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Song des Tages: SASAMI – „Toxicity“


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Foto: Alice Baxley

Toxicity„, die zweite Single aus dem gleichnamigen, 2001 erschienenen Album, war der bis dato größte Hit für System Of A Down und trug dazu bei, dass sich das kalifornische Vierergespann kurzzeitig als eine der kommerziell erfolgreichsten Alternative-Metal-Bands ihrer Ära etablierte. Und auch wenn das alles bereits eine gefühlte Ewigkeit von fast zwei Dekaden her sein mag und die Band um Serj Tankian (Lead-Gesang, Keyboards), Daron Malakian (Gesang, Gitarre), Bassist Shavo Odadjian sowie Schlagzeuger John Dolmayan spätestens seit dem ambitionierten 2005er Album-Doppel aus „Mezmerize“ und „Hypnotize“ – vor allem künstlerischer sowie politischer Differenzen wegen – hoffnungslos auf Eis liegen mag, hat sich der Song längst zu einem modernen Metal-Klassiker – you may NOT call it Nu Metal! – entwickelt, schließlich fängt der Vierminüter mit zugänglichen, melodischen Strophen und einem überdreht-manischen, dauerhibbeligen Refrain wie kaum ein anderes SOAD-Stück nahezu perfekt die ebenso legendäre wie unverkennbare Dynamik der Band ein. Und auch heute noch zucken abertausende von Indie-Disko-DJs bei der lallend-lautstark vorgetragenen Frage: „DJ, hassu Süssem?!?“ nachts schweißgebadet zusammen…

0887828045327Nichtsdestotrotz haben sich bereits dutzende von Bands und Künstlern dies- wie jenseits von YouTube an SOAD-Coverversionen versucht (unlängst etwa diese hier). So auch SASAMI. Hinter dem Künstlernamen versteckt sich die US-amerikanische Indie-Pop-Musikerin und Songwriterin Sasami Ashworth, die den meisten wahrscheinlich am ehesten als ehemalige Keyboarderin von Cherry Glazerr (von denen hier auch schon die Schreibe war) zu Ohren gekommen sein könnte, im vergangenen Jahr jedoch auch ihr selbstbetiteltes Debütalbum in die Plattenregale gestellt hat.

Bei ihrer Coverversion von „Toxicity“, welche kürzlich auf einer Split-EP erschien, entfernt SASAMI endgültig alle Dream-Pop-Nebelschwaden ihrer Ex-Band, während sich Computer-Beats um ihre Stimme und Gitarre ranken. Ebenso auffällig dürfte sein, dass die Indie-Musikerin aus Los Angeles mal eben die typische Ouvertüre gänzlich über Bord wirft und ihre Variante des Metal-Evergreens – wenn auch mit deutlich langsamerem Tempo – anhand der Melodie der Strophe aufbaut. Heraus kommt eine fast schon sinistre Ballade, die zwar nichts von der explosiven Energie des Originals in sich tragen mag, mit beinahe trauerklößner Stimme die emotionale Anziehungskraft des Textes jedoch umso mehr verstärkt…

 

 

Rock and Roll.

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