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Jazz noch eins! – Wie Postmodern Jukebox Popsongs den Swing verleiht


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Heutzutage hat ja nur wirklich fast jede(r) die Chance, sich von jetzt auf gleich seine/ihre fünf Minuten Internet-Ruhm abzuholen. Alles, was Mann/Frau braucht, ist im Grunde nur ein mit dem weltweiten Netz verbundenes Endgerät. Und so kommen all die Versuche milchgesichtiger Teenager (also die, die’s wirklich sind und die, die einfach nicht älter werden wollen), sich zum gefühlt 1.456.546ten Mal an „Hallelujah“, „Creep“, „Imagine“ und Co. zu vergehen, nicht immer wirklich formvollendet daher, sodass man sich fast wünscht, irgendjemand hätte all die Möchtegern-Webstars besser beraten…

Postmodern Jukebox ist da ein Beispiel der besseren Sorte. Kennen se nich‘? Nun, Wikipedia hat da Folgendes zu sagen:

„Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox ist eine US-amerikanische Musikgruppe ohne feste Besetzung. Das Repertoire besteht aus Jazzarrangements zeitgenössischer Popmusik.

Die Gruppe veröffentlichte ihren ersten Titel 2013 über Youtube und erreichte nach rund 3 Monaten 1,8 Millionen Zuschauer. 2016 wurden für alle veröffentlichten Videos über 500 Millionen Zuschauer erreicht. Sie vertreiben ihre Musik darüber hinaus auch über Spotify und erreichen dort über 400.000 monatliche Hörer.“

Klar, die Idee des vielköpfigen New Yorker Kollektivs an sich ist – spätestens seit dem 2000 erschienenen Richard-Cheese-Debüt „Lounge Against The Machine“ – nicht wirklich neu oder innovativ und in etwa so „Punk“ und „Indie“ wie Mate-Tee trinkende Jutebeutel-Hipster in Berlin-Kreuzberg. Aber wer Evergreens aller Pop-meets-Rock-Couleur – von „Dream On“ (Aerosmith) über „Nothing Else Matters“ (Metallica), Sweet Child O’Mine“ (Guns N’Roses), „Seven Nation Army“ (The White Stripes), „Oops!… I Did It Again“ (Britney Spears), „Black Hole Sun“ (Soundgarden), „Creep“ (Radiohead) bis hin zu kürzlich „All The Small Things“ (Blink-182) – derart elegante Barjazz-Noten verleiht und anschließend eine sanfte Prise Swing durch den Allerwertesten bläst, wird sicherlich bald „Band des Monats“ im Starbucks um die Ecke (und das meine ich durchaus positiv).

 

 

Rock and Roll.

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Klassiker des Tages: The White Stripes – I Just Don’t Know What To Do With Myself


Von den White Stripes dürfte, spätestens nach diversen Fussball-Großveranstaltungen, so ziemlich jeder das zur banalen „lala“-Mitgröhl- und Mitklatsch-Hymne verkommene „Seven Nation Army“ kennen. Vom gleichen Album („Elephant“ von 2003) kommt auch ANEWFRIENDs heutiger „Klassiker des Tages“: „I Just Don’t Know What To Do With Myself“ – als Song an sich schon super, im ästhetischen Video von Sofia Coppola und mit Kate Moss an der Stange noch einmal eine Spur toller. Eine hervorragende Mischung, selten waren sich Rock und Erotik näher.

 

 

Rock and Roll.

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