Schlagwort-Archive: Schweden

Moment! Aufnahme.


69497468_179257639786016_792504131347546112_o.jpg

(gefunden bei Facebook)

 

Auf einem Plakat im schwedischen Göteborg helfen John, Paul, George und Ringo – etwas weiter entfernt von der bekannten „Abbey Road“ – beim Verkehrsunterricht: „Alle müssen der Straßenbahn ausweichen, auch auf dem Fußgängerüberweg.“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages #2: First Aid Kit – „Strange Beauty“


first_aid_kit

Vor etwa drei Wochen beging David Berman, bis 2009 Stimme, Hirn und daher Vorsteher der legendären Silver Jews, mit denen er lautstark Rock’N’Roll und Kozeptkunst verband, in seiner Wohnung im New Yorker Stadtteil Brooklyn Selbstmord. Er wurde 52 Jahre alt. Und reiht sich damit in eine (zu) lange, (zu) traurige Liste ein. Dabei hatte sich der kreative US-Musiker, welcher sich über die Jahre nebenbei noch einen Namen als Dichter und Cartoonist erwarb, erst im Juli unter seinem neuen Alias Purple Mountains zurück zu (beinahe) alter Silver Jew’scher Form gemeldet (was bei ihm ehrlicherweise meist bedeutete, dass die dazugehörigen Texte im Gros ebenso direkt wie deprimierend ausfielen) und passend dazu ein selbstbetiteltes, von Kritikern weitestgehend gepriesenes Debütalbum geliefert…

Zu Ehren von David Berman veröffentlichten die Schwestern Johanna und Klara Söderberg, besser bekannt als First Aid Kit, wenige Tage darauf ein Cover des Songs „Random Rules“, dessen Original vom 1998 erschienenen dritten Silver Jews-Album „American Water“ stammt.

Zusätzlich dazu liefert das schwedische Folk-Pop-Duo noch den Song „Strange Beauty“. Ebenfalls im Gedenken an Berman, beginnt der Song mit den Zeilen „David died yesterday / And today it is raining / I know I didn’t know you / But in my heart I know it to be true / It is raining for you, David / The rain, it is for you…“

In einem Facebook-Post erklärt Klara, dass sie am Boden zerstört war und „Strange Beauty“ geschrieben habe, um ihre Gefühle über den Tod von David Berman zu verstehen. Für das „Random Rules“-Cover wiederum entschieden sich die 28 beziehungsweise 26 Jahre jungen Schwestern aus Stockholm, deren aktuelles Album „Ruins“ im vergangenen Jahr erschien, demnach, da das Lied „einige der besten Texte, die jemals geschrieben wurden [enthält] und das Genie von David Berman [zeigt]“… Trauer trifft auf Würde trifft auf Erhabenheit.

 

 

———-

Menschen, die unter Depressionen leiden und Suizidgedanken haben, finden bei der Telefonseelsorge online oder telefonisch unter den kostenlosen Hotlines 0800-1110111 und 0800-1110222 Telefonseelsorge rund um die Uhr Hilfe. Die Beratungsgespräche finden selbstredend anonym und vertraulich statt.

Angehörige, die eine nahestehende Person durch Suizid verloren haben, können sich an den AGUS-Verein wenden. Der Verein bietet Beratung und Informationen an und organisiert bundesweite Selbsthilfegruppen.

Leute, passt bitte auf euch und eure Mitmenschen auf! Gebt Liebe, wannimmer ihr Liebe geben könnt. Alles, was uns bleibt, ist das Jetzt…

———-

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Klassiker des Tages: Tiger Lou – „Sam, As In Samantha“


Rasmus-Kellerman-Oldschool-800x565

Rasmus „Tiger Lou“ Kellerman sollte für den ein oder anderen regelmäßigen Leser von ANEWFRIEND kein gänzlich Unbekannter sein, schließlich war um 2016 herum, als seine Tiger-Lou-Jungs und er sich nach etwa acht langen Jahren Funkstille mit dem Album „The Wound Dresser“ zurück meldeten, ab und an die Schreibe von dem mittlerweile 39-jährigen schwedischen Musiker.

7340169404176Dass Kellerman und Co. nach ebenjenem Comeback-Werk (und ein paar gemeinsamen Konzerten) schon wieder wenig von sich hören ließen, hat einmal mehr private Gründe (über welche man in diesem aktuellen Artikel etwas mehr erfahren kann). Umso schöner, dass Tiger Lou nun wenigstens einer der ältesten Veröffentlichungen im Backkatalog, der 2007 erschienenen „Trouble & Desiree EP“, ein um ein paar B-Seiten sowie einen bislang unveröffentlichten Song ergänztes Re-release gegönnt haben. Und siehe da: Stücke wie etwa „Sam, As In Samantha“ oder „Nova Lee“ sind auch heute immer noch so tolle, melancholische Tearjerker wie damals… *hach*

 

 

„Leaving for work monday morning
It is time for a new dawning
Sitting around every day
Amounts to nothing and there’s no way
I’m doing this for another ten years
That’s one of my worst fears
Oh Sam…

Turn off your phone and bring some sheets
So this is a place where young lovers meet
This is all and all we need
Give us some food and some bullshit tv
We’ll bunker up for days and days
Call in sick, we’re never leaving this place
Oh Sam…

So come inside my room tonight
I’ll let you win, I won’t even put up a fight
We’ll have a marathon of your choice
Anything you want
Movies, tv, magazines
Music, sex or something inbetween
Oh Sam…“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: José González – „Smalltown Boy“


Jose_Gonzalez-2-photo_Malin_Johansson-XXxXXcm_COL_300DPI_RGB

Foto: Promo / Malin Johansson

Wenn man so will, ist José González der potentiell argentinischste Schwede kreuz und quer im Drei-Kronen-Staat. Zumindest, was die reine Optik betrifft. Denn musikalisch bedient der Sohn argentinischer Einwanderer, Baujahr 1978 und aufgewachsen in Göteborg, zwar teilweise fulminant und wie genetisch selbstverständlich die Akustikgitarre, doch von rassigem, vor Temperament nur so strotzendem „Vamos!“-Flamenco und Co. könnten die Folk-Songs des 40-jährigen Musikers kaum weiter entfernt sein. Vielmehr hat sich massig skandinavische Melancholie ins südländische Blut gemischt. Und gerade das macht González‘ Stücke, die seit 2003 auf drei Solo-Alben (zuletzt 2015 „Vestiges & Claws“ sowie im Februar via PledgeMusic das feine Live-Album „Live in Europe“ mit The String Theory) und zwei Werken mit seiner Band Junip gebündelt wurden, so besonders. Eine heiße Seele, kühle Gedanken – tolles Gitarrenspiel, grandiose, unverkennbare Stimmfarbe. Ist seit dem ersten Mini-Hit „Crosses“ bewährt großartig, wird es auch bleiben.

61IuRB4JsBL._SS500_Was José González noch ein stückweit einzigartiger macht, ist sein Gespür, Kompositionen fremder Künstler zu seinen eigenen zu machen. Man höre nur seine Interpretationen von Massive Attacks gefühligem Ewigkeits-TripHop-Gassenhauer „Teardrop„, The Knifes „Heartbeats„, Joy Divisions überlebensgroß-abgründige Abschwur an die Liebe „Love Will Tear Us Apart“ – oder „Smalltown Boy“, im Original 1984 von Bronski Beat in die Plattenläden gestellt und – gerade zu dieser Zeit – eine durchaus mutige Homosexualitätsoffenbarungshymne, verpackt in discolastigen Synthie-Pop (da hatte Jimmy Somerville anderen heutigen Schwulen-Ikonen wie Freddie Mercury, George Michael oder Boy George einiges voraus). Nach González‘ Neofolk-Vereinnahmung (erschienen 2007 als B-Seite der Single „Down The Line„) wird daraus das Abschiedsstück eines jungen Suchenden, der zwar (noch) keine Heimat hat, jedoch – nebst Wehmut und Schmerz – auch massig Hoffnung im Herzen trägt… *hach*

 

 

„You leave in the morning
With everything you own
In a little black case
Alone on a platform
The wind and the rain
On a sad and lonely face

Mother will never understand
Why you had to leave
But the answers you seek
Will never be found at home
The love that you need
Will never be found at home

Run away, turn away, run away, turn away, run away
Run away, turn away, run away, turn away, run away

Pushed around and kicked around
Always a lonely boy
You were the one
That theyd talk about around town
As they put you down

And as hard as they would try
Theyd hurt to make you cry
But you never cried to them
Just to your soul
No you never cried to them
Just to your soul

Run away, turn away, run away, turn away, run away
Run away, turn away, run away, turn away, run away

Cry, boy, cry…

You leave in the morning
With everything you own
In a little black case
Alone on a platform
The wind and the rain
On a sad and lonely face

Run away, turn away, run away, turn away, run away
Run away, turn away, run away, turn away, run away“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Support your local artist! – Dennis Lyxzéns Worte zur aktuellen Lage der Musikwelt


42202107_10160709889020167_8128302225601593344_n

Foto: Facebook

Nicht erst seit bis ins nächste Valhalla höchst funky tönenden und im Text – Populismus hin oder her – wohl auf ewig relevanten Evergreens wie „Capitalism Stole My Virginity“ oder „Communist Moon“ sowie Album-Meilensteinen wie „The Shape Of Punk To Come“ ist Dennis Lyxzén die wohl coolste pro-kommunistische linke Socke im Musikgeschäft (oder zumindest im Dreieck zwischen Lappland, Lettland und Legoland). Isso, verdammt.

Und da der seit eh und je verdammt umtriebige Frontmann von Kapellen wie Refused, The (International) Noise Conspiracy, The Lost Patrol Band oder INVSN, der nebenbei, mit „Ny Våg„, auch noch ein Punk-Rock-Plattenlabel betreibt, bereits etliche Lenze im Musikgeschäft auf dem schwedischen Buckel hat, darf man getrost jede der vielen Zeilen, die der mittlerweile 46-jährige Punkrock- und Hardcore-Verteran da vor einigen Tagen via Facebook vom Stapel ließ, glauben. Denn schließlich erinnert Dennis Lyxzén noch einmal jede und jeden, der oder dem Musik und bestimmte (vor allem kleinere) Künstler wirklich am Musikherzen liegen, noch einmal daran, worum es geht: „Go to their shows. Buy their merch and their records. Tell your friends about them. Like their social media pages.“ Denn gerade Künstler und Bands, welche eben nicht die „dicke Asche“ von den großen Plattenlabels, die mittlerweile einen Großteil des internationalen Musikmarktes unter sich aufteilen, zugeschustert bekommen, sind eben nicht auf Streams (welche ohnehin nur vergleichsweise kleines Geld einbringen) angewiesen, sondern auf den möglichst direkten Support. Wahre, weise gebrüllte Worte, mein oller Schweden-Punker!

 

Hier Lyxzéns komplette, sympathisch-direkte Brandrede im Wortlaut:

„WARNING! WARNING! WARNING!
Rant incoming. 
I usually don’t rant that much on social media but here’s one for you.
I’ve been playing music for a long time now and I’ve been privileged enough to be able to do this more or less for a living for the past 20 years. I’ve travelled the world, meet amazing people and created some music that I can be really proud of.

However; every year that goes by it gets harder and harder to what we are doing as an independent artists/musicians. 
The musical landscape has changed immensely the last 10 years. Some things have been for the better and some things definitely for the worse.

With diminishing record sales and a clickbait economy comes a slew of problems.
Everyone needs to tour cause that’s how we are supposed to make any type of money. But with everyone on tour it’s actually harder to get shows and the fees have gone down the last couple of years due to this. 
Record-labels are less prone to work with smaller acts and the independent labels don’t have enough power or economy to push artist the way they used to.
So for every year the margins for people like us keep shrinking. Making it harder for bands like INVSN to tour and to record and to actually be a band.

And yeah; it’s not about the money, it’s never been.
But we need cash to be able to tour, to be able to record music. Most of the people in INVSN have full-time jobs and we still manage to do about 100 shows per record.

Another one of the more frustrating aspect of this is that you as an artist has to become your own press outlet. Through social media we can reach each other and communicate but it has also lead to the realization that this is how your music reaches people. Specially if you are a smaller artist.
We have to rely on the kindness or stranger to be heard. We have to rely on people following us on social media to get people to come to the shows. 
Which can be amazing but also frustrating. Most people don’t ‚like‘ posts with tour-dates or new releases. 

So what am I getting at here: Well, if you’re like me and you love music, independent music, alternative music, creative music with ideas then we really need to step up our game in supporting bands and artists that we like.
If you are into a band there’s a bunch of things that you can do to support them:
Go to their shows.
Buy their merch and their records.
Tell your friends about them.
Like their social media pages.
Like their social media posts. With the strange algorithms that facebook and Instagram has it is imperative that you actually like the posts not only scroll by them. The more people like a post the more it spreads and the bigger the chances are that someone outside of an already established fanbase will discover the band.
Be open and curious about new music and new bands.

And I also get it. Not every band or project is to everyones liking. Some people are comfortable with letting music be a nostalgia type deal but for some of us this is life and death.
This is everything for some of us!
I am grateful beyond words for the chances I’ve been give and I will never ever take this for granted but at the end of the day I need you more then you need me! 🙂

Thanks for reading this and here’s some bands and artist that you should check out and support
Bad Nerve, FÖLLAKZOID, Laura Carbone, Le Butcherettes, YOUTH CODE, Hilda Heller, The Hanged Man, Pale Honey, Honungsvägen, Zola Jesus, The Soft Moon, ACTORS, Agent Side Grinder, TRUE MOON, Anna von Hausswolff, Dolce, COLD CAVE, Les Big Byrd, War On Women, Chelsea Wolfe, Sa Fi, The Coathangers, Mattias Alkberg, Vanligt FolkACID BLOOD Umeå, Katohjärta The dumbfucks Trepaneringsritualen, Rome Is Not A Town , Josefin Öhrn + The Liberation, and so much more!!!“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Super Trouper lights are gonna find me…


33079998_448459592260332_2578858442244489216_n

(gefunden bei Facebook)

 

Ob Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid Schwedens größte heimliche „Star Wars“-Nerds sind und anno 1980 ebenjenen „Super Trouper“ im Sinn hatten? Möglich ist es, darf jedoch genauso gut bezweifelt werden…

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: