Schlagwort-Archive: Scott Hutchison

Sunday Listen: Narwhals – „Two Dark Windows“


„Narwhals are aquatic mammals with horns. They are also an alternative band from Manchester.“

Zwei Sätze, in welchen zu gleichen Teilen ein gerüttelt Maß an Ironie, aber auch etwas vom guten alten britischen Understatement steckt. In jedem Fall sollten all jene ein Ohr riskieren, denen ohnehin schon Bands wie Frightened Rabbit oder The National sowie melancholisches Gitarrenmollliedgut recht nahe am Hörerherzen liegen – oder wie Sänger und Frontmann Jacob Cordingle die Soundkulisse des Manchester-Vierers in diesem Interview passend beschreibt: „Man stelle sich vor, The National hätten ein Kind mit Mogwai gezeugt und würden Ian Curtis zum Paten machen.“

Das 2018 erschienene Debütwerk „Two Dark Windows“ (über dessen Entstehungsprozess man hier etwas lesen kann) findet man via Bandcamp als „name your price“ – und da Narwhals alle Erlöse an die Mental-Health-Charity-Organisation Tiny Changes (welche von der Familie des 2018 verstorbenen Frightened Rabbit-Frontmanns Scott Hutchison ins Leben gerufen wurde) spenden, darf man gern ein paar Euronen (mehr) da lassen…

Rock and Roll.

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Song des Tages: The Birthday Suit – „A Bigger World“ (feat. Scott Hutchinson)


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Wer seine musikalischen Antennen verstärkt auf schottischen Indie Rock richtet, der kam (und kommt) seit Mitte der Neunziger kaum an Idlewild vorbei (wohl auch daher war die Band aus Edinburgh vor einiger Zeit mal hier präsent). Isso. Wenige allerdings wissen, dass etwa deren Frontmann Roddy Woomble in den letzten knapp 15 Jahren so einige Solo-Werke veröffentlicht hat (unlängst etwa die formidable „Everyday Sun EP„). Und noch weniger haben scheinbar bislang davon Wind bekommen, dass auch Idlewild-Gitarrist Rod Jones abseits von der Hauptband einen verdammt gut anliegenden Zweitanzug parat hat – wortspielpassenderweise hört dieser auf den Namen The Birthday Suit.

81mB+EoL9NL._SS500_Und obwohl deren jüngstes, drittes Album „A Hollow Hole Of Riches“ bereits sechs Jahre zurückliegen mag (Jones scheint sich aktuell vielmehr auf Idlewild zu konzentrieren, deren aktuelles Werk „Interview Music“ im vergangenen Jahr erschien), so würde den elf Songs voller ebenso aufregender wie vielfältiger, nicht weit weg von Idlewild geparkter Melodien und den Herz-auf-der-Zunge-und-Leidenschaft-im-Handgelenk-Texten eine deutlich größere Hörerschaft durchaus gut zu Gesicht stehen.

Bestes Beispiel: Die Single „A Bigger World“, ein mitreißender Dreieinhalb-Minuten-Rocker, der sich von Jones‘ emphatischem Gesang, eingängigen Riffs und jubilierenden Streichern tragen lässt, während das Lyrische einen ersten Einblick in die Grundthematik des restlichen Albums gibt: Isolation, denn jeder von uns existiert in (s)einer eigenen kleinen Welt. Das heißt jedoch keineswegs, dass die Texte von „A Hollow Hole Of Riches“ allzu düster sind – tatsächlich sind sie weit davon entfernt. Der Nachfolger zum 2012 veröffentlichten Werk „A Conversation Well Rehearsed“ ist in Gänze eine Feier der Vielfalt und der sich ständig verändernden Natur der Perspektive. Und wer nun an die ewig großen schottischen Lads von Frightened Rabbit denken muss, liegt gar nicht so falsch, denn immerhin ging Rod Jones, Jacqueline Irvine, David Jack, Steve Morrison, Seán McLaughlin und Catrin Pryce-Jones bei „A Bigger World“ niemand Geringeres als deren 2018 (zu) früh verstorbener Frontmann Scott Hutchison mit einem fulminant gespielten Gitarrensolo zur Hand…

 

 

Rock and Roll.

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Ein Comic zum 10. Geburtstag von Frightened Rabbits „The Winter Of Mixed Drinks“…


 

Zwar habe ich das zehnte – und damit erste runde – Veröffentlichungsjubiläum des dritten Frightened Rabbit-Studioalbums „The Winter Of Mixed Drinks“ um ein paar Tage verpasst (schließlich war das bereits am 1. März, und ist im Grunde auch wenig verwunderlich, schließlich rangiert das Werk trotz so einiger Favoriten wie „Swim Until You Can’t See Land“, „Living In Colour“ oder „Nothing Like You“ nicht unbedingt unter meinen Top-3), glücklicherweise haben jedoch andere Termine wie ebenjenen deutlich besser auf ihrem Schirm als ich. Etwa „Marge Makes Comics„, eine tolle, mehr oder minder regelmäßig auf „arts at michigan“ erscheinende Comic-Strip-Reihe, die dem vor knapp zwei Jahren (zu früh!) verstorbenen Scott Hutchison und seinen Indierock-Schotten und benanntem Album mit einer wunderbar illustrierten Comic-Geschichte die Ehre erweist… Me likes!

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

„There is light but there’s a tunnel to crawl through
There is love but its misery loves you
There’s still hope so I think we’ll be fine
In these disastrous times, disastrous times…“

(„Oil Slick“ von Frightened Rabbit)

 

Rock and Roll.

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„Tiny Changes“ – eine Dokumentation zum Frightened Rabbit-Tribute-Sampler


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Recht oft war und en letzten Wochen von „Tiny Changes: A Celebration of Frightened Rabbit’s ‚The Midnight Organ Fight‘“, dem feinen Tribute-Sampler zu Ehren des zehnten Geburtstages des zweiten Frightened Rabbit-Albums „The Midnight Organ Fight“ (welcher ja, genau genommen, allerdings bereits im April 2008 war), auf ANEWFRIEND die Schreibe.

Nun haben die verbliebenen Bandmitglieder der „Angsthasen“ (Frontmann Scott Hutchison verstarb im vergangenen Mai bekanntermaßen viel zu früh) eine 24-minütige Mini-Dokumentation zur Tribute-Compilation, auf der zahlreiche befreundete Künstler und Bands wie The Twilight Sad, Manchester Orchestra, Julien Baker, Biffy Clyro, Josh Ritter, Craig Finn (The Hold Steady), Benjamin Gibbard (Death Cab For Cutie), Aaron Dessner (The National), Daughter oder Wintersleep die Songs des Albums, mit welchem der schottischen Indierock-Band damals der Durchbruch hin zu einem größeren Publikum gelang, neu interpretieren, veröffentlicht. Diese zeichnet den Werdegang des Albums vom Konzept über die Songauswahl bis hin zu den Aufnahmen nach und lässt auch die teilnehmenden Künstler selbst zu Wort kommen.

Wer also weiter in die persönlichen wie kreativen Geschichten rund um „Tiny Changes: A Celebration of Frightened Rabbit’s ‚The Midnight Organ Fight‘“, deren Einnahmen an die von Scott Hutchisons Familie ins Leben gerufenen Organisation „Tiny Changes“ gehen, hinein horchen mag, der nehme sich das knappe halbe Stündchen Zeit…

 

 

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Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Dieser Tage im Londoner „Rough Trade East„. Nicht nur ein kleiner versteckter Hinweis auf das vergangene Woche erschienene Frightened-Rabbit-Cover-Album „Tiny Changes: A Celebration of Frightened Rabbit’s ‚The Midnight Organ Fight‘“, sondern auch ein sympathischer Knicks vor dem verstorbenen Frontmann selbiger Schotten-Indierock-Kapelle. Und: ein feines Motto, welches jede(r) sehr gern durch den (All)Tag tragen darf…

 

Rock and Roll.

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