Schlagwort-Archive: Schweden

Super Trouper lights are gonna find me…


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(gefunden bei Facebook)

 

Ob Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid Schwedens größte heimliche „Star Wars“-Nerds sind und anno 1980 ebenjenen „Super Trouper“ im Sinn hatten? Möglich ist es, darf jedoch genauso gut bezweifelt werden…

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Lykke Li – „I Know Places“


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Was macht eigentlich…? – Teil 1769: Li Lykke Timotej Svensson Zachrisson. Lange nix gehört von Lykke Li, oder? Es scheint fast so, als würde sich die mittlerweile 32-jährige schwedische Musikerin, die man mit Fug und Recht als die noch verspultere, noch schwermütigere Variante von Lana Del Rey bezeichnen könnte, der langen Ahnenreihe der „One Hit Wonder“ anschließen… Andererseits: Wer wie sie mehr wider Willen für ein, zwei Sommer jegliche Möchtegern- und echten Strandbars von Bottrop bis Ibiza mit einer elektronischen Chill-Out-Variante eines eigenen Songs (Sie wissen schon: „I Follow Rivers„) beschallen durfte, dem sei es gegönnt, fortan das scheinheilige Kurzweil-Rampenlicht zu meiden. Vielmehr zog es Lykke Li vor, sich um den 2016 geborenen Nachwuchs zu kümmern, oder sich weniger kommerziellen Nebenprojekten zu widmen – Streaming-Tantiemen kommen wohl ohnehin Sommer für Sommer rein. Und für Juni ist ihr viertes Album „So Sad So Sexy“ angekündigt…

Dass Li Lykke Timotej Svensson Zachrisson (kein Wunder, dass sich die entrückte Schwedin bei solch einem Namen für die dezent verschobene Kurzform entschieden hat) trotz alledem nie so ganz in Vergessenheit gerät, konnte der deutsche Kino-Connaisseur unlängst im Abspann des (im Übrigen einmal mehr sehenswerten und völlig zu Unrecht für den Auslands-Oscar verschmähten) Fatih-Akin-Films „Aus dem Nichts“ feststellen, für den der Hamburger Regisseur Lykke Lis Song „I Know Places“ (vom 2011er Album „Wounded Rhymes„) wählte. Ein großartig-melancholischer Sechsminüter, der schon vor sieben Jahren durchaus mehr Beachtung verdient hätte…

 

Hier gibt’s die Albumversion auf die Ohren…

 

…sowie das Stück in der „Live on the Moon“- …

 

…und der „MTV Unplugged“-Variante (sowie hier einige Hintergrundinformationen):

„I know places we can go, babe
I know places we can go, babe
The high won’t fail here, babe
No, the high won’t hurt here, babeI know places we can go, babe
I know places we can go, babe
Where the highs won’t bring you down, babe
No, the highs won’t hurt you there, babe

Don’t ask me when but ask me why
Don’t ask me how but ask me where
There is a road, there is a way
There is a place, there is a place

I know places we can go babe
Comin‘ home, come unfold babe
And the high won’t fade here, babe
No, the high won’t hurt here, babe

So come lay and wait
Now won’t you lay and wait
Wait on me

Um…

I know places we can go, babe
Comin‘ home come, unfold, babe
I know places we can go, babe
Comin‘ home, come unfold, babe…“

Rock and Roll.
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Song des Tages: The Baboon Show – „Radio Rebelde“


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The Hives, Refused, Backyard Babies, The (International) Noise Conspiracy, The Division Of Laura Lee usw. usf. – Schweden ist nicht eben der schlechteste Nährboden für Punk-Rock-Bands. Da kann es schon einmal vorkommen, dass die ein oder andere Gruppe zu Unrecht etwas untergeht…

The Baboon Show etwa. Denn immerhin spielt sich das aus Stockholm stammende Vierergespann aus Frontfrau Cecilia Boström, Bassistin Frida Ståhl, Gitarrist Håkan Sörle und Schlagzeuger Niclas Svensson bereits seit 2003, nunmehr sieben Alben- sowie zig EP- wie Single-Veröffentlichungen den punkrockend-ranzigen Allerwertesten ab, und wird dem ein oder anderen Genre-Fan hierzulande in den letzten Jahren eventuell als Support Act der Toten Hosen oder Broilers bereits untergekommen sein.

The-Baboon-Show-Radio-Rebelde-2017Klar, da kann man noch so viele catchy Riffs, große Grooves, markante Hooks, empathische Shouts und Herzblut-Gesangsmelodien in feine Dreieinhalb-Minuten-Brecher packen – heutzutage geht selbst (oder gerade) so etwas im Stream-Dschungel von YouTube, Facebook und Co. (vor)schnell unter. Nichtsdestotrotz haben Cecilia Boström und ihre Band mehr als nur ein Ohr nebenbei verdient, immerhin transportieren The Baboon Show mit Songs wie „Same Old Story“ nicht nur Punkrock-Feeling, sondern auch eine Botschaft.

Und so selbstverständlich wie Backstage-Biere und Lederjacken scheinen im Punkrock auch die energisch gereckten Fäuste zu sein. Wer möchte, kann dies – das Fäusterecken –  gern zum neusten Song der Band ausprobieren: zu „Radio Rebelde“, seines Zeichens Titelstück des am 16. Februar erscheinenden, von Pelle Gunnerfeldt (The Hives, Randy) produzierten achten Studioalbums von The Baboon Show, ließ das Quartett von Andreas Langfeld im Rahmen der Support Tour für Die Toten Hosen im vergangenen Dezember ein Musikvideo drehen, das die Band mal auf den Bühnenbrettern, mal Backstage zeigt und somit ein in stylischem Schwarz/weiß gehaltenes ehrliches und relativ pathosfreies Bild von The Baboon Show vermittelt, während der Refrain noch lange im Ohr nachhallt…

 

 

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Rock and Roll.

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Song des Tages: Fever Ray – „Keep The Streets Empty For Me“


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Zwar keineswegs neu ist dieser Song von Karin Dreijer Andersson aka. Fever Ray. Trotzdem ist es immer wieder erstaunlich, zu welchen Gelegenheiten einem das Stück vom 2009 erschienenen Debütalbum gleichen Namens über den musikalischen Weg läuft. Etwa zwei Jahre darauf in der kanadischen Horror-Romanze „Red Riding Hood“ (welche wohl allein schon wegen Amanda Seyfried als Möchtegern-Rotkäppchen lohnenswert sein dürfte).

FeverrayOder nun wieder in der kürzlich veröffentlichten ersten Staffel der Netflix-Mystery-Serie „Dark„, die zwar in dem ein oder anderen Moment an das – zumindest von den meisten Kritikern ins Vergleichsfeld geführte – US-Vorbild „Stranger Things“ (oder meinetwegen auch „Twin Peaks“) erinnern mag, mit ihrer beklemmend-mysteriösen Atmosphäre, zu der die hervorragende Darstellerriege und das regengraue Setting im deutschen Hinterland nur noch erschwerender mit beitragen, durchaus überzeugt – und definitiv Bock auf eine zweite Staffel macht…

Eine bessere Wahl als die Musik von Karin „Fever Ray“ Dreijer Andersson, die ja ansonsten mit ihrem Bruder Olof das schwedisch-verquere Electro-Duo The Knife bildet, hätten die Serien-Macher um Regisseur Baran bo Odar und die Drehbuch-Autoren Jantje Friese und Martin Behnke übrigens kaum treffen können, schließlich ist auch das komplette 2009er Fever-Ray-Debüt von einer ganz ähnlichen atmosphärischen Bedrohlichkeit, die sich nie ganz Bann bricht, jedoch stets ums Eck lugt, gekennzeichnet (und ganz nebenbei im Längen besser als das kürzlich überraschend veröffentlichte zweite Album „Plunge„).

 

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: The Neverly Boys – „Burn Hollywood Burn“


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Wenn er nicht gerade die Regler für andere Bands und Künstler wie die Yeah Yeah Yeahs, Kelis, Bat For Lassies, Foals, Santigold oder Beady Eye schiebt, scheint Produzent und TV On The Radio-Mastermind Dave Sitek eine ausgewiesene Abneigung gegen Langeweile zu haben. Anders ist kaum zu erklären, dass der 45-Jährige nun gemeinsam mit Daniel Ledinsky (der wiederum landete mit dem feinen „DonaldTrumpMakesMeWannaSmokeCrack“ im vergangenen Jahr einen kleinen viralen Hit) als The Neverly Boys eine gemeinsame Zwei-Mann-Band an den Start bringt.

Neverly-Boys-1510937272-640x640Deren erster Song „Burn Hollywood Burn“, eine düstere, kraftstrotzende Ballade, die etwas von dem auch von TV On The Radio bekannten elektronischen Avantgarde-Glanz übernimmt, mag zwar als passender Kommentar zur aktuell grassierenden #meetoo-Sexismus-Debatte (Sie wissen schon: all die Enthüllungen, die einstmals große Namen wie Harvey Weinstein, Kevin Spacey und Co. wohl mutmaßlich und selbstverschuldet ihre Karrieren gekostet haben dürften) in der nach außen hin so glänzenden „Traumfabrik“ gelten, allerdings entstand das Stück bereits einige Zeit davor (auch wenn es, laut Sitek, seine Inspiration „aus demselben vergifteten Brunnen“ bezieht).

Daniel Ledinsky über „Burn Hollywood Burn“:

“I’m guessing most people who live here in Los Angeles can relate to that feeling of total hopelessness, This place sure creates some amazingly beautiful art, but it also has a tendency to use and corrupt you. Hollywood has attracted artists to come here to pursue their dreams since the 20’s, and a lot of people end up in a very dark place chasing that dream. I love this city for all its beauty, but it has always been a very hard and violent place as well.“

Dave Sitek lernte den aus Schweden stammenden Ledinsky, dem die schöne Scheinwelt des Pop-Bizz als Ghostwriter für Künstler wie Tove Lo, Kent, CeeLo Green, Shakira oder Rihanna ebenfalls bestens bekannt sein dürfte, bei gemeinsamen Arbeiten für Bands wie Blondie oder Pussy Riot kennen. Ob die beiden in Los Angeles beheimateten Multitalente als The Neverly Boys noch weitere Songs desselben Kalibers folgen lassen? Warten wir’s ab…

 

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Kristofer Åström – Live at Södra Teatern, Stockholm 2001


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Wenn es Herbst wird und mein Griff immer öfter ins Singer/Songwriter-Fach wandert (was eigentlich nicht nur zu dieser Jahreszeit, sondern im Grunde ganzjährig passiert), dann ist Kristofer Åström seit eh und je einer meiner Favoriten.

Warum? Nun, die Songs, die der Schwede – der als ehemaliger Frontmann der Alternative-Rocker Fireside außerdem bereits unter Beweis gestellt hat, dass er auch ganz andere musikalische Gangarten beherrscht – in bester Scandinavian Cowboy-Manier  vom Stapel bricht, suchen in Punkto süßer Herzschmerz-Melancholie schon immer ihresgleichen (und wer’s nicht glauben mag, dem sei die 2013 veröffentlichte Werkschau „An Introduction to….“ ans Hörerherz gelegt). Ob es die Vergleiche zu Genre-Größen wie Elliott Smith braucht? Wohl kaum. Passt auch nicht. Vielmehr stehen Åström Landmänner wie Christian Kjellvander oder Rasmus „Tiger Lou“ Kellerman näher…

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Dass der mittlerweile 43-jährige Musiker aus Luleå (dem ortsansässigen Eishockey-Team spendierte er übrigens vor einigen Jahren eine Hymne) auch auf Bühnenbrettern zu überzeugen weiß, beweist unter anderem das Live-Album „Göteborg String Session„, welches er im vergangenen Jahr in die (digitalen) Plattenläden stellte (das letzte Studiowerk „The Story Of A Heart’s Decay“ wiederum erschien 2015). Und wer sich ein Hörbild von Kristofer Åström ohne Streicher und im mal satt rockenden, mal akustisch klampfenden Outfit machen möchte, dem seien der Mittschnitt einer Show, welche er 2001 im Stockholmer Södra Teatern gab (ein Teil des Konzerts fehlt wohl, dafür ist die Audio-Qualität sehr gut), sowie die Soundboard-Aufnahme eines Konzerts im Wiener Stadtsaal aus dem Jahr 2012 (gibt’s hier als kostenlosen Download) empfohlen.

Eine Überdosis als Åström’schem Liedgut ist in dieser Jahreszeit ja ohnehin ausgeschlossen…

 

 

Rock and Roll.

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