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Sunday Listen: Viva Belgrado


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Die vielleicht heißeste europäische Post-Hardcore-Band? Sorry, The Tidal Sleep – der hoffnungsvollste Anwärter kommt potentiell aus Spanien.

17021481_1067765553327738_3414227032014494474_nObwohl sich die Wege der fünf baden-württembergischen Lautmaler von The Tidal Sleep und der Screamo-Berserker aus dem spanischen Córdoba unlängst gekreuzt haben, denn immerhin lieferte Viva-Belgrado-Frontschreihals Cándido Gálvez auf einem Song des neusten The-Tidal-Sleep-Albums „Be Water„, „Sogas„, einen gelungenen lautstarken Gastbeitrag ab.

Und auch sonst stehen beide Bands stilistisch relativ nahe beieinander, vermengen Elemente aus Post Hardcore, Screamo oder Post Rock zu einer Melange, die, wie im Fall von „Ulises“ (zu deutsch „Odysseus“), dem neusten, im August 2016 veröffentlichten Viva-Belgrado-Album, mal nach den schwedischen Screamo-Heroen Suis La Lune, mal nach Szene-Größen wie La Dispute, Pianos Become The Teeth oder Touché Amoré, mal nach den letzten Werken der japanischen Postrock-Turmbauer von Envy klingt. Wenn sich brachiale Stürme und mild daher gezimmerte Ambient-Passagen die musikalische Klinke in die Hand geben und am Ende ein in sich geschlossenes Gesamtbild ergeben, werden die spanischen Texte beinahe zur Nebensache (und für den Rest gibt es noch immer Wörterbücher).

 

Das aktuelle Album der vier Jungs von Viva Belgrado, „Ulises“, gibt es, wie die Vorgänger „Flores, Carne“ (2014) und „El Inverno“ (2013) auch, via Bandcamp im Stream und als „Pay what you want“-Download:

 

 

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Rock and Roll.

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In der Metalbäckerei…


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Da die meisten von uns seit frühester Schulzeit mit Rolf Zuckowskis „Weihnachtsbäckerei“ malträtiert wurden, weiß im Grunde so ziemlich jeder, dass Rezepte in Musik ein durchaus probates Mittel sind, (junge) Menschen zum Backen zu bewegen…

Beim Kochen klappt das auch, wie uns nun Linzey Rae, die Sängerin der Metalcore-Band The Anchor zeigt. Dazu nehme man einen The Ghost Inside-Track, ein Rezept für Shephards Pie, eine Katze und eine euphorische Sängerin, die die Choreographie von Taylor Swift mit dem stimmlichen Volumen von Candace Kucsulain mixt. Was rauskommt, ist ein gemütliches Essen mit Freunden – auch wenn diese eigentlicher lieber etwas von der großen McPommes-Fast-Food-Kette wollten. The-Ghost-Inside-Gitarrist Aaron ist zwar wahrscheinlich nicht eingeladen, denn der steht – wie es im Metal- und Hardcore oft üblich ist – nicht auf Fleisch. Freuen wird er sich über die Rezept-Parodie wahrscheinlich trotzdem – alle Einnahmen durch Downloads werden nämlich direkt an The Ghost Inside gespendet, die sich momentan von einem schweren Busunfall erholen. Und überhaupt: schon beängstigend, in jedem Falle jedoch erstaunlich, zu welchen Lauten diese zierliche junge Dame fähig ist…

 

 

Rock and Roll.

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