloid-Leben im Blitzlichtgewitter erdulden müssen. Hat Aimee Mann überhaupt einen Instagram-Kanal? Weiß irgendjemand Privates? (Wen es interessiert: Sie ist seit über zwanzig Jahren mit Michael Penn, dem Bruder von Schauspieler Sean Penn, verheiratet.)

Aimee-Mann_400-f4edffdf22Nein, die mittlerweile auch schon 57-jährige Musikerin ist eine Große, wenn es um tiefes, oft genug auch ergreifendes Songwriting geht. Man denke nur an das durch Mark und Bein gehende „Wise Up„, welches Mann – nebst vielen anderen Stücken – 1999 zum Soundtrack des starbesetzten Paul Thomas Anderson-Melodramas „Magnolia“ beisteuerte. An so tolle Alben wie das im gleichen Jahr erschienene „Bachelor No. 2 or, the Last Remains of the Dodo„, oder das drei Jahre darauf veröffentlichte „Lost In Space„. Dass Mann sich einerseits selbst – und auch ihrem Stil, in klein aufgezogenen Folk- und Alt.Countryrock-Songs große, bedeutende Geschichten vom Leben zu erzählen – treu blieb, mag ihr zwar mehrere potentielle Weltkarrieren gekostet haben, hat der US-Musikerin über die Jahrzehnte jedoch auch eine treue Fanbase beschert, die die Lieder der umtriebigen Songwriterin als grimmig lächelnde Lebensretter zu schätzen wissen. Und es könnte kaum ironischer und bezeichnender sein, dass Mann ausgerechnet für ihr neuntes, im März 2017 veröffentlichtes Album „Mental Illness„, welches sie selbst – wohl nur halb im Scherz – als ihr „saddest, slowest and most acoustic album“ beschrieb, kürzlich mit dem längst überfälligen Grammy für das „Beste Folk-Album“ ausgezeichnet wurde…

Dass Aimee Manns Diskografie neben so vielen großartigen eigenen Songs auch bereits die ein oder andere kaum minder tolle Coverversionen vorzuweisen hat, dürfte nicht erst seit „Magnolia“, in dem sie Harry Nilssons Trauerkloß-Hymne „Onezu neuen Ehren verhalf, klar sein. Oder seit dem Film „I Am Sam„, für dessen Soundtrack sie sich – gemeinsam mit Ehemann Michael Penn – die Beatles-Nummer „Two Of Usvornahm.

Dass sie die hohe Schule, einem Evergreen ihre ganz eigene Seele einzuhauchen, immer noch beherrscht, bewies Aimee Mann kürzlich erneut, als sie sich – dieses Mal für die TV-Reihe „The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story“ – ausgerechnet den 34 Jahre jungen verträumten Synth-Poprock-Schunkler „Drive“ von The Cars schnappte, und die Nummer allein mit ihrer Akustischen einerseits ins 21. Jahrhundert, andererseits auch in zeitlose Folk-Sphären transportiert (in einer Episode der Serie spielt sie ihre Version des Cars-Gassenhauers auch in einer Bar).

Auch ohne eine Weltkarriere, ohne große Villen und dicke Protzkarossen bleibt es dabei: Aimee Mann ist eine von den ganz Großen…

 

 

Rock and Roll.

 

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Song des Tages: Philip Selway – „Let Me Go“


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Klar, wird man über die Nebenprojekte der einzelnen Radiohead-Mitglieder gefragt, dann lassen sich die meisten freilich zunächst einmal über Frontmann Thom Yorke sowie dessen knietief in elektronischen Spielereien verortete Soloalben „The Eraser“ oder „Tomorrow’s Modern Boxes“ aus (eventuell gar Yorkes „Supergroup“ Atoms For Peace, welche er gemeinsam mit Red Hot Chili Peppers-Bassist Flea, Produzent Nigel Goodrich und Schlagzeuger Joey Waronker bespielt). Wohlmöglich weiß der ein oder andere Radiohead-Aficionado auch noch um die Umtriebigkeit von Gitarrist Jonny Greenwood, der seit der Jahrtausendwende mal den ein oder anderen Hollywood-Film mit seinen Soundtrack-Ideen veredelt (etwa Paul Thomas Andersons „There Will Be Blood“ oder „The Master“), mal sein Equipment um das ein oder andere – vornehmlich elektronische – Tasten- oder Saiteninstrument erweitert – beide Betätigungsfelder Greenwoods haben die letzten Radiohead-Alben – mit all ihren elektronischen Experimenten („The King Of Limbs“) und der erhöhten Schlagzahl an Streichern („A Moon Shaped Pool“) – hörbar stark geprägt. Was Jonnys Bass spielender Bruder Colin Greenwood, der zweite Gitarrist Ed O’Brien oder Schlagzeuger Philip Selway in ihrer Freizeit so machen? Nichts genaues weiß man nicht…

Nicht ganz. Vor allem letzterer – also Philip Selway – tritt seit einigen Jahren ebenfalls solo in Erscheinung und hat seit 2010 mit „Familial“ und „Weatherhouse“ zwei durchaus hörenswerte Soloalben in die Plattenläden gestellt, die zwar mit den Klangeskapaden seiner wuseligen Bandkumpane Yorke und Greenwood zu keiner Zeit mithalten können (geschweige denn wohl wollen), sich jedoch anhören, als hätte Brian Eno verschollen geglaubte Tonaufnahmen von Nick Drake, auf denen er Songs von Simon & Garfunkel neu interpretiert, durchs heimische Mischpult gejagt. Sophistikatierte Leisetreterei, die sich einer wohl nur dann leisten mag, wenn er im Hauptjob das Schlagwerk bei der ambitioniertesten Rockband des Planeten bedient…

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Nun jedoch scheint es Philip Selway seinem Radiohead-Kollegen Jonny Greenwood gleichtun zu wollen und ist ebenfalls unter die Score-Bastler gegangen: Der 50-jährige Engländer zeichnet sich für den im September anlaufenden Film „Let Me Go“ verantwortlich, welcher die wahre Geschichte der Helga Schneider erzählt, einer Frau, welche 1941 von ihrer Mutter im Stich gelassen wurde, damit diese zur Waffen-SS gehen und alsbald als Aufseherin in einem der Konzentrationslager „Karriere machen“ konnte. Der Film spielt im Jahr 2000, als Helga, ihre Tochter und Enkeltochter der eigenen, mit Makeln behafteten Vergangenheit nachspüren.

Bereits jetzt lässt Philip Selway den Titelsong des Soundtracks, welcher digital am 15. September und physisch am 27. Oktober via Bella Union erschienen und vornehmlich Instrumentalstücke enthalten wird, hören. Und bereits dieser ist – wie wohl auch auch der Film – ein emotionaler Haken in die Magengegend: Zu Pianobegleitung singt Selway Zeilen wie „I waited for you to come back, you never came / I called out for you, you pushed me away“, bevor (sein) Schlagzeug und eine Trauerweide aus Streichern das Stück von Dannen tragen…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Ten Fé – „Born Slippy .NUXX“


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Born Slippy“ von Underworld – schlappe 22 Jahre alt und doch ebenso zeitgeistig wie zeitlos wie die Szenen aus jenem Film, der den Song und Sound der britischen Elektro-House-Pioniere berühmt gemacht hat (oder war’s doch andersherum?): „Trainspotting„. Ach, was waren das doch für Zeiten! Musik aus „Cool Britannia“ war – von Oasis über Blur, The Verve und wenhastenochnichgehört – in aller Ohren, Kunst und Mode aus London, Manchester oder Liverpool waren der heißeste Scheiß ever und Tony Blair noch kein Kriegstreiber, Heuchler und Arschkriecher, sondern ein (scheinbar) cooler Typ, der sich mit den Spice Girls fotografieren ließ und die (Rock)Stars von morgen bereits heute in der Downing Street hofierte. Längst vorbei, das alles…

Und trotzdem passt es doch nur zu gut, dass Mark „Rent Boy“ Renton, „Spud“ Murphy, Begbie und „Sick Boy“ kürzlich mit „T2 Trainspotting“ ihre Leinwandrückkehr feierten. Erneut von Kultregisseur Danny Boyle in Szene gesetzt, ist die ehemalige Heroin-Gang aus dem schottischen Edinburgh zwar etwas grauhaariger und mehr in der Lebensmitte angekommen als noch im ersten Teil (zu dem ein gewisser Irvine Welsh 1993 die Romanvorlage lieferte), doch mindestens noch genauso neben der Spur.

Was also würde zu diesem Revival besser passen als eine Coverversion von „Born Slippy“? Okay, okay – braucht kein Mensch. Das Londoner Duo Ten Fé hat’s trotzdem getan. Und kommen mit ihrer Idee, die geradezu ikonische Synthiemelodie mit beinahe romantischen Gitarrenrifflinien zu ersetzen, in einer Kulisse an, in der New Order mit den Killers vereint werden. Außerdem kann die Tatsache, dass Ben Moorhouse und Leo Duncan ihr Debütalbum „Hit The Light“ just am gleichen Tag, an dem „T2 Trainspotting“ seine UK-Premiere feierte, veröffentlicht haben (es war der 3. Februar diesen Jahres), kein Zufall sein, oder?

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Tim Kasher – „No Secret“


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Tim Kasher? Guter Mann, klar. Und obwohl ich’s wahrscheinlich nicht zum ersten (und garantiert nicht zu letzten) Mal erwähne: irgendwie ist der 42-jährige Hansdampf in allen Indierock- und Singer/Songwriter-Gassen – gerade was das „Saddle Creek“-Umfeld betrifft – ja auch für den Namen dieses bescheidenen Blogs verantwortlich, während ich „Album Of The Year„, das 2004 erschienene dritte Album seiner Band The Good Life, seit Jahr und Tag zu meinem wohl liebsten Album aller Zeiten zähle (insofern sich das denn abschätzen lässt).

Dabei bin ich jedoch weit davon entfernt, zum blauäugigen Fanboy zu mutieren, denn dem regelmäßigen Besucher dieses digitalen Buchstabensalats dürfte wohl kaum entgangen sein, dass ich, wenn’s denn angebracht sein sollte (und das war es beim bisher letzten The-Good-Life-Werk „Everybody’s Coming Down“ – leider), auch nicht mit Kritik am Werk vom Kasher-Tim spare. Denn in den letzten Jahren konnte man in der Tat nicht immer zufrieden mit dem musikalischen Output des indierockenden Zweiflers sein, der zwar beständig neue Album in die Regale stellte, die Schnittmengen seiner Bands – The Good Life, welche 2000 als stilles Singer/Songwriter-Projekt startete, auf der einen Seite, Cursive, die seit 1995 im beständigen On/Off-Modus existieren und seitdem Neunziger-Emo mit Indierock und Post-Hardcore vermengen, auf der anderen – jedoch mehr und mehr verschwimmen ließ. Obendrein klangen dann die zuletzt solo veröffentlichten Alben „The Game of Monogamy“ (2010) und „Adult Film“ (2013) irgendwie nach den Schnittmengen aus allem, und gerade deshalb vor allem nach einem: Tim Kasher. Was wiederum nur eines beweist, nämlich dass der Musiker, den es vor einigen Jahren vom heimatlichen Omaha, Nebraska ins sonnige Kalifornien zog, damit alles, was wohl zukünftig unter den Bannern von The Good Life oder Cursive erscheinen würde, obsolet macht. Denn ganz egal, welche Mitmusiker ihre Noten betragen, am Ende tragen alle Songs – von Cursive über The Good Life oder die Solo-Sachen – vor allem Kashers Stempel und Handschrift.

MI0004184528Das ist auch beim neusten, im März erschienenen Solo-Werk „No Resolution“ kaum anders. Obwohl: etwas Neues gibt’s da schon, denn „No Resolution“ ist quasi der Soundtrack zu Tim Kashers erstem eigenen Film (Drehbuch, Regie – alles er, der Hansdampf). Doch obwohl man das szenische Äquivalent zur Geschichte über ein junges verlobtes Paar, das auf dem Weg zur Hochzeit alles richtig machen will und doch grandios scheitert, noch nicht gesehen hat (und sich der Charakter eines Soundtracks mit immer wieder eingestreuten Instrumentals klar herausstellt), lassen sich die neusten Songs aus dem Hause Kasher gut hören. Besser noch: mit typischen Kasher-Topoi von Herzschmerz und dem Scheitern der Liebe an der ollen Realität sind es seine wohl besten seit Jahren, vielleicht sogar seit „Album Of The Year“, mindestens seit „The Game Of Monogamy“. Dabei hat sich der Mann durchaus Gedanken über eine musikalische Neuausrichtung gemacht, denn auf „No Resolution“ stellt er seinem auf Folk getrimmten grüblerischen Indierock öfter denn je ein kammermusikalisches Streicherquartett zur Seite, während das Schlagzeug meist subtil bleibt.

Dass Tim Kasher im ein oder anderen Moment erneut Bezug auf die Soundgefilde seiner Bands nimmt, beweist etwa „No Secret“, das den Furor von Cursive besitzt, ohne jedoch in deren oftmaliges hektisches Zucken zu verfallen.

Auch 2017 gilt: Wo Tim Kasher draufsteht, ist auch Tim Kasher drin. Zu einhundert Prozent. In Bestform. Wer braucht da noch wirklich Cursive oder The Good Life?

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„The song is essentially two characters: one that is restless in his day to day existence and wants to break out of it and a second character that keeps chiming to explain that – for some –  life is only as difficult as we choose to make it.

The ’secret‘ the character keeps offering, isn’t really much of a secret at all, haha, thus, it’s NO Secret. The song follows a quiet LOUD quiet pattern so I complimented that with constant edits of a backing band appearing and disappearing throughout the video.“

 

 
„I got a fever I can’t shake
I got a sickness I ain’t gonna quit
I’m on a streak that I can’t break
Lighting the wick of each relationship

I got a secret to tell you
It’s never as hard as you’re making it seem
I got a secret to tell you
You are the doomed ‚cause you want to be

I’m as ticked off as a time bomb
All I can seem to blow out is my knee
Half a man does a half ass job
I’d blow my top for some disability

I got a secret to tell you
You won’t be content ‚til you’re six feet under
I got a secret to tell you
This life is yours to plunder

Oh, yeah! It’s simple enough to be happy
But who’s gonna choose to ignore
Such basic truths – not you

I can’t remember my childhood
All I recall is a flickering screen
My life is likely a forgery
Cobbled together by books and TV

I got a secret to tell you
You’re not the proxy you pretend to be
Yeah, I got a secret to tell you
You can play dumb if it suits your needs

I’m bustin‘ out of this coffin
I’m gonna roll my old bones in the dirt
Cuttin‘ a rug with my skeletons

Hastily hidden, they never stay put
Boy, I got a secret to tell you
Nobody’s ransacking your dresser drawers
I got a secret to tell you
You’re not even sure what they’re hiding for

Oh, yeah! Nobody wants to be lonely
But you’re willing to make an exception
Just for you – lonely you“

 

Via Bandcamp gibt’s „No Resolution“ – nebst den anderen Alben – in Gänze im Stream:

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Beatsteaks vs. Dirk von Lowtzow – „French Disko“


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Wenn sich die Berliner Beatbuletten und Dirk von Lowtzow, hauptberuflich und bekanntlich Frontmann von der Hamburger Band Tocotronic, zusammentun, dann wohl nur aus gutem Grund. Nun, derer gibt es wohl gleich mehrere.

No. 1: Sowohl die seit jeher nie um Eingängigkeit und Festivaltauglichkeit verlegene Punkrock-Institution aus der Hauptstadt als auch von Lowtzow, dessen Band in den Neunzigern mal als heißestes Eisen der „Hamburger Schule“ (übrigens ein Musikrichtungslabel, das ebenso viel- wie nichtssagend ist wie etwa „Grunge“) verschrieen war, in den letzten Jahren und von Album zu Album (zuletzt erschien 2015 das selbstbetitelte „Rote Album“) jedoch qualitativ mehr und mehr abgebaut hat und heutzutage mehr Feuilleton- denn Publikumsliebling ist, sind Fans des 2010 erschienenen Romans „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf. Nie gehört? Nun, in dem Bestseller, welcher sich bislang mehr als zwei Millionen Mal verkaufte, schildert der 2013 verstorbene Autor die Erlebnisse zweier 14-Jähriger aus Berlin, die mit einem gestohlenen Lada durch die ostdeutsche Provinz fahren. Die Handlung spielt in den Sommerferien und wird aus der Perspektive von Maik Klingenberg, einem der beiden Protagonisten, erzählt.

No. 2: Fatih Akin. 43-jähriger  Filmregisseur, Drehbuchautor, Darsteller und Produzent in Personalunion und spätestens seit den Nuller-Jahren und Filme wie „Gegen die Wand“, „Solino“, „Chiko“, „Soul Kitchen“ oder „Blutzbrüdaz“ einer der besten und angesagtesten Filmemacher, die das deutsche Kino zu bieten hat. Genau dieser Fatih Akin, gebürtiger Hamburger türkischer Abstammung, hat sich nun eben – da er selbst ebenfalls zu den Bewunderern des verstorbenen Autors, welcher wie er aus Hamburg stammte, zählt – „Tschick“ vorgenommen und den Herrndorf-Jugendroman für die große Leinwand umgesetzt. Und da beim bekennenden Musikfan Akin seit jeher die Soundtracks seiner Filme einen gewichtigen Teil zum Gesamtkunstwerk beitragen, hat sich dieser – neben Songs von K.I.Z., den Beginnern, Courtney Barnett, Richard Clayderman, Bilderbuch, Seeed oder Royal Blood (allein diese Mischung verrät schon Vieles) – auch die Beatsteaks und Dirk von Lowtzow ins Boot geholt. Eigenartige Mischung? In der Tat. Aber wer kann einer arschcoolen hanseatischen Socke wie Akin schon eine Bitte abschlagen? Eben.

tschick-ost-misc_gallery_big_retinaNo. 3: „French Disko“. Die Idee, ein Coverversion des 1993 erschienenen Stücks der britischen Indie-Band Stereolab aufzunehmen, kam aus Berlin (also von den Beatsteaks). Mag sein, dass sich Frontmann Arnim Teutoburg-Weiß und Co. bei ihrer Wahl ein klein wenig von den Editors inspirieren ließen, die den Song bereits vor zehn Jahren fulminant (seinerzeit als B-Seite) gecovert haben. Dass man sich ausgerechnet mit dem nicht unbedingt naheliegenden von Lowtzow zusammentat, der daraufhin den Text – freilich – auf Deutsch umschrieb, ist jedoch mehr als mutig. Besser noch: das Experiment geht vollends auf. Der erste neue Beatsteaks-Song seit zwei Jahren klingt im besten Sinne durchgerockt und treibend, und so gut und zupackend hat man Dirk von Lowtzow, der mit den Tocos – seien wir ehrlich – immer mehr ins Egale abdriftet, schon lang nicht mehr gehört. Da wünscht man sich sich doch, dass es nicht bei der einmaligen Soundtrack-Zusammenarbeit bleiben wird (zumal ich mir speziell von den Beatsteaks mehr in deutscher Sprache gesungene Songs erhoffen würde).

No. 4: Auch das Musikvideo zur Neuinterpretation des Stereolab-Klassikers, in welchem Teutoburg-Weiß und von Lowtzow zwei suffköpfige Automechaniker spielen, die von einem der beiden jungen Film-Hauptdarsteller erst betrunken, dann um ein halb schrottreifes Auto ärmer gemacht werden, ist absolut sehenswert und macht schonmal Lust auf Akins neusten Kinofilm.

 

 

Hier gibt’s den Trailer zur Fatih-Akin-Verfilmung von „Schick“, welche ab dem 15. September – bestenfalls – im Kino Ihres Vertrauens zu sehen sein wird:

 

Rock and Roll.

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